DE138940C - - Google Patents
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- DE138940C DE138940C DENDAT138940D DE138940DA DE138940C DE 138940 C DE138940 C DE 138940C DE NDAT138940 D DENDAT138940 D DE NDAT138940D DE 138940D A DE138940D A DE 138940DA DE 138940 C DE138940 C DE 138940C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/44—Carbon
- C09C1/48—Carbon black
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- Ja 138940 KLASSE 22/.
GOTTFRIED WEGELIN in KALSCHEUREN Verfahren zur Darstellung von Rufs.
Zusatz zum Patente 127467 vom 29. Oktober
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1902 ab.
Längste Dauer: 28, Oktober 1914.
Es ist durch die Patentschrift 127467 bekannt geworden, Ruß dadurch herzustellen,
daß man Teer oder andere kohlenstoffhaltige Substanzen destilliert und die entstandenen
gasförmigen Destillate ohne vorherige Kondensation mit Luft vermischt, verbrennt, wobei
die dabei auftretende Verbrennungswärme event, gleichzeitig zur Beheizung des Destillationsapparates nutzbar gemacht wird.
Dieses Verfahren nun läßt sich wesentlich vervollkommnen, d. h., der betreffende Arbeitsprozeß
läßt sich bedeutend schneller ausführen und liefert einen erheblich ausgiebigeren Ertrag
an Ruß, wenn man gemäß vorliegender Erfindung das bekannte Verfahren dahin abändert,
daß man die Verbrennungsluft, welche, mit den dampfförmigen Destillaten vermischt,
zu Ruß verbrennt, direkt durch die der ■ Destillation zu unterwerfenden heißen Teermassen
hindurchtreibt. Notwendig für diesen Vorgang ist es, daß komprimierte Luft in Anwendung
gebracht wird, welche im Augenblick des Hindurchganges durch die heißen Teermassen usw. sich in intensiver Weise mit
den Destillationsdämpfen vermischt, worauf das Gemisch im Augenblicke des Austritts aus der
Masse sofort zu Ruß verbrennt.
Eine Vorrichtung, wie sie sich zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens verwenden
läßt, besteht nach der beiliegenden Zeichnung aus der Destillationskammer a,
welche mit den langgestreckten Rußkammern, in welchen sich der erzeugte Ruß niederschlägt,
durch das Rohr b verbunden ist. Der Destillationskammer wird der Teer oder die zu behandelnde
andere kohlenstoffhaltige Substanz kontinuierlich oder periodisch aus einem außerhalb
der Kammer gelegenen Reservoir zugeführt, und zwar muß der Teer bereits so weit vorgewärmt sein, daß er beim Eintritte
in die Destillationskammer seine Destillate schon abzugeben imstande ist; das Zuleitungsrohr
kann deshalb zunächst an eine Rohrschlange c angeschlossen sein, die in einem von dem
Rohr b beheizten Sandkasten d gebettet liegt und in eine in das Rohr b eintretende Rohrleitung
e mündet. Die letztere steht mit einem vertikalen, bis auf den Boden der Destillationskammer reichenden Abflußrohr f in Verbindung,
so daß der Teer usw. in dünnflüssigem Zustande in die Destillationskammer gelangt.
Der Boden derselben wird durch eine Siebplatte g gebildet, unterhalb welcher sich ein
Sammelraum i für die kontinuierlich bei m eintretende komprimierte Luft befindet. Letztere
tritt zweckmäßig in vorgewärmtem Zustande in den Raum i ein, weshalb ein Teil der Luftleitung
η entweder in die Kammer b bezw. in den Sandkasten d verlegt oder in sonstwie
geeigneter Weise beheizt wird; mit Hülfe eines Regulierorganes hat man natürlich dafür Sorge
zu tragen, die durch die Leitung hindurchströmende Luftmenge zu regeln. Diese muß
in solcher Spannung und Menge durch die
Perforationen des Bodens g in die Destillationskammer α getrieben werden, daß die in dieser
befindliche heiße, dünnflüssige Teermasse usw. gar keine Zeit findet; ihrerseits durch die
Löcher nach unten abzufließen. Es findet also ein fortwährendes Brodeln im Destillationsraume
statt und es werden die sich in der Teermasse entwickelnden Destillationsgase sofort
im Augenblicke ihres Entstehens von der durch
ίο sie hindurchgehenden Luft mitgerissen, vermischen
sich hierbei innig mit ihr und entzünden sich unmittelbar nach ihrem Austritte aus dem Flüssigkeitsspiegel. Um das Quantum
der durch die Teermasse usw. hindurchzutreibenden Preßluft nicht allzu groß bemessen
zu müssen, empfiehlt es sich, einen Teil atmosphärischer Verbrennungsluft oberhalb des
FlUssigkeitsniyeaus durch mehrere im Mantel vorgesehene Öffnungen 0, an deren Stelle auch
ein ringförmiger Luftspalt treten könnte, in die Kammer α eintreten zu lassen; hier bewirkt
die Luft die Entzündung der etwa noch unverbrannten Destillationsgase, und kann genau
reguliert werden.
Die sich in der Kammer α bildenden Destillationsrückstände
(Pech usw.), werden bei ρ durch die Öffnung des Regulierorganes s von
Zeit zu Zeit entnommen.
Der Zufluß des Teeres oder der zu verwendenden anderen kohlenstoffhaltigen Substanz
wird zweckmäßig dadurch geregelt, daß man an der Mündung des Abflußrohres f ein
Ventil t anordnet, und dasselbe durch Heben oder Senken der Ventilspindel ν betätigt. Eine
solche Regulierung des Teerzuflusses bedingt gleichzeitig eine mehr oder minder große Konsistenz
der Destillationsrückstände; läßt man
also den Zufluß des Teeres nur schwach erfolgen, so muß die im heißen Zuflußrohre befindliche
Teermenge naturgemäß auch länger verweilen; sie tritt deshalb mit höherer Temperatur
in den Destillationsraum ein und gibt mehr Destillate ab, wie wenn sie kürzere Zeit
im Zuflußrohre verweilen würde.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Ruß aus Teer oder anderen kohlenstoffhaltigen Substanzen
nach Patent 127467, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks besserer Vermischung
der Destillate mit der Verbrennungsluft letztere direkt durch den heißen Teer usw. getrieben und die Mischung
unmittelbar nach ihrem Austritt aus dem Flüssigkeitsspiegel zu Ruß verbrannt wird.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung von Ruß aus Teer und anderen
kohlenstoffhaltigen Substanzen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbrennungsluft in vorgewärmten Zustande durch die Destillationsmaterialien getrieben
wird.
3. Eine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 dienende Vorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungsrohre für die zur Vermischung und Verbrennung
der Destillate erforderliche Preßluftmenge einerseits und für die dem Apparate zur Verarbeitung zufließende Teermenge
andererseits dadurch geheizt werden, daß die Zuleitungsrohre ganz oder teilweise
unmittelbar oder mittelbar von den Abhitzgasen bespült werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE138940C true DE138940C (de) |
Family
ID=406713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT138940D Active DE138940C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE138940C (de) |
-
0
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