DE132780C - - Google Patents

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DE132780C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 132780 -KLASSE 39 Ä.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. April 1901 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine neue Isolirmasse, vorzugsweise für elektrotechnische Zwecke, deren Eigenart sowohl in der Zusammensetzung als in der Herstellungsweise liegt.
Das Verfahren zur Herstellung dieser Masse ist folgendes:
Zunächst werden Sägespäne in Blut (Rinderoder Pferdeblut) getränkt und so lange darin liegen gelassen, bis sie in Fäulnifs übergehen und schwarz werden. Hierauf wird Cement zugesetzt und durch Einrühren so vertheilt, dafs das Ganze eine trockene, pulverartige Masse bildet, die dann für Vorrathsansammlung oder zur leichteren Aufbewahrung durch Trockenpressung in Plattenform übergeführt werden kann.
Für die Weiterfabrikation wird nunmehr die pulverartige Masse, bezw. werden die Platten zwecks inniger Vermischung aller Theilchen mittels Walzen in feines Pulver verwandelt, wonach dann in bekannter Weise wie bei der Herstellung von Hartgummigegenständen verfahren wird. Es wird zweckmäfsig aus Gummiabfall durch Leinölkochung hergestellter, trockengerührter Brei mit dem neuen Pulver im Verhältnifs von etwa 1:10 kalt gemischt, entweder von Hand oder für Grofsbetrieb mit Mischwalzwerken, und hierauf das gewonnene Pulver in Formen heifs geprefst und die entstehenden Platten bezw. Faconstücke in gewöhnlicher Weise weiter verarbeitet.
Die Heifspressung sowohl für Platten als auch für Faconstücke erfolgt zweckmäfsig durch Vorwärmung der Matrize im Ofen event, bei eingefülltem Pulver, wobei eine Schutzdecke von Talkum die Verbrennung hindert.
Durch diese Heifspressung erfolgt dann naturgemäfs die innige Durchdringung und Bindung der Füllung durch das vertheilte Gummipulver.
Die Zusammensetzung der Masse ist z. B. für 4 kg Sägespäne 5 1 Rinderblut, 10 kg Cement und auf 1 kg des hieraus gewonnenen Pulvers 100 g Gummi.
Bei nachträglich durch Drehen, Bohren u. s. w. zu bearbeitenden Faconstücken wird der Cementzusatz verringert.
Der Vorzug der so dargestellten Isolirmasse gegenüber bekannten besteht darin, dafs die Einzeltheile Sägespäne, Blut und Cement billige Materialien sind, dafs ferner das Verfahren der Herstellung zwar eigenartig, jedoch ein ganz einfaches ist, und dafs auch der nöthige Gummizusatz ebenfalls aus dem billigsten Abfallmaterial bestehen kann.
Von der in der Patentschrift 16753 beschriebenen Dachbedeckungsmasse unterscheidet sich vorliegende Masse durch Mitbenutzung von Gummi, sowie von Pulver aus durch Fäulnifs zersetzten, blutgetränkten Sägespänen und Pressung zu Fagonstücken in Heifsformen; Bei der in der Patentschrift 74255 beschriebenen Walzenkranzmasse werden ebenfalls keine chemisch zersetzten blutgetränkten Sägespäne mit benutzt, auch findet keine Heifspressung statt. Die nach vorstehend beschriebenem Verfahren dargestellte Masse bildet ein homogenes Ganzes,
la'fst sich bohren, hobeln, sägen und ist bei entsprechender Härte und Widerstandsfähigkeit ein gutes Isolirmaterial für elektrotechnische Zwecke, insbesondere auch bei Kabellegungen.
Angestellte Versuche ergaben, dafs es bei 3 mm Stärke mehrere iooo Volt gut aushält.
Der angewendete Fäulnifsprocefs von Blut in Sägespänen ergiebt gegenüber einer ohne den Fäulnifsprocefs dargestellten Isolirmasse eine höhere Isolationsfähigkeit, sowie auch ein weit härteres, widerstandsfähigeres Material.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung einer Isolirmasse, dadurch gekennzeichnet, dafs Sägespäne mit Blut getränkt werden und dieser Mischung im angehenden Fäulnifszustand Cementpulver zugetnengt wird, bis das Ganze eine trockene Masse bildet, die darauf vermählen und unter Zusatz von trockengerührtem Gummibrei in Heifsformen zu Platten oder Fäconstücken geprefst wird.
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