DE140201C - - Google Patents
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- DE140201C DE140201C DENDAT140201D DE140201DA DE140201C DE 140201 C DE140201 C DE 140201C DE NDAT140201 D DENDAT140201 D DE NDAT140201D DE 140201D A DE140201D A DE 140201DA DE 140201 C DE140201 C DE 140201C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Verdampfapparat für Desinfektionszwecke, bei welchem
eine zweifache gleichzeitige Anwendung des Apparates als eines Erzeugers für Wasserdampf
(oder nicht zersetzungsfähigen Dampf) und für keimtötenden Dampf in kontinuierlichem
Strom unter Druck ermöglicht ist. Die erzeugten Dampfe sind bestimmt, unter Druck
in die Desinfektionskammer oder in den zu desinfizierenden Raum hineingeleitet zu werden,
wobei der Wasserdampf teils als Heizmedium dienen, teils die Wirkung des desinfizierenden
Dampfes unterstützen kann. Die Neuerung besteht darin, daß zwei Heizschlangen, nämlich ein unmittelbar beheiztes und ein
mittels Wasserbades beheiztes Schlangenrohr, in einen Apparat vereinigt werden und daß
für eine augenblickliche Verdampfung der kontinuierlich unter Druck einzuführenden Flüssigkeit
nach dem Prinzip der Schnelldampferzeuger gesorgt ist. Auf diese Weise ist es möglich, die gleichmäßige Erzeugung eines zu
Desinfektionszwecken auszunutzenden kombinierten Dampfstromes unter Gleichhaltung des
Druckes und unter Vermeidung der Gefahr dei Zersetzung, welcher die Dämpfe des Desinfektionsmittels
ausgesetzt sind, zu erzielen.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι den Apparat mit Schnitt durch den
Heizkammermantel und die Wasserdampfrohrschlange; Fig. 2 ist ein Schnitt durch den geschlossenen
Wasserbadkessel, welcher die andere Heizschlange enthält.
Der Desinfektionsapparat besitzt einen äußeren Mantel 4, welcher in geeigneter Höhe auf
Füßen 5 derart angebracht ist, daß eine Lampe 6 oder eine sonst geeignete Heizvorrichtung bequem
aufgestellt werden kann. Der Mantel 4 besteht aus zwei übereinander liegenden
Teilen 7, 8, die durch Flantsche 9 miteinander verbunden sind. In dem unteren Teile 7 ist
die Rohrschlange 10 angebracht, welche zur Erzeugung von Wasserdampf oder anderem
nicht zersetzungsfähigem Dampf dient, während in dem oberen Theil 8 ein Wasserbadkessel
11 angebracht ist, dessen Einrichtung durch Fig. 2 näher erläutert wird. In diesem
Kessel erfolgt die Verdampfung des Desinfektionsmittels; ein Nebenzweck des Kessels
kann in der Erzeugung eines Dampfstromes zur Erhitzung der zu desinfizierenden Gegenstände,
beispielsweise Matratzen, Bekleidungsstücke oder Wäschestücke, bestehen.
Der obere Teil des Kessels 11 ist durch
den Mantelteil 8 hindurchgeführt und wird durch einen Stutzen 12 getragen. Der Deckel 13
des Kessels 11 kann durch Gelenkbolzen dicht angezogen werden. Der Mantelteil 8 ist an
seinem Umfange zweckmäßig mit Griffen 14 zur Erleichterung seiner Handhabung versehen
und erhält Öffnungen 16, deren Durchtrittsweite durch einen Ringschieber 1 5 regelbar ist,
wodurch der Austritt der Heizgase und hierdurch die Stärke der Erhitzung geregelt werden
kann. Diese Anordnung, welche besonders für kleinere Apparate geeignet ist, kann bei größeren Apparaten durch ein weites
Rohr zur Ableitung der heißen Luft nach außen oder in den zu desinfizierenden Raum
ersetzt werden.
Der Kessel 11 ist an seinem unteren Teile mit Kanälen 17 versehen, deren Eintrittsöffnungen
18 oberhalb der Heizvorrichtung liegen und deren Austrittsöffnungen 19 an der senkrechten
Außenwand des Kessels nach außen münden. Diese Kanäle dienen zur Beschleunigung der Heizwirkung durch Vergrößerung
der Heizfläche. In dem Innenraum des Kessels 11 ist die Rohrschlange 20 angebracht,
welche durch das in dem Kessel befindliche Wasserbad erhitzt wird, um die Verdampfung
des Desinfektionsmittels mit der gewünschten Spannung herbeizuführen. Das flüssige Desinfektionsmittel
wird in die Schlange 20 mit ausreichendem Druck eingeführt, um bei seinem Durchtritt durch diese Schlange verdampft und
in dampfförmigem Zustand in den zu desinfizierenden Raum eingetrieben zu werden.
Die Schlange 20 ist in dem mittleren Teile des Kessels 11 angeordnet und erhält zwei
durch den Deckel 13 hindurchgeführte Ansatzrohre,
von welchen das eine 21 zur Einführung des flüssigen Desinfektionsmittels und das
andere 22 zur Ableitung der in der Schlange 20 erzeugten Dämpfe dient. In ein mittleres
Auge 23 des Deckels 13 ist ein Stutzen eingesetzt, an welchem ein Sicherheitsventil 24,
ein Manometer 25 und ein mit einem Hahn versehenes Rohr 26 angeschlossen ist, durch
welch letzteres Dampf aus dem Kessel 11 in den zu desinfizierenden Raum abgeleitet werden
kann. Das Rohr 26 ist ferner durch einen mit einem Hahn 27 versehenen Stutzen mit dem Auslaßrohr 22 der Schlange 20 verbunden,
um in letztere zwecks Reinigung Dampf einleiten zu können. Der Kessel 11
ist ferner mit einer Regelungsvorrichtung versehen, die zwei Hähne 28 und 29 erhält, um
einerseits den Wasserstand in dem Kessel 11 zu regeln und andererseits eine Rückleitung
des durch das Rohr 26 in den zu desinfizierenden Raum abgeleiteten Dampfes nach dem Kessel 11 zu ermöglichen. Der Hahn 29
ist zu diesem Zwecke mit einem Auslaßrohr des zu desinfizierenden Raumes verbunden. An
der Innenseite des Deckels 13 sind senkrechte Stangen 30 befestigt, welche eine größere
Länge erhalten als die Schlange 20.
Der vorstehend beschriebene Apparat, welcher zur Erzeugung keimtötender Dämpfe
durch rasche Verdampfung flüssiger Desinfektionsmittel dient, wird durch die Anordnung
der Rohrschlange 10 ergänzt, deren nackte Außenfläche der unmittelbaren Beheizung
durch die Heizquelle ausgesetzt ist und welche zur Wasserdampferzeugung nach dem Prinzip der sogen. Schnelldampferzeuger
dient.
Die Rohrschlange 10 ist unterhalb der zur Verdampfung des Desinfektionsmittels dienenden
Kessels 11 angebracht. Durch das Rohr 39 wird der erzeugte Wasserdampf in den zu desinfizierenden
Raum geleitet, wo er die Wirkung der keimtötenden Dämpfe zu unterstützen vermag. Die Schlange 10 ist zweckmäßig
mit dem Mantelteil 7 verbunden und kann event, mit diesem abgenommen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verdampfapparat für Desinfektionszwecke, bei welchem die zweifache gleichzeitige Anwendung als Erzeuger für Wasserdampf und für keimtötenden trocknen Dampf in kontinuierlichem Strom unter Druck ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei eine augenblickliche Verdampfung gestattenden, beständig mit der VerdampfungsflUssigkeit gespeisten Schlangenrohren das eine für die Erzeugung des Wasserdampfes (oder nicht zersetzungsfähigen Dampfes) dienende Schlangenrohr im Heizraum angeordnet und von den Heizgasen unmittelbar an der nackten Rohraußenfläche beheizt wird, während sich das andere Schlangenrohr innerhalb eines geschlossenen, von den Heizgasen umspülten Wasserkessels befindet, so daß es auf der Verdampfungstemperatur, wie für die Erzeugung des keimtötenden Dampfes aus der Desinfektionsflüssigkeit unter Vermeidung der Zersetzung erforderlich, gehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE140201C true DE140201C (de) |
Family
ID=407894
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT140201D Active DE140201C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE140201C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2639301A1 (de) * | 1976-09-01 | 1978-03-02 | Leybold Heraeus Gmbh & Co Kg | Fluessigkeitsverdampfer fuer die erzeugung toxisch wirkender daempfe |
| US4667680A (en) * | 1983-11-14 | 1987-05-26 | Hewlett-Packard Company | Apparatus and method for reduction in respiration artifact in pulmonary artery pressure measurement |
-
0
- DE DENDAT140201D patent/DE140201C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2639301A1 (de) * | 1976-09-01 | 1978-03-02 | Leybold Heraeus Gmbh & Co Kg | Fluessigkeitsverdampfer fuer die erzeugung toxisch wirkender daempfe |
| US4667680A (en) * | 1983-11-14 | 1987-05-26 | Hewlett-Packard Company | Apparatus and method for reduction in respiration artifact in pulmonary artery pressure measurement |
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