DE129498C - - Google Patents

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DE129498C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B1/00Control systems of elevators in general
    • B66B1/34Details, e.g. call counting devices, data transmission from car to control system, devices giving information to the control system
    • B66B1/46Adaptations of switches or switchgear
    • B66B1/48Adaptations of mechanically-operated limit switches

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
KLASSE 35«.
in FRANKFURT a. M.
beherrschenden Hilfsstromkreis.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Steuerung elektrischer Antriebe jeder Art und ermöglicht es, den Antrieb in bequemer und sicherer Weise von einer beliebigen Stelle aus zu leiten bezw. bei der Anwendung auf Transporteinrichtungen das Fahrzeug von einer beliebigen Haltestelle aus nach einer beliebigen anderen zu führen, wobei verhindert ist, dafs während der Bewegung von irgend einer anderen Stelle aus in die Steuerung eingegriffen werden kann.
Unter Benutzung der bekannten in einem einen Motorumschalter beherrschenden Hilfsstromkreis eingeschalteten magnetischen Verriegelung, die bis zur Unterbrechung mittelst der Haltestellenschalter die Steuerschalter verriegelt, beruht das Princip der Erfindung darauf, durch den von dem Fahrzeug ausgeschalteten Haltestellenschalter den ganzen Stromkreis in zwei Theile zu zerlegen, deren jeder eine Bewickelung des Motorumschalters enthält und von denen der eine zur Vorwärts-, der andere zur Rückwärtsfahrt benutzt wird. Der Motorumschalter selbst ist durch Anordnung geeigneter Stromschlufsstücke derart eingerichtet, dafs niemals beide Bewickelungen zu gleicher Zeit eingeschaltet sein können, vielmehr beim Einschalten der Vorwärtswickelung die Rückwärtswickelung ausgeschaltet wird, und umgekehrt. Der Einfachheit halber soll den folgenden Ausführungen ein mit der neuen Steuerung versehener Aufzug zu Grunde gelegt und an diesem Beispiel die Neuerung eingehend erläutert werden.
Die Steuerung besteht aus dem Umschalter U nebst Motor M, den Schaltsätzen C1 Cn. . . Cv, den Abstellschaltern SA1 SAn.. .SAY in den einzelnen Stockwerken und endlich den im Schacht verlegten Schleif leitungen L1 Ln. ..LVII nebst den am Korb angebrachten Schleifcontacten Sk1 Skn. . .SkV!I. Der Umschalter U und der Motor M werden wie gewöhnlich bei der Aufzugswinde aufgestellt, die Schaltsätze C1. .. Cy befinden sich in den entsprechenden Stockwerken /. . . V neben der Thür zum Aufzugsschacht, der Schaltsatz CK dagegen im Förderkorb. Die Stockwerkschalter SA1 SAn. . .SAV werden in jedem Stockwerk bezw. bei jeder Haltestelle im Aufzugsschacht derart angebracht, dafs dieselben vom Förderkorb selbst ausgeschaltet werden können.
Im Schaltungsschema (Fig. ι) sind fünf Haltestellen angenommen. Der Förderkorb steht an der Haltestelle V und hat den zugehörigen Abstellschalter ausgeschaltet. Der Ausschalter SA bleibt so lange in ausgeschalteter Lage, als der Korb an dem betreffenden Stockwerk verbleibt. Diese Unterbrechung trennt den Steuerstromkreis in einen solchen für Aufwärts- und Abwärtsfahrt, indem oberhalb der Unterbrechungsstelle der Umschaltmagnet UM1 unterhalb UM.2 angeschlossen ist. Wenn der Magnet UM1 erregt wird, nimmt der Ausschalter die Stellung II, bei Erregung des Magneten UM2 die Stellung I ein.
Will Jemand z. B. an der ersten Haltestelle den Aufzug benutzen, so mufs er erst den Aufzugskorb nach Haltestelle / fahren lassen.
Er schliefst demgemäfs den zugehörigen Schalter J1, wodurch folgender Stromlauf hergestellt wird:
Der Strom fliefst vom Pluspol nach Contactfinger Ba des Umschalters U, von da durch, die Stromschlufsstücke der Schaltwalze W1 über B6 nach UMn, weiter nach Stockwerkausschalter 5A1 über Schleifleitung L1, den niedergedrückten Knopf J1, LVI, AMK, LV1I, AMe bis AM1, zurück nach dem Minuspol. Da jetzt der Umschaltmagnet· UMn Strom erhalten hat, wird die Schaltwalze W1 gedreht, so dafs die Contactfinger B auf Stellung I zu liegen kommen. Motoranker MA und Magnetwicklung desselben NE erhalten dadurch Strom von den Contactfingern B1 und U3, und der Motor läuft an.
Der Korb fährt jetzt, bis er an die Haltestelle kommt, die durch Schliefsen des Schalters, in diesem Falle I1, zum Anhalten des Korbes vorbereitet ist, schaltet dort die Halteschalter SyI7 aus und bringt dadurch den Motor und somit den Aufzug zum Stehen, indem der Stromkreis des Umschaltmagneten UMn unterbrochen . wird und infolge dessen die Schaltwalze W1 durch ihre Feder in. die Nulllage zurückgeführt wird. Die Person kann jetzt den Korb betreten und schliefst in diesem den Schalter, welcher die Haltestellennummer der Haltestelle besitzt, nach welcher der Betreffende befördert werden will, sagen wir nach Haltestelle 4, also Schalter 4^.
Der Stromverlauf ist nunmehr folgender:
Vom Pluspol nach Contactßnger B8, über die Stromschlufsstücke der Schaltwalze W1 nach Finger B1 (über Βΰ kann der Stromkreis nicht geschlossen werden, da der Stockwerkausschalter SA1 jetzt ausgeschaltet ist). Von B7 nach UM1, SAY, SAIV, L,v, 4K, AMK, Lvw AMr1 bis AM1, zurück nach dem Minuspol.
In gleicher Weise kann man auch den Korb von jeder Haltestelle nach jeder beliebigen anderen schicken, ohne selbst mitzufahren, es ist nur nöthig, den Schalter zu schliefsen, welcher der gewünschten Haltestelle zugehört. Drückt Jemand auf Haltestelle 5 auf Schalter 1 v, so fährt der Korb nach Haltestelle 1. Die Bezeichnung der Schalter ist so gewählt, dafs die römische Ziffer angiebt, an welcher Haltestelle sich der Schalter befindet, die arabische Ziffer dagegen giebt an, nach welcher Haltestelle der Korb fährt, wenn der betreffende Schalter geschlossen wird.
Wesentliche Bestandtheile der Steuerung sind die Schaltersätze C1, Cn bis Ck- Derartige Schaltersätze mit magnetischer Arretirung sind im Princip bekannt (s. D. R. P. 120644), sie können in unserer Steuerung durch jede andere zweckmäfsige Einrichtung ersetzt werden.
Die Stockwerk- oder Abstellschalter SA1, SA11. . . sollen den Fahrkorb in dem dem geschlossenen Drehschalter entsprechenden Stöckwerk zum Halten bringen. Dieser Zweck wird erreicht, indem der Steuerstrom durch den Mittelleiter Mm (Fig. 1) in Fig. 3 des Stockwerkschalters fliefst, an dessen zugehörigem Stockwerk angehalten werden soll und in der weiter unten erläuterten Weise an der passenden Stelle unterbrochen wird.
Fig. 2 und 3 zeigen eine bauliche Ausführung des Stockwerkschalters A S. Er besteht der Hauptsache nach aus dem Anschlaghebel H mit Rolle R, der mit diesem durch Achse q fest verbundenen Schaltwalze W2, mit den durch Draht ρ leitend verbundenen drei Stromschlufsstücken i, ferner aus den auf den Stromschlufsstücken i in der gezeichneten Lage des Hebels H aufliegenden Stromschlufsstücken α. An die drei Stromschlufsstücke a sind die Leitungen /, m, η angeschlossen, deren Verbindung mit der Gesammtsteuerung aus dem Schaltungsschema Fig. 1 ersichtlich . ist. Die Feder f3 soll den Hebel H in die gezeichnete Nulllage zurückführen, sobald er nach der einen oder anderen Seite gedreht worden ist. Die Ausschaltung durch den Fahrkorb geht dann so vor sich, dafs ein Anschlag an demselben die Rolle R am Hebel H in der jeweiligen Fahrrichtung mitnimmt und so weit dreht, bis mit Sicherheit der Stromschlufs zwischen α und i unterbrochen ist. Dadurch wird der Mittelleiter M, welcher den Steuerstrom führt, abgetrennt. Der Strom wird unterbrochen und der Aufzug bleibt stehen. Die Anschlagschiene für die Rolle R ist am Korb so lang zu machen, dafs sowohl für Aufwärts- wie für Abwärtsfahrt genau an derselben Stelle angehalten wird.
Die oben angeführten Steuerungstheile; C1,
Cn. . . Cy, SAj, SAj1. . . SAy, Lj, Ljj. . -Lyjj dienen zum Einschalten und rechtzeitigen Ausschalten des Umschalters U und des an diesen angeschlossenen Motors MA. Der Umschalter U besteht aus der Schaltwalze W1, den auf den Stromschlufsstücken derselben schleifenden Contactfingern B1, B2...B8 und den Umschaltmagneten UMj und UMjj. In Fig. 1 ist dieser Umschalter schematisch* in Abwickelung gezeichnet, und zwar in ausgeschalteter Stellung O. Erhält der Umschaltmagnet UM1 Strom, so wird die Schaltwalze W1 so gedreht, dafs die Contactfinger B1, B2. . . auf der mit I bezeichneten Stelle der Schaltwalze zu stehen kommen; erhält dagegen Magnet UMn Strom, so kommen die Finger B1, B2...Bs auf Stellung II zu liegen.
Wird der Strom in den Magneten UM1 oder UMjj unterbrochen, so wird die Schaltwalze durch eine Feder, welche in der Zeichnung nicht angedeutet ist, in die Nulllage zurückgedreht, dadurch wird der Motoranker MA
und das Magnetfeld desselben abgeschaltet und der. Anker zum Stehen gebracht.
Die Anwendung eines magnetisch bewegten Umschalters ist nicht neu, jedoch die bei diesem angedeutete Schaltung, welche den Zweck hat, den einen Magneten UM vom Netz abzuschalten, sobald der andere Strom erhalten und die Schaltwalze gedreht hat. Diesem Zweck dienen im vorliegenden Falle drei Contactfinger B6, B7 und B8. Der Contactfiriger B8 ist an dem Pluspol des Netzes angeschlossen, während die Finger B6 und B7 mit den beiden Umschaltmagneten UM1 bezw. UMn verbunden sind. Die Stromschlufsstücke auf der Schaltwalze sind nun so angeordnet, dafs z. B. der Contactfinger B7 keinen Stromschlufs hat, wenn die Finger B1 bis B1 auf Stellung I stehen, d. h. Magnet UM1 ist abgeschaltet, während der andere UMn unter Strom steht. Diese Einrichtung ist wichtig, da durch diese eine unrichtige Steuerung vermieden wird.
Die übrigen Contactfinger B1 bis U5 sind an das Netz, den Motor, Anker, das Motorfeld angeschlossen und dienen dazu, mit Hülfe der Stromschlufsstücke auf der Walze die entsprechenden Verbindungen zwischen Motor und Netz herzustellen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Schaltungsweise für die Steuerung elektrischer Antriebe mit einem den Motorumschalter beherrschenden Hilfsstromkreis, der nach erfolgter Einschaltung die Verriegelung der übrigen Steuerschalter durch im Kreise des Hilfsstromes angeordnete Magnete bis zur Unterbrechung mittelst der Haltestellenschalter bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dafs die den einzelnen Haltestellen entsprechenden, in Geschlossenstellung gehaltenen Haltestellenschalter (SA) durch die Steuerschalter (C), deren einzelne Contacte haltestellenweise parallel geschaltet und an die bei den bezüglichen Haltestellen befindlichen Haltestellenschalter in deren Mittelpunkt angeschlossen sind, mit dem einen Pole der Stromquelle verbunden werden können und eine hinter einander geschaltete Reihe bilden, deren eines Ende über den einen und deren anderes Ende über den anderen der Umschaltmagnete (UM1 und UMn) mit dem anderen Pole der Stromquelle verbunden ist, so dafs, wenn durch das haltende Fahrzeug der an der betreffenden Haltestelle befindliche Haltestellenschalter geöffnet ist, die iiber diesem befindlichen Haltestellenschalter nur mit dem Vorwärtsmagneten (UM1), die darunter befindlichen aber nur mit dem Rückwärtsmagneten (UM11) verbunden sind, so dafs bei Schliefsung eines Steuerschalters nur der die erforderliche Richtung des Fahrzeuges bestimmende Umschaltmagnet erregt werden kann.
    2. Schaltungsweise nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung verschieden langer und versetzt gegen einander angeordneter Schaltschienen als Stromzuführung für die Umschaltmagnete (UM1 bezw. UMn) zu dem Zwecke, den einen Magneten (UM) stromlos zu machen, sobald der andere Strom erhält.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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