DE1452020C - Verfahren zum Walzen von Schienen - Google Patents

Verfahren zum Walzen von Schienen

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DE1452020C
DE1452020C DE1452020C DE 1452020 C DE1452020 C DE 1452020C DE 1452020 C DE1452020 C DE 1452020C
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DE
Germany
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rolling
universal
rail
stitches
rail head
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Raymond Seremange Moselle Stammbach (Frankreich)
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De Wendel et Cie SA
Original Assignee
De Wendel et Cie SA
Publication date

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Description

. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Walzen Profil während des gesamten Walzvorganges beibe-
von Schienen mittels zwei horizontale und zwei verti- halten wird, ohne daß sich die Gefahr der Bildung
kale Walzen enthaltender Universalwalzwerke, auf eines Grates oder einer Umfalzung ergibt und bei
welche zwei horizontale Walzen enthaltende Duo- welchem die Rundung, über welche die Lauffläche
Walzwerke folgen, durch Einführen eines symmetri- 5 und die Seitenflanke des Schienenkopfes miteinander
sehen Schienenrohlings in das erste Universalwalz- - verbunden sind, etwa dieselbe Festigkeit erhält wie
werk und Durchführen des gesamten Walzvorganges die Lauffläche.
unter ständiger Aufrechterhaltung der konvexen Form Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gedes Schienenkopfes, Beseitigung der. während der löst, daß die die Lauffläche mit den Flanken des Universalstiche an den Flanken des Schienenkopfes io Schienenkopfes verbindenden Rundungen bei jedem entstehenden Verbreiterungen in den Duostichen und Universal- und jedem Duostich der knetenden Wir-Beseitigung der während der Duostiche entstehenden kung der verfonnenden Walzenflächen ausgesetzt sind. Erhöhung der Lauffläche in den folgenden Universal- Durch das neue Verfahren wird bewirkt, daß durch Stichen, wobei'in den Walzstichen die Rundung der die ständige Walzeinwirkung auf die Rundungen die Verbindung von Lauffläche und Flanke des Schienen- 15 Festigkeit der Teile des Schienenkopfes, welche durch kopfes der knetenden Wirkung der verformenden die Berührung mit den Laufflächen der Radspur-Walzenflächen ausgesetzt ist. kränze am.meisten beansprucht werden, verbessert
Bei dem klassischen Walzvorgang von Schienen- wird. Auch wird ein vollkommeneres Profil an diesem. profilen (so z. B. deutsche Patentschrift 415 618) Teil des Schienenkopfes erzielt. Dabei wird die Oberarbeiten die Walzen so, daß sie abwechselnd auf 2? flächenqualität der Verbindungsflächen der anderen den oberen und den unteren Teil des Profils mit Teile des Schienenkopfes mit diesen Rundungen unmittelbarem und indirektem Druck einwirken, wo- (nämlich der Flanken- und der Lauffläche) entscheibei sie aufeinanderfolgend den Stahl in zwei zuein- dend verbessert. Die Profilformen der Universalander rechtwinkligen Richtungen verdrängen. ' walzen verhindern dabei jegliche übermäßige Ver-
Durch diese Art der Profilgebung von Schienen *5 breiterung des Schienenkopfes an der Stelle der Runerfolgen sehr erhebliche asymmetrische Verformun- düngen, derart, daß die Verbreiterungen sich immer gen, deren Ergebnis ein sehr unebener Rohling ist, tangential an diese Rundungen anschließen,
dessen verschiedene Bereiche sich während des Walz- Durch diese Art des Walzens wird jegliche Bildung Vorganges mit ungleichmäßigen Geschwindigkeiten einer Einbuchtung oder eines Rücksprunges in dem abkühlen. Dies hat zur Folge, daß die in dieser 3° Schienenkopf an den Stellen, wo die Rundungen in Weise hergestellte Schiene in ihrem endgültigen Zu- die Flanken des Schienenkopfes übergehen, verhinstand Innenspannungen aufweist. Außerdem wird dert, welche ein Überfalzen während des daraufgerade derjenige^Teil des Schienenquerschnittes, der folgenden Duostiches zur Folge haben würde. Die während des Betriebes der Schiene sehr hohen dy- gleiche Erscheinung wird auf der Lauffläche während namischen Beanspruchungen ausgesetzt ist, nur unter 35 des Duostiches verhindert.
indirekter Druckeinwirkung gewalzt und niemals einer Das ständige Bearbeiten der Rundungen während unmittelbaren und intensiven »gärbenden« Einwir- jedes Universal- und jedes Duostiches, welches durch kung unterworfen. Dieses bekannte Walzverfahren ein intensives Walzen dieser den größten Beansprubeeinträchtigt also die Widerstandsfähigkeit und be- chungen durch die Spurkränze der Räder unterschleunigt den Verschleiß des Schienenkopfes, wie 40 worfenen Teile des Schienenkopfes geschieht, verauch das Auftreten von Ermüdungserscheinungen des größert deren Verschleißfestigkeit beträchtlich und Materials als Folge der Spannungen, die sich im gibt ihnen darüber hinaus eine vollkommene Profil-Verlauf der Kühlung und der folgenden Richtbehand- form, welche von jedem Walzfehler frei ist, der etwa -lung der Schiene ergeben. dadurch entstehen könnte, daß an dieser Stelle zwei
Es ist bekannt (USA.-Patentschrift 1 201 239 und 45 Profile enden (wie dies bei klassischen Walzverfahren
französische Patentschrift 416412), beim Walzen der Fall ist), oder dadurch, daß sich unkontrollierte
von Schienenköpfen in Duokalibern die Rundung der Verbreiterungen beim Universalwalzen bilden, was
Verbindung von Schienenlauffläche und Seitenflanke dann später eine schlechte Führung der Schiene zur
des Schienenkopfes der knetenden Wirkung von ver- Folge hätte. Da die verschiedenen Bereiche des
formenden Walzenflächen auszusetzen. 5° Schienenquerschnitts dabei einer viel gleichmäßigeren
Es ist auch bereits aus dem eingangs genannten Materialverdrängung ausgesetzt sind als bei klassi-Walzverfahren bekannt (österreichische Patentschrift sehen Verfahren zum Walzen von Schiehen, bei 78 205), Universal- und Duowalzgerüste zum Walzen welchen der Ausgangsrohling erheblich weniger symvon Schienen zu! verwenden. Bei diesem Verfahren metrisch und uneben ist, zeichnen sich die nach dem wird auch auf die Seitenfläche des Schienenkopfes 55 erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Schienen ein Walzdruck ausgeübt. Nachteilig daran ist jedoch, durch bessere mechanische Eigenschaften und weniger daß die die Schienenlauffläche mit den Seitenflanken Restspannungen und damit unter sonst gleichen Bedes Schienenkopfes verbindenden Rundungen nur dingungen durch bessere Gebrauchseigenschaften aus. während der Universalstiche der knetenden Wirkung Erst durch die erfindungsgemäße Begrenzung der der verformendeh Walzenflächen ausgesetzt sind, so 60 Erhöhung der Lauffläche und der Verbreiterung der daß diese Rundungen zumindest bei der Hälfte aller Flanken des Schienenkopfes bei jedem Stich wird also Kalibriervorgänge unbearbeitet bleiben. Die notwen- eine vollkommen fehlerlose Profilform des Schienendige Festigkeit dieser verbindenden Rundungen ist kopfes garantiert, wodurch eine industrielle Großdaher mit diesem Verfahren nicht zu erreichen. fertigung im Universalwalzverfahren überhaupt erst
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 65 möglich wird, während bisher alle Versuche, Schienen
Walzverfahrcn zur Herstellung von Schienenprofilen im Universalwalzverfahren zu walzen, fehlgeschlagen
zu schaffen, welches die Erzeugung weitgehend sind,
spannungsfreier Schienenprofile gestattet, bei dem das In den Zeichnungen veranschaulichen die Fig. I
Λ :· 3 4
und 2 zu Vergleichszwecken das Prinzip des klassi- das Profil nach den Konturen J-B-C-F-I und sehen und des neuen Walzverfahrens, sie zeigen in J'-B'-C'-F'-Γ einwirken und die vorher geschaffene
Fig. 1 den Knüppel α, aus welchem durch das Breitenzunahme D-D' wieder beseitigen (der Walzbekannte Walzverfahren der strichpunktiert darge- druck wirkt in Richtung der Pfeile R). Demzufolge stellte Rohling b geformt wird, das endgültige Profil c . 5 ergibt sich korrelativ hierzu eine Breitenzunahme A" der Schiene ist schraffiert gezeichnet, ,in der Richtung A-A' der Lauffläche 12. Die Walzen
F i g. 2 den Ausgangsknüppel d', den strichpunktiert 23 und 24 berühren von dem Punkte / an den Steg dargestellten Rohling V und schraffiert das endgültige des Profils nicht mehr. Der Grund hierfür ist einer-Profil c' der Schiene im Falle des erfindungsgemäßen seits die anzustrebende, Verringerung des sonst erfor-Walzverfahrens; die xo derüchen Moments und andererseits die Vermeidung
Fig. 3 und 4 veranschaulichen schematisch das einer zu großen Breitenzunahme A", welche sich Arbeitsprinzip des erfindungsgemäßen Verfahrens, anderenfalls in der Richtung A-A' ergeben würde, dabeiist Aus den Fig. 3 und 4 ist ohne weiteres ersichtlich,
Fig. 3 ein dem mittleren Teil der Fig. 5 ent- daß durch fortlaufendes Verformen in dieser Weise sprechender Schnitt in vergrößertem Maßstabe und 15 schließlich die endgültige Form des Schienenkopfes
Fig. 4 ein dem mittleren Teil der Fig. 6 ent- dadurch gebildet wird, daß die Walzeinwirkung sprechender Schnitt ebenfalls in vergrößertem Maß- ständig' auf die Rundungen B-C und B'-C und abstabe; r wechselnd auf die Konturen B-A-A'-B', C-F und
Fig. 5 ist eine Stirnansicht der Walzenanordnung C-F' erfolgt, eines Universal-Walzgerüstes mit vier Walzen; ao Das Walzen des Schienenfußes erfolgt wie bei
F i g. 6 zeigt in der F i g. 5 entsprechender Dar- - einem Träger durch eine glatte Vertikalwalze 22' und stellung ein Duo-Walzengerüst; ist kein besonderes Problem.
Fig. 7 bis 13 zeigen in schematischer Darstellung Durch Anwendung des beschriebenen Verfahrens
die verschiedenen Stiche des kontinuierlich durchge- erhält man schließlich die in Fig. 13- dargestellte führten neuen Walzverfahrens; »5 Kalibrierung.
F i gl 14 bis 20 zeigen in schematischer Darstellung Die Fig. 7 bis 13 veranschaulichen schematisch
die verschiedenen auf reversierbaren Universalgerü- die aufeinanderfolgenden Stiche, die bei dem Versten durchgeführten Arbeitsvorgänge bzw. Stiche; fahren gemäß der Erfindung durchgeführt werden,
Fig.21 veranschaulicht in schematischer Drauf- und zwar zeigen die Fig.7,9 und 11 die Stichel,2 sieht das Gesamtverfahren des kontinuierlichen 30 und 3, die Fig. 8, 10 und 12 die Stiche Ibis, Ibis Walzens von Schienen mittels einer Aufeinanderfolge und 3 bis und Fig. 13 den letzten Stich, von Universalwalzgerüsten; von den F i g. 22 und 23 Der in F i g. 7 schraffiert dargestellte, das Produkt
zeigt in größeretoJMaßstab . des ersten Stiches 1 darstellende Rohling wird vorher
F i g. 22 eine Queransicht des Walzgerüstes für das durch einen klassischen Kalibriervorgang auf einem Fertigwalzen des Rohlings und 35 reversierbaren Duo- oder Triowalzgerüst, die strota-
F i g. 23 ein auf einem Drehturm gelagertes Fertig- aufwärts der Universalwalzgerüste angeordnet sind, walzgerüst; - in vier bis sechs Stichen hergestellt. Die aufeinander-
Fig.24 zeigt in schematischer Darstellung in folgenden Querschnittsverringerungen, welchen der größerem Maßstabe das auf einem.Drehturm gelagerte Rohling in den Stichen 1,1 bis, 2,2 bis, 3 und 3 bis Fertigwalzgerüst; : 40 unterworfen wird, ergeben den vorliegenden Zustand.
Fi g. 25 zeigt ebenfalls in schematischer Darstellung Die Stiche 1,2 und 3 (F i g. 7, 9 und 11) werden auf in Draufsicht das Walzen von Schienen auf reversier-- Universalgerüsten, die den in Fig. 5 dargestellten baren Universal-Walzgeriisten; von den F i g. 26 bis 28 entsprechen, mit vier schematisch gezeichneten zeigt in größerem Maßstabe in Queransicht Walzen 20 (obere Walze), 21 (untere Walze), 22
'·■:■·F i g. 26 ein reversierbares Vorwalzgerüst, 45 (profilierende Vertikalwalze), 22' (glatte Vertikal-
Fig. 27 ein reversierbares Fertigwalzgerüst und walze) durchgeführt, und die Stiche 1 bis, 2bis und
Fig. 28 ein nicht reversierbares Fertigwalzgerüst. 3bis (Fig. 8,10 und 12) auf Duo-Walzgerüsten der ' Der erste Stich wird in einem klassischen Universal- in F i g. 6 grundsätzlich dargestellten Art, welche im walzgerüst mit vier Walzen durchgeführt, die in ein kontinuierlichen Betrieb gleichzeitig mit den Univer- und derselben Ebene arbeiten, nämlich (vgl. Fig. 5) 50 salgerüsten walzen. Diese Walzgerüste weisen eine zwei horizontalen übereinander angeordneten Walzen obere Walze 23 und eine untere Walze 24 auf. 20 und 21, einer Vertikalwalze22 für den Schienen- In den Fig.7,9,11 und 8,10,12 sind in strich-
' kopf bzw. dessen Seitenflächen zur Bildung der Lauf- punktierten Linien die Breitenzunahmen A", D fläche 12 der Schiene und einer Vertikalwalze 22 für und D', die dem Schienenkopf durch die aufeinanderdas Walzen des Schienenfußes. Der Steg 10 der 55 folgende Durchführung der erfindungsgemäßen VerSchiene wird, wie das aus Fig. 3 ersichtlich ist, fahrensstufen erteilt werden, ebenso wie deren fol-, durch die horizontalen Walzen 20 und 21 profiliert. gende Reduktion zum Zwecke der Herstellung des Der Walzdruck, welchen diese Walzen ausüben, ist endgültigen Profils eingezeichnet. Diese Verfahrensin Richtung der Pfeile H und H' gerichtet. Die Lauf- stufen führen durch die aufeinanderfolgenden iflächel2 der Schiene wird durch die Vertikalwalze 60 Stauchbehandlungen des Schienenkopfes zu einer 22 geformt, welche nach den Konturen A-A', Lauffläche, welche vom Gesichtspunkt ihres mecha- A-B-C-E und A'-B'-C-E' profiliert ist. Der Walz- nischen Widerstandes optimale Eigenschaften besitzt, druck wirkt in Richtung der Pfeile G und G' und be- Der letzte den Walzvorgang abschließende Stich
wirkt eine Breitenzunahme der Flanken des Schienen- wird mittels eines Walzgerüstes der Art durchgeführt, kopfes nach den1 strichpunktierten Linien D und D'. 65 wie es bei gewissen bekannten Walzwerken, wie z. B.
Nach Verlassen des Universalwalzgerüstes tritt der dem Gary-Walzwerk, verwendet wird. Durch diesen Rohling (F i g. 4) in das in F i g. 6 dargestellte Duo- Stich weiden der Schienenkopf und die Laschen-Stauchwalzgerüst ein, dessen Walzen 23 und 24 auf bereiche mit Präzision zwischen zwei horizontalen
■ ■ ■ ■ · ί · ■ . ■
Walzen 25 und 26 kalibriert, während auf den in das Stauchgerüst zurückkehren und das Walzen Schienenfuß durch eine Vertikalwalze 27 ein Druck würde unmöglich werden. Diese Änderung der Lage in Richtung'rechtwinklig zu der Hauptwalzrichtung der Vertikalwalze kann bei einem üblichen Walzausgeübt wird. . - gerüst, wie es zum Walzen von Trägern mit zueiri-
Um sicherzustellen, daß die Kalibrierung gemäß 5 ander parallelen Flanschen verwendet wird, ohne Fig. 13 brauchbar ist, ist es notwendig, daß in jedem besondere Schwierigkeit erfolgen. ^ : der sämtlichen Walzgerüste nur ein einziger Stich Nachstehend werden Walzenstraßen für die Durchdurchgeführt wirdj was von vornherein die Ver- führung des oben beschriebenen Walzverfahrens bewendung einer kontinuierlichen Walzstraße der schrieben. .- ■., .■■.■:, .. ■,■..,_.. .■.';.;";-...■.-:■..:--\. ? ,> weiter unten an Hand der Fig.21 beschriebenen io Die sich am besten für das Walzen nach dem Ausbildung erforderlich macht. erfindungsgemäßen Verfahren eignende Walzenstraße
Jedoch kann das beschriebene Verfahren auch ist aus bekannten und in zahlreichen Walzwerken
dann angewendet werden, wenn eine reversierbare üblicherweise verwendeten mechanischen Anordnun-
Walzgerüstanordnung zur Verfügung stehtj die aus gen kombiniert. Ihre neuen und erfinderischen Merk-
einem Universalgerüst, einem Stauchgerüst und einem 15 male bestehen grundsätzlich in der Anordnung und
folgenden Universal-Fertigwalzgerüst besteht, d.h. Steuerung ihrer Einzelheiten. : ^ /
eine solche, wie sie zum Walzen von Trägern mit Stromaufwärts der schematisch in Fig. 21 darge-
zueinander parallelen Flanschen in zahlreichen stellten kontinuierlichen Walzenstraße sind ein oder
Walzwerken verwendet und weiter unten an Hand zwei reversierbare oder Triowalzgerüste 28 von
von F i g. 25 beschrieben werden wird. ao üblicher Bauart angeordnet, die von einem Motor 29
In diesem Falle ist es erforderlich, die Walzdrücke angetrieben werden." Auf die Welle dieses Motors ist
um etwa 30% zu verringern und die Kalibrierung ein Triebkasten 30 für ein Walzenpaar zur Herstellung
den in den Fig. 14 bis 20 dargestellten Umrissen des Rohlings aufgekeilt. Bei 31 ist ein Fertigwalz-
entsprechend zu ändern, wobei dann Universalwalz- gerüst für den Rohling mit zwei horizontalen (in
gerüste und Duo-Walzgerüste verwendet werden, 25 F i g. 22 dargestellten) Walzen 3Γ und 31" angeord-
deren grundsätzliche Ausbildung die gleiche ist, wie net, die mit zweckentsprechenden Kalibrierungen ver-
die der oben beschriebenen Universal- und Duowalz- sehen sind. Dieses Fertigwalzgerüst für den Rohling
gerüste, wobei die ersteren dieser Walzgerüste die wird durch den Motor 29' angetrieben, auf dessen
»Stiche« (Fig. 14,16 und 18) und die zweiten die Welle ein Triebkasten 30'aufgekeilt ist.
»Stiche &is<< durchführen. 30 Wahlweise weist die Walzenstraße Universalwalz-
Die Veränderung der Kalibrierung ist deshalb not- gerüste 32 mit vier Walzen (Fig. 5) und Duowalzwendig, weit die durch die Duo-Stauchwalzgerüste gerüste 33 (F i g. 6) auf. Die Universalwalzgerüste 32 (Wiederholungsstiche) bewirkte Längung des Schie- werden durch nicht reversierbare Gleichstrommotoren nenkopfes größer ist als die des Schienenfußes. 32' mit regelbarer Geschwindigkeit angetrieben, die Daraus ergibt sich ein Bestreben des Rohlings sich 35 in bekannter Weise durch Triebkästen 32" an die zu verbiegen. Dieses Bestreben ist um so größer, je Walzgerüste 32 angeschlossen sind. Diese Walzgerüste wesentlicher die Querschnittsverringerungen sind, können auch Duowalzgerüste sein. · denen das Metall während des jeweiligen Walzvor- Die Duowalzgerüste 33 sind nicht angetrieben und ganges unterworfen wird. Um den Rohling zwischen werden ausschließlich durch den in den Universaldem Universalwalzgerüst und dem Stauchwalzgerüst 40 gerüsten32 eingeschlossenen Rohling bzw. Knüppel zu führen, muß seine Neigung sich zu verbiegen, betätigt. Ein Antrieb für sie ist überflüssig, da sie durch Verringerung des ~Walzdruckes und dadurch . nur eine geringe Verformung des Querschnittes beerforderlich werdende . Erhöhung der Anzahl· der wirken. -
Stiche verringert werden. In diesem Fall werden Das Fertigwalzgerüst 34 kann ein Universalwalz-
deshälb fünf statt wie in einem kontinuierlichen 45 gerüst wie die Universalwalzgerüste 32 sein, wie es
Walzprozeß drei Stiche durchgeführt. in Fig. 13 dargestellt ist. Jedoch ist es von Vorteil,
Um den Umfang der Abbildungen nicht zu sehr dieses Walzgerüst in der schematisch in Fig.21 bei
zu vergrößern, sind in den Fig. 14 bis 19 nur drei 34' angedeuteten Weise auf einem Drehturmzu
dieser Stiche veranschaulicht, und zwar zeigen die lagern. :.■''■'/ :'C;.".'::, "■'.*'·'.-■·■,-'^'-.'r"^,.^'! ■': ν-·": ■'.
Fig. 14,16 und 18 die Stichel, 3 und 5 und die 50 Die Fig. 23 und 24 zeigen (F i g. 24 in größerem
Fig. 15, 17 und 19 die Stichel&is, 3bis, und 5 bis. Maßstabe) ein solches auf einem Drehturm gelagertes
In F i g.' 20 ist der letzte, der Fertigstich, entsprechend an sich bekanntes Fertigwalzgerüst. Die obere Walze
dem in Fig. 13 veranschaulichten dargestellt. 35 und die untere Walze 36 dieses Walzgerüstes
-Der Ausgangsrohling bleibt der gleiche (schraffier- weisen zwei symmetrisch zu der mittleren Querebene
ter Querschnitt des Stiches 1 in F i g. 14). 55 der Walzen angeordnete Kalibrierungen, sowie zwei
Jedoch muß"' außerdem auch der Andruck* der Vertikalwalzen 37 und 38 auf, die wechselweise als Vertikalwalze des reversiblen Universalgerüstes ge- Arbeitswalze 37 und Stützwalze 38 dienen, "ändert werden, um gleiche Geschwindigkeiten der Im Falle dieser Anordnung erfordert das Aus-Längung des Schienenfußes und des Schienenkopfes wechseln des Kalibers des Fertigwalzgerüstes nach zu erhalten. Die Vertikalwalze, welche auf ' den 60 dessen Verschleiß nichts weiter als eine Verdrehung Schienenkopf wirkt, muß um ein etwas größeres. des gesamten Walzgerüstes um 180°. Maß verstellt werden als die Vertikalwalze für den Die Fig. 25 bis 28 beziehen sich auf eine Abände-Schienenfuß, und zwar im umgekehrten Verhältnis rung des beschriebenen Verfahrens zum Walzen von zu der Breite des verdrängten Metalls, um derart Schienen auf einer Universalwalzenstraße mit reverdas gleiche Maß der Längung des Schienenkopfes 65 siblen Walzgerüsten, an die sich ein Universal- und des Schienenfußes zu erhalten. Würde diese Fertigwalzgerüst anschließt, mittels dessen nur ein Bedingung nicht erfüllt, so würde sich der Rohling einziger Stich durchgeführt wird. : ' -. ausgangsseitig des Universalgerüstes verbiegen, nicht Die reversible Walzenstraße (Fig. 25) besteht aus
einem reversiblen Duowalzgerüst 39, in welchem das Verformen des Rohlings erfolgt, der anschließend in einem Duowalzgerüst kalibriert wird..
Der Rohling, welcher derart das in Fig. 14 dargestellte Profil erhalten hat, gelangt dann in ein Universalwalzgerüst 41 mit vier Walzen der oben .beschriebenen Art, welches durch einen reversierbaren Motor 42' über einen Triebkasten 4Γ angetrieben wird. Die-dieses Universalwalzgerüst 41 verlassende Schiene tritt in ein reversibles nicht angetriebenes Duowalzgerüst mit zwei Walzen 23 und 24 ein, dessen Walzen die erwünschten Kalibrierungen aufweisen, und nach Durchführung der in diesem Falle für das neue Verfahren erforderlichen Stiche (fünf Stiche gemäß Fig. 14 und 19 in der oben beschriebenen Weise) in ein dem vorstehend beschriebenen entsprechend ausgebildetes, jedoch eine Stützwalze 43' aufweisendes Fertigwalzgerüst 43.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: ao
    Verfahren zum Walzen von Schienen mittels zwei horizontale und zwei vertikale Walzen enthaltender Universalwalzwerke, auf welche zwei horizontale Walzen enthaltende Duowalzwerke folgen, durch Einführen eines symmetrischen Schienenrohlings in das erste Universalwalzwerk und Durchführen des gesamten Walzvorganges unter ständiger Aufrechterhaltung der konvexen
    • Form des Schienenkopfes, Beseitigung der während der Universalstiche an den Flanken des Schienenkopfes entstehenden Verbreiterungen in den Duostichen und Beseitigung der während der Duostiche entstehenden Erhöhung der Lauffläche in den folgenden Universalstichen, wobei in den Walzstichen die Rundung der Verbindung von Lauffläche und Flanke des Schienenkopfes der knetenden Wirkung der verformenden Walzenflächen ausgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lauffläche (B-B') mit den Flanken (C-F und C-F') des Schienenkopfes verbindenden Rundungen (B-C und B'-C) bei jedem
    . Universal- und jedem Duostich der knetenden Wirkung der verformenden Walzenflächen ausgesetzt sind. " \ ■
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen ono

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