DE143683C - - Google Patents

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DE143683C
DE143683C DENDAT143683D DE143683DA DE143683C DE 143683 C DE143683 C DE 143683C DE NDAT143683 D DENDAT143683 D DE NDAT143683D DE 143683D A DE143683D A DE 143683DA DE 143683 C DE143683 C DE 143683C
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hooks
leather
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plates
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D100/00Setting or removing eyelets, buttons, lacing-hooks, or elastic gussets in shoes
    • A43D100/10Machines or tools for setting lacing-hooks in shoes

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die nachstehend beschriebene Maschine hat den Zweck, Schnürbandhakeii, die in Sätzen angefertigt werden, in einem Vorgang" von dem die Haken verbindenden Stab abzuschneiden und dieselben an dem Saum von Schuhoberleder und dergl. in regelmäßigen oder unregelmäßigen Linien, parallel oder schräg mit der Kante des Saumes und mit gleichen oder ungleichen Abständen voneinander zu befestigen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist
Fig. ι eine Seitenansicht und
Fig. 2 ein Grundriß der Maschine,
Fig. 3 ein Längenschnitt nach III-III der Fig. 2,
Fig. 4 ein Querschnitt nach IV-IV der Fig. i,
Fig. 5 ein Schnitt bezw. Ansicht der Abschneidvorrichtung.
Fig. 6, 7, 8, 9 und 10 sind Einzelheiten dieser Vorrichtung.
Fig. 11 ist eine Einzelheit der offenen und
Fig. 13 eine solche der geschlossenen Greifer (Schnitt XIII-XIII der Fig. 12).
Fig. 12 und 15 zeigen Einzelschnitte der Stempelvorrichtung vor bezw. nach dem Stempeln.
Fig. 14 ist eine Seitenansicht dieser Vorrichtung und
Fig. 16 der Schnitt eines Teiles derselben.
Fig. 17 ist ein Einzelschnitt nach III-III der Fig. 2,
Fig. 18 eine Einzelheit der Greifvorrichtung.
Fig. 19 und 20 sind Einzelheiten der Kupplung der Welle der Maschine mit der Triebscheibe.
Fig. 21 zeigt ein Stück des Hakensatzes.
Fig. 22 gibt Einzelheiten der Abschneidvorrichtung,
Fig. 23 eine solche der Greifvorrichtung,
Fig. 24 eine abgeänderte Form der Widerlager und
Fig. 25 einen der mittels dieser Widerlager befestigten Haken.
Die Hakensätze, welche durch die Maschine verarbeitet werden, bestehen aus Haken mit einem flachen Teil α (Fig. 21), die mit einem Umbug b und Sporen c versehen und durch Winkel d, e mit einer Stange / verbunden sind. Die Anzahl der so verbundenen Haken richtet sich nach der Länge des Saumes.
Das Gestell (Fig. 1 bis 5) der Maschine, besteht aus zwei Seitenteilen 1, die mit ihren Plantschen auf einem passenden Untergestell befestigt (Fig. 1 und 4) und durch zwei in einer horizontalen Ebene, auf Leisten 3 bezw. 5 liegenden Platten 2 und 4 und über diesen Platten durch zwei vertikale Platten 7 und 8 verbunden sind; letztere sind gleich weit rechts bezw. links von dem zwischen den Platten 2 und 4 befindlichen Schlitz und zwischen denselben sind an den Seitenteilen 1 zwei Paar Rippen 9 (Fig. 2) angebracht, die eine Führungsnut 10 (Fig. 2 und 4) für zwei Schieber-
platten 158 (Fig. 4) bilden, welche in dem Zwischenraum der Platten 2 und 4 herabreichen.
Oben an den Seitenteilen 1 sind nach rechts bezw. links auskragende Arme Ii (Fig. 1 bis 4) angeordnet, auf die ein T-förmiges Querstück 12 aufgebolzt ist.
Die unteren Enden der Schieberplatten 158 sind durch Nuten und Federn 159 fest mit einer Querplatte 107 (Fig. 3 und 4) verbunden, die mit parallelen Armen 109 versehen ist, welche in Führungsbüchsen 110 der auf der Welle 19 sitzenden Exzenterscheiben in eingreifen und durch an den Armen 109 angeschraubte Winkel 113 in Angriff gehalten werden. Einstellung auf verschiedene Oberlederdicken wird ermöglicht durch in die Büchsen 110 eingeschobene Keile 112, die mittels geeigneter Stellschrauben (Fig. 3) festgestellt werden.
Die Welle 19 dreht sich in Lagerplattcn 16, 18 (Fig. 3 und 4), welche in den Seitenteilen ι angebracht und durch Schraubenbolzen 17 verbunden sind, und ist rechts und links von diesen Lagern mit Exzenterscheiben 68 versehen, auf welchen Ringe 67 sitzen, die durch mit je einem Einstellglicd 66 versehene Exzenterstangen 64, 65 mit den Enden einer Stange 48 (Fig. 1 bis 5) verbunden sind, welche die Stempel 52 (Fig. 2, 3, 5 und 9) trägt, durch welche die Hakensätze abgeschnitten und die einzelnen Haken in die Maschine eingeführt werden.
Die Stange 48 gleitet in durch Kopfplatten 15 abgeschlossenen Schlitzen 14 (Fig. 1 und 3) von verstärkten, gegen die Achse 19 radial geneigten Auskragungen 13 der Seitenteile 1 in Führungsplatten 69, die durch mit Gegenmuttern 71 versehene Schrauben 70 am oberen Teil der Auskragungen befestigt sind. An dem inneren abgesetzten Teil 49 der Stange 48 sind die Stempel 52 in den Einschnitten einer Platte 50 durch eine mit derselben durch Schrauben 53 verbundene Platte 51 festgehalten und beide Platten sind mit länglichen Löchern versehen, durch welche zur Verbindung mit dem Teil 49 der Stange 48 Schraubenbolzen 54 gehen. Eine durch die Form dieser Löcher begrenzte seitliche Einstellung der Platten 50, 51 mit den Bolzen wird erzielt durch Schraubenbolzen mit kegelförmigen Köpfen 56 (Fig. 5), die an beiden Enden dieser Platten in Schraubengewinde der Stange 48 eingeschraubt sind. Anstatt oder zur Ergänzung dieser Einstellvorrichtung können auch an der Unterseite der Platte 48 Querleisten 58 (Fig. 5 und 10) angeschraubt und zwischen dieselben und die Seitenflächen der Auskragungen 13 Keile 59 eingesetzt werden, die mit über die Platten 15 greifenden Endflantschen 60 (Fig. 3 und 10) versehen sind, durch welche Schrauben 61 in die Querleisten 58 und Schrauben 62 mit in die Flantschen bei 63 versenkten Köpfen in die Stange 48 eingreifen, um die letztere, nach rechts oder links verschoben, feststellen zu können.
Zur Aufnahme der Hakensätze dient das Kopfstück 81 (Fig. 3, 5, 7 und 8), welches an den freien Enden eines Winkelpaares 80 um unter der Platte 2 an den Gestellseitenteilen angebrachte Zapfen schwingt. Das Kopfstück ist oben mit Zähnen 83 versehen, an denen sich seitliche Ansätze 84 befinden, und hat unten einen Flantsch 82, auf dem Federn 88 angebracht sind, welche eine mit Verzahnungen 85 und 87 versehene Platte 86 im Eingriff der Zahnausschnitte 85 mit den Ansätzen 84 der Zähne 83 halten. An der Unterseite der Stange 81 befestigte Winkel 89 (Fig. 7), in deren oberes Ende einzelne der Ansätze 84 eingreifen, halten die Platte 86 gegen die obere Stirnseite der Stange 81.
In der unteren Stellung des Kopfstückes (punktierte Linien Fig. 3) wird ein Hakensatz, wie Fig. 8 zeigt, auf die Zähne 83 und mit seiner Stange / gegen die Platte 86 anstehend eingelegt und dann durch einen Arbeiter mittels des Handgriffes 90 (Fig. 8) nach oben geschwungen, bis die Zähne 73 einer in den Schlitzen 14 befestigten Querstange 72 (Fig. 2, 3, 5 und 8) in die Zahnausschnitte des Kopfstückes 81 eingreifen.
Die Querstange 72 (Fig. 22) ist oben mit hinten abgeschrägten Rippen 74 versehen, deren Zwischenräume den Stempeln 52 entsprechen, und diese Rippen sind durch ein Querstück 75 verbunden, an dessen mit Rippen 'jy versehener Vorderseite eine entsprechend gerippte Widerlagsplatte 78 angeschraubt ist; an letzterer sind V-förmige Einschnitte 79 in Übereinstimmung" mit den keilförmigen Enden der Stempel 52 ausgespart, und die untere Kante dieser Widerlagsplatte dient als Anhalt für die an dem Kopfstück 81 angebrachte Platte 86. Diese Platte wird beim Aufwärtsschwingen des Kopfstückes dem Widerstand der Federn 88 entgegen niedergedrückt, während das Kopfstück 81 weiter hochgehoben wird, bis die Oberkanten der Zähne 83 etwas über den Oberkanten der Zähne 73 (Fig. 8) stehen und das Kopfstück durch die an dem Handgriff 90 angebrachte Federfalle in eine Öffnung des an der Stange 72 befestigten Winkels 92 einfällt. Die Welle 19 wird sodann durch Einrücken der später beschriebenen Kupplung in Drehung gesetzt und bewirkt einen Hub des Stempels 52, durch welchen die Schenkel e des Winkels d, e der Haken keilförmig abgeschnitten und zugleich die abgetrennten Haken in die zwischen den Rippen 74 der Stange 72 befindlichen Schlitze und in offene Kanäle 160 (Fig. 1, 2 und 3) gestoßen werden. Beim Zurückgehen der
Stempel fällt die Stange / des Hakensatzes als Abfall zu Boden.
Die Kanäle 160 sind nahe ihren vorderen Enden gelenkig mit einer Welle 161 (Fig. 2) zwischen Ringen 162 der letzteren verbunden und münden teleskopisch in Hülsen 165 (Fig. 2, 3 und 4), an deren hinteren Enden Stifte 166 scharnierartig angebracht sind. Diese Stifte sitzen in Bohrungen 167 (Fig. 12) der Platte 168, welche an den Fußflantschen 103 von den unten an dem Querstück 12 anstehenden Winkeln 102, 103 befestigt sind und, wie nachstehend beschrieben ist, der Form der Oberledersäume entsprechend eingestellt werden können.
Sobald die Haken durch die Stempel in die offenen Kanäle 160 eingestoßen sind und ein neuer Hakensatz in das Kopfstück 81 eingelegt ist, wird die Kupplung der Welle 19 ausgerückt und der Arbeiter hebt diese Kanäle mit den Hülsen 165 mittels eines Handgriffes 164 (Fig. 2), der an einer Stange befestigt ist, welche die Welle 161 mit einer Welle 163 verbindet, in die in Fig. 3 punktiert angezeigte Lage. Die Haken gleiten sodann auf die in ihrer unteren Stellung befindlichen Stempel 114 (Fig. 3, 12 und 14), die über den Flantschen 103 an der Platte 168 anliegen und mit Rippen 115 versehen sind, die in Führungsnuten der Winkelschenkel 102 eingreifen, und werden durch in die Stempel eingesetzte Stifte 127 und an denselben angebrachte Backen 128 in Stellung gehalten. Diese Backen sind nach hinten bei 129 (Fig. 14) leicht gekrümmt abgeschrägt, um das Leder A (Fig. 12) einlegen zu können, während die horizontalen Kanten der Backen eine Beschädigung des Leders durch die Sporen der Haken verhindern. Die unteren schrägen Kanten der an den Stempeln seitlich angebrachten Arme 130 dienen als obere Führung für das einzusetzende Stück Leder. Die Einschnitte 131 (Fig. 14) der Arme 130 dienen zur Aufnahme der Greifer 132 (Fig. 11 und 13), welche dazu bestimmt sind, die Haken gegen die Anhaltstifte 127 anzudrücken und dieselben während des Einpressens ihrer Sporen in das Leder festzuhalten.
Die Greifer bestehen je aus einem Paar durch ein Gelenk 133 verbundenen Winkelhebeln 132, die zwischen den Armen 130 sitzen. Die hinteren Ansatzstifte 134 dieser Winkelhebel greifen in die V-förmige Kulisse 135 (Fig. 18) eines Daumens 136 ein, welcher an einem Zapfen der winkelrecht abgebogenen Schraube 138 (Fig. 12, 14, 17 und 18) sitzt. Dieser Zapfen geht durch den Schlitz 139 des Winkelschenkels 102, und auf dessen mit Schraubengewinde~ versehenem senkrechten Teil sitzt eine Mutter 142 und eine Hülse 140; letztere geht durch eine Öffnung des an dem Schenkel 102 angeschraubten Winkels 141. Die Mutter 142 ist fest gefaßt durch eine Zange 143 (Fig. i, 3, 12, 14 und 17), deren Arme durch den Zwischenraum zwischen einem Plattenpaar 145, 144 gehen, das an seinen Enden durch Einlagplatten 146 (Fig. 23) auseinander gehalten wird und mit diesen fest verschraubt ist. Die Platten 146 sitzen fest auf Hülsen 147 von Führungsstangen 148, die unten an den Seitenteilen des Gestelles bei 149 und oben an an diesen Seitenteilen angebrachten Winkeln 150 befestigt sind.
An den Platten 146 sind Lenker 151 angebracht, in deren gabelförmigen Enden die Drehzapfen 152 von zwei nach auswärts abgebogenen Doppelhebeln 153 (Fig. 1, 2, 3 und 4) sitzen. Die Enden der oberen Arme der letzteren sind fest durch eine zur Betätigung der Greifer dienende Rundstange 154 und die unteren Arme durch eine in Lagern von zwei Winkeln 158 drehbare Rundstange 156 verbunden. Die unteren Schenkel dieser Winkel sind oben an den Schieberplatten 158 befestigt und gehen über die Platte 8 weg nach rückwärts. Auf der Stange 154 ist mittels Stellschrauben, etwa im rechten Winkel zu den Hebeln 153, eine Stange 155 befestigt, die seitlich von den Kanälen 165 eingestellt wird und als Führung für den Rand des Lederstückes beim Einlegen in die Maschine dient, indem deren Entfernung von dem nächsten Kanal die Stelle bestimmt, an welcher der oberste Haken in das Lederstück eingesetzt werden soll.
Der ganze Mechanismus der Greifer bewegt sich gleichzeitig mit den Stempeln 114, welche sich mit den Schieberplatten 158 und ihrer Verbindungsplatte 107 heben und senken. Die Verbindung der Stempel 114 mit der Platte 107 ist bewerkstelligt durch Bolzen 104 (Fig. 3 und 12), welche in die Stempel eingelassen sind und mit Nuten 105 in Schlitzen der in Nuten 108 der Platte 107 eingreifenden Bügel 106 so gehalten werden, daß die Köpfe der Stangen 104 während des Flochganges direkt an der Platte 107 anliegen, während diese Stangen beim Niedergang durch die Bügel in den Nuten 105 festgehalten werden.
Über den Stempeln 104 sind an den Schenkeln 102 der Winkel 102, 103 die Widerlager 1x7 festgeschraubt, das vordere Ende dieser Widerlager ist mit gekrümmten Kerben 118, 119 (Fig. 12, 14 und 15) versehen, um die Sporne e und c der Haken, nachdem dieselben durch das Leder gedrückt sind, auf dieses niederziupressen. In einer Nut der Widerlager sind Widerlagsstempel 120 eingesetzt, die eine flache 122 und eine gekehlte Endfläche 121 haben und an einem Bolzen 123 befestigt sind, der mit seinem Handgriff 124 gedreht und in die Löcher 125 des Widerlagers eingestellt werden kann, um die Stempel in der einen oder anderen Lage (Fig. 16 und 15) festzu-
halten und so den Haken nur teilweise oder zu einem geschlossenen Öhr auf das Leder niederzubiegen, und zwar kann die eine oder andere Form allen oder nur einem Teil der Haken eines Saumes gegeben werden.
Die Einstellung der Stempel mit den Greifern und den Hülsen 165 auf die Form des Ledersaumes erfolgt mittels der Platten 93 und
101 (Fig. 13 und 12). Erstere liegen direkt auf den Platten 2 und 4 und decken die Öffnung zwischen diesen Platten; am hinteren Ende jeder dieser Platten ist eine Stellschraube 96 (Fig. 3), die durch eine Verdickung der Platte 4 geht, und ein Daumenhebel 98 in einem Schlitz 97 angebracht. Die Platte 101 ist durch den Flantsch 100 (Fig. 12) einer Hülse 99, die in !clen ,Stempel 114 eingeschraubt ist und den Bolzen 104 umfaßt, von der Platte 93 getrennt. Der Hebel 98 hält, wenn er niedergedrückt ist, die Platte 93 fest gegen die Platten 4 und 2 und zugleich den Winkelschenkel
102 gegen das Querstück 12. Wird der Hebel gehoben, so werden die Platten 93, 101 frei und können mit den Bolzen 104, die sich in den Schlitzen des Bügels 106 bewegen, mitsamt den Preßplatten 114, den Winkeln 102, 103 und den Platten 168 nach vor- oder rückwärts geschoben werden, während sich die Zangen 143 in dem Schlitz zwischen den Platten 144 und 145 verschieben.
Diese Einstellung muß selbstverständlich stattfinden, ehe die Führungskanäle 160,165 gehoben werden; sobald nun letzteres geschehen ist, läßt der Arbeiter den Handgriff 164 (Fig. 2) los, worauf die Kanäle in ihre Anfangsstellung zurückfallen, ergreift den Stab 154 (Fig. 4) und drückt denselben in die Höhe, um die Greifer 132 um die Haken und die Stifte 127 zusammenzuschließen (Stellung Fig. 3 und 11 zur Stellung Fig. 12 bis 17). Sodann schiebt der Arbeiter das inzwischen anliegend an die Stange 155 eingelegte Lederstück in die Öffnung der Haken (Fig. 12) ; und rückt die Kupplung der Welle 19 ein, worauf die Stempel 114 gegen das Widerlager gehoben werden, um die Haken abzubiegen, die Sporen derselben durch das Leder zu treiben und auf demselben flach umzudrücken. Die Greifer 132 öffnen sich bei der Abwärtsbewegung, da die Reibung der Hülsen 147 an den Stangen 148 größer ist als die der Bolzen 134 der Greifer in der -Kulisse 135 und sich daher die Hebel 153 wieder in ihre Anfangsstellung (Fig. 3) heben. Sobald die Stempel in ihrer Anfangsstellung angekommen sind, kann das Leder abgenommen werden, und der Vorgang wiederholt sich nun in derselben Weise.
Wenn alle Haken zu geschlossenen Ösen gebildet werden sollen, ist es zweckmäßig, die Lederkante außerhalb dieser Ösen endigen zu lassen (Fig. 24) ; die Arme 130 werden in. diesem Falle mit einer senkrechten Schulter 130" versehen, an der die Kante des Leders anliegt, die drehbaren Stempel 120 fallen weg und die Widerlager erhalten eine Kehle ii7a.
Die Kupplung der Welle 19 mit der Riemscheibe 20 (Fig. 4, 19 und 20) erhält zweckmäßig folgende Anordnung:
Zwischen der an einem Ende der Welle 19 lose sitzenden Riemscheibe 20 und der Exzenterscheibe 68 ist eine mit einem abgesetzten Ring 35 versehene Scheibe 34 aufgekeilt. Der Ring 35 ist in der Form eines Quadranten ausgeschnitten und mit einem Ansatz 45, 46 versehen, der einen Teil der dadurch gebildeten Nut 36 deckt. Um den Ring ist mit einer länglichen Öffnung 42 eine Scheibe 37 eingesetzt, an deren unterem Ende ein Daumen 43 angebracht ist, dessen äußere Kante 44 seine Angriffsfläche bildet. In dem oberen Ende der Platte 37 befindet sich ein längliches Loch 38, durch das ein in eine Konsole 40 des Gestelles eingeschraubter Bolzen 39 geht. Eine an dieser Konsole und an der Platte 37 befestigte Spiralfeder 41 hält diese Platte nach oben, während dieselbe mittels eines an ihrem unteren Ende angebrachten Tritthebels 47 nach unten gezogen werden kann; dabei kommt der Daumen 43 in Angriff mit dem Abbug 30 einer mit Führungsflantschen 29 versehenen Falle 28, die sich in einer radialen Nut 22 an der Innenseite der Scheibe 20 bewegt, und drückt diese Falle gegen die Spannung ihrer Feder 33, die auf einem durch ein Führungsstück 32 gehenden Bolzen 31 sitzt, nach außen und aus dem Eingriff ihrer Schulter 27 mit der entsprechenden Schulter eines Bolzens 21, der dann durch eine in seinem röhrenförmigen Teil 23 befindliche Feder 24 gegen den Ring 35 gedrückt wird (s. punktierte Linien Fig. 19). Der Bolzen 21 greift mit seiner genuteten Angriffsfläche 26 in die Schulter der Nut 36 der Kuppelscheibe 34 ein und nimmt diese bei der Drehung der Riemscheibe 20 mit. Sobald die Scheibe 37 losgelassen wird, kommt die Angriffsfläche 26 des Bolzens 21 in Angriff mit der Fläche 46 des Ansatzes 45 und treibt den Bolzen zurück, der nun wieder durch die Falle 28 festgehalten wird. Die Kupplung ist jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Maschine zum Abschneiden und Einpressen von Schnürbandhaken in 'das Oberleder von Schuhen und dergl., dadurch gekennzeichnet, daß die Abschneidvorrichtung und die Preßvorrichtung zwangläufig· mit einer Triebwelle (19) verbunden sind, so daß die Haken von ihren Sätzen abgeschnitten und gleichzeitig die in die beweglichen Teile der Preßvorrichtung einge-
    führten und auf Preßstempeln (114) festgeklemmten Haken (a, b) mit ihren Sporen (c, e) in das eingelegte Lederstück (A) eingepreßt, die Haken und deren Sporen umgebogen und letztere auf dem Leder flach gedrückt werden.
  2. 2. Eine Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Kopfstückes (81) mit beweglicher Widerlagsplatte (86), in das die Hakensätze eingesetzt und das von Hand in die Abschneidvorrichtung eingeschwungen wird.
  3. 3. Eine Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungskanäle (160, 165) für die abgeschnittenen Haken scharnierartig und in ihrer Längsrichtung einstellbar mit der Preßvorrichtung verbunden sind.
  4. 4. Eine Maschine nach Anspruch 1, daao durch gekennzeichnet, daß die Preßvorrichtung mit einer Greifvorrichtung verbunden ist, deren Greifer (132) die einzelnen Haken während des Preßvorganges festhalten und dann selbsttätig loslassen.
  5. 5. Eine Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung von verstellbaren Platten (93, 101), die in Verbindung mit den Bolzen (104) der Preßstempel (114) stehen, um diese zugleich mit den Greifern (132) und den Führungskanälen (160, 165) auf die Form des Ledersaumes einzustellen.
  6. 6. Eine Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Griffstange (154) der Greifvorrichtung eine verstellbare Stange (155) angebracht ist, die als Führung für die Kante des einzulegenden Lederstückes dient.
  7. 7. Eine Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager (117) der Preßstempel (114) mit einem Widerlagsstempel (120) versehen sind, der zur Bildung offener Haken oder geschlossener Ösen eingestellt werden kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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