DE1295083B - Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten Wicklung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten Wicklung

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DE1295083B
DE1295083B DEP29915A DEP0029915A DE1295083B DE 1295083 B DE1295083 B DE 1295083B DE P29915 A DEP29915 A DE P29915A DE P0029915 A DEP0029915 A DE P0029915A DE 1295083 B DE1295083 B DE 1295083B
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten Wicklung, wobei ein isolierter Drahtleiter zu einer flachen Wicklung mit einander berührenden Windungen gewickelt, diese mit einer ersten Schicht bedeckt und anschließend mit einem äußeren Überzug versehen wird.
  • Es ist bereits ein Verfahren zum Isolieren von Wicklungen elektrischer Maschinen und Apparate bekannt, bei dem die Wicklungen zunächst mit einem geschmolzenen Isolierstoff mit niedrigem Schmelzpunkt, beispielsweise Erdwachs, getränkt und damit auf der gesamten Oberfläche überzogen werden, worauf eine zweite Isolierschicht aufgebracht und gegebenenfalls gehärtet wird. Als zweite Isolierschicht kann dabei ein bei geringer Temperatur härtendes Kunstharz, eine Bandage, wie beispielsweise eine Baumwollbandeinschnürung, die durch Lackbehandlung gedichtet ist, oder ein Gießharz verwendet werden. Mit diesen Mitteln soll ein Verspröden der Wicklungsisolation verhindert werden, welches zur Entstehung feiner Haarrisse führt und das Eindringen von Luftfeuchtigkeit sowie der darin eingeschlossenen Säure- und Gasbestandteile ermöglicht, was zu einer erheblichen Verschlechterung des Isolationszustandes führt.
  • Weiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung einer isolierten Spule, die mehrere gegeneinander isolierte Leiterwindungen und eine über die vereinigten Windungen aufgebrachte Erdisolation aufweist, bereits bekanntgeworden, bei dem die vereinigten Leiterwindungen zuerst mit einem Glimmerband, d. h. einem Blatt aus Fasermaterial, wie beispielsweise Papier, Baumwolltuch, Glasfasergewebe oder Asbestgewebe, auf das eine Schichtglimmerblättchen mittels einem Polystyrolharz aufgebracht ist, umwickelt werden, die derart umhüllte Spule zur Entfernung von Feuchtigkeit und anderen flüchtigen Bestandteilen einer Temperatur von 175° C in einem Vakuum ausgesetzt wird, die Wicklung dann im Vakuum auf 50° C abgekühlt und mit einer flüssigen, vollständig härtbaren Lösung bestimmter Zusammensetzung (Esterlösung) imprägniert, danach die imprägnierte Spule mit einem Band aus plastischen bzw. harzartigen Materialien, die durch die Imprägnierflüssigkeit nicht angegriffen werden (Zelluloseacetat, Polyvinylidenchlorid, Polytetrafluoräthylen, synthetischer Kautschuk, wie beispielsweise Chloroprenkautschuk, Polyäthylen), zur Erzeugung eines undurchlässigen Überzuges umwickelt und schließlich die umhüllte Spule unter Anwendung von Druck und Hitze einer Verformung unterworfen wird, so daß die Esterlösung durch Polymerisation in den festen Zustand übergeht und der Spule die gewünschte Form verliehen ist. Damit soll eine besonders wirksame Isolation vermittelt sein, die insbesondere nicht den Nachteil vieler Lufteinflüsse, niedrigschmelzender Bindemittel (Asphaltbindemittel) und mangelhaft ausgehärteter Imprägnierharze aufweist.
  • Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein neues Verfahren zu vermitteln, welches die Herstellung elektrisch isolierter Wicklungen auf einfachste Weise und mit rißfreier Außenfläche ermöglicht.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren der eingangs angegebenen Art ist dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht als Gleitschicht für den äußeren Überzug wirkt und aus einem weichen Füllmaterial besteht, welches einen pulverförmigen Stoff enthält, eine geringe Kohäsion aufweist und wenigstens die Zwischenräume zwischen den Außenwindungen unter Ausgleich der Unregelmäßigkeiten der Außenfläche der flachen Wicklung ausfüllt, daß ferner der äußere Überzug aus einem eine verhältnismäßig starke, flexible Haut bildenden Material besteht und daß die flache Wicklung im Anschluß an das Aufbringen und die Verfestigung des äußeren Überzugs in die gewünschte Gsetalt gebogen wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zur Herstellung elektrisch isolierter Feldwicklungen von Stromerzeugern, die bisher in der Regel mit einem äußeren Überzug aus einem schraubenlinienförmig aufgewickelten Band versehen und dann mit Hilfe einer Presse zur Anpassung an die Umrißform des Jochs des Stromerzeugers in eine gekrümmte Form gebracht wurden. Die Erfindung stellt insbesondere eine Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Feldwicklungen für Kraftfahrzeugdynamos dar, mit der das erwähnte herkömmliche Umwickeln mit imprägnierten Bändern überwunden ist. Es ist schon lange versucht worden, einen gangbaren Weg zu finden, um dieses umständliche traditionelle Verfahren überflüssig zu machen, doch ist dies erst durch das erfindungsgemäße Verfahren geglückt.
  • Das dabei zum Einsatz gelangende Füllmaterial verhindert ein teilweises Eindringen des äußeren Überzugs in die Zwischenräume der Wicklungswindungen, so daß dieser Überzug beim Verformen der Wicklung nicht dadurch örtlich überbeansprucht wird, daß er örtlichen Bewegungen der Windungen gegeneinander folgen muß. Außerdem werden die erforderlichen Bewegungen der Wicklungswindungen nicht behindert. Gleichzeitig erhält der äußere überzug eine gleichmäßigere Stärke, woraus sich eine wirtschaftlichere Verwendung des Materials für den äußeren Überzug ergibt. Spannungskonzentrationen, die bei einem örtlichen Recken des Überzugs auftreten könnten, sind zuverlässig vermieden. Auf diese Weise sind auch die in dem Überzug zurückbleibenden Spannungen auf ein Mindestmaß herabgesetzt, und die Gefahr ist beträchtlich verringert, daß der Überzug nach Verlust eines Teils seiner ursprünglichen Elektrizität infolge Alterung oder Wärmeeinwirkung aufreißt oder während des Betriebs bricht.
  • Die erwähnte geringe Kohäsion des weichen, pulverhaltigen Füllmaterials wird zweckmäßigerweise dadurch zustande gebracht, daß es mit einer erheblich kleineren Bindemittelmenge als für die vollständige, d. h. hohlraumfreie Ausfüllung der Zwischenräume zwischen den Pulverteilchen erforderlich hergestellt wird.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann das Füllmaterial ein pulverförmiges Material enthalten, welches sonst als Streckmittel für Farben verwendet wird. Wenn das Füllmaterial eine bestimmte Färbung erhalten soll, kann man seinem pulverförmigen Hauptbestandteil ein farbiges Pigment in Pulverform beimischen. Von Bedeutung ist, daß das pulverförnnige Material des Füllmaterials möglichst feinkörnig und chemisch neutral ist. Weiterhin soll es beispielsweise nicht flüchtig sein oder einen niedrigen Schmelzpunkt aufweisen, ferner nicht mit dem für den äußeren Überzug verwendeten Material chemisch reagieren oder das Metall der Drahtwindungen oder deren Isolation angreifen. In der Regel sind auch keine elektrisch leitenden pulverförmigen Materialien einzusetzen.
  • Vorzugsweise wird einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach der Erfindung ein pulverförmiges Material im Füllmaterial verwendet, dessen Teilchen nicht kugelförmig sind, sondern lamellenförmig, nadelförmig oder in anderer Weise unregelmäßig geformt. Insbesondere ist deswegen die Verwendung von-Asbestmehl, Diatomeenerde, Glimmer, Talkum und Porzellanerde vorgezogen. Pulver mit weniger ausgeprägt lamellenförmigen nadelähnlichen oder sonstwie unregelmäßig geformten Teilchen, welche gleichfalls mit Erfolg eingesetzt werden können, sind Baryte, Bimsstein, ausgefälltes oder natürliches Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat und Kieselsäure.
  • In weiterer Vervollkommnung des Verfahrens nach der Erfindung kann das weiche Füllmaterial ein Bindematerial enthalten, welches sonst als Verdickungsmittel bei Emulsionsfarben verwendet wird. Mit Vorteil kann das Bindemittel aus einem Celluloseäther, nämlich Äthylhydroxyäthylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyäthylmethylcellulose oder Methyläthylcellulose bestehen. Dabei hat sich ein weiches Füllmaterial bewährt, das sich aus etwa 437 Gewichtsteilen Glimmerpulver (200 Maschen auf 25,4 mm), 13,9 Gewichtsteilen Hydroxyäthylmethylcellulose, 850 Gewichtsteilen Wasser, 1,4 Gewichtsteilen Natriumhexamethaphosphat, 14,8 Gewichtsteilen Monooleat eines Polyäthylenglykols mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 300 und 2,6 Gewichtsteilen eines wasserlöslichen Fungizids, bei dem das Phenylquecksilber-Radikal mit Dinaphthylmethandisulfonsäure kombiniert ist, zusammensetzt.
  • Statt dessen können beim erfindungsgemäßen Verfahren als Bindemittel im weichen Füllmaterial auch das Natriumsalz der Carboxymethylcellulose oder natürlicher oder künstlicher Gummi, ein Polyvinylharz, Polyacrylharz, Methacrylharz oder Alginat, beispielsweise Natriumalginat, eingesetzt werden. Wesentlich ist, daß die Bindematerialien für das Füllmaterial diesem dann, wenn sie in flüchtigen Flüssigkeiten gelöst oder dispergiert sind, eine trotz nur eines geringen Bindemittelanteils für das gewählte Aufbringungsverfahren geeignete Konsistenz vermitteln. Das Bindematerial selbst sowie das Mittel, in welchem es gelöst oder dispergiert wird, müssen gegenüber dem Metall der Drahtwindungen sowie gegenüber deren Isolation unschädlich sein, außerdem darf das Bindemittel auch im trockenen Zustand nicht mit dem Material des äußeren Überzugs reagieren.
  • Beim Verfahren nach der Erfindung kann das weiche Füllmaterial auch aus einem Pulver ohne Verwendung eines Bindemittels bestehen, das in die Zwischenräume der äußeren Windungen der Wicklung eingeführt durch seine natürliche Kohäsion in seiner Lage gehalten wird und eine glatte Außenfläche bildet, auf welche der äußere Überzug aufgebracht wird. Insbesondere kann Talkumpulver ohne Bindemittel als Füllmaterial eingesetzt werden. Kommt kein Bindemittel zur Anwendung, dann kann das Pulver in die Zwischenräume der Drahtwindungen im trocknen Zustand hineingerieben werden, wo es infolge seiner natürlichen Kohäsion festgehalten wird. Zweckmäßig ist jedoch die Verwendung eines flüssigen Trägermaterials, so daß das Füllmaterial durch Eintauchen oder Aufstreichen mit einem Pinsel, Aufspritzen oder Aufspachteln aufgetragen werden kann. Beim Verfahren nach der Erfindung kann der äußere Überzug aus einem Plastisol oder einem Organosol bestehen, aus einer Gummi- und Harzverbindung hergestellt oder aus einer Mischung erzeugt werden, bei der eine Vinylharzemulsion als Bindemittel verwendet wird. Dabei kann die Gummi- und Harzverbindung einen künstlichen Gummi sowie ein Phenolharz enthalten.
  • Eine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte elektrisch isolierte Wicklung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen deren F i g. 1 und 2 die Draufsicht bzw. Stirnansicht einer Wicklung für eine elektrische Vorrichtung vor der Verformung in die endgültige Gestalt, jedoch nach dem Aufbringen des Überzuges; F i g. 3 gibt die Stirnansicht der Wicklung gemäß F i g. 1 und 2 nach der Verformung in die endgültige Gestalt wieder; F i g. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab die Ansicht eines Teils des Schnittes längs der Linie 4-4 in Fig. 3. Zunächst wird aus einem mit Lack isolierten Kupferdraht eine Wicklung 5 mit flacher Gestalt hergestellt, wie sie in den F i g. 1 und 2 dargestellt ist. Danach wird auf die äußeren Windungen 7 der Wicklung 5 eine erste Schicht 6 aufgebracht, welche die Oberflächenunregelmäßigkeiten der Wicklung 5 verringert und eine glatte Oberfläche vermittelt, auf die dann ein relativ kräftiger flexibler äußerer Überzug 8 aufgebracht wird. Nach dem Aufbringen dieses überzuges 8 wird die Wicklung 5 mit Hilfe einer Presse oder unter Benutzung von Walzen in die aus F i g. 3 ersichtliche gekrümmte Gestalt verformt.
  • Die also als Gleitschicht für den äußeren überzug 8 wirkende erste Schicht 6 wird aus einem weichen Füllmaterial hergestellt, zu dessen Erläuterung die folgenden Beispiele dienen: Beispiel 1 Es wurde ein Füllmaterial der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
    Gewichtsteile
    Glimmerpulver (200 Maschen auf 25,4 mm) 437
    Hydroxyäthylmethylcellulose ............ 13,9
    Wasser ............................... 150
    Natriumhexameth-aphosphat . . . . . . . . . . . . . 1,4
    Monooleat eines Polyäthylenglykols
    mit einem Durchschnittsmolekular-
    gewicht von 300 ..................... 14,8
    Wasserlösliches Schimmelverhütungsmittel 2,6
    Das wasserlösliche Schimmelverhütungsmittel ist eine Verbindung, bei welcher das Phenylquecksilber-Radikal mit Dinaphthylmethandisulfonsäure verbunden ist.
  • Bei dem Natriumhexamethaphosphat handelt es sich um ein Wasserenthärtungsmittel, während das Monooleat eines Polyäthylenglykols mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 300 das Füllmaterial fließfähiger macht.
  • Eine Wicklung wurde in dieses Material eingetaucht, dann in einem Ofen bei einer Temperatur von etwa 65° C getrocknet und schließlich gekühlt. Anschließend wurde die Wicklung in ein Organosol-Überzugsmaterial eingetaucht, das aus Polyvinylchlorid bestand, welches in einem epoxydisierten pflanzlichen Öl zusammen mit kleineren Mengen eines Bleistabilisators und eines Oxydationsverhütungsmittels dispergiert war. Die so mit einem Überzug versehene Wicklung wurde dann in einem Ofen einer Temperatur von etwa 200° C ausgesetzt.
  • Der äußere Überzug zeigte keine Risse nach seiner Verformung in die endgültige Gestalt und auch nicht nach dem Einspannen unter ein Polstück in einem Joch und einer 64 Stunden dauernden Erwärmung auf eine Temperatur von etwa 150° C.
  • Beispiel 2 Eine kreisrunde Wicklung mit einem Außendurchmesser von etwa 90 mm, einem Innendurchmesser von etwa 50 mm und einer Dicke von etwa 12,5 mm bestehend aus etwa 500 Windungen lackisoliertem Kupferdraht Nr. 24, wurde in das weiche Füllmaterial gemäß Beispiel 1 eingetaucht, im Ofen bei einer Temperatur von etwa 65° C getrocknet und dann abkühlen gelassen. Anschließend wurde die Wicklung in ein Gemisch aus 500 Gewichtsteilen an einer etwa 50prozentigen, kein Plastifizierungsmittel enthaltenden Dispersion von Polyvinylpropionat und 100 Gewichtsteilen Wasser eingetaucht. Dann folgte eine 16 Stunden lange Trocknung im Ofen bei einer Temperatur von etwa 65° C.
  • Im kalten Zustand wurde die Wicklung mit Hilfe einer Spindelpresse in die gewünschte Form gebracht, welche mit einer feststehenden, waagerecht angeordneten halbzylindrischen äußeren Matrize (Durchmesser = etwa 82,5 mm) und einer beweglichen zylindrischen Matrize (Durchmesser = etwa 60 mm) ausgerüstet war. Im äußeren Überzug entstanden beim Verformen der Wicklung keine Risse.
  • Dagegen wurde eine ähnliche Wicklung, die jedoch nicht mit einer Gleitschicht aus dem weichen Füllmaterial versehen war, in das angegebene Gemisch zur Erzeugung des äußeren Überzuges eingetaucht und dann 16 Stunden lang im Ofen bei einer Temperatur von etwa 65° C getrocknet sowie anschließend abkühlen gelassen. Bei der Verformung der so behandelten Wicklung auf der Spindelpresse in ihre endgültige Gestalt, entwickelten sich mehrere Risse in dem äußeren Überzug. Beispiel 3 Fein pulverisiertes Talkum wurde mit der Hand in die Zwischenräume der äußeren Windungen einer Wicklung ähnlich der im Beispiel 2 beschriebenen eingerieben. Das Pulver wurde durch seine natürliche Kohäsion in seiner Lage gehalten, so daß es eine glatte und geometrisch regelmäßige Außenfläche bildete.
  • Die so vorbereitete Wicklung wurde in das im Beispiel 2 beschriebene Gemisch zur Erzeugung des äußeren Überzuges eingetaucht. Dann wurde der Überzug 16 Stunden lang im Ofen bei etwa 65° C getrocknet. Im kalten Zustand wurde die Wicklung auf die im Beispiel 2 beschriebene Weise zu ihrer endgültigen Gestalt verformt, ohne daß irgendwelche Risse in dem äußeren Überzug entstanden.

Claims (16)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten Wicklung, wobei ein isolierter Drahtleiter zu einer flachen Wicklung mit einander berührenden Windungen gewickelt, diese mit einer ersten Schicht bedeckt und anschließend mit einem äußeren Überzug versehen wird, d a -durch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (6) als Gleitschicht für den äußeren Überzug (8) wirkt und aus einem weichen Füllmaterial besteht, welches einen pulverförmigen Stoff enthält, eine geringe Kohäsion aufweist und wenigstens die Zwischenräume zwischen den Außenwindungen (7) unter Ausgleich der Unregelmäßigkeiten der Außenfläche der flachen Wicklung ausfüllt, daß ferner der äußere Überzug (8) aus einem eine verhältnismäßig starke, flexible Haut bildenden Material besteht, und daß die flache Wicklung im Anschluß an das Aufbringen und die Verfestigung des äußeren Überzuges (8) in die gewünschte Gestalt gebogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial ein pulverförmiges Material enthält, welches sonst als Streckmittel für Farben verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein pulverförmiges Material verwendet wird, dessen Teilchen nicht kugelförmig sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das pulverförmige Material aus der Gruppe gewählt ist, die Asbestmehl, Diatomeenerde, Glimmer, Talkum und Porzellanerde umfaßt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das pulverförmige Material aus der Gruppe gewählt ist, welche die Baryte, Bimsstein, Calziumcarbonat, Magnesiumcarbonat und Kieselsäure umfaßt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das weiche Füllmaterial ein Bindematerial enthält, das sonst als Verdickungsmittel bei Emulsionsfarben verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus einem Celluloseäther besteht. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Celluloseäther aus der Gruppe gewählt ist, die Äthylhydroxyäthylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyäthylmethylcellulose und Methyläthylcellulose umfaßt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das weiche Füllmaterial sich aus etwa 437 Gewichtsteilen Glimmerpulver (200 Maschen auf 25,4 mm), 13,9 Gewichtsteilen Hydroxyäthylmethylcellulose, 850 Gewichtsteilen Wasser, 1,4 Gewichtsteilen Natriumhexametaphosphat, 14,8 Gewichtsteilen Monooleat eines Polyäthylenglykols mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 300 und 2,6 Gewichtsteilen eines wasserlöslichen Fungicids, bei dem das Phenylquecksilber-Radikal mit Dinaphthylmethandisulfonsäure kombiniert ist, zusammensetzt.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus dem Natriumsalz der Carboxymethylcellulose besteht.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das weiche Füllmaterial ein Bindemittel enthält, das aus der Gruppe gewählt ist, welche natürlichen und künstlichen Gummi, Polyvinylharze, Polyacrylharze, Methacrylharze und Alginate umfaßt.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das weiche Füllmaterial aus einem Pulver ohne Verwendung eines Bindemittels besteht, das in die Zwischenräume der äußeren Windungen der Wicklung eingeführt durch seine natürliche Kohäsion in seiner Lage gehalten wird und eine glatte Außenfläche bildet, auf welche der äußere Überzug (8) aufgebracht wird.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als weiches Füllmaterial Talkumpulvers verwendet wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Überzug aus einem Plastisol oder einem Organosol besteht.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Überzug aus einer Gummi- und Harzverbindung hergestellt wird.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Überzug aus einer Mischung hergestellt wird, bei der eine Vinylharzemulsion als Bindemittel verwendet wird.
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