DE129356C - - Google Patents

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DE129356C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C7/00Heating or cooling textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/13Steaming or decatising of fabrics or yarns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 129356 KLASSE So.
Die Dekatur quergefalteter Tuche, welche der Kostspieligkeit und der benöthigten Specialmaschinen wegen jetzt ,fast vollständig aus der Appretur verschwunden ist, soll durch vorliegende Erfindung auf einfache Weise ermöglicht werden.
Bekanntlich werden Tuche behufs Pressens quergefaltet. Zwischen jede Falte wird ein sogenannter Prefsspahn eingelegt. Dieses gefaltete Tuch mit eingelegten Prefsspähnen wird dann zwischen geheizte Eisenplatten in die hydraulische Presse gelegt, unter Druck gesetzt und bleibt dann so lange in der Presse stehen, bis die heifsen Eisenplatten kalt geworden sind. Nach dem Pressen folgt die Dekatur, welche nöthig- ist, um den in der Presse erzielten Glanz des Tuches dauernd festzuhalten und dadurch dem Tuche ein dauernd schönes Aussehen zu geben.
Es ist nun eine bekannte Thatsache, dafs die beste Dekatur erzielt wird, wenn das Tuch gefaltet, zusammengelegt, unter Druck gebracht und dann Dampf durch dasselbe hindurchgeschickt wird. ' Dieses Verfahren ist vor langer Zeit in der Tuchindustrie allgemein üblich gewesen, mufste aber aufgegeben werden, weil dasselbe zu zeitraubend, weil zur Ausführung desselben zu viele Menschenhände und eine besondere Maschine von sehr grofser Dimension erforderlich war. Statt dieses kostspieligen Dekaturverfahrens hat man die Tuche auf Walzen gewickelt und den Dampf durch das auf diese Walzen gewickelte Tuch hindurchgeschickt. Diese Walzendekatur liefert aber keine günstigen Ergebnisse gegenüber dem früheren Verfahren.
Durch vorliegende Erfindung soll es möglich werden, das Tuch in gefaltetem Zustande, also so wie die Dekatur früher ausgeführt wurde, auf eine einfachere und schnellere Art zu dekatiren. Wenn das Tuch mit den eingelegten Prefsspähnen aus der hydraulischen Plattenpresse herausgenommen ist, werden die Preisspanne entfernt und das Tuch wird in den Dekatirapparat eingelegt. Dieser wird dann in die hydraulische Presse eingefahren zwecks Ausführung der Dekatur. . Dasselbe Verfahren und dieselbe Einrichtung eignen sich auch zur Behandlung eigens zum Zwecke des Dekatirens gefalteter Tuche. Zur Ausführung der Dekatur ist nun nicht mehr die viel Raum beanspruchende Dekatirmaschine nothwendig, sondern es wird die bekannte hydraulische Presse verwendet, welche eine gleichmäfsige Pressung ermöglicht und demzufolge auch eine gleichmäfsige Dekatur. Dies wird deshalb möglich, weil die hydraulische Presse eine stabile Maschine ist. Wollte man die frühere Plattendekaturmaschine derartig stabil machen, so würden die Kosten der Maschine, die bei der primitiven Ausführung schon als enorm hoch bezeichnet werden müssen, unerschwingliche werden.
In die auf beiliegender Zeichnung dargestellte hydraulische Presse ist die Dekaturvorrichtung eingefahren gezeichnet. Dieselbe besteht aus einem eisernen Untertheil a, dem Dampfkasten, welcher mit gitterförmig vertheilten Rippen versehen ist. Auf diesen eisernen Untertheil wird ein durchlöcherter Holzboden b und auf diesen das gefaltete Tuch c gelegt. Das Tuch wird dann mit

Claims (2)

  1. einem ebenfalls durchlöcherten Holzboden d bedeckt und auf diesen ein hölzerner Deckel e gelegt, welcher an seiner unteren Seite mit Rinnen durchzogen ist. Das Beladen der Dekaturvorrichlung mit Tuchen geschieht aufserhalb der Presse; sie wird dann in die Presse hineingefahren und unter Druck gesetzt, indem der Kolben der hydraulischen Presse hochgepumpt wird. In diesem Zustande wird durch die Stutzen f in das eiserne Untertheil Dampf hineingeschickt, der sich zwischen den gitterförmigen Rippen des eisernen Untertheiles gleichmäfsig vertheilt. Das Condenswasser wird durch die Stutzen g abgeleitet. Der Dampf steigt durch die Löcher des Holzbodens b auf, durchdringt das gefaltete Tuch c und zieht durch die Löcher des Holzbodens d bezw. durch die Rinnen des Deckels e ab, wodurch die Dekatur des Tuches in gefaltetem Zustande beendet ist. Nunmehr wird der Druck der Presse abgelassen, die Dekatirvorrichtung ausgefahren, und es steht dann die Presse wieder zu anderen Arbeiten oder zur Aufnahme einer zweiten und dritten Dekaturvorrichtung zur Verfügung. ,
    Patent-A ν Sprüche:
    ι. Verfahren zum Dekatiren quergefalteter Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dafs das Gewebe unter Mitbenutzung von den Gewebestofs beiderseits abdeckenden gelochten ■Zwischenböden und Prefsdeckeln mit Oberflächenkanälen auf Dampf kästen aufgesetzt, in die Plattenpresse eingebracht und unter Druck gesetzt wird, während gleichzeitig Dampf aus dem Dampfkasten gegen das Gewebe geleitet wird.
  2. 2. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der unterste Dampf kasten von einem fahrbaren, in die Presse einschiebbaren Gestell getragen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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