DE1453689U - - Google Patents

Info

Publication number
DE1453689U
DE1453689U DENDAT1453689D DE1453689DU DE1453689U DE 1453689 U DE1453689 U DE 1453689U DE NDAT1453689 D DENDAT1453689 D DE NDAT1453689D DE 1453689D U DE1453689D U DE 1453689DU DE 1453689 U DE1453689 U DE 1453689U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
air
line
pneumothorax
fan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT1453689D
Other languages
English (en)
Publication of DE1453689U publication Critical patent/DE1453689U/de
Active legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

  • P neumo t ho r ax a p par at.
  • Der Neuerung liegen Verbesserungen eines Pneumothoraxapparatee zu Grunde, wie er zur Behandlung von Lungentuberkulose verwendet wird.
  • Die bekannten Apparate bestehen aus zwei aufrecht angeordneten, miteinander kommunizierenden Zylindern und einem Manometer, welche an zwei Mehrweghähne angeschlossen sind, die je nach ihrer Einstellung einen der beiden Zylinder an ein Gebläse ansohliessen oder die zum Pneumothorax führende Leitung mit dem Manometer oder den mit Gas oder mit Luft geladenen Zylinder verbinden.
  • Die Verbesserung des Apparates besteht zum Teil darin, dass der Mehrweghahn des mit dem Punktioneaohlauoh verbindbaren Zylinders eiroh einen Weg über ein Filter an die Leitung des Gebläses an einer Stelle angeschlossen ist, die der Einmündung der Luftleitung in den Mehrweghahn des anderen Zylinders liegt, so dass die Luft je nach der Einstellung der beiden Mehrweghähne entweder in dem einen oder in dem anderen Zylinder eingeblasen und die Naohfüllung dea Apparates mit Luft ohne Abnahme des Gebläses durchgeführt werden kann.
  • Eine weitere Verbesserung des Apparates ist darin
    gelegen, dass die ganze Apparatur an einer in jan 2*a2 »
    img dem durch einen Deckel absohlieaobaren Gehäuse frei-
    stehenden Zwischenwand angeordnet und jeder Apparaturteil an dieser Zwischenwand mit einer verriegelbaren Schelle unabhängig von den anderen Teilen leicht lösbar angebracht ist.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Neuerung in Fig. 1 in Vorderansicht bei geöffnetem Gehäuse und in Pig. 2 in Seitenansicht bei ausgeschwenkter Zwischenwand veranschaulicht. Die Pig. 3 biz 7 zeigen die beiden Mehrweghähne in verschiedenen Schaltstellungen und die Fig. 8 den einen Hahnstopfen in Ansicht.
  • Der Apparat ist in einem handlichen Holzkasten 1 untergebracht, der auf einem Sockel aufrecht steht und einen aufschwenkbaren Deckel als Vorderwand 2 und eine um ein horizontales Scharnier 3 an-aohwenkbare Zwischenwand 4 besitzt, die in der vertikalen Lage durch zwei Riegel 5 verriegelt ist. Auf der Zwischenwand 4 ist die ganze Apparatur angeordnet. Diese besitzt zwei miteinander kommunizierende Glaszylinder 6, 7 von je einem Liter Inhalt, die in Ausschnitten der Zwischenwand 4 aufrecht stehen und mit je einem Krümmer 8, 9 in einer beiden Glaszylindern 6, 7 gemeinsamen Rast 10 ruhen. Die beiden Krümmer 8, 9 sind durch ein Schlauchstück 37 miteinander verbundene, durch das die beiden Glaszylinder miteinander kommunizieren. Die beiden Glaszylinder 6, 7 sind oben bei 11 halsartig verjüngt. An jedem Zylinderhale 11 ist mittels einer Gummimuffe 12 ein Mehrweghahn 14 bezw.
  • 15 leicht lösbar angeschlossen. Ueber den Gummimuffen 12 liegen an der Zwischenwand 4 zu verriegelnde Schellen 13, die die beiden Glaszylinder 6, 7 an der Zwischenwand 4 festhalten. Der Mehrweghahn 14 des mit einer Gradeinteilung versehenen Zylinders 6 besitzt vier Wege 11, 16, 17 und 18. Der Weg 11 führt zum Hals des Glaszylinders 6.
  • Der Weg 16 führt zu einemzwischen den beiden Glaszylindern 6 und 7 auf der Zwischenwand 4 mit verriegelten Schellen 19 festgelegten U-förmigen Manometer 20, das ein Abschlussventil 21 zum Verhindern des Herausschleudernd von Flüssigkeit aus dem Manometerrohr bei plötzlich auftretendem Ueberdruok besitzt. Der Weg 17 führt zu einem durch eine Schellenklemme 22 an der Zwischenwand 4 federnd festgehaltenen Filter 23, an das der Schlauch 24 der Punktionsnadel 25 angeschlossen ist. Der Weg 18 stellt die Verbindung zwischen dem Hahn 14 und einem Wattefilter 26 (Fig. 2) her, das an der Rückseite der Zwischenwand 4 leicht lösbar angebracht ist. Zu diesem Wattefilter 26 führt eine Leitung 27, welche von der zum Mehrweghahn 15 führenden Luftleitung 28 des Doppelgebläses 29 bei 30 abgezweigt ist und die Luft vom Gebläse 29 direkt in das Wattefilter ? 6 leitet.
  • Der an die Luftleitung 28 angeaohloasone Mehrweghahn 15 des zweiten mit 7 bezeichne@en Glaszylinders besitzt drei Wege. Der erste Weg ist die Luftleitung 28, der zweite Weg ist der Hals 11 des Glaszylinders 7 und der dritte Weg dient als ein im Halnstopfen vorgeschener Entlüftungskanal 31, Fig. 3, 4. In diesem Hahnetopfen ist im reohten Winkel zu diesem Entlüftungskanal 31 eine Bohrung 32 vorgesehen, duroh die die Luftleitung 28 mit dem die Flüssigkeit enthaltenden Glaszylinder 7 verbunden werden kann.
  • Der Hahnatopfen des Vierweghahnes 14 besitzt einen winkelig gebogenen Durchströmungsgang 33, dessen Mündungen entsprechend der Anordnung der Mündungen der vier Wege 11,16,17, 18 um 900 zueinander versetzt sind.
  • Ausaerdem ist im selben Hahnatopfen ein als Längsnut ausgebildeter Entlastungskanal 34 angeordnet, der zu Entlastungslöchern 35 einstellbar ist und in diesen Hahnetellungen das Manometer 20mit der aussenluft verbindet, so dass es sich stete von selbst wieder auf den Nullpunkt einstellt. Die Griffe beider Hahnstopfen sind aus farbigem Glas hergestellt, damit sie in ihrer jeweiligen Stellung sofort ersichtlich sind.
  • Zur Füllung der Glaszylinder 6 und 7 mit einer desinfizierenden Flüssigkeit @. B. einer Thymol-oder einer Sublimatlösung wird nur die Schelle 13 des Zylinders 7 von der Gummimuffe 12 gelöst und letztere vom Zylinderhale 11 abgezogen. Hierauf wird ein an der Rückseite der Zwischenwand 4 leicht lösbar angebrachter Fülltrichter 36 in die freie Halsöffnung des Zylinders @ 7 gehalten und so lange flüssigkeit in diesen eingegossen, bis der Flüssigkeitsstand in beiden Zylindern so hoch ist, dass er den Teilungsstrich 500 im Glaszylinder 6 erreicht.
  • Ist der Gleichstand in beiden Zylindern erreicht, dann wird die Gummimuffe 12 auf den zylinderhals 11 wieder aufgeschoben und die Schelle 13 an der Zwischenwand 4 verriegelt. In diesem Zustand ist der Apparat betriebabereit.
  • Um nun die gewünschte Gasmenge in den Pneumothorax einzuführen wird folgender Weise verfahrens Es werden die beiden Mehrweghähne 14, 15 in die aus der Fig. 3 ersichtliche Stellung gebracht. In dieser Stellung der beiden Hähne ist die Verbindung zwischen dem Glaszylinder 7 und dem Doppelgebläse 29 gesperrt, dafür jedoch der Weg vom Wattefilter 26 zum Glaszylinder 6 frei, so dass die Luft vom Gebläse 29 durch die Leitung 27, 28 in das Wattefilter 26 und von hier im desinfisziertem Zustand in den Glaszylinder 6 gelangt. Dadurch, dann in dieser Stellung der beiden Hähne 14,15 einerseits sowohl der Weg 16 zum Manometer 20 als auoh der Weg 17 zum Punktionsschlauch 24 gesperrt ist, anderseits der Lüftungsweg 31 für den Zylinder 7 offen steht, wird die
    Flüssigkeit unter dem Druck der vom Gebläse 29 zustrd-
    menden Luft aus dem Glaszylinder 6 hinaus gedrängt und im selben Ausmase im Glaszylinder 7 hochsteigen.
  • Bei Einstellung des Hahnes 14 in die aus der Fig. 4 ersichtliche Stellung können der intrathorokale Druck und die Atemdruckschwankungen bestimmt werden.
  • Zu diesem Zweck wird, wie die Fig. 4 zeigt, der Mehrweghahn 14 in eine Stellung verdreht, in welcher das
    Manometer 2V mit der zum Pneumothorax führenden Leitung t7
    verbunden ist, dessen gefärbte Wassersäule sich sofort
    auf den jeweiligen Druck einstellt und diesen dadurch an
    einer Skala anzeigt.
  • Zur Einblasung der im Zylinder 6 vorhandenen und unter dem Druck der im Zylinder 7 befindlichen Wassersäule stehenden Luft in den Pneumothorax wird der Hahn 14 laut Fig. 5 eingestellt, in welcher Stellung der Zylinder 6 ausaohliesalioh mit der zum Filter 26 führenden Leitung 18 verbunden ist. Die Luft strömt nun unter dem Druck der Wassersäule durch das desinfiszierende Filter 26 in den Punktioneaohlauoh 24 und gelangt von diesem durch die Nadel 25 in den Pneumothorax.
  • Ist die auf diese Weise in den Pneumothorax eingeblaaene Menge Luft, Stickstoff oder Kohlensäure zu
    gering, dann wird der Hahn 15, wie die Fig. 6 zeigt, in
    eine Stellung gebracht, in welcher erden Zylinder 7 mit der
    ;
    zum Gebläse 29 führenden Leitung 28 verbindet. Durch
    Betätigung des Gebläses 29 wird in den Zylinder 7 Luft
    eingepumpt. Die einströmende Luft verdrängt die Wassersäule vom Zylinder 7 in den Zylinder 6, wodurch die sich in letzterem befindliche Luft in die zum Pneumothorax führende Leitung 17 eingeblasen wird. Dadurch ist es möglich, Luft bezw. Gas in einer dem ganzen Zylinderinhalt entsprechenden Menge einzublasen.
  • Zum Absaugen von Luft oder Gas aus dem Pneum@-thorax wird die Luft aus dem Zylinder 7 abgesaugt.
  • Die dadurch im Zylinder 7 ansteigende Wassersäule bewirkt im Zylinder 6 ein Vakuum, das das Rückströmen der Luft oder des Gases aus dem Pneumothorax veranlasst.
  • Zum Auswechseln des Filters 26 oder zum Erreichen des Trichters wird die Zwischenwand 4 entriegelt und um das Scharnier 3 nach vor geschwenkt. Um die Zwischenwand in der ausgeschwenkten Lage zu erhalten, ist an ihr und an der Gehäuseinnenseite ein Streckglied 38 beispielsweise eine Kette vorgesehen, welche die ZwischenwandwährendderFüllungdesZylindersoderderAuswechslung des Filters in der ausgeschwenkten Lage erhält.
    B 0 hut B - A n 8 p r U 0 h a
    Sohute-Anaprüoho <

Claims (1)

1. Pneumothoraxapparat mit wei aufrecht angeordneten, miteinander kommunizierenden Zylindern und einem Manometer, die an zwei Mehrweghähne angeschlossen sind, die je nach ihrer Einstellung einen der beiden Zylinder an ein Gebläse anschliessen oder die zum Pneumothorax. führende Leitung mit dem Manometer oder dem mit Gas oder Luft geladenen Zylinder verbinden, dadurch gekennzeichnet, daas der Mehrweghahn (14) des mit den Punktionsschlauch verbindbaren Zylinders (6) durch einen @ eg (18) über ein Filter (26) an die Leitung (28) des Gebläse. (29) an einer Stelle (30) angeschlossen ist, die der Einmündung der Luftleitung (28) in den Mehrweghahn (15) des anderen Zylinders (7) liegt, so dass die Luft je nach der Einstellung der beiden M, hrweghtihne entweder in den einen oder in den anderen Zylinder eingeblasen und die Nachfüllung des Apparates mit Luft ohne Abnahme des Gebläses (29) durohgeführt werden kann. 2. Pneunothoraxapparat nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daae die ganze Apparatur an einer in dem durch einen Deokel (2) abeohlieasbaren Gehäuse rot stehenden Zwiaohenwand (4) =geordnet und jeder Apparatnr- teilxan dieser Zwiaohenwand mit einer verriegelbaren Sohalli unabhängig von den anderen Teilen leicht loebar ange- bracht iet. 3. Pneumothorazapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennseiohnet, daee die Zwischonwand (4) um ein horiaon- talin Soharnier aue dem Oehäuee (1) herauaaohwenkbar iet und im auegewohwenkten Zuatand durch ein Streokglied (38) nu B. eine Kette erhalten wird. 4* Pncumothoraxapparat nach Anapruoh 2, daduroh gekennzeichnet, dazu an der Zwieohenwand-Innenseite ein Fülltriohter leicht abnehmbar angebraoht iet, der die Füllung den Zylinders mit der deainfiazierenden Plüe8ig- keit erleichtert.
DENDAT1453689D Active DE1453689U (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1453689U true DE1453689U (de)

Family

ID=761225

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1453689D Active DE1453689U (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1453689U (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2354820C2 (de) Vorrichtung zum Abfüllen einer Milchprobe in ein ProbegefäB
CH652144A5 (en) Appliance for sterile sampling from a fermentation apparatus
DE4142625A1 (de) Tropfinfusionssystem mit integrierter mess-eichvorrichtung
DE102005025382B3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von freiem und gelöstem Gas in Wasser
DE644212C (de) Sauerstoffatemschutzgeraet mit lungengesteuerter Sauerstoffzufuehrung
DE2257289B2 (de) Vorrichtung zum Prüfen und Einstellen von Vergasern und anderen Kraftstoff verbrauchenden Geräten
DE691027C (de) ng
DE546439C (de) Narkoseapparat
DE668940C (de) Abfuellhahn fuer keimfreie Fluessigkeiten
DE714868C (de) Druckleitungsanlage zur Zufuehrung von Gasen unter verschiedenem Druck von einer mit einer Druckquelle, z.B. einer Kohlensaeureflasche, verbundenen Hauptleitung aus zu mehreren Spritzen zur Gas- oder Fluessigkeitsbehandlung fuer zahnaerztliche Zwecke
DE2721272C2 (de) Bewässerungseinrichtung für Pflanzen
DE268510C (de)
DE37130C (de) Apparat zum Aussaugen von Krankheitsscoffen aus menschlichen oder thierischen Körpern und zum Einspritzen heilkräftiger Flüssigkeiten
DE446669C (de) Vorrichtung zum wiederholten Anzeigen von schaedlichen Gasen, insbesondere von Schlagwettern, unter Verwendung eines eine Diffustionszelle ausspuelenden Pressluftbehaelters und eines Mehrwegehahns
DE810550C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Entnahme von Gassammelproben
DE418879C (de) Fluessigkeitsstroemungsmesser mit Fernanzeige
DE652359C (de) Vorrichtung zum Aufkraeusen des Bieres im Lagertank
DE401161C (de) Vorrichtung zur oertlichen Betaeubung
EP0220338A1 (de) Gärsicherheitsglas und Verfahren zum luftdichten Verschliessen eines Gärgutbehälters mit Hilfe des Gärsicherheitsglases
DE1698278C (de)
DE9415790U1 (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von in Probeflaschen abgefüllten Abwasserproben
DE350045C (de) Einrichtung zum Pruefen der Saugwirkung bei Geblaesebrennern
DE414028C (de) Anlage zur Suboccipitalpunktion mit Druckmessung
DE2838131A1 (de) Vorrichtung zur begasung von fluessigkeiten in mehreren temperierten probenbehaeltern
DE7011574U (de) Vorrichtung zur entnahme von sterilproben.