DE138564C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D75/00—Accessories for harvesters or mowers
- A01D75/26—Front trucks; Axle-pivot steering of front trucks
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvester Elements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVl 138564 KLASSE 45 c.
Patentiert im Deutschen Reiche vom a6. März lgoi ab.
Vorliegende Erfindung betrifft Mähmaschinen mit einem zweirädrigen Vorderwagen, wie
solche beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift 17702 beschrieben sind.
Das Neue und Eigenartige an dieser Mähmaschine besteht nun darin, daß der Zug der
Tiere, ähnlich wie bei Rübenhebemaschinen, an dem Hintergestell angreift, und zwar vermittels
eines die Wage mit dem Messerbalken verbindenden Seils oder einer Kette, wodurch
das Vordergestell belastet wird, so daß ein geringes Abweichen der Zugtiere von der
Fahrrichtung keinen Einfluß auf den geraden Gang der Maschine hat.
Die Wage ist nun mit der Deichsel derart beweglich verbunden, daß bei geeigneter Anspannung
des die Wage mit dem Messerbalken verbindenden Seiles der Zug nicht von der Deichsel, sondern von dem Seile aufgenommen
wird. Das Seil ist im vorliegenden Falle über eine Rolle in dem Langbaum des Hintergestells zum Messerbalken geführt, und
es wirkt somit der Zug der Tiere immer in Richtung des Langbaumes auf das Hintergestell
, selbst wenn der Gang der Tiere infolge des unebenen Bodens in geringen Grenzen
seitlich hin- und herschwankt. Ein Abweichen kann infolgedessen nur
der Fahrrichtung
dann eintreten, wenn die Zugtiere von der ursprünglichen Fahrrichtung so weit abweichen,
daß sie hierbei die durch den Zug nicht belastete Deichsel mitnehmen, und dies kann
unter gewöhnlichen Verhältnissen nur bei einer beabsichtigten Richtungsänderung eintreten.
Durch Verbindung der Wage mit dem Hintergestelle ist also die eingeschlagene Fahrrichtung
gegen seitliche Abweichungen infolge seitlichen Hin- und Herschwankens der Tiere
gesichert und wird somit ein wesentlich gleichmäßigeres Arbeiten des Messerbalkens erreicht,
so daß diese Neuerung allein schon einen wesentlichen technischen Erfolg bildet. Ist die
Maschine hierdurch aber auch von dem Gange der Zugtiere in gewissen Grenzen unabhängig
gemacht, so unterliegt sie doch noch der uhgewünschten Beeinflussung des Vordergestells
bei größeren Unebenheiten des Bodens.
Kleinere Unebenheiten schaden zwar nichts; läßt man nämlich den Lahgbaum des Hintergestells
an dem Vordergestell nicht in der Mitte, sondern an einem Pujikt angreifen, der
näher an dem dem Messerbalken zugekehrten Rade liegt, so wird dieses Rad stärker belastet
und schneidet entsprechend tiefer in den Boden ein und erschwert hierdurch eine unbeabsichtigte
Ablenkung des Vordergestells, der in Kürze auch das Hintergestell folgen würde.
Sind aber die Bodenunebenheiten so beträchtliche, daß bei der einseitigen Belastung
der Vordergestellachse das weniger belastete Vorderrad nicht mehr den Boden berührt,
das Vordergestell also nur noch auf einem Rade läuft, so kann auch hier ein unzulässiges
Abweichen von der Fahrrichtung sehr leicht eintreten.
#38
Dieser Übelstand macht sich besonders bemerkbar bei Verwendung der vorstehend beschriebenen
Seilanordnung, kann aber dadurch auf ein geringes und zulässiges Maß beschränkt
werden, daß man den Langbaum mit dem Vordergestelle nicht nur in wagerechter Richtung,
sondern auch in senkrechter Richtung drehbar verbindet. Dies geschieht mit Hülfe
eines Halsringes, der mit einem Drehzapfen in dem Vordergestelle ruht.
Nun kann sich das Vordergestell selbsttätig allen Verhältnissen des Bodens so anpassen, daß
die beiden Vorderräder den Boden stets berühren, und es muß sich aus dem Grunde dem Boden entsprechend einstellen, da das
den Zug der Tiere aufnehmende Seil so geführt ist, daß es den Langbaum des Hintergestelles
fest auf das Vordergestell drückt und der Langbaum die Vordergestellachse einseitig
belastet.
Durch diese Einrichtung wird also der geradlinige Gang der Mähmaschine und damit
auch ein gleichmäßiger Schnitt gesichert. Bei den bisher bekannt gewordenen, auf vier Rädern
ruhenden Mähmaschinen führte der Messerbalken schon beim geringen seitlichen Abweichen
der Zugtiere von der geraden Linie seitliche Schwankungen aus, die einen ungleichen
Schnitt im Gefolge haben. Greift aber der Zug der Tiere wie bei der neuen Mähmaschine unter Belastung des Vordergestells
am Hintergestelle an, so daß nunmehr das Hintergestell das Vordergestell schiebt, so
finden erst Abweichungen von der Fahrrichtung statt, wenn die Deichsel zum Zwecke der
Änderung der Fahrrichtung seitlich bewegt wird.
Auf den Zeichnungen ist die neue Maschine in der oberen Ansicht in Fig. ι dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Verbindung des Zuges mit dem Ortscheite in schaubildlicher Ansicht, und
Fig. 3 und 4 stellen die Führung des Seils in zwei verschiedenen Ausführungen dar.
Auf der von Rädern g getragenen Achse h des Vordergestells, mit dem die Deichsel a in
bekannter Weise verbunden ist, ruht der Langbaum z, dessen anderes Ende mit der Achse b
des Hintergestells starr verbunden ist. An dem Hintergestell ist in bekannter Weise der
Messerbalken c angeordnet. Außerdem ist das auf dem Vordergestell ruhende Ende des
Langbaums i mit einem runden Halszapfen d ausgestattet, um den ein mit dem Drehzapfen e
des Vordergestells verbundener Ring / liegt, so daß sich das Vordergestell zum Hintergestell
nicht nur in wagerechter, sondern auch in senkrechter Richtung drehen kann.
Von dem Haken m der Wage n> führt nun
ein Seil oder eine Kette η zum Messerbalken c und ist so angespannt, daß der von den Tieren
ausgeübte Zug unmittelbar an das Hintergestell angreift. Bei der Ausführungsform der Fig. 3
(in Fig. ι ausgezogen dargestellt) ist das Seil über eine in dem Langbaum i angeordnete
Rolle r und dann seitlich zum Messerbalken geführt. Statt dieser Ausführung kann man
aber auch das Seil n, wenn die Wage w wie
gebräuchlich nach unten an der Deichsel a hängt (Fig. 4), von unten über die Rolle r
und dann wieder abwärts, seitlich zum Hintergestell führen.
Führt nun die . Deichsel α beim Befahren unebenen Bodens seitliche Schwankungen aus,
so wird hierdurch die Zugrichtung des Hintergestells nicht beeinflußt, denn die Zugtiere
ziehen in bekannter Weise an der beweglichen Wage n> und damit unter Vermittlung des
Seiles η unmittelbar am Hintergestell. Selbst wenn auch die Zugtiere etwas seitlich ausweichen,
so übt dies auf den Gang des Hintergestells keinen nachteiligen Einfluß aus, da infolge
des weit zurückliegenden Angriffspunktes des Zuges am Hintergestell und der Verbindung
der Wage mit letzterem durch ein Tau oder eine Kette der Ablenkungswinkel für den vorliegenden
Zweck kaum meßbar ist.
Werden die Abweichungen der Zugtiere von der geraden Linie natürlich größere, so
wie sie bei beabsichtigter Richtungsänderung der Maschine auftreten müssen, so folgt natürlich
auch das Hintergestell dem Vordergestell in der neuen Richtung, aber auch nicht von
letzterem gezogen, sondern es schiebend.
Schwankungen der Deichsel und des Vordergestells in senkrechter Richtung üben ebenfalls
keinen Einfluß auf den Messerbalken c in Fahrrichtung aus, da sich die Vorderräder g
infolge der Verbindung ihrer Achse h mit dem Langbaum i durch einen Halsring den Bodenunebenheiten
anpassen und infolge des durch das Seil auf das Vordergestell ausgeübten Druckes nie gelüftet werden können, wie es
geschieht, wenn der Langbaum i nur in der gebräuchlichen Weise mit dem Vordergestell
verbunden ist, also letzteres sich in senkrechter Richtung nicht drehen kann und beispielsweise
das dem Messerbalken zugekehrte Vorderrad in eine Vertiefung gelangt, während das andere
Vorderrad auf ebenen oder wohl gar erhöhten Boden rollt.
Claims (1)
- Pate nt-An Sprüche:i. Mähmaschine mit Vorderwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wage (n>) mit dem den Messerbalken (c) tragenden Hintergestell durch eine Kette oder ein Seil (n) verbunden ist, so daß der Zug der Tiere an dem Hintergestell wirkt und dieses den Vorderwagen vor sich her schiebt, zumZwecke, das einen gleichmäßigen Schnitt verhindernde Schwanken des Messerbalkens bei unbeabsichtigtem Abweichen der Zugtiere und der Deichsel von der geraden Richtung zu beseitigen.
Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Mähmaschine, gekennzeichnet durch die in senkrechter (außer, wie bekannt, in wagerechter) Richtung drehbare Verbindung des Vorderwagens mit dem Langbaum des Hintergestells, um ein Lüften der Räder des Vordergestelles beim Befahren unebenen Bodens und damit ein unbeabsichtigtes Abweichen von der Fahrrichtung und ein Schwanken des Messerbalkens noch weiter zu verhindern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE138564T | 1901-03-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE138564C true DE138564C (de) | 1903-02-27 |
Family
ID=34558731
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1901138564D Expired DE138564C (de) | 1901-03-26 | 1901-03-26 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE138564C (de) |
-
1901
- 1901-03-26 DE DE1901138564D patent/DE138564C/de not_active Expired
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