DE1293495B - Unstetiger Zwei- oder Mehrpunktregler - Google Patents

Unstetiger Zwei- oder Mehrpunktregler

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DE1293495B
DE1293495B DER33935A DER0033935A DE1293495B DE 1293495 B DE1293495 B DE 1293495B DE R33935 A DER33935 A DE R33935A DE R0033935 A DER0033935 A DE R0033935A DE 1293495 B DE1293495 B DE 1293495B
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen unstetigen Zwei- oder Mehrpunktregler, bei dem ein Speicherorgan vorgesehen ist, das, zur Kompensation eines oder mehrerer Stellschritte, die wesentlich größer sind, als zur Ausregelung de` Regelabweichung notwendig ist, einen oder mehrere Stellschritte in Gegenrichtung so lange aufspeichert, bis die Regelgröße in die Nähe des Sollwertes gelangt ist und bei Erreichen des Sollwertes den oder die gegengerichteten Stellschritte auslöst, wobei der Rückwärtsschritt um den zur Fehlerbeseitigung ausreichenden Stellschritt kleiner gehalten ist als der Vorwärtsschritt.
  • Das Arbeitsprinzip 'solcher Regler ist bekannt. Wenn die Regelgröße vom vorgegebenen Sollwert abweicht, stellt ein Fühler die Abweichung fest und schickt eine Information auf einen Regler, der die Aufgabe hat, die Regelgröße auf den vorgegebenen Wert zurückzuführen, indem nicht stetige Signale auf ein Stellglied gegeben werden. Der Fühler spricht auf »ja« oder »nein« an, d. h., daß er nicht den Wert der Regelabweichung registriert, sondern lediglich die Tatsache, daß eine Regelabweichung vorhanden ist; daher gibt er weiterhin dem Regler die Information so lange, bis die Regelgröße auf den Sollwert zurückgeführt ist. Hat der Regelkreis eine gewisse Trägheit, so folgt die Rückführung auf den vorgegebenen Wert dem ersten Signal nicht unmittelbar, und der Regler schickt eine Reihe von Signalen, deren Wirkung anwächst und einen immer schnelleren Regelvorgang hervorruft. Im Augenblick, da der Sollwert erreicht ist, hört der Regler auf zu arbeiten; aber auf Grund seiner Trägheit schwenkt das geregelte System mit der erreichten Geschwindigkeit weiter aus, und die Regelgröße weicht von neuem vom Sollwert ab, diesmal in entgegengesetzter Richtung. Ein entgegengesetztes Wirken des Reglers wird daher notwendig, um wieder auf den Sollwert zu kommen. Das Arbeiten des Reglers wird also in Schwingungen übersetzt, deren Amplitude, die von der Trägheit des Regelsystems abhängt, erheblich sein kann und sich manchmal sogar bei jeder Schwingung vergrößert.
  • Diese Vorgänge sind graphisch in F i g. 1 dargestellt.
  • Auf den Ordinaten sind die Werte der Regelgröße X aufgetragen und auf den Abszissen die Zeit; zwei Bereiche (0) und (1) sind durch die Gerade AL getrennt, die dem Wert des Sollwertes Xo entspricht, der dem Regler eingegeben wurde. Ein Fühler wird so eingestellt, daß er schon reagiert, wenn der Wert Xo nicht eingehalten wird. Wenn z. B. zum Zeitpunkt, der auf der Abszisse durch A dargestellt ist, die Regelgröße beginnt, vom Wert X, abzuweichen, indem sie vom Bereich 0 in den Bereich 1 übergeht, reagiert der Fühler sofort und übermittelt dem Regler eine Information, der auf beliebige Weise ein Signal auf ein Stellglied zur Berichtigung und Rückführung der verstellten Regelgröße auf den Sollwert gibt. Wegen der Trägheit des Regelsystems ist zur Zeit, die dem Punkt B entspricht, die Regelgröße noch nicht auf den Sollwert zurückgegangen. Es wird also ein zweites Signal durch den Regler geschickt, das so die berichtigende Wirkung verstärkt. Zur Zeit entsprechend Punkt C weicht die Regelgröße weiterhin vom Sollwert ab, aber mit geringerer Geschwindigkeit. Zur Zeit entsprechend Punkt D erreicht diese Abweichung ihr Maximum, dann fängt sie an kleiner zu werden, aber da der Fühler lediglich auf »Ja« oder »Nein« anspricht, sendet der Regler weiterhin auf das Stellglied Signale zu den Zeiten, die den Punkten E und F entsprechen, und das Zurückgehen auf den Sollwert wird immer mehr beschleunigt. Erst wenn der Zustand G erreicht ist, hört der Fühler auf, Signale abzugeben. Aber zu diesem Augenblick wird durch die Geschwindigkeit, die auf Grund von überschüssigen Impulsen erreicht wurde, der Sollwert überschritten, diesmal in der anderen Richtung. Die Regelgröße verläßt den Bereich 1 und tritt um so tiefer in den Bereich 0 ein, je zahlreicher die überschüssigen Impulse waren und je länger jeder dieser Impulse gedauert hat.
  • Die Abweichung in den Bereich 0 kann durch den gleichen Fühler oder durch einen anderen nachgewiesen werden, der genau wie vorher auf den Regler wirkt, aber diesmal in umgekehrter Richtung, um die Regelabweichung auf Null zu bringen.
  • Könnte man die Impulse stoppen, wenn die Regelgröße sich im Gebiet zwischen D und E befindet, könnte der Regelvorgang mit einer geringeren Geschwindigkeit vor sich gehen, und es würde sich eine geringere Abweichung im Bereich 0 ergeben. Aber da der Fühler auf »Ja« oder »Nein« reagiert und nicht in Funktion des Wertes der Abweichung, ist es unmöglich, dieses Stoppen der Impulse im genannten Bereich zu erreichen.
  • Der Fehler der bekannten Regelsysteme besteht also darin, daß bei geregelten Systemen mit großer Trägheit Schwingungen mit großer Amplitude um den Sollwert aufrechterhalten werden.
  • Es ist bereits eine Reihe von Verfahren und Einrichtungen bekannt, mittels derer die Amplitude der Änderungen der Regelgröße verringert und deren Schwingungen gedämpft werden.
  • Beispielsweise sind Verfahren bekannt, die auf einem Verschieben des vorgegebenen Punktes in Abhängigkeit von der Wirkzeit auf das Stellglied beruhen. Diese bergen jedoch den Nachteil, daß wegen der Verschiebung des Punktes eine gewisse Unsicherheit in Kauf genommen werden muß.
  • Bekannt sind weiterhin Vorrichtungen, die auf die Regelgröße Wirkungen ausüben, die proportional zu der zwischen dem Istwert und dem Sollwert der Regelgröße bestehenden Abweichung sind. Bei einer solchen Einrichtung ist also die Verwendung einer Meßeinrichtung für den Wert der Abweichung erforderlich. Demgegenüber ist der Erfindungsgegenstand wesentlich einfacher, da lediglich eine Abtastung auf »Ja« oder »Nein« erforderlich ist. Die Abtasteinrichtung braucht nur zwei Zustände des Abweichens zu unterscheiden, und zwar je nachdem, ob die Regelgröße sich oberhalb oder unterhalb eines gewissen Schwellenwertes befindet. Weiterhin ist hervorzuheben, daß diese bekannten Vorrichtungen kein Speicherorgan besitzen, das fähig ist, die auf das Regelorgan im Verlauf einer Berichtigung eingegebene Wirkung zu speichern und folglich eine abgestimmte Gegenwirkung hervorzurufen, dazu bestimmt, den Verlauf der Regelgröße zu stabilisieren.
  • Schließlich ist ein unstetiger Regler bekannt, wie er eingangs vorausgesetzt wurde, bei dem, wie bei der vorliegenden Erfindung, nach Erreichen einer gewissen Regelgröße ein Rückwärtsschritt ausgelöst wird. Diese Einrichtung verwendet jedoch zur Bemessung des Stellschrittes und des Rückwärtsschrittes der Fehlergröße proportionale Spannungen und benötigt zur Bildung dieser Spannungen einen Digital-Analog-Umsetzer sowie, zur Speicherung dieser Spannungen, Kondensatoren. Daraus ergeben sich gewisse Nachteile. Der bekannte Regler ist aufwendiger und zudem nur für relativ kurze Regelvorgänge verwendbar.
  • Demgegenüber besteht bei der vorliegenden Erfindung die Aufgabe, das bekannte Regelprinzip mit wesentlich einfacheren Mitteln zu lösen und dessen Anwendbarkeit auf extrem lange Regelvorgänge auszudehnen.
  • Bei einem unstetigen Regler der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zwei einstellbare Impulserzeugungseinrichtungen vorgesehen sind, eine Impulserzeugungseinrichtung WG mit langsamer Impulsfolge zur Steuerung eines Stellgliedes SG, das so lange arbeitet, wie eine durch digitale Fühler F gemessene Regelabweichung vorhanden ist, und eine Impulserzeugungseinrichtung RG mit schneller Impulsfolge zur Erzeugung des oder der Stellschritte in Gegenrichtung, die in Tätigkeit tritt, wenn die vom Sollwert abgewichene Regelgröße durch die Wirkung der Stellschritte in Vorwärtsrichtung auf den Sollwert zurückgeführt ist, und daß die beiden Impulserzeugungseinrichtungen und das mit einem Digitalzähler versehene Speicherorgan RS derart zusammengeschaltet sind, daß das Speicherorgan zur gleichen Zeit wie die Impulserzeugungseinrichtung mit langsamer Impulsfolge in Tätigkeit gesetzt wird, die Wirkung des oder der Stellschritte auf das Stellglied und damit gleichzeitig ein Programm für den oder die gegengerichteten Stellschritte aufspeichert und auf Null zurückgestellt wird, wenn auf das Stellglied die Regelwirkung entsprechend dem Programm in entgegengesetzter Richtung ausgeübt worden ist.
  • Die Erfindung wird nun an Hand in den Zeichnungen (F i g. 2 und 3) gezeigter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Der unstetige Regler nach den Ausführungsbeispielen besteht im wesentlichen aus folgenden Teilen a) einem Regelkreis mit Relais R und einer Impulserzeugungseinrichtung WG mit langsamer Impulsfolge, und zwar mit einstellbarer Dauer und Folge; b) einem Kompensationskreis, bestehend aus einem Speicherorgan RS mit Speicher und Schaltgliedern und einer Impulserzeugungseinrichtung RG mit schneller Impulsfolge, und zwar ebenfalls mit einstellbarer Dauer und Folge, sowie einem Umschalter c, der, gesteuert von dem Speicherorgan RS, wahlweise die Impulserzeugungseinrichtungen WG bzw. RG anschaltet; c) Fühler F (F i g. 2) oder F+ und F- (F i g. 3) und einem Stellglied SG. Die verschiedenen Elemente dieser Kreise können jedem bekannten Typ angehören, jeweils dem entsprechenden Gebrauch angepaßt; sie können mechanisch, elektrisch, elektronisch oder pneumatisch ausgebildet sein.
  • Die Impulserzeugungseinrichtungen WG und RG sind vorzugsweise Geber mit einem eigenen Wirkungszeitenbereich, z. B. von 0,5 bis 5 Sekunden, aber mit Bereichen verschiedener Totzeiten. Diese Totzeiten müssen tatsächlich bei der Impulserzeugungseinrichtung RG kürzer sein als bei WG. Zum Beispiel kann man eine Impulserzeugungseinrichtung RG mit Totzeiten, die innerhalb der Extremwerte liegen, verwenden, wobei ein jeder einen festgesetzten Bruchteil, z. B. ein Zehntel bis ein Hundertstel der Extremwerte der Totzeiten der Impulserzeugungseinrichtung WG darstellt.
  • Das Speicherorgan RS dient im wesentlichen dazu, die von WG ausgesendeten Impulse zu zählen und, nach Erreichen einer bestimmten, vom Fühler F ausgesendeten Signalgröße, den Zähler mit Hilfe der von RG ausgesendeten Impulse wieder schrittweise zu löschen. Die Wahl der Einzelteile, die das Speicherorgan RS bilden, hängt von der Art der Mittel ab, die im Regler verwandt werden, und davon, welche physikalischen Erscheinungen verwandt werden, durch die die aufzunehmende Gesamtwirkung ausgedrückt werden kann. Letztere kann entweder durch die Impulszahl, die während der Zeit des Wirkungsablaufes durch WG geliefert wird, oder durch die Zeitdauer, während der der Regler arbeitet, oder durch die Verschiebungsamplitude des Stellgliedes ausgedrückt werden. Welches auch immer die konkrete Ausführungsart des Speicherorgans RS ist, sie muß die Folge der logischen Vorgänge, wie oben definiert, durchführen.
  • In dem Fall, da der Regler durch elektrische Impulse auf das Stellglied wirkt, kann das Registerorgan, das diese Wirkung aufzeichnet, z. B. ein schrittweise arbeitender Kommutator sein (ein beim Telefon verwandter Kommutator oder irgendein anderes System), der bei jedem Impuls, der vom Regler abgegeben wird, weiterschreitet. Ausgehend von der Schaltstufe Null zum Zeitpunkt des Auslösens der Reglerwirkung, erreicht ein solcher Kommutator die Schaltstufe N, wenn die Regelgröße nach N Impulsen, die durch den Regler dem Stellglied geliefert wurden, wieder den Sollwert durchläuft. Das Programmgeberorgan, das in einem solchen Fall verwandt wird, kann aus dem gleichen Schritt für Schritt arbeitenden Kommutator bestehen, der mit einem Relaissystem verbunden ist. In dem Augenblick, wo die Regelgröße den vorgegebenen Sollwert wieder eingenommen hat, gibt ein Relaissystem eine Spannung auf die Schaltstufe P entsprechend des Kommutators (wobei P gleich der Anzahl der Schaltstufen oder der Schritte des Kommutators ist und K' gleich einer ganzen Zahl, die weiter unten definiert wird), dadurch wird der Kommutator von der Schaltstufe N auf die Schaltstufe P entsprechend ohne auf das Stellglied zu wirken, verstellt, dann wird die Impulserzeugungseinrichtung mit schneller Impulsfolge RG ausgelöst, die dem Stellglied den Befehl zur Gegenwirkung gibt. Sodann wird der Kommutator um einen Schaltschritt bei jedem Impuls von RG verstellt, und nach , Impulsen kommt er wieder in seine Nullstellung zurück und unterbricht so den Gegenwirkungskreis und bringt die Ausgleichseinrichtung in die Registrier- bzw. Aufzeichnungsstellung zurück.
  • Der Wert K' wird so gewählt, daß die Impulse des RG unter Berücksichtigung ihrer Dauer eine Gegenwirkung hervorrufen, die einem Bruchteil der Gesamtwirkung des Reglers entsprechen, so daß die Gegenwirkung (Rückwärtsschritt) um den zur Fehlerbeseitigung ausreichenden Stehschritt kleiner gehalten ist als der Vorwärtsschritt. Praktisch wählt man die gleiche oder nahezu die gleiche Impulsdauer im Reglerkreis und Ausgleichskreis, so daß man in diesem Fall K' gleich K setzen kann.
  • Diese Beziehung zwischen der durch den Regler hervorgerufenen Wirkungsgröße und dem zu schaffenden Gegenwirkungsverhältnis, d. h. den Faktor wird in Abhängigkeit der Eigenschaften des geregelten Systems festgelegt. Für den Fall, daß der Regelverlauf dieses Systems unter der Reglerwirkung durch eine symmetrische Kurve dargestellt werden kann, wie es der Kurventeil A, D, G in der F i g. 1 ist, erscheint es vorteilhaft, den Wert - zu setzen.
  • Das erfindungsgemäße Regelsystem kann vorteilhafterweise mit allen Integrationssystemen oder Trägheitssystemen verwandt werden, die sich nicht nach jeder Änderung des Regelorgans schnell zu einem neuen Gleichgewichtszustand hin bewegen. Ein Beispiel für den Typ dieses Systems wird durch die Maschinen mit endlosem metallischem Band geliefert, die zur Herstellung von Folien bzw. Filmen durch Gießen einer Polymerenlösung dienen. Man weiß, daß die Bänder dieser Maschinen, die erhebliche Abmessungen erreichen können (z. B. ein Vielfaches von 10 m abgewickelter Länge und einer Breite, die 1 m übersteigt) und die auf die Führungswalzen und den Motor erhebliche Kräfte ausüben (in der Größenordnung von mehreren Tonnen), eine sehr große Trägheit verursachen. Andererseits zwingen die Forderungen in bezug auf Regelmäßigkeit, die für die Folie bzw. den Film aufgestellt sind, dazu, die seitlichen Verschiebungen, die das Band unvermeidlich unter dem Einfluß von verschiedenen Ursachen ausführt, aufs engste zu begrenzen. Läßt man eine solche Maschine ohne Regler arbeiten, wie auch immer die Parallelität der Antriebs- und Führungswalzen ist, so wird das Band erhebliche seitliche Verschiebungen ausführen. Hier kann man Abhilfe schaffen, indem man die Ausrichtung der Führungsrollenachse durch , ein Stellorgan bewirkt, das aus einem elektrischen Hilfsmotor mit Schnecke und Ritzel besteht und das kleine Verschiebungen eines Achsenendes der Führungsrolle hervorruft. Der Mann an der Maschine setzt das Stellorgan in Gang, wenn er Abweichungen des Bandes in bezug auf Markierungen feststellt, oder besser, dieses Regelgerät kann automatisch durch ein Fühlgerät in Gang gesetzt werden.
  • So hat man eine Maschine zur Herstellung von Folien bzw. Filme durch Gießen (F i g. 4) mit einem automatischen Regler ausgestattet, die folgende Besonderheiten aufweist: abgewickelte Länge des Bandes: 28 m; Breite: 1,40 m; Druck auf die Lager: 8 bis 10 t; regelbare Lineargeschwindigkeit: 200 bis 1200 m/Std. Zunächst war die Maschine mit einer Regelung mit einem einfachen Regler ausgestattet, der folgendes umfaßte: als Fühler zwei Widerstandsphotozellen A und B, die durch zwei Lichtbündel, die auf je einer Seite des Bandes und senkrecht dazu angebracht waren, betätigt wurden und die durch optische Systeme mit Brennpunkten in einer der Bandebenen, 2,5 mm vom Rand, ausgestrahlt wurden; ein Relais; eine Impulserzeugungseinrichtung mit einstellbarer Impulsdauer zwischen 0,5 und 10 Sekunden und einstellbarer Totzeit zwischen 0,5 und 10 Minuten; einem Stellglied mit elektrischem Hilfsmotor; Schnekken und Ritzel, so wie oben beschrieben, die eine Verschiebung des Lagers, an dem geregelt werden soll, mit einer Geschwindigkeit in der Größenordnung von 0,4 mm/Min. erlaubt.
  • Später hat man versucht, die Regelung der Maschine zu verbessern, indem man in den ursprünglichen Kreis entsprechend dem Schema der F i g. 3 einen Gegenwirkungskreis einbaute, umfassend: ein Speicherorgan RS, bestehend aus einem Telefonkommutator vom vorbeschriebenen Typ und der für einen Wert ausgelegt wurde, und eine Impulserzeugungseinrichtung mit rascher Impulsfolge mit einer Impulsdauer zwischen 0,5 und 10 Sekunden mit einstellbarer Zwischenzeit zwischen 0,5 und 5 Sekunden.
  • Beim Arbeiten mit dem einfachen Regler und bei besseren Betriebsbedingungen desselben, d. h. für Impulse mit einer Dauer von 10 Sekunden, unterbrochen von Totzeiten von 6 Minuten, erhielt man noch bemerkenswerte Verschiebungen, die sich bei jeder Hin- und Herbewegung des Bandes von der einen Seite auf die andere durch die Brennpunkte der Strahlenbündel des Fühlersystems festgelegten Begrenzungen vergrößerten. Mit dem Reglerkompensator und unter Verwendung von Impulsen mit einer Dauer von 10 Sekunden alle 3 Sekunden im Gegenwirkungskreis ist es gelungen, die Schwingungen erheblich zu dämpfen, die durch das einfache Regelsystem aufrechterhalten würden.
  • Das Regelsystem erlaubt es nun, große Lineargeschwindigkeiten auszunutzen, für die die Stabilisation des Bandes von Hand praktisch ohne Beschädigung des Bandes unmöglich wäre.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Unstetiger Zwei- oder Mehrpunktregler, bei dem ein Speicherorgan vorgesehen ist, das, zur Kompensation eines oder mehrerer Stellschritt, die wesentlich größer sind, als zur Ausregelung der Regelabweichung notwendig ist, einen oder mehrere Stellschritte in Gegenrichtung so lange aufspeichert, bis die Regelgröße in die Nähe des Sollwertes gelangt ist und bei Erreichen des Sollwertes den oder die gegengerichteten Stellschritte auslöst, wobei der Rückwärtsschritt um den zur Fehlerbeseitigung ausreichenden Stehschritt kleiner gehalten ist als der Vorwärtsschritt, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß zwei einstellbare Impulserzeugungseinrichtungen vorgesehen sind, eine Impulserzeugungseinrichtung (WG) mit langsamer Impulsfolge zur Steuerung eines Stellgliedes (SG), das so lange arbeitet, wie eine durch digitale Fühler (F) gemessene Regelabweichung vorhanden ist, und eine Impulserzeugungseinrichtung (RG) mit schneller Impulsfolge zur Erzeugung des oder der Stehschritte in Gegenrichtung, die in Tätigkeit tritt, wenn die vom Sollwert abgewichene Regelgröße durch die Wirkung der Stellschritte in Vorwärtsrichtung auf den Sollwert zurückgeführt ist, und daß die beiden Impulserzeugungseinrichtungen und das mit einem Digitalzähler versehene Speicherorgan (RS) derart zusammengeschaltet sind, daß das Speicherorgan zur gleichen Zeit wie die Impulserzeugungseinrichtung mit langsamer Impulsfolge in Tätigkeit gesetzt wird, die Wirkung des oder der Stellschritte auf das Stellglied und damit gleichzeitig ein Programm für den oder die gegengerichteten Stellschritte aufgespeichert und auf Null zurückgestellt wird, wenn auf das Stellglied die Regelwirkung entsprechend dem Programm in entgegengesetzter Richtung ausgeübt worden ist.
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