DE1458C - Neuerungen an Maschinen zum Nageln von' Kisten und an Nagelspeiseapparaten - Google Patents
Neuerungen an Maschinen zum Nageln von' Kisten und an NagelspeiseapparatenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27F—DOVETAILED WORK; TENONS; SLOTTING MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES
- B27F7/00—Nailing or stapling; Nailed or stapled work
- B27F7/02—Nailing machines
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Dovetailed Work, And Nailing Machines And Stapling Machines For Wood (AREA)
Description
1877.
WILLIAM WICKE in NEW-YORK. Neuerungen an Maschinen zum Nageln von Kisten und an Nagelspeiseapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. August 1877 ab.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt A ein Gestell aus Gufseisen oder anderem geeigneten
Material dar, das am besten vertical aufgestellt wird und das in seinem oberen Ende ein hin-
und hergehendes Querstück B hat, das mittelst einer auf dem Ende einer Welle D aufgesteckten
Kurbel . in Thätigkeit gesetzt wird. Diese Welle D steht durch die Kurbel b und die
Stange c mit einem Tritt d in Verbindung.
Wenn die Kurbel b durch den Tritt in
Drehung versetzt wird, hebt und senkt sie abwechselnd das Querstück B (es kann auch zur
Hebung des Querstückes B und des Trittes eine Feder benutzt werden). Das Querstück B
wirkt auf ein oder mehrere Kolben E und theilt denselben eine auf- und abgehende Bewegung
mit. Jeder der Kolben jedoch ist seitlich verstellbar im Querstück B, wie in
Fig. ι ,gezeigt, so dafs er genau auf die Stelle eingestellt
werden kann, wo der Nagel einzutreiben ist; an dieser Stelle wird er gehalten durch eine
Stellschraube a.
Eine Reihe von Kolben, von der Zahl der einzutreibenden Nägel, wird an dem Querstück
B angebracht. Durch Herunterdrücken des Trittes gehen alle Kolben nieder und es
werden infolge dessen^ alle Nägel zu gleicher Zeit eingetrieben.
. Das untere Ende jedes Kolbens E verjüngt sich und ist an der Spitze gerade grofs genug,
um den Kopf des einzutreibenden Nagels zu bedecken; nach oben erweitert sich der Kolben
so, dafs, wenn er niedergeht und in. die eigentlichen Führungsstücke oder Backen HH eintritt,
er die Backen auseinander treibt und dem Nagel dadurch gestattet, auszutreten. Die
Backen HH sind seitlich in derselben Weise, wie die Kolben, verstellbar, und werden am
besten durch eine Querrippe e des Gestelles A getragen. Die einander zugekehrten Flächen
jedes Paares Backen haben Rinnen, um die Nägel aufzunehmen und sind so geformt, dafs
der Kolben sie bei seinem Niedergange auseinander drückt und dadurch den freien Durchgang
des Kopfes des Nagels durch die Rinnen gestattet.
Die Nägel werden jeder Backe durch einen geeigneten röhrenförmigen Kanal F, einer nach
dem anderen, zugeführt. Ein Tisch J an dem unteren Theile des Rahmens A dient als Stütze
für die zu nagelnden Bretter, und kann mittelst der Schraubenspindel K verstellt werden.
Die seitliche Lage der Bretter wird durch einen Schlitten L regulirt, der in einer Rinne
des Gestelles A verstellbar ist. Die zu nagelnden Bretter ij werden in der in Fig. 1 angegebenen
Weise auf den Tisch J gelegt und und können gegen die Führungsstücke H geklemmt
werden, so dafs sie während des Nageins in ihrer Lage verbleiben.
Der Nagelspeisemechanismus, Fig. 3, 4, 5 und 6, besteht aus einem Behälter M, der in
geneigter Lage an dem Gestell A der Maschine oder auf irgend einer geeigneten Unterlage so
befestigt ist, dafs er zu den Backen und Kolben der Nagelmaschine die richtige Lage einnimmt,
Diese Backen H und Kolben E sind in verticaler
Lage dargestellt, es ist jedoch klar, dafs dieselben ebensogut in horizontaler Lage liegen
können und dafs in diesem Falle Führungen mit einer Rinne genügen, statt der doppelten
Backen, die in der verticalen Lage angewendet werden, während, wenn die Maschine vertical
arbeitet, geeignete Federn oder sonstige Vorrichtungen anzubringen sind zum Schliefsen der^
selben, nachdem die Kolben in die Höhe gegangen sind. Der Behälter M ist an seinem
unteren Ende offen und endet in zulaufende Seitenstücke // (Fig. 4 und 5). Innerhalb des
Behälters befindet sich eine quer durchgehende Welle m, die das Speiserad η trägt. Dieses
Speiserad ist mit einer Reihe von Flügeln versehen, die durch die ganze Breite des Behälters
gehen (Fig. 3, 4 und 5),
Das Ende der Welle pt an der Aufsenseite des Behälters trägt ein Sperrrad O, dem. eine
intermittirend rotirende Bewegung durch die Klinke p ertheilt wird, die in irgend einer
Weise mit dem Treibmechanismus der Nagelmaschinen verbunden ist oder sonst wie getrieben
wird, so dafs sie die nöthige rotirende Bewegung dem Rade O und mithin der Welle m
und dem Speiserade η ertheilt. Der Boden q des Behälters M springt ein Stück vor die
Welle m vor (Fig. 1 und 3) und endet an der Stelle, wo die Seiten // anfangen, spitz zuzulaufen.
Diese zulaufenden Seiten // sind so angeordnet, dafs ihre unteren Enden einen
schmalen geraden .Schlitz in der Fortsetzung des Bodens q des Behälters bilden.
Dieser gerade Schlitz setzt sich in eine geneigte blatte N fort, die sich nach unten und
vorn von dem Boden q des Behälters bis zu dem hin- und hergehenden Nagelzuführer P ausdehnt.
Zwischen dem Nagelzuführer P, der eine seitlich,
verschiebbare Stange, am besten aus hartem Stahl, und der Vorderseite der Seiten CC befinden
sich Zwischenwände R R, die von entgegengesetzten Seiten der Schlitze in der
Führungsplatte N ausgehen und senkrecht zur Platte N stehen, wie aus der Zeichnung ersichtlich.
Der Nagelzuführer P, der eine quer durchgehende bewegliche Stange bildet, ist in
seinen Lagern nahe dem unteren Theile der Platte N angebracht, und hat in seiner Kante,
die der Platte N zugekehrt ist, eine Aushöhlung, die in Fig. 4 deutlich zu sehen ist. Ein Abstreicher
r ist an dem Rahmen befestigt und ragt über den Nagelzuführer P hinüber. Der
Abstreicher hat an der Seite, die dem Schlitz der Führung N zugekehrt ist, eine schräge
Kante. Unter der schrägen Seite des Abstreichers r ist durch den unteren Theil der
Führungsplatte N ein Loch geschnitten, das in den Trichter S führt, der mit der Röhre F in
Verbindung steht. Diese Röhre führt zu den Aufnahmebacken Hder Maschine (Fig. 1). T1ISt
ein quer durch den Behälter und über das Speiserad /;/ angebrachter Schieber, der in verticaler
Richtung verstellbar ist, so dafs er eine gröfsere oder kleinere Quantität Nägel zugleich
dem Speiserade zuführen kann. Der Nagelzuführer P ist durch eine Stange ί mit der Kurbel
einer Welle t verbunden, die ihre Bewegung durch geeignete Verbindung mit dem Nagelmechanismus
oder sonst wie erhält.
Die Nagelspeisung geht im wesentlichen, wie folgt, vor sich:
Die Nägel werden in dem Behälter hinter dem Schieber T aufgegeben und allmälig auf
dem geneigten Boden des Kastens weitergeschoben, so dafs sie in den Bereich des Speiserades
m kommen.
Dieses Rad nimmt die Nägel in seinen Flügeln auf und führt sie in den verengten Theil
des Kastens zwischen die zulaufenden Seiten / desselben, so dafs beim Fall in diesen Theil
des Behälters die Nägel gezwungen werden, mit ihren Spitzen durch den Schlitz der Führungsplatte
N herunterzugehen, während ihre Köpfe auf der Platte N getragen werden oder
auf den unteren Theilen der Seitenplatten /, die nahe genug aneinander kommen, um die
Schäfte der Nägel aufzunehmen, aber nicht nahe genug, um die Köpfe durchzulassen.
Auf den geneigten Flächen / gleiten die Nägel infolge ihrer Schwere und der Vibrationen der
arbeitenden Maschinen auf die Führung JV; hier gleiten sie mit ihren Köpfen auf derselben
herunter, bis sie nacheinander mit dem hin- und hergehenden Nagelzuführer P in Berührung
kommen. Wenn dieser Nagelzuführer zurückgezogen ist, d. h. nach der Welle t hinbewegt
wird, bringt er seine Aushöhlung in eine Linie mit dem Schlitz der Führung N und nimmt in
dieser Aushöhlung den Schaft eines der Nägel auf. Diesen Nagel führt er während seines folgenden
Vorganges mit sich, bis der Nagelkopf in Berührung mit dem schrägen Theile des Abstreichers
r kommt, wodurch der Nagel allmälig aus der Aushöhlung des Zuführers P bewegt
und durch das Loch der Platte. N in den Trichter £ und die Röhre F geworfen wird.
Zwischen den unteren Enden der Seitenplatten und den Querwänden R R, die bis nahe an
den Schlitz reichen, ist die obere Fläche der Führungsplatte abgeschrägt, so dafs ihr geschlitzter
Mitteltheil höher ist, als ihre Aufsenseiten, wie deutlich aus Fig. 6 zu ersehen. Dieses hat
den Zweck, denjenigen. Nägeln, die durch das Speiserad m auf die Führungsplatte N geworfen
werden, ohne in der erforderlichen Weise in · den Schlitz zu fallen, zu gestatten, über die geneigten
Seiten der Führungsplatte N in einen Behälter W zu fallen, der zu deren Aufnahme
in der in Fig. 1 deutlich dargestellten Weise unter der Führungsplatte aufgestellt ist, während
diejenigen Nägel, die, wie es vorkommen kann, nicht in den Behälter W fallen, sondern auf
der geneigten Fläche der Führungsplatte N bleiben, durch die Querwände R R, die das
weitere Heruntergleiten solcher Nägel auf der Führung N verhindern, sicher seitwärts in den
Kasten W geschafft werden. Die dem Nagelzuführer P ertheilte Bewegung ist in Uebereinstimmung
mit der der Nagelkolben so, dafs während des Aufganges des Kolbens der Nagelzuführer
seinen Nagel nach dem Abstreicher r hin bewegt und ihn in die Röhre F fallen
läfst und hierdurch in die Führungen HH, wonach dann die Kolben bei ihrem darauffolgenden
Niedergang den Nagel in die zu nagelnde Kiste treiben.
Es ist klar, dafs an Stelle des hin- und hergehenden, mit einer Aushöhlung versehenen
Nagelzuführers eine ausgehöhlte Scheibe angewendet werden kann, die eine intermittirend
rotirende Bewegung hat. Diese Scheibe bewegt sich dann von dem Schlitz der Führung N
nach dem Abstreicher in derselben Zeit, in welcher der hin- und hergehende Nagelzuführer
einen solchen Nagel bewegt hatte; jedoch fällt bei der Scheibe der Niedergang des hin- und
hergehenden Nagelzuführers weg. Die Nägel, die in den Kasten W fallen, werden wieder
in den Behälter aufgegeben und wie oben weiter geschoben.
Die grofse Unvollkommenheit der Nagelspeisungen bestand bis jetzt darin, dafs sie leicht schadhaft
wurden; Nägel sind nicht immer von derselben Stärke, besonders in den kleinen Nagelsorten,
die meistentheils in Maschinen zum Nageln von Kisten gebraucht werden, und wenn ein kleinerer
Nagel, als der für die Speisung bestimmte, darin vorkam, so war dieser im Stande,
den ganzen Apparat schadhaft zu machen. Durch diese Erfindung ist diese Schwierigkeit
vollständig beseitigt; denn wenn selbst ein Nagel auf irgend welche Weise in eine falsche Lage,
z. B. in schiefer Stellung oder sonst wie in die Aushöhlung des Nagelzuführers P kommen
würde, so ist die Stellung des Zuführers P zum Abstreicher r eine solche, dafs durch das
unrichtige Eindringen eines Nagels dennoch die Maschine keinen Schaden nehmen kann, indem
die beiden Theile P und r, beide aus hartem Stahl, den Nagel durchschneiden und so denselben
verhindern, das richtige Arbeiten der Maschine zu beeinträchtigen.
Statt die Führung N mit abgeschrägten Seiten herzustellen, kann .sie sehr schmal gemacht
werden und dadurch denselben Zweck erfüllen.
Claims (2)
1. Die Anwendung der mit einer Rinne versehenen Nagelführung H in einer Maschine
zum Nageln von Kisten, wesentlich wie angegeben.
2. In Verbindung mit der mit Rinne versehenen Führung H die hin- und hergehenden
Kolben E, construirt und arbeitend wesentlich wie beschrieben und zu dem beschriebenen
Zweck.
Der Kolben E, mit eirfem,erweiterten oberen
Theile versehen, um itj V^rjeiraiuiig.'imt'Täeiii
Führungsbacken H zAj 'ärifeiten, wesentlich
wie angegeben. |ί;;.^^.--,-τ-ττΓ-^=ΐ7^-~ ---ΐ:
Die Verbindung einer oder mehrerer verstellbarer Nagelführungen H und Kolben E
mit dem Tische J und dem Schlitten Z, wesentlich wie angegeben.
Der Kasten M mit den zulaufenden Seitenplatten / / zur Aufnahme der Nägel von dem quer hindurchgehenden Speiserade m, in Verbindung mit der geschlitzten Nagelführung JV, alles wesentlich wie angegeben und zu dem angegebenen Zweck.
Der Kasten M mit den zulaufenden Seitenplatten / / zur Aufnahme der Nägel von dem quer hindurchgehenden Speiserade m, in Verbindung mit der geschlitzten Nagelführung JV, alles wesentlich wie angegeben und zu dem angegebenen Zweck.
Die Querwände R Ji in Verbindung mit der geneigten und geschlitzten Führung JV
der Nagelspeisung, wesentlich wie angegeben. Der hin- und hergehende Nagelzuführer P
in Verbindung mit der Führung JV, dem Nageltrichter S und dem festen Abstreicher r,
alles angeordnet, wie bereits angegeben.
Die geschlitzte Nagelzuführung JV mit abgeschrägten Seiten, wie dargestellt, um das Verbleiben der Nägel auf deren oberer Fläche zwischen dem Behälter und dem Zuführer zu verhindern, wie angegeben.
Die geschlitzte Nagelzuführung JV mit abgeschrägten Seiten, wie dargestellt, um das Verbleiben der Nägel auf deren oberer Fläche zwischen dem Behälter und dem Zuführer zu verhindern, wie angegeben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1458T | 1877-08-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1458C true DE1458C (de) |
Family
ID=70912318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1458DA Expired - Lifetime DE1458C (de) | 1877-08-17 | 1877-08-17 | Neuerungen an Maschinen zum Nageln von' Kisten und an Nagelspeiseapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1458C (de) |
-
1877
- 1877-08-17 DE DE1458DA patent/DE1458C/de not_active Expired - Lifetime
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