DE1297397B - Beerenpfluecker - Google Patents

Beerenpfluecker

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DE1297397B
DE1297397B DEP39693A DEP0039693A DE1297397B DE 1297397 B DE1297397 B DE 1297397B DE P39693 A DEP39693 A DE P39693A DE P0039693 A DEP0039693 A DE P0039693A DE 1297397 B DE1297397 B DE 1297397B
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D46/00Picking of fruits, vegetables, hops, or the like; Devices for shaking trees or shrubs
    • A01D46/28Vintaging machines, i.e. grape harvesting machines

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)

Description

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Die Erfindung betrifft einen Beerenpflücker mit werkes werden daher von vornherein die Ernteeinem Fahrgestell und einem Rahmen zur Aufnahme aussichten für das kommende und für weitere Jahre zweier einander beiderseits einer Beerenbuschreihe um einen entsprechenden Prozentsatz vermindert, gegenüberstehender, im wesentlichen aufrecht an- weil ja der Umfang des fruchttragenden Zweigwerkes geordneter Vibrationspflückeinheiten mit in die 5 reduziert wird.
Büsche eingreifenden Fingern sowie mit einer unter Ein anderer bekannter Beerenpilücker ist in der
den Pflückeinheiten angeordneten Sammelvorrich- einleitend beschriebenen Weise ausgebildet. Er weist tung zum Aufnehmen und Abtransportieren der ge- auf einem längs der Buschreihen bewegbaren Fahrlösten Beeren, gestell zwei im wesentlichen aufrecht angeordnete
Viele Beerenarten, wie beispielsweise die Blau- io Vibrationspflückeinheiten auf, die beiderseits der zu oder Heidelbeeren, wachsen an Büschen. Solche bearbeitenden Buschreihe angeordnet sind und mit Beeren werden bei der Ernte bisher fast ausschließ- Fingern in die Zweige der Büsche eingreifen. Belich von Hand gepflückt. Ein wirtschaftliches Ein- zogen auf die Fahrtrichtung, sind die Pflückeinheiten bringen einer Beerenernte ist unter derartigen Be- dieses bekannten Beerenpflückers in einem Abstand dingungen jedoch unmöglich. 15 angeordnet. Sie sind im wesentlichen in Form frei
Es wurde bereits versucht, die Beeren auf mecha- drehbarer zylindrischer Walzen ausgebildet, auf deren nische Weise von den Büschen zu pflücken. Eine Umfang annähernd radial verlaufende Finger bedieser mechanischen Ernte dienende bekannte Vor- festigt sind. Unter jeder dieser Pflückwalzen ist eine richtung besteht aus einer während des Erntevor- Reihe sich schuppenartig überdeckender Leitbleche ganges stationär angeordneten Maschine mit einem 20 für die von den Pflückeinheiten gelösten Beeren vorSauggebläse sowie einer Kraftmaschine zum Abgeben gesehen, welche von den passierten Beerensträuchern einer Antriebskraft und einem Lagerbehälter zum ausgelenkt werden können. Die Leitbleche verlaufen Aufnehmen der geernteten Beeren sowie einem von geneigt zu an den Außenrändern des Pflückers vor-Hand mittels eines Stützrades längs der Beeren- gesehenen Förderbändern zum Abtransportieren der buschreihen verfahrbaren Saugkopf mit festen und 25 Beeren.
mechanisch bewegten, in Richtung auf den Erdboden Die als frei drehbare zylindrische Walzen ausweisenden Schüttelfingern. Der Saugkopf und die gebildeten Pflückeinheiten dieses bekannten Pflük-Schütteleinrichtung sind mit der stationären Ma- kers sind im Rahmen des Fahrgestelles an mechaschine verbunden. Der Saugkopf soll von oben her nisch angetriebenen Kurbelwellen aufgehängt und die Beerenbüsche erfassen und deren Zweige zwi- 30 mit ihren unteren Enden in höhenverschwenkbaren sehen den stationären, durch ein Sägezahnblech ge- Gelenkarmen drehbar gelagert. Bei angetriebenen bildeten Fingern und den nach Art einer Finger- Kurbelwellen führen die zylindrischen Walzen der leiste zusammengefaßten beweglichen oder in alter- Pflückeinheiten daher relativ große Pendelbewegunnierender Bewegung angetriebenen Fingern schüt- gen in Höhenrichtung sowie vergleichsweise kleine teln, so daß sich die Beeren von den Zweigen lösen. 35 Schwenkbewegungen um ihre unteren in den Ge-Der durch das Sauggebläse erzeugte Luftstrom soll lenkarmen aufgenommenen Lager aus. die gelösten Beeren erfassen und durch den Saugkopf Infolge der frei drehbaren Lagerung der zylin-
hindurch sowie durch eine Förderleitung in die sta- drischen Walzen der Pflückeinheiten können sich die tionäre Maschine überführen. Finger beim Passieren der Beerenbüsche im wesent-
Einer der wesentlichen Nachteile dieser bekannten 40 liehen kräftefrei in die Zwischenräume der Zweige Vorrichtung besteht darin, daß eine sehr hohe Saug- der Büsche einschieben. Sie führen jedoch zugleich leistung erforderlich ist, wenn alle von den Büschen die bereits genannten Höhenbewegungen aus und gelösten Beeren, insbesondere auch die in Boden- sind gegenüber Widerständen, die die Zweige der nähe gelösten Beeren, erfaßt und abtransportiert wer- Büsche dieser Bewegung entgegensetzen, nahezu unden sollen. Wird mit einer derartig hohen Saug- 45 nachgiebig. Das bedeutet, daß auch dieser bekannte leistung gearbeitet, dann werden unvermeidlich große Pflücker stark beschädigte Beerenbüsche hinterläßt Mengen Erdreich, Staub, Verschmutzungen anderer und für eine wirtschaftliche Beerenernte ungeeig-Art, Laub und Zweigreste zusammen mit den Früch- net ist.
ten angesaugt und mit diesen vermischt. In dem Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
Saugluftstrom werden außerdem die Beeren mit 50 einen Beerenpflücker der eingangs genannten Art so hoher Geschwindigkeit bewegt und infolge der ihnen auszubilden, daß die Beeren eines Busches möglichst innewohnenden Masse an Krümmungen und Um- vollständig sowie unter weitgehender, möglichst volllenkstellen relativ hart aufgeschlagen. Ein hoher ständiger Vermeidung von Beschädigungen des Prozentsatz der Beeren wird dadurch zerstört und Zweigwerkes gepflückt und danach von der Sammelist danach — wenn überhaupt — dann nur noch 55 vorrichtung schonend weitergeleitet werden, für untergeordnete Zwecke verwendbar. Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe kennzeich-
Ein weiterer wesentlicher Nachteil des beschrie- net sich der einleitend bezeichnete Beerenpflücker benen bekannten Beerenpflückers besteht aber außer- erfindungsgemäß dadurch, daß jede Vibrationspflückdem auch noch darin, daß die Zweige der Beeren- einheit eine aufrecht angeordnete, mechansich anbüsche zwischen dem feststehenden Sägezahnblech 60 getriebene Welle und auf dieser wenigstens eine dreh- und dem mechanisch bewegten Fingersatz einer har- fest angeordnete Exzenterscheibe sowie eine zuten Walkbeanspruchung ausgesetzt werden. Auf geordnete, drehbar gelagerte Tragscheibe aufweist, diese Weise wird ein hoher Prozentsatz des Zweig- die mehrere in jeweils gleichen radialen Abständen werkes der Büsche zerbrochen. Da es sich bei Beeren von der Welle und parallel zu dieser angeordnete tragenden Büschen meist um mehrjährige Gehölze 65 Achsbolzen trägt, auf denen kurbelhebelartige Finhandelt, ist ein einwandfrei entwickeltes Zweigwerk gerträger gelagert sind, die mit ihren wellenseitigen die Voraussetzung für eine große Ernte. Durch das Hebelarmen nachgiebig gleitend auf dem Umfang Zerbrechen eines bestimmten Anteiles des Zweig- der Exzenterscheibe aufliegen und bei rotierender
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Welle mit den am freien Arm befestigten Fingern beiden Wellen mit ihrer Rotationsachse auf einer Drehschwingungen um die Achsbolzen ausführen. gemeinsamen, rechtwinklig zur Fahrtrichtung ver-
Bei dem neuen Beerenpflücker sind die Pflück- laufenden Linie angeordnet und jeweils mit drei auf einheiten mit Fingern ausgerüstet, die um die auf- der Länge der Welle verteilt angeordneten Exzenterrecht angeordnete Welle frei drehbar sind und in- 5 scheiben und zugeordneten Tragscheiben mit Fingerfolgedessen beim Passieren der Beerenbüsche kräfte- trägern und Fingern ausgerüstet sind. Durch die neue frei zwischen deren Zweige eintreten können. Zu- Ausbildung der Pflückeinheiten ist es überhaupt erstsätzliche, gegenüber einem Widerstand der Zweige malig möglich, zwei einander gegenüberstehende, in der Beerenbüsche unnachgiebige Zwangsbewegungen der beschriebenen Weise angeordnete Pflückeinheiten führen die Finger nicht aus. Durch die Exzenter- io zugleich von beiden Seiten her mit einem Busch in scheiben werden sie statt dessen infolge der Aus- Eingriff zu bringen, ohne das Zweigwerk des Busches bildung der Fingerträger als Kurbelhebel in Dreh- zu beschädigen. Dadurch, daß je Pflückeinheit drei schwingungen um die Achsbolzen, d. h. um eine par- Sätze von Fingern übereinander vorgesehen sind, allel zu den angetriebenen Wellen verlaufende Achse, werden die Büsche auf ihrer gesamten Höhe intensiv versetzt. Diese Drehschwingungen vollziehen sich in 15 erfaßt und geschüttelt. Die Schüttelwirkung läßt sich der gleichen Drehebene, in welcher sich die Finger noch erheblich steigern, wenn die auf einer gemeinauch beim Passieren der Buschreihen um die Wellen samen Welle übereinander angeordneten drei Exzendrehen. Da die Achsbolzen, um welche die Finger terscheiben in Drehrichtung in bezug aufeinander schwingen, auf der frei drehbar auf der Welle ge- versetzt werden, weil dann die Finger keine Synlagerten Tragscheibe befestigt sind, können die Fin- so chronschwingungen, sondern einander überlagernde, ger Ausweichbewegungen ausführen, wenn sie beim zum Teil gegensinnige Schwingungsbewegungen aus-Ausführen der Drehschwingungen auf große Wider- führen.
stände stoßen. Beim Eintreten eines solchen Wider- Büsche sind im allgemeinen im oberen Bereich
Standes wird der jeweils in den Busch eingreifende besonders nachgiebig und weisen an dieser Stelle Finger nicht weiterbewegt, statt dessen verdreht sich 35 meist auch die größte Ausdehnung auf. Um zu verdie Tragscheibe unter dem Einfluß der von der meiden, daß im Bereich der oberen Zweigenden der Exzenterscheibe auf den Kurbelhebel ausgeübten Büsche Beeren verbleiben, weil die im unteren BeKraft. Bei den neuen Pflückeinheiten können die reich erteilten Rüttelschläge durch die große Dichte Zweige der Büsche durch intensive, relativ harte und Nachgiebigkeit des Zweigwerkes an den Spitzen Rüttelschläge durchgeschüttelt und von den anhaften- 30 der Büsche zu stark gedämpft werden, ist bei einer den Beeren befreit werden, ohne daß dabei außer weiteren Ausgestaltung des Pflückers in Fahrtrichden kurzen Schlagimpulsen nennenswerte weitere tung vor und auf der Mitte zwischen den beiden Kräfte übertragen werden. Das bedeutet, daß die Pflückeinheiten ein keilförmiges, höheneinstellbares Beeren fast vollständig von den Büschen gelöst wer- Leitelement am Rahmen gehalten, um die Büsche den, diese jedoch infolge des nahezu kräftefreien 35 im Bereich ihrer oberen Enden in zwei getrennten Eingriffes der Finger unter normalen Umständen Zweigbüscheln in den Arbeitsbereich der mit ihren keinerlei Beschädigungen oder Verletzungen erleiden. oberen Enden seitlich nach außen geneigten Pflück-Die schonende Behandlung der Beerensträucher einheiten zu leiten.
wird bei einer weiteren Ausgestaltung des Pflückers Zusätzlich empfiehlt es sich, auf einer quer zur
noch dadurch gesteigert, daß die Finger lösbar an 40 Fahrtrichtung oberhalb der beiden Pflückeinheiten den Fingerträgern gehalten sind und aus einem nach- am Rahmen gelagerten, mechanisch angetriebenen giebigen Werkstoff gefertigt sind. Der nachgiebige Welle zwei Exzenterscheiben, Tragscheiben sowie Werkstoff erlaubt es, harte Rüttelschläge auf das Fingerträger mit Fingern als zusätzliche Pflück-Zweigwerk auszuüben, ohne dessen Rinde od. dgl. einheiten zur Behandlung der Buschspitzen anzuordzu verletzen. Außerdem lassen sich die Finger be- 45 nen, und zwar derart, daß die Fingerenden der zudarfsweise auswechseln. Dadurch werden nicht nur sätzlichen Pflückeinheiten im Bereich der oberen Reparaturen erheblich erleichtert, sondern vor allem Fingerenden der beiden seitlichen Pflückeinheiten auch Anpassungen an die Beschaffenheit der Beeren- enden.
büsche ermöglicht. Bei fester sitzenden Beeren und Auch die Ausgestaltung der Sammelvorrichtung
weniger empfindlichen Büschen können härtere Fin- 50 übt einen wesentlichen Einfluß auf die Brauchbarkeit ger, bei sehr empfindlichen Büschen und locker haf- eines Beerenpflückers aus. Sie ist nur dann brauchtenden Beeren Finger mit sehr großer Nachgiebigkeit bar, wenn sie außer der vorauszusetzenden möglichst verwendet werden. vollständigen Aufnahme und möglichst schonenden
Bei einer weiteren Ausgestaltung des neuen Pflük- Behandlung der von den Büschen gelösten Beeren kers wird ein Schutz der Büsche auch noch dadurch 55 auch die schonende Behandlung der Beerenbüsche erreicht, daß oberhalb einer jeden Tragscheibe eine gewährleistet. Bei der einleitend erwähnten bekannin radialer Richtung wenigstens bis an den Außen- ten Vorrichtung mit den schuppenartig angeordneten rand der Tragscheibe reichende Ablenkscheibe mit Leitblechen lassen sich Beschädigungen der Büsche abgerundetem Außenrand drehbar gelagert ist. Durch durch die Kanten der Leitbleche nicht mit Sicherheit diese Ablenkscheibe werden Zweigspitzen und -enden 60 vermeiden. Die Leitbleche weisen außerdem buschder Büsche an einem Eintreten in den Raum zwischen seitig geradlinige Kanten auf, so daß beim Passieren der Exzenterscheibe und den Fingerträgern gehindert. einer Buschreihe unter dem Einfluß der ständigen Dadurch werden nicht nur die Büsche geschont, son- Ausweichbewegungen der Leitbleche Lücken entdern auch die Pflückeinheiten selbst vor einer Ver- stehen, durch welche die gelösten Beeren zum Teil schmutzung durch herabfallende Blätter oder Beeren 65 auf den Erdboden fallen können. Diese Nachteile geschützt. werden bei einer weiteren Ausgestaltung des Pflük-
Eine besonders zweckmäßige Ausbildung des kers dadurch vermieden, daß zwei in gegenseitigem neuen Pflückers kennzeichnet sich dadurch, daß die Abstand jeweils unter den beiden Pflückeinheiten
angeordnete, in Fahrtrichtung verlaufende Bandförderer vorgesehen sind, die an der zur Buschreihe weisenden Längskante jeweils eine Reihe einander schuppenartig überdeckender, in Fahrtrichtung sowie zum zugehörigen Bandförderer geneigte Beerensammelteller aufweisen, welche jeweils um ein an ihrer in Fahrtrichtung weisenden Kante angeordnetes Gelenk gegen Federwiderstand von den Büschen verschwenkbar sind.
F i g. 15 zeigt den in F i g. 14 dargestellten Teil der Sammelvorrichtung in einer Schnittansicht bei Betrachtung längs der Schnittlinie 15-15 in F i g. 14.
In den F i g. 1 bis 9 ist ein Beerenpflücker gezeigt, 5 der mit einem Fahrgestell 20 ausgerüstet ist. Das Fahrgestell weist ein hoch ausgebildetes Chassis 22 auf, das auf in Höhenrichtung verlaufenden Rahmenteilen 24 ruht. An den Rahmenteilen 24 sind kurze Achsen 26 zur Aufnahme von Doppelhinterrädern
Es empfiehlt sich, wenn die Beerensammelteller io 28 befestigt. Im vorderen Bereich ist das Chassis 22 auf der den Büschen zugekehrten Seite bogenförmig auf einem Paar in seitlichem Abstand angeordneter gekrümmt verlaufende und abgerundete Kanten auf- Rohre 30 abgestützt, die in Höhenrichtung verlaufen weisen. und in sich Wellen 32 aufnehmen, deren untere
Jegliche Relativbewegung zwischen den Kanten Enden mit Gabeln 34 ausgerüstet sind. Die Gabeln der Sammelteller und den Büschen und damit jegliche 15 34 dienen zur Lagerung von Vorderrädern 36. Sie Gefahr einer Verletzung der Büsche wird vermieden, stützen sich über Wendelfedern 38, die die Welle 32 wenn nach einer weiteren Ausgestaltung des neuen umgeben, nachgiebig auf dem Chassis bzw. dem Beerenpflückers an jedem Sammelteller ein seine unteren Ende des jeweiligen Rohres 30 ab. buschseitigen Kanten geringfügig in radialer Rieh- Auf dem Chassis 22 sind ein Motor 40, ein Fahrer-
tung mit seinem Umfang überragendes Rad frei dreh- ao sitz 42, ein Handsteuerhebel 44 für die einzelnen bar gelagert ist. Bei Verwendung eines solchen Rades Antriebseinrichtungen sowie ein Lenkrad 46 ankönnen die Sammelteller mit vergleichsweise hohen geordnet. Letzteres steht mit einem Steuerventil 48 Kräften gegen die Büsche gedrückt werden, ohne in Wirkverbindung, das den Druckmittelaustausch daß Schaden entstehen. Durch die höheren Anlage- zwischen einem doppeltwirkenden Arbeitszylinder 52 kräfte der Sammelteller an den Büschen aber ergibt ag und einem Druckmittelbehälter 50 steuert. Das sich im Zusammenwirken mit der runden Ausbildung Arbeitsglied 52 greift an einem von zwei vorgeseheder Umfangskanten eine nahezu lückenlose Abdek- nen Steuerarmen 54 an, die kurbelartig ausgebildet kung des unter den Büschen befindlichen freien und an den oberen Enden der Wellen 32 befestigt Raumes, und es wird daher ein Verlust an Erntegut sind. Die beiden Steuerarme sind über eine Spurdurch auf den Erdboden fallende Beeren weitgehend 30 stange 56 verbunden.
vermieden. Der Antriebsmotor 40 treibt eine Pumpe 58,
welche zum Erzeugen und Aufrechterhalten des erforderlichen Betriebsdruckes des Druckmediums im Behälter 50 dient. Mit dem Motor 40 ist außerdem ein Getriebe 60 verbunden. Das Getriebe 60 weist zwei Abtriebswellen 62 auf, welche in einem Hinterachsgehäuse 64 sowie an den freien Enden in entsprechenden Lagern 66 aufgenommen sind. Die Abtriebswellen 62 tragen ein Kettenrad, das über eine
F i g. 4 zeigt eine Schnittansicht längs der Linie 4-4 40 Antriebskette 68 getrieblich mit einem weiteren Ketin F i g. 2; tenrad verbunden ist, das zwischen den Doppelhinter
rädern 28 angeordnet und mit diesen verbunden ist. Im Bereich der Säulen 30 verlaufen auf beiden Seiten des Pflückers Stäbe 70, deren obere Enden mittels eines Lenkers 72 mit einem Arm eines Kurbelhebels 74 verbunden sind, der auf einem Widerlager 76 um eine waagerecht verlaufende Achse schwenkbar abgestützt ist. Das Widerlager 76 ist auf einer Rahmenstrebe 23 befestigt. Der zweite Arm 78 des
F i g. 8 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Teil- 5o Kurbelendes ist über ein Gelenk 80 mit der Kolbendraufsicht auf eine Pfiückeinheit des neuen Beeren- stange 82 eines doppeltwirkenden hydraulischen pflückers bei Betrachtung längs der Linie 8-8 in
Fig.7;
F i g. 9 zeigt eine Teilschnittansicht der Pflückeinheit bei Betrachtung längs der Linie 9-9 in 55 am Chassis 22 angeordnet ist. Betätigungen des Fig. 8; Arbeitszylinders 84 führen zu Schwenkbewegungen
Fig. 10 zeigt einen Teil der neuen Vorrichtung bei einer weiteren Ausgestaltung in perspektivischer Ansicht;
Fig. 11 zeigt eine Schnittansicht des Pflückers bei Betrachtung längs der Linie 11-11 in F i g. 10;
F i g. 12 zeigt eine Einzelheit des neuen Pflückers in perspektivischer Ansicht;
Fi g. 13 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Schnittansicht des in Fig. 12 gezeigten Einzelteiles bei Betrachtung längs der Schnittlinie 13-13 in Fi g. 12;
F i g. 14 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil der Sammelvorrichtung des neuen Beerenpflückers;
Ein Ausführungsbeispiel des neuen Beerenpflükkers ist in den Zeichnungen dargestellt.
F i g. 1 zeigt eine Seitenansicht des neuen Beerenpflückers;
F i g. 2 zeigt eine Rückansicht des neuen Beerenpflückers;
F i g. 3 stellt den Verlauf der Triebkraftübertragungswege beim neuen Pflücker schematisch dar;
F i g. 5 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Teildraufsicht auf die Sammelvorrichtung des Pflückers;
F i g. 6 zeigt eine Seitenansicht der Sammelvorrichtung des Pflückers;
Fig.7 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Axialschnittansicht einer Pflückeinheit des neuen Beerenpflückers bei Betrachtung längs einer Schnittlinie 7-7 in Fig. 8;
Arbeitszylinders 84 verbunden, dessen Zylinder an einem Widerlager 86 abgestützt ist. Das Widerlager ist ebenfalls auf einer Rahmenstrebe 23 befestigt, die
des Kurbelhebels 74, 78, durch welche der jeweils zugehörige Stab 70 längs zu sich selbst gehoben oder gesenkt wird.
An den unteren Enden der Stäbe 7Ö"ist ein Rahmen 90 mit in Fahrtrichtung verlaufenden Rahmenseitenteilen 92 und front- und endseitigen Querteilen 94 befestigt. Der Rahmen dient zur Lagerung von Rollen und diese zur Aufnahme eines Förderbandes.
Wie die Fig.4 deutlich erkennen läßt, verlaufen die Förderrahmen 90 mit dem Förderband 98 jeweils auf der Innenseite der Hinterräder in Fahrtrichtung, und sie erstrecken sich in Fahrtrichtung nach hinten
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über die Hinterräder und nach vorn über die An- aus in Richtung auf die Mitte des Beerenpflückers griffsstellen der Stäbe 70 hinaus. Zum Antreiben erstrecken. Diese in F i g. 5 in vollen Linien gezeigte dieser Bandförderer dient beim dargestellten Ausfüh- Lage nehmen die Sammelteller 134 unter dem Einrungsbeispiel ein Flüssigkeitsmotor 100 (s. F i g. 3 fluß von Federn 136 ein. Die Sammelteller 134 sind und 6), der über einen Treibriemen 102 mit einer 5 in dem zur Pflückermitte weisenden Bereich mit einer der Rollen 96 getrieblich verbunden ist. Der Motor kreisbogenförmig gekrümmt verlaufenden, abgerun- 100 ist mittels eines Steuerventils 104 von Hand deten Kante 138 versehen, so daß sich bei Draufsicht ein- und ausschaltbar. Am hinteren Ende ist der auf den Sammelteller jeweils eine U-Form ergibt. Rahmen 90 an einer Rahmenstrebe 25 mittels einer Die Sammelteller 134 überlappen einander, und sie Einstellstrebe 106 befestigt, welche einen waagerecht io sind außerdem geringfügig in Fahrtrichtung sowie verlaufenden Querarm 108 trägt, der am hinteren zugleich auch in Richtung auf den zugehörigen För-Ende des Förderrahmens 90 befestigt ist. Der Quer- derer bzw. dessen Förderband 98 geneigt. Auf die arm 108 besteht aus einem Dorn und einem auf Sammelteller 134 fallende Beeren rollen daher unter diesem befestigten Rohr, und der Rahmen 90 ist am Schwerkrafteinfluß auf das Förderband 98. Bei BeRohr befestigt. So kann durch Betätigung des hydrau- 15 nahrung mit Büschen werden die Sammelteller 134 lischen Arbeitszylinders 84 die Stange 70 gehoben einzeln gegen den Widerstand der Federn 136 aus- und gesenkt und damit der Förderer um den Quer- gelenkt. Sie kehren jedoch selbsttätig in die Ausarm 108 mit seinem Vorderende in Höhenrichtung gangslage zurück.
verschwenkt werden. Jeder Rahmen 90 dient mit seinem äußeren Längs-
Am hinteren Ende des Beerenpflückers ist jedem ao rahmenteil 92 als Stütze für einen Rahmen 140 Förderer eine Plattform 110 zugeordnet, welche zum (F i g. 10). Im Rahmen 140 sind in einem Höhen-Absteilen von in den Figuren nicht gezeigten Behäl- abstand übereinander in Längsrichtung des Pflüktern zur Aufnahme der Beeren dient. Den Förderern kers Ableitplatten 142 gelagert. Sie verlaufen vorsind Leitelemente 112 angeordnet, um die auf dem zugsweise in einer Schräglage, d. h., sie sind in Rich-Förderer liegenden Beeren seitlich in Richtung auf 95 tung auf das Förderband 98 geneigt. Die obere und Rutschen 114 zu leiten, welche sich oberhalb der untere Ableitplatte 142 sind auf der Mitte der Länge Plattform 110 für den jeweiligen Behälter befinden. mit einem Widerlager 144 zur Lagerung einer Welle Die Förderrahmen 90 dienen als Träger für 146 versehen. Diese Welle verläuft in einer Schräg-Schutzbleche 116, die in Form langgestreckter Plat- lage derart, daß ihr unteres Ende der Fahrzeug- bzw. ten ausgebildet sind und am vorderen Ende der 30 Pflückermitte näher ist als das obere (s. Fig. 2). Jede Rahmen 90 der Förderer befestigt sind, jedoch in der beiden Wellen 146, mit denen der Pflücker ausFahrtrichtung noch über das vordere Ende des Rah- gerüstet ist, trägt eine Riemenscheibe 148, welche mens hinausragen. Am Vorderende sind die Schutz- über einen Treibriemen 150 getrieblich mit der Abbleche 116 mit einer abgerundeten Nase 118 ver- triebsriemenscheibe eines beispielsweise als Flüssigsehen, die sich so weit in Fahrtrichtung erstreckt, 35 keitsmotor ausgebildeten Antriebsmotors 152 verdaß die Vorderräder 36 zum Lenken des Beeren- bunden ist. Auch dieser Flüssigkeitsmotor kann zur pflückers ungehindert verschwenkt werden können. Steuerung mit einem Ventil 154 ausgerüstet sein. Die Schutzbleche 116 verlaufen seitlich außerhalb Auf jeder der beiden Wellen 146 sind in Höhender Räder bis zu den Hinterrädern und gehen in abständen mehrere Lager 156 befestigt. Die Lager eine hintere Nase 120 über, welche bogenförmig zum 40 weisen einen Außenlagerring 158 auf, an dessen Förderer verläuft und dabei die Hinterräder 28 um- Unterkante eine Scheibe 160 befestigt ist. Die Scheibe schließt. Im Bereich der Nase 120 sind die Schutz- 160 dient zur Befestigung einer Ablenkscheibe 162, bleche 116 nochmals am Rahmen 90 befestigt. Die die an ihrem Außenrand mit einer Abrundung 164 Befestigungsstelle ist so gewählt, daß sie — bezogen versehen ist. Die Ablenkscheiben 164 sind frei drehauf die Fahrtrichtung — vor der Plattform 110 liegt. 45 bar. Sie dienen nicht nur dem Schütze der unter Dadurch wirkt das Schutzblech 116 als Ablenk- oder ihnen angeordneten, noch zu beschreibenden Ein-Ableiteinrichtung für die Zweige von Büschen be- richtungen sowie zur Verhütung von Schäden an den nachbarter Reihen und verhindert deren Beschädi- Büschen, sondern sie nehmen auch herabfallende gung, die beispielsweise durch die Berührung mit Beeren auf und leiten sie durch ihre Schräglagen in den Rädern des Beerenpflückers möglich wäre. 50 Richtung auf die bereits erwähnten Ableitplatten 142,
Die einander zugekehrten Längsstreben 92 der von wo aus die Beeren dann auf das Förderband 98 beiden Rahmen 90 sind mit Zusatzstreben 122 aus- fallen.
gerüstet. An den Vorderenden sind die Rahmen 90 Unter jeder Ablenkscheibe 162 ist jeweils eine
außerdem mit Leitvorrichtungen 124 versehen, die Pflückeinheit angeordnet. Deren Ausbildung ist in den jeweiligen Zwecken angepaßt sind. 55 F i g. 7, 8 und 9 erkennbar.
Am Vorderende ist der Rahmen 90 schließlich Zu jeder Pflückeinheit gehört eine Exzenterscheibe
noch mit einer geneigt verlaufenden Rampe 126 aus- 166, die mittels einer Madenschraube 168 fest mit gerüstet, die sich vom Rahmen 90 aus in Fahrtrich- der zugehörigen Welle 146 verbunden ist. Unmitteltung nach vorn erstreckt, jedoch mit ihrem Hinter- bar oberhalb der Exzenterscheibe 166 ist auf der ende das Förderband 98 überlappt. Dadurch werden 60 Welle 146 ein Lagerring 170 angeordnet, dem ein Beeren, die sich bereits bei einem ersten Kontakt äußerer Lagerring 172 zugeordnet ist. An diesem mit dem Beerenpflücker lösen, aufgenommen und äußeren Lagerring 172 ist eine Tragscheibe 174 bedem Förderband zugeführt. festigt, die auf diese Weise frei drehbar ist. Die
An den einander zugekehrten Rahmenteilen 92 der Tragscheibe ist mit einer Anzahl von Achsbolzen Rahmen sind in Abständen auf der Länge mehrere 65 176, beispielsweise in Form von Kopfschrauben, ausin Fahrtrichtung schräg ansteigend verlaufende gerüstet, welche in gleichen radialen Abständen von Lagerrohre 130 befestigt. Sie dienen zur Lagerung der Drehachse der Welle 146 und parallel zu dieser von Sammeltellern 134, welche sich vom Förderer verlaufend angeordnet sind. Die Achsbolzen 176 lie-
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gen bei Ausbildung als Kopfschrauben mit den Köp- 200 werden die Beeren von den Büschen gelöst und
fen auf der Tragscheibe 174 auf. Auf jedem dieser fallen auf die bereits beschriebene Sammelvorrich-
Achsbolzen 176 ist ein Fingerträger 178 drehbar ge- rung.
lagert. Der Fingerträger ist in Form eines Kurbel- Um auch die oberen Enden von Büschen zu er- oder Winkelhebels ausgebildet, der um den zugehöri- 5 fassen, ist am Chassis 22 gemäß Fig. 1 und 2 ein
gen Achsbolzen 176 verschwenkbar ist. Der radial Paar Lagerböcke 202 befestigt und in diesen eine
außerhalb des zugehörigen Achsbolzens 176 liegende Welle 204 quer zur Fahrtrichtung in waagerechter
Teil des Fingerträgers 178 weist die Gestalt eines Lage drehbar gelagert. Über einen Treibriemen 206
Kreissegmentes auf. Gegen Herunterfallen von den wird die Welle 204 in geeigneter Weise angetrieben. Achsbolzen 176 sind die Fingerträger 178 mittels io Auf der Welle 204 sind wenigstens zwei der bereits
einer Gewindemutter 182 gehalten. erwähnten Tragscheiben 174 drehbar gelagert. Diese
Der zur Welle 146 weisende Arm 184 eines jeden sind, wie ebenfalls bereits für die anderen Pflück-Fingerträgers 178 erstreckt sich bis in die unmittel- einheiten erläutert wurde, mit Fingerträgem 178 ausbare Nähe des Außenrandes der Exzenterscheibe gerüstet, die Finger 200 tragen. Auf der Welle 204 166. Am freien Ende ist der Arm 184 mit einem 15 sind demnach zwei Pflückeinheiten vorgesehen. Sie Achsbolzen 186 ausgerüstet, der zur Lagerung einer sind so angeordnet, daß die Spitzen oder Außenenden Rolle 188 dient, welche auf dem Außenumfang der der Finger in unmittelbarer Nähe der Außenenden Exzenterscheibe 166 abläuft. Am kreissegmentartigen der zur Mitte weisenden Finger der oberen Pflück-Arm eines jeden Fingerträgers 178 ist ein Widerlager einheiten auf den Wellen 146 liegen.
190 angeformt und am wellenseitigen Arm 184 ein ao Um die oberen Enden von Büschen mit Sicherheit weiteres Widerlager 192. Zwischen zwei benachbar- in innige Berührung mit den Pflückeinheiten überten Fingerträgern 178 an einer gemeinsamen Trag- führen zu können, ist ein Leitelement vorgesehen, scheibe 174 erstreckt sich vom Widerlager 190 des daß, wie aus F i g. 2,12 und 13 ersichtlich ist, mittels einen Fingerträgers zum Widerlager 192 des anderen zweier Stützen 208 am Chassis 22 befestigt ist. Eine Fingerträgers eine Feder 194, die als Druckfeder aus- 25 der Stützen 208 ist vor und eine hinter den Außengebildet ist. Alle Fingerträger 178 stützen sich gegen- enden der Finger der um eine Waagerechte drehseitig federnd aufeinander ab, wobei eine Kraft er- baren Pflückeinheiten angeordnet. An den Stützen zeugt wird, unter deren Einfluß die einzelnen Finger- 208 ist zunächst am in Fahrtrichtung weisenden träger um ihre Achsbolzen 176 verschwenkt und mit Ende ein vorderes Ableitelement 210 in im wesentihren Rollen 188 nachgiebig in Berührung mit dem 30 liehen keilförmiger Gestalt befestigt, das abgerundete Außenumfang der Exzenterscheibe 166 gehalten wer- Kanten aufweist, um Beschädigungen von Zweigen den. zu vermeiden. An dieses Ablenkelement 210 schließt
Der kreissegmentartig ausgebildete Arm der Fin- sich ein hinteres Ablenkelement 212 an, das ebenfalls gerträger 180 ist mit rohrförmigen Klemmhülsen 196 als Keil, und zwar wie der Frontkeil, mit dachversehen, die im wesentlichen radial zur Welle 146 35 förmiger Oberseite, jedoch flacherer Neigung ausverlaufen und mit Klemmschrauben 198 ausgerüstet gebildet ist und abgerundete Kanten aufweist. Die sind. Im gezeigten Beispiel ist jeder Fingerträger mit Außenkanten sind über eine Bodenplatte 214 verdrei Klemmhülsen 196 versehen. In die Klemmhülsen bunden und ausgesteift. Zur Aussteifung dienen zusind die inneren Enden von Fingern200 eingescho- stätzliche Streben216 (s. Fig. 13). Die Stützen erben und mittels der Klemmschrauben 198 lösbar be- 40 lauben eine Höheneinstellung des vorderen und hinfestigt. Die Finger 200 sind als langgestreckte, im teren Leitelementes 210 und 212, so daß, wie F i g. 2 wesentlichen stabförmige Metallfedern ausgebildet deutlich erkennen läßt, auch die oberen Bereiche und in der Länge so bemessen, daß ihre Außenenden von Büschen in innige Berührung mit den Pflückzumindest im unteren Bereich der Wellen 146 im einheiten übergeführt werden können.
Bereich der Pflückermitte nur einen sehr geringen 45 Die Sammelteller 134, die unter Federdruck zur gegenseitigen Abstand aufweisen. Pflückermitte hin geschwenkt werden, sind zwar an
Die Fingerträger 174 sind ebenso wie die Ablenk- ihren Außenrändern 138 abgerundet, um Beschädi-
scheiben 162 frei drehbar und infolgedessen mit gungen der Zweige der Büsche zu vermeiden, jedoch
ihnen auch die Finger 200. kann durch die Gleitbewegung beim Passieren der
Wenn der Beerenpflücker längs einer Beeren- 50 Büsche dennoch eine Beschädigung eintreten, wenn buschreihe fährt, greifen die Finger 200 in die Büsche es sich um besonders empfindliche Gewächse hanein und rollen während der Fahrt des Beerenpflük- delt. Auch derartige empfindliche Büsche können kers im wesentlichen kräftefrei durch die Büsche beschädigungsfrei behandelt werden, wenn die Samhindurch. Es sind je Welle 146 drei Pflückeinheiten melteller 134 in der in Fig. 14 und 15 gezeigten übereinander angeordnet, so daß, wie Fig.2 deut- 55 Form ausgebildet sind. Die abgewandelte Ausbillich erkennen läßt, ein Beerenbusch auf seiner ge- dung der Sammelteller 134 ist in Fig. 13 und 14 samten Höhe von Pflückeinheiten erfaßt wird. durch den Index ' hervorgehoben. Die Sammelteller
Wenn die Wellen 146 in Rotation versetzt werden, 134' sind hinsichtlich ihrer äußeren Umrißlinien wie dann werden die Fingerträger 178 von der Exzenter- die Sammelteller 134 ausgebildet und wie diese mitscheibe 166 um die Achsbolzen 176 verschwenkt und 60 tels geeigneter Arme 132 in rohrförmigen Lagern führen Drehschwingungen aus, ohne daß sich jedoch 130 schwenkbar am zugehörigen Rahmen 90 gehaldabei die freie Drehbarkeit der Tragscheiben 174 ten. Im mittleren Teil sind die Sammelteller 134 je- und damit der Finger 200 um die Welle 146 ver- doch durch eine Platte 218 verstärkt. An der Platte ändert. Die Finger 200 führen unter dem Einfluß 218 ist ein Achsbolzen 220 beispielsweise durch der Drehschwingungen Rüttelbewegungen aus und 65 Schweißung befestigt, der sich in Richtung nach oben erteilen den Zweigen der Büsche Rüttel- und Schüt- bzw. rechtwinklig zur Oberfläche des Sammeltellers telschläge. Durch diese auf der gesamten Höhe eines 134' erstreckt. Der Achsbolzen 220 dient zur Lage-Beerenbusches wirksamen Rüttelschläge der Finger rung einer Nabe 222, an welche sich im wesentlichen
radial verlaufende Speichen 224 anschließen, die einen Außenkranz 226 tragen, der einen geschlossenen, die Nabe 220 umgebenden Kreis bildet. Die Nabe 222, die Speichen 224 und der Außenkranz 226, der, wie Fig. 15 erkennen läßt, an seinem f Außenumfang glatt und abgerundet ausgebildet ist, bilden gemeinsam ein auf dem Achsbolzen 220 frei drehbares Rad. Der Außenumfang dieses Rades erstreckt sich jedoch in radialer Richtung bis über den kreisbogenförmig verlaufenden und abgerundeten Außenrand 138' des Sammeltellers 134' hinaus. Das bedeutet, daß der Sammelteller 134' die Zweige der Büsche, an denen er entlangbewegt wird, nicht in Form einer Gleitbewegung, sondern in Form einer Abrollbewegung, bei welcher sich das auf dem Achsbolzen 220 gelagerte Rad dreht, berührt. So werden auch empfindliche Büsche schonend behandelt.
Beim Betrieb des neuen Beerenpflückers sind außer einem Fahrer zusätzlich noch ein oder zwei Hilfskräfte erforderlich, welche die Behälter auf den «o Plattformen 110 auswechseln, sobald diese mit Beeren gefüllt sind. Es empfiehlt sich, Anhänger hinter dem Pflücker herzuziehen, auf welchen leere Behälter für Beeren vorrätig gehalten und die gefüllten Behälter zwischenzeitlich abgestellt werden können. Die as Arbeitsgeschwindigkeit, mit welcher der neue Beerenpflücker zu arbeiten vermag, kann trotz schonendster Behandlung der Büsche sehr hoch getrieben werden. Die Ernte wird dabei fast vollständig durchgeführt, d. h., es verbleiben kaum Beeren an den Büschen. Ein derart vollständiges Abernten von Beerenbüschen ist selbst bei Handarbeit mittels geeigneter Hilfsvorrichtungen, wie beispielsweise dem Kämmen von Büschen, nicht erzielbar. Die hohe Lage des Fahrersitzes 42 garantiert eine einwandfreie Übersicht auf die zu bearbeitenden Buschreihen, sie gestattet zugleich aber auch ein leichtes Einsehen der arbeitenden Teile.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Beerenpflücker mit einem Fahrgestell und einem Rahmen zur Aufnahme zweier einander beiderseits einer Beerenbuschreihe gegenüberstehender, im wesentlichen aufrecht angeordneter Vibrationspflückeinheiten mit in die Büsche eingreifenden Fingern sowie mit einer unter den Pflückeinheiten angeordneten Sammelvorrichtung zum Aufnehmen und Abtransportieren der gelösten Beeren, dadurchgekennzeichnet, daß jede Vibrationspflückeinheit eine aufrecht angeordnete, mechanisch angetriebene Welle (146) und auf dieser wenigstens eine drehfest angeordnete Exzenterscheibe (166) sowie eine zugeordnete, drehbar gelagerte Tragscheibe (174) aufweist, die mehrere in jeweils gleichen radialen Abständen von der Welle und parallel zu dieser angeordnete Achsbolzen (176) trägt, auf denen kurbelhebelartige Fingerträger (178) gelagert sind, die mit ihren wellenseitigen Hebelarmen (184) nachgiebig gleitend auf dem Umfang der Exzenterscheibe (166) aufliegen und bei rotierender Welle (146) mit den am freien Arm befestigten Fingern (200) Drehschwingungen um die Achsbolzen ausführen.
2. Pflücker nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß die Finger (200) lösbar an den Fingerträgern (178) gehalten sind und aus einem nachgiebigen Werkstoff gefertigt sind.
3. Pflücker nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb einer jeden Tragscheibe (174) eine in radialer Richtung wenigstens bis an den Außenrand der Tragscheibe reichende Ablenkscheibe (162) mit abgerundetem Außenrand (164) drehbar gelagert ist.
4. Pflücker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wellen (146) mit ihrer Rotationsachse auf einer gemeinsamen, rechtwinklig zur Fahrtrichtung verlaufenden Linie angeordnet und jeweils mit drei auf der Länge der Welle verteilt angeordneten Exzenterscheiben (166) und zugeordneten Tragscheiben (176) mit Fingerträgern (178) und Fingern (200) ausgerüstet sind.
5. Pflücker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in Fahrtrichtung vor und auf der Mitte zwischen den beiden Pflückeinheiten ein keilförmiges, höheneinstellbares Leitelement (210,212) am Rahmen gehalten ist, um die Büsche im Bereich ihrer oberen Enden in zwei getrennten Zweigbüscheln in den Arbeitsbereich der mit ihren oberen Enden seitlich nach außen geneigten Pflückeinheiten zu leiten.
6. Pflücker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer quer zur Fahrtrichtung oberhalb der beiden Pflückeinheiten am Rahmen gelagerten, mechanisch angetriebenen Welle (204) zwei Exzenterscheiben (174), Tragscheiben (176) sowie Fingerträger (178) mit Fingern (200) als zusätzliche Pflückeinheiten zur Behandlung der Buschspitzen angeordnet sind, wobei die Fingerenden der zusätzlichen Pflückeinheiten im Bereich der oberen Fingerenden der beiden seitlichen Pflückeinheiten angeordnet sind.
7. Pflücker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung zwei in gegenseitigem Abstand jeweils unter den beiden Pflückeinheiten angeordnete, in Fahrtrichtung verlaufende Bandförderer (98) aufweist, die an der zur Buschreihe weisenden Längskante jeweils eine Reihe einander schuppenartig überdeckender, in Fahrtrichtung sowie zum zugehörigen Bandförderer geneigt angeordneter Beerensammelteller (134) aufweist, welche jeweils um ein an ihrer in Fahrtrichtung weisenden Kante angeordnetes Gelenk (130, 132) gegen Federwiderstand von den Büschen verschwenkbar sind.
8. Pflücker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Beerensammelteller (134) auf der den Büschen zugekehrten Seite bogenförmig gekrümmt verlaufende und abgerundete Kanten (138) aufweisen.
9. Pflücker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Sammelteller (134) ein seine buschseitigen Kanten geringfügig in radialer Richtung mit seinem Umfang überragendes Rad (226) frei drehbar gelagert ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2544443A (en) * 1946-06-07 1951-03-06 Brateng Carl Ingvald Cranberry picker
US3184908A (en) * 1962-08-16 1965-05-25 Rust Donald Berry harvesting apparatus

Patent Citations (2)

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