DE136141A - - Google Patents

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DE136141A
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Mischvorrichtung für Petroleumkraftmaschinen, bei welcher der engste Querschnitt der Luftleitung unterhalb der Ausströmungsöffnung des flüssigen Brennstoffes liegt und die Mittelachse der zur Einführung des flüssigen Brennstoffes dienenden Vorrichtung, wie Düse, Zerstäuber oder dergl., mit der Mittelachse des kegelförmigen Theiles der Luftleitung zusammenfällt.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dafs die Mischkammer in axialer Richtung beweglich angeordnet ist und bei einer zu starken Ansaugung gehoben wird, wodurch dann nur ein Theil der Flüssigkeit in die Kammer gelangt und demzufolge der Gang der Maschine verlangsamt wird.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, und zwar be-'deutet:
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch die Mischvorrichtung,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch, das Brennstoffventil und den Mischkegel im gröfseren Mafsstabe und
Fig. 2 a veranschaulicht einen Schnitt, nach Linie 1-2 der Fig. 2.
Das Petroleum gelangt aus einem Behälter durch den Kanal c in das Innere des senkrechten Rohres e, welches an seinem oberen Theile durch ein Ventil/ geschlossen gehalten wird. Die Ventilspindel desselben ist in einem Rohre g gelagert, welches in dem Boden einer Stopfbuchse ν festgeschraubt ist. Durch Drehen der Stopfbuchse kann man von aufsen her die Oeffnung des Ventils / regeln.
Das Ventil f ist ein wenig über der Oberfläche des Petroleums in dem Behälter angebracht, und zwar innerhalb der Mittelachse einer kegelförmig gestalteten Kammer h, deren Mantel einen Winkel von ca. 5 bis η° mit der Seitenwand des Gehäuses bildet. Die Kammer h, welche aus dünnem Metall besteht, kann sich senkrecht in dem cylindrischen Gehäuse m bewegen. In der untersten Stellung wird sie durch eine Feder η gehalten, welche auf drei Schrauben 0 preist, die durch in dem Mantel m befindliche Schlitze geführt sind. Mittels einer Scheibe s, welche auf den Mantel m aufgeschraubt ist, wird der Druck der Feder η geregelt. Der weite Theil der Kammer h steht mit einem Rohre / in Verbindung, welch letzteres mit einem Hahn j ausgerüstet ist, durch den das Gemisch in den Cylinder strömt. Die Ringfläche r der Kammer h liegt im Ruhezustande um ein Geringes unterhalb der Mündung des Rohres e. Die Kammer h steht mit einem Trichter Ar, der mit einem Metallsieby versehen ist, in Verbindung, durch den das Ansaugen der zu carburirenden Luft erfolgt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Befindet sich die Maschine in Ruhe, so kann ein Ausspritzen von Brennstoff aus dem Rohre e nicht erfolgen. Im Betriebe jedoch spritzt infolge der erhöhten Geschwindigkeit der durchströmenden Luft bei jeder Saugperiode durch das Ventil f das Petroleum in einer dünnen konischen Lage in die Kammer h. Die äufsere Luft, welche durch den Trichter k angesaugt wird, trifft diese Lage, zerstäubt
dieselbe und vermischt sich innig mit der Flüssigkeit in der konischen Kammer h, von wo aus die Mischung durch das Rohr / zum Cylinder gelangt, wobei sie durch den Hahn j hindurchgeht.
Durch die Oeffnung des Ventils f wird der Brennstoffzuflufs geregelt. Die Menge des in den Cylinder strömenden Gemisches und damit die Schnelligkeit der Maschine wird während des Betriebes mittels des Hahnes j geregelt. Falls durch plötzlichen schnellen Gang der Maschine die Ansaugung eine gewisse Grenze überschreitet, so dafs die Menge des Petroleums zu grofs wird, so hebt sich durch den Druck der ausgesaugten Luft auf die Ringfläche r der Kammer h die letztere, wobei die Feder η zusammengedrückt wird. Das Ventil f befindet sich in diesem Falle unter der Ringfläche r. Infolge der geringeren Geschwindigkeit der vorbeiströmenden Luft wird kein Petroleum weggesaugt und in die Kammer h gespritzt, bis die Schnelligkeit der Maschine wieder normal geworden ist und die Kammer h wieder in ihre auf der Zeichnung dargestellte Lage gelangt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mischvorrichtung für Petroleumkraftmaschinen mit Zuführung des Brennstoffes zur Mischdüse durch ein centrales Rohr, ..dessen Ausflufsquerschnitt oberhalb des engsten Querschnitts der Luftleitung liegt, dadurch gekennzeichnet, dafs die trichterförmige Kammer (hj beweglich angeordnet ist und durch eine zu starke Ansaugung gehoben werden kann, wodurch nur ein Theil der Flüssigkeit in die Kammer gelangt, so dafs sich der Gang wieder verlangsamt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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