DE14219C - Kammerofen für ununterbrochenen Betrieb mit vier oder mehr in einer Linie nebeneinander liegenden Kammern - Google Patents

Kammerofen für ununterbrochenen Betrieb mit vier oder mehr in einer Linie nebeneinander liegenden Kammern

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DE14219C
DE14219C DENDAT14219D DE14219DA DE14219C DE 14219 C DE14219 C DE 14219C DE NDAT14219 D DENDAT14219 D DE NDAT14219D DE 14219D A DE14219D A DE 14219DA DE 14219 C DE14219 C DE 14219C
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Germany
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chamber
chambers
furnace
line
lying next
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DENDAT14219D
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English (en)
Original Assignee
A. TROSKY und E. KEMPER in Wittenburg i. M
Publication of DE14219C publication Critical patent/DE14219C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B13/00Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
    • F27B13/02Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge of multiple-chamber type with permanent partitions; Combinations of furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende continuirliche Kammerofen mit vier oder mehr in einer Linie neben einander liegenden Kammern gestattet, eineKammer nach der anderen täglich fertig zu brennen bezw. ein- und auszukarren; jede einzelne Kammer ist von beiden Langseiten des Ofens zugänglich und man kann bei eintretender Vergrößerung des Betriebes leicht die einzelnen Kammern in der Breitenaxe des Ofens vergröfsern.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist ein vierkammeriger und ein achtkammeriger Ofen als Beispiel dargestellt. Der erstere dient für den kleinstmöglichen continuirlichen Betrieb. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt nach a-b durch den Ofen, Fig. 2 eine obere Ansicht desselben, Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch die oberen Verbindungskanäle nach i-k. Fig. 4 ist ein Grundrifs des Ofens, Fig. 5, 6 und 7 endlich sind Verticalschnitte nach c - d, e -f und g - h. Fig.' 8 und 9 veranschaulichen einen achtkammerigen Ofen im Längsschnitt und Grundrifs.
Die vier Kammern des ersten, zunächst in Betracht zu ziehenden Ofens sind mit den Zahlen 1 bis 4 bezeichnet und durch obere bezw. untere Kanäle derart mit einander verbunden, dafs ein in sich zurückkehrender continuirlicher Zug entsteht, der immer dieselbe Richtung beibehält. Jeder Kammer entspricht ein Rauchsammler mit Absperrventil, und sind die den einzelnen Kammern entsprechenden Rauchsammler mit ia 2a 3a 4a und die zugehörigen Ventile mit ib 2b 3b 4b bezeichnet. Die Rauchsammler sind durch entsprechende Kanäle mit dem gemeinschaftlich unterhalb des Ofens sich hinziehenden Rauchabzugskanal R verbunden. Aufserdem entspricht jeder Kammer noch ein Absperrschieber. Diese Schieber sind mit x1 x* x3 x4 bezeichnet. Jede Kammer ist ferner durch zwei Thüren von aufsen zugänglich.
Die Befeuerung der Kammer geschieht durch die in den Gewölben angebrachten Heizlöcher, welche mit eisernen Kapseln zugedeckt werden. Zur Verwendung kann jedes Brennmaterial kommen, und liegen die Heizlöcher mit den oberen Kanälen in derselben verticalen Ebene.
Beim Betrieb dieses Ofens wird eine Kammer geleert und gefüllt, während gleichzeitig in einer. zweiten Kammer vorgewärmt, in der dritten abgekühlt und in der vierten gefeuert wird, wobei diejenige Kammer, aus welcher die Rauchgase zuletzt entweichen sollen, durch den zugehörigen Schieber abgesperrt wird, während das betreffende Ventil des zugehörigen Rauchsammlers geöffnet ist. Alle anderen Schieber sind geöffnet, alle anderen Ventile aber geschlossen. Die Ventile gestatten durch Hoch- und Niedrigstellen derselben eine Zugregulirung.
In Betreff der Schieber wird bemerkt, dafs die oben gelegenen Schieber nach oben herausgezogen werden, während die unteren erst etwas gehoben und dann von der Seite durch einen Schlitz hinausgezogen werden.
Setzen wir voraus, dafs bei Beginn des Betriebes der ganze Ofen mit Material vollgesetzt ist, so wird bei irgend einer Kammer,
beispielsweise ι, zunächst von unten ein provisorisches Feuer, am besten von den zugehörigen Thüren aus, angelegt; die Verbrennungsproducte durchziehen die Kammern 2, 3 und 4, und da Schieber xl geschlossen, Ventil 4b geöffnet, die anderen Schieber geöffnet, die anderen Ventile hingegen geschlossen sind, so werden die Rauchgase aus dem Rauchsammler 4a durch das Ventil 4b in den Rauchabzugskanal treten und in den Schornstein entweichen.
Die Verbrennungsluft tritt durch die geöffneten Einkarrthüren in Kammer 1. Man unterhält nun dieses Feuer so lange, bis sich die nächstfolgende Kammer 2 in Glut zeigt.
Sobald diese Erscheinung eingetreten ist, stellt man die untere Feuerung ein und feuert durch die im Gewölbe angebrachten Heizlöcher bei der nächsten Kammer weiter. Ist die Kammer 3 wieder in das Stadium der Glut getreten und zeigt die vorhergehende Kammer Garbrand, so beginnt man mit der Befeuerung der dritten Klammer, und wenn dies Verfahren noch einmal fortgesetzt wird, so ist der ganze Ofen abgebrannt.
Man schreitet nun zur Entleerung derjenigen Kammer, welche zuerst angefeuert wurde, d. h. der Kammer 1. Sobald dieselbe leer ist, beginnt man von neuem wieder mit dem Einsetzen frischer Waare, läfst das Feuer wieder nach dieser Kammer übertreten und verfährt wie vorher. Bei regelmäfsigem Betrieb kann täglich eine Kammer abgebrannt, geleert und wieder angefüllt werden. Es sind dann stets drei Kammern in der Brennperiode begriffen, wovon eine Kammer in Vorglut, die mittlere in Vollfeuer und die dritte sich in Nachglut befindet. Die vierte Kammer, welche geleert und mit frischem Material gefüllt wird, soll eigentlich nur am Tage geöffnet sein und die Manipulation derartig gehandhabt werden, dafs am Vormittage das Entleeren und Nachmittags das Einsetzen besorgt wird, was auch sehr leicht geschehen kann, da jede Kammer von zwei Seiten zugänglich, mithin von beiden Seiten gleichzeitig ausgefahren und eingefahren werden kann.
Für die Nacht sollen alle Kammern von aufsen in den Thüren provisorisch zugemauert sein, bis auf die zuletzt angefüllte Kammer, bei welcher man in der Mitte von unten nach oben in den Thüren Oeffnungen zur Speisung des Feuers läfst.
Nach diesem Verfahren wird diejenige Kammer, welche zuletzt mit Materialien abgefüllt und zur Brennperiode genommen wurde, mit dem Schieber abgesperrt, so dafs alsdann die entweichenden Gase in den dieser Abtheilung zugehörigen Rauchsammler treten und von hier durch das geöffnete Ventil und den Rauchabzugskanal R nach dem Schornstein ins Freie gelangen.
Sobald wieder eine neue Kammer eingesetzt ist, wird, wie vorher, ein zweiter Schieber angebracht, worauf der erste entfernt und für die nächste Kammer bereit gehalten wird. Bei mehr als vier Kammern läfst es sich einrichten, dafs eine Kammer heute geleert und erst morgen wieder gefüllt wird. Man hat dann nur darauf zu achten, dafs die Kammern derart mit einander verbunden werden, dafs die Gase immer von oben nach unten oder umgekehrt durch die Kammern strömen.
Fig. 8 und 9 veranschaulichen beispielsweise einen achtkammerigen Ofen, der nach dem vorhergehenden ohne weiteres verständlich sein wird. . ■ .
Bei der Anlage von acht Kammern bietet das System den iVortheil, dafs man täglich zwei Abtheilungen fertig brennt und zwar derart, dafs vier Kammern links und vier Kammern rechts für sich allein gebrannt werden, so dafs z. B. von Kammer 8 nach 2 und wieder zurück nach 8 und die andere Hälfte ebenfalls von 6 nach 4 und wieder zurück nach 6 gebrannt wird, wobei sämmtliche Kammern auch wieder als ein einziges System gebraucht werden können.
Bei doppeltem Betrieb werden die Gase für das linke System aus Kammer 1 nach 2, 7 und 8, für das rechte System aus Kammer 3 nach 4, 5 und 6 treten, während für einfachen Betrieb die Gase aus Kammer 1 nach 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8 treten müssen. Hieraus folgt, dafs der Ofen so eingerichtet werden mufs, dafs die Kammer 2 sowohl mit 3 als auch mit 7, und 6 sowohl mit 7 als auch mit 3 sich verbinden läfst, wie dies in Fig. 8 deutlich ersichtlich gemacht ist.
Bei doppeltem Betrieb sind somit die Verbindungskanäle zwischen 2 und 3 und desgleichen die zwischen 6 und 7 in geeigneter Weise durch Schieber oder Vermauerung abzusperren, während bei einfachem Betrieb diese Kanäle geöffnet, dagegen die Verbindung zwischen 2 und 7, sowie 6 und 3 abgesperrt sein müssen.
Der Weg der Gase bei doppeltem Betrieb ist in Fig. 1 und 8 für beide Systeme durch Pfeile angedeutet. In gleicher Weise kann bei 12 Kammern ein dreifacher Betrieb u. s. w. hergestellt und wieder auf dreifachen, doppelten oder einfachen Betrieb zurückgegangen werden.
Wie aus dem vorhergehenden ersichtlich, sind mindestens vier Kammern zum continuirlichen Betriebe erforderlich, und kann man mehrfachen Betrieb einrichten, wenn die Anzahl der Kammern sich durch 4 theilen läfst. Damit der Bedingung genügt wird, dafs die Gase immer vertical von oben nach unten oder umgekehrt die Kammern durchströmen, mufs die Anzahl der ' Kammern sich durch 2 theilen lassen; dann ist zur Bestimmung der Kanalanordnung die Regel zu beachten, dafs die End-
kammern eines und desselben Systemes immer mit den unmittelbar benachbarten Kammern verbunden werden, dahingegen im übrigen immer eine Kammer übergangen wird.
So ist beispielsweise bei dem einfachen Vierkammersystem 4 mit ι direct verbunden, während zwischen den beiden mit einander verbundenen Kammern ι und 2 die Kammer 3 liegt.
Beim Sechskammersystem ist nur einfacher Betrieb möglich; dahingegen können hier zwei Kammern zeitweise ganz aufser Betrieb gesetzt werden, wenn dieselben reparaturbedürftig sind oder der Betrieb nicht so stark ist. In gleicher Weise kann man bei acht-, zehn-, zwölf- etc. kammerigen Oefen zwei oder mehr Kammern aufser Betrieb setzen.
Aufser den bereits erwähnten besitzt dieses System noch folgende Vortheile:
Die Gase durchstreifen die eingesetzten Waaren gleichmäfsiger sowohl von unten nach oben, als auch von oben nach unten. Infolge dessen kann der Schornstein verhältnifsmäfsig niedriger sein. Ferner ist man im Stande, eine lange Nachglut und langsame Vorglut zu erhalten, was bei der zuletzt eingesetzten Kammer durch möglichst kleine' Oeffnungen in den Thüren herzustellen ist. Jede Kammer kann ferner für sich allein rasch abkühlen, ohne dafs die vorhergehende oder nachfolgende Kammer von dieser Abkühlung beeinflufst wird, indem man in der betreffenden Kammer die Rauch- und Feuerzüge mit Schieber von aufsen absperrt.
Die Wärme der Verbrennungsproducte wird durch die angegebene Zugrichtung möglichst ausgenutzt, indem sämmtliches Brenngut durchstreift werden mufs,, bevor die Gase entweichen können und die Wärme in einem verhältnifsmäfsig kleinen Räume zur Wirksamkeit gelangt.
Die beim Schmauchen sich bildenden Wasserdämpfe werden aus den betreffenden Kammern direct nach dem Schornstein gesogen, ohne dafs sich Wasserdämpfe an die Waare ansetzen und condensiren können.
Auf diese Weise wird somit ein Verschmauchen der Waaren wirksam vermieden.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    In einem continuirlichen Kammerofen mit vier oder mehr in einer Linie neben einander liegenden Kammern die Verbindung der Kammern durch obere und untere Kanäle, derart, dafs die Endkammern eines Systems mit den unmittelbar benachbarten Kammern direct communiciren, im übrigen aber bei der Verbindung zweier Kammern immer eine Kammer übergangen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT14219D Kammerofen für ununterbrochenen Betrieb mit vier oder mehr in einer Linie nebeneinander liegenden Kammern Active DE14219C (de)

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