DE1292391B - Verfahren zur Herstellung mikroporoeser Folien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung mikroporoeser Folien

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DE1292391B DE1959P0022715 DEP0022715A DE1292391B DE 1292391 B DE1292391 B DE 1292391B DE 1959P0022715 DE1959P0022715 DE 1959P0022715 DE P0022715 A DEP0022715 A DE P0022715A DE 1292391 B DE1292391 B DE 1292391B
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung mikroporöser Folien auf der Grundlage von Vinylchloridpolymerisaten mit einer Teilchengröße von weniger als 150 Mikron, Weichmachern und Porenbildnern, wobei eine Dispersion aus diesen Komponenten mit einem das Polymerisat nicht lösenden, bei verhältnismäßig niedriger Temperatur verdampfenden Lösungsmittel für den Weichmacher auf eine Unterlage aufgetragen, das Lösungsmittel durch Erwärmen entfernt und anschließend die restliche Dispersion mehrere Minuten auf Geliertemperatur unter Ausbildung einer Folie erhitzt, die Folie abgekühlt, der Porenbildner ausgelaugt und die erhaltene poröse Folie getrocknet wird; das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß ein wasserlöslicher Porenbildner mit einer Teilchengröße zwischen 5 und 80 Mikron verwendet~ wird, wobei der Anteil des Porenbildners nicht weniger als 150 bis zu 400 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile Polymerisat beträgt.
  • Bei der Herstellung von mikroporösen Folien hat man in die Kunststoffmasse einen löslichen, entfernbaren Füllkörper eingebracht und den gefüllten Kunststoff zu Folien verarbeitet, wobei der Kunststoff hauptsächlich aus einer zusammenhängenden Phase aus einem Kunststoffgel mit dem entfernbaren Füllkörper als disperser Phase bestand. Hierbei war es notwendig, nach der Erzeugung der Folie das zusammenhängende Kunststoffgel, das die Füllkörperteilchen einschloß, aufzubrechen, so daß der Füllkörper freigelegt und ausgelaugt werden konnte.
  • Demgegenüber sind bei dem vorliegenden Verfahren in der Ausgangsmasse zwei feste disperse Phasen, nähmlich Polymerisat undPorenbildner, nebeneinander vorhanden. Zusätzlich ist noch eine flüssige Phase aus dem Weichmacher und dessen Lösungsmittel vorhanden. Auch nach dem Abtreiben des Lösungsmittels liegen die beiden festen Phasen getrennt nebeneinander vor. Erst beim Gelieren wird der Weichmacher vom Polymerisat absorbiert, ohne daß aber dieses so weit flüssig wird, daß es die Porenbildner einschließen kann. Das Auslaugen kann daher ungehindert erfolgen, und man erhält eine mikroporöse Folie mit sehr gleichmäßigen Poren und hoher Dampfdurchlässigkeit bei großer Wasserfestigkeit.
  • Es ist auch bereits bekannt, Polyvinylchloridpasten mit einem Weichmacher für das Polymerisat und einem wasserlöslichen Porenbildner zu verwenden. Der Hauptunterschied zwischen der vorliegenden Erfindung und diesem bekannten Verfahren liegt in der Teilchengröße des Porenbildners.
  • Eine mikroporöse Folie ist eine solche, die eine Porengröße von 10 Mikron oder weniger aufweist, gemessen nach British Standards Specification No. 1752, und »noch dampfdurchlässig« bedeutet eine Durchlässigkeit für Wasserdampf von mehr als 500 im2 in 24 Stunden, wenn man die Bestimmung der Dampfflüssigkeit bei 38" C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 °/0 auf einer Seite der Folie und einer trockenen Atmosphäre auf der anderen Seite der Folie durchführt.
  • Als Vinylchloridpolymerisat werden Polyvinylchlorid oder ein Mischpolymer aus Vinylchlorid mit einem Äthylenderivat, das in der Kälte keine merkliche Löslichkeit in den verwendeten Weichmachern besitzt, verwendet. Die Teilchengröße des Polymerisates soll unter 150 Mikron betragen. Vorzugsweise werden kugelige Polymerisate von 0,2 bis 1,5 Mikron verwendet.
  • Die Ausgangsstoffe werden zur Herstellung der mikroporösen Folie in der Kälte innig gemischt, wobei eine Dispersion von leicht verarbeitbarer Konsistenz entsteht. Diese Dispersion wird mehrere Stunden stehengelassen oder einem Vakuum ausgesetzt, um alle eingeschlossenen Luftblasen zu entfernen. Dann wird die Dispersion auf einem Träger in dünner Schicht ausgebreitet, und das flüchtige Lösungsmittel wird bei verhältnismäßig niedriger Temperatur, z. B. 900 C, verdampft, worauf die Folie kurze Zeit auf eine höhere Temperatur, z. B. 170"C, gebracht wird, so daß das Polymerisat und der Weichmacher ein Gelbilden. Dann kühlt man ab, laugt den Porenbildner heraus und trocknet die Folie.
  • Als flüchtige Lösungsmittel für den Weichmacher eignen sich besonders Lackbenzin oder Schwerbenzin.
  • Der wasserlösliche Porenbildner besteht z. B. aus Natriumchlorid in einer Teilchengröße von 5 bis 80 Mikron in Mengen von nicht weniger als 150 bis zu 400 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile Polymerisat. Die Masse kann auf eine Unterlage, z. B. auf ein Band aus nichtrostendem Stahl oder auf Holz, aufgetragen werden, von der später die Folie abgelöst wird. Ferner kann erfindungsgemäß auch ein poröses Textilgewebe als Unterlage verwendet werden, die dann mit der Folie fest verbunden bleibt. Auf diese Weise kann die Erfindung zur Herstellung synthetischer Materialien benutzt werden, die eine gute Festigkeit, Biegsamkeit und Permeabilität mit einer Mikroporosität verbinden.
  • Da das Polyvinylchlorid sich bis zum Gelieren in einer festen, dispersen Phase befindet, kann es den Porenbildner nicht einkapseln, welcher sich ebenfalls in einer festen, dispersenPhase befindet. Nach dem Ausbreiten der Dispersion, die die zwei festen Phasen und die dritte, flüssige Phase mit dem Weichmacher und seinem Lösungsmittel enthält, wird eine relativ niedrige Temperatur zur Verdampfung des Lösungsmittels angewendet. Da das Lösungsmittel kein Lösungsmittel für das Polyvinylchlorid ist und die Wärme beim Abdampfen des Lösungsmittels nicht ausreicht, daß der Weichmacher das Polyvinylchlorid in ein Gel verwandelt, enthält die ausgebreitete Masse nach dem Ende der Lösungsmittelentfernungsstufe noch die beiden festen Phasen. Die dritte oder flüssige Phase besteht jetzt lediglich aus dem Weichmacher. Beim Erhitzen der Folie auf die Geliertemperatur wird die dritte Phase von den Polyvinylchloridteilchen absorbiert, die dadurch anquellen. Nun sind noch zwei Phasen vorhanden, eine mit dem Porenbildner in seiner ursprünglichen festen Form, die andere bestehend aus dem weichgemachten Polyvinylchlorid.
  • Es könnte angenommen werden, daß die Anwesenheit von weichgemachtem Polyvinylchlorid als flüssiger Phase in dieser Stufe teilweise dazu führen könnte, daß der Porenbildner eingekapselt wird, trotz der vorher angewendeten Vorsichtsmaßregeln. Man findet aber, daß das neue Verfahren fast keine Einkapselung ergibt, weil der Gelierprozeß nun nicht mehr von mechanischer Bewegung der Teilchen begleitet ist. Die älteren Verfahren verwendeten ein längeres Mischen in der Hitze, um eine Homogenität in der Mischung zu erreichen, da weichgemachtes Polyvinylchlorid keineswegs eine bewegliche Flüssigkeit ist. Das jetzige Gelierverfahren, das nicht von Mischbewegungen begleitet ist, kann als eine einfacheAbsorptiondesWeichmachers durch die Polyvinylchloridteilchen angesehen werden, wobei diese quellen und teilweise zusammenbacken.
  • Wenn das Verfahren zur Herstellung zusammengesetzter Kunststoffgewebefolien verwendet wird, wird die Durchlässigkeit der resultierenden Folie von der Art des Gewebes beeinflußt, und je mehr das Gewebe die flüssige Phase der Dispersion absorbiert, desto größer ist die Permeabilität. Diese Wirkung wird durch die nachstehende Tabelle 1 gut erläutert, in welcher eine Reihe von Geweben zusammen mit ihrer Absorptionskraft für die Flüssigkeit in der Dispersion und der entsprechenden Permeabilität der resultierenden mikroporösen Folie gegenüber Wasserdampf aufgeführt sind. Die Daten wurden aus Versuchen ermittelt, bei denen jeweils das gleiche Gemisch verwendet und unter gleichen Bedingungen verarbeitet wurde.
  • Tabelle 1
    @Absorptions- Durchlässigkeit
    vermögen für Wasserdampf
    g/75cm2/3 Mm. g/m2/24 Stunden
    Polyamidgewebe ....... 0,28 1100
    Acetatseidengewebe
    (Acetate) . . . . . . . . 0,30 1700
    Verklebte Acetat-
    seide ........... 0,47 3500
    Gewebe aus
    Baumwolle . . . . . . 0,54 4600
    Gewebe aus
    Baumwolle . . . . . 0,55 4800
    Baumwoll-Segeltuch 0,59 4800
    Baumwoll-Segeltuch 0,62 5400
    Das Textilgewebe kann, wenn es gewünscht wird, in Form von sehr offenen Netzen, z. B. als Baumwollgewebe oder als Strickware verwendet werden, wobei es dann auf einen zeitweiligen Träger, z. B. ein Band aus nichtrostendem Stahl, gelegt wird, so daß, wenn die Dispersion auf das Netz gestrichen wird und die Öffnungen durchsetzt, das Stahlband die Dispersion hält. Diese zusammengesetzte Schicht bleibt während der Entfernung des Lösungsmittels und des Gelierens auf dem Band. Danach wird sie vor dem Auslaugen und Trocknen von dem Band abgenommen. Bei Benutzung dieser Variante des Verfahrens bekommt man eine mikroporöse Folie, in welcher das verstärkende Netz eingelegt ist und die Folie außen zwei glatte Kunststoffoberflächen erhält. Das offene Netzgewebe beeinflußt die Durchlässigkeit der resultierenden Kunststoff-Gewebefolie wenig.
  • Die Wirkung der teilweisen Mitverwendung von Teilchen von Polymerisaten mit größerer Teilchengröße ist in Tabelle 2 gezeigt. Die Resultate wurden an einem mikroporösen Kunststoffilm von immer der gleichen Zusammensetzung auf Polyamidgewebe erzielt.
  • Tabelle 2
    % % Durchlässigkeit
    Polymerisat mit der Polymerisat mit der fü Wasserdamof
    Durchlässigkeit
    Teilchengröße von Teilchengröße von
    0,2 bis 1,5 Mikron 150 bis 200 Mikron g/m2/24 Stunden
    100 0 1600
    95 5 1950
    90 10 2300
    80 20 3300
    Alle für Polyvinylchlorid oder Vinylchloridpolymerisate geeigneten Weichmacher, auch polymere Typen, wie Polypropylensebacat, können für das Verfahren nach der Erfindung verwendet werden. Eine gewisse Regelung der Endpermeabilität durch die Wahl des Weichmachertyps ist möglich. Die aktiveren Weichmacher, z. B. die monomeren Ester, ergeben leicht eine kleinere Durchlässigkeit als die weniger aktiven polymeren Weichmacher. Dies wird in diesem Falle der größeren Mobilität der Polymerisate während der Gelierstufe zugeschrieben, wobei durch die größere Beweglichkeit des Polymerisates ein Teil der potentiellen Poren verstopft wird.
  • Die in Tabelle 3 angegebenen Daten für die Permeabilität für Wasserdampf einer Reihe von Filmen ohne Träger, bei welchen Polypropylensebacat, Dicaprylphthalat oder deren Gemisch in der im übrigen gleichen Masse verwendet wurden, dienen zur Erläuterung dieser Wirkung.
  • Tabelle 3
    % % Durchlässigkeit
    Polypropylensebacat Di-capryl- für Wasserdampf
    phthalat phthalat g/m2/24 Stunden
    100 - 3500
    80 20 1900
    50 50 1600
    20 80 500
    ~ 100 350
    Die Teilchengröße des Porenbildners soll, wie erwähnt, zwischen 5 und 80 Mikron liegen und soll je nach der Stärke der herzustellenden Folie gewählt werden. Mikroporen sind dem unbewaffneten Auge unsichtbar. Für etwa 0,025 bis 0,13 mm starke Folien wird eine Teilchengröße von 5 bis 10 Mikron verwendet, aber für etwa 0,15 mm starke und stärkere Folien sind Teilchen im Bereich von 10 bis 80 Mikron am brauchbarsten. Teilchen dieser Größe erzeugen im Endprodukt Poren mit einem Durchmesser von nicht größer als 10 Mikron. Es ist vorteilhaft, wenn die Teilchen möglichst gleichmäßig sind. Dies ermöglicht die Herstellung von Folien mit großer Durchlässigkeit der festen Ausgangsbestandteile. Diese erwünschte Gleichmäßigkeit in der Teilchengröße kann praktisch durch Sprühtrocknen einer wäßrigen Lösung oder durch gründliches Vermahlen und nachfolgendes Sichten im Luftstrom erreicht werden. Die Menge an löslichem Füllkörper in der Masse übt einen großen Einfluß auf die Durchlässigkeit des Produktes aus, und da gewöhnlich eine hohe Permeabilität gefordert wird, werden nicht weniger als 150 Gewichtsteile Natriumchlorid auf 100 Gewichtsteile Polymerisat angewendet, während die obere Grenze gewöhnlich bei 400 Gewichtsteilen Porenbildner auf 100 Gewichtsteile Polymerisat liegt, da noch höhere Anteile an Porenbildnern die Festigkeit des Fertigproduktes übermäßig reduzieren.
  • Wenn man eine mikroporöse Folie mit guter mechanischer Festigkeit erhalten will, wird sie, wie oben beschrieben, mit einem Textilgewebe verbunden.
  • Es können praktisch alle Gewebearten beim Verfahren verwendet werden. Die Eigenschaften des gewählten Gewebes lassen sich mit denen einer mikroporösen Folie kombinieren. Die gewählte Gewebeart wird durch den Verwendungszweck des Produktes bestimmt. Geeignet sind Gewebe aus natürlichen, regenerierten oder vollsynthetischen Fasern, die gewebt, gestrickt oder in der Faser verklebt sind. Die zusammengesetzte Folie ist mehr oder weniger dehnbar, was von der Art des Gewebes und dem Polymerisat abhängt.
  • Durch das Verfahren der Erfindung werden mikroporöse, sehr permeable Folien entweder mit oder ohne Gewebebasis erhalten. Die Porengröße ist so, daß ein Durchdringen von wäßrigen Flüssigkeiten fast unmöglich ist, was von der natúrlichen Abstoßkraft des Kunststoffs gegen Wasser herrührt, aus dem das mikroporöse Material hergestellt ist. Die große Permeabilität jedoch erlaubt den freien Durchzug von Luft und Dampfen, wie Wasserdampf. Dieses Nichtbenetztwerden von wäßrigen Flüssigkeiten und die Permeabilität für Wasserdampf machen das Produkt für eine Reihe von Verwendungszwecken gut verwendbar, z. B. für Polsterungen und Kleidung.
  • In den erläuternden Zeichnungen zeigt F i g. 1 den ersten Teil einer Anlage zur Herstellung einer Form der verbesserten Kunststoff-Folie; Fig. 2 zeigt den zweiten und Ietzten Teil einer solchen Anlage, in der die Herstellung der Kunststoff-Folie vollendet wird.
  • In Fig. 1 wird ein endloses Stahlband 1 von Rollen 2 getragen. Ein Fülltrichter 3 enthält eine Mischung 4, und ein Streichmesser 5 ist so eingerichtet, daß eine gleichmäßige Schicht der Mischung 4 auf dem Stahlband 1 ausgebreitet wird. Nachdem die Dispersion auf dem Band ausgebreitet ist, wird es dann zur Lösungsmittelentfernung durch den Ofen 6 geführt, der einen Ventilator 7 und eine Heizung8 besitzt. Ein Austrittsrohr 9 bringt die mit dem Lösungsmittel beladene Luft zu einer Anlage zur Wiedergewinnung des Lösungsmittels. Nachdem das Material den Ofen 6 passiert hat, gelangt es in den Gelierofen 10, der einen Ventilator 11 und eine Heizung 12 besitzt.
  • Da hierbei wenig oder gar kein flüchtiges Material entwickelt wird, ist das Austrittsrohr 13 mit dem Ventilator 11 verbunden, um die Luft wieder zu gebrauchen.
  • Nachdem das Material den Gelierofen passiert hat, wird es durch die wassergekühlte Walze 14 abgekühlt und dann von dem Stahlband aus nichtrostendem Stahl abgelöst. Es kann bequem auf eine Rolle 15 aufgewickelt werden.
  • Wenn es gewünscht wird, eine Gewebeverstärkung einzuschließen, wird das verstärkende Gewebe von einer Rolle 16 über eine Streckrolle 17 und unter einer Druckrolle 18 abgespult. So liegt das Gewebe auf dem Band 1 aus nichtrostendem Stahl, bevor die Paste 4 darauf ausgebreitet wird. Wenn eine Gewebeverstärkung verwendet wird, ist es möglich, auf das Band 1 aus nichtrostendem Stahl zu verzichten und das verstärkende Gewebe als Träger zu benutzen.
  • F i g. 2 zeigt das Material 19, wie es durch den Auslaugtank 20, der warmes Wasser zur Entfernung des löslichen Porenbildners enthält, und dann durch den Trockenofen 21 zur Enfernung des Wassers gezogen wird. Am Ende wird das mikroporöse Material auf eine Rolle 22 aufgewickelt.
  • Beispiel 1 Man mischt in der Kälte 100 Gewichtsteile Polyvinylchlorid mit der Teilchengröße von 0,2 bis 1,5 Mikron zusammen mit 150 Gewichtsteilen Natriumchlorid mit der Teilchengröße von 10 bis 80 Mikron, 60 Gewichtsteilen Polypropylensebacat, 8 Gewichtsteilen eines geeigneten Stabilisators, z. B. einem epoxydierten Öl, 65 Gewichtsteilen Schwerbenzin als Lösungsmittel und 1 Gewichtsteil Pigment. Die ganze Mischung wird durch eine Dreirollenwalze geleitet, um eine gute Dispersion aller Bestandteile zu gewährleisten. Man erhält eine gleichmäßige Dispersion mit guten Fließeigenschaften. Die Dispersion wird mehrere Stunden stehengelassen oder einem Vakuum ausgesetzt, um eingeschlossene Luftblasen zu entfernen.
  • Sie wird dann mit einem Streichmesser auf einem Stahlband in einer Stärke von etwa 0,25 mm aufgetragen.
  • Das Material gleitet auf dem Band vorwärts in den Ofen zur Entfernung des Lösungsmittels, der eine Temperatur von 90°C zum verdampfen des Schwerbenzins hat. Danach kommt es in den Gelierofen, der auf 175°C gehalten wird, wobei das Polyvinylchlorid durch den Weichmacher geliert wird. Nach dem Austritt aus dem Gelierofen wird die Folie vom Band abgelöst und in Wasser geleitet, um das Natriumchlorid auszulaugen, worauf es bei ungefähr 60°C getrocknet wird. Wenn das Stahlband eine hochglanzpolierte Oberffäche hat, bekommt die damit in Kontakt befindliche Kunststoffoberfiäche eine hochglänzende, schmutzabstoßende Oberfläche, die durch die nachfolgenden Auslauge- und Trockenstufen nicht verändert wird, was eine fertige Folie ergibt, die auch diese erwünschte glänzende Oberfläche besitzt.
  • Das Endprodukt hat eine Permeabilität für Wasserdampf von 1460 g/m2/24 Stunden und eine Porengröße von 1,3 Mikron.
  • Beispiel 2 Poly6vinylchlorid (0,2 bis 1,5 Mikron) 100 Teile natriumchlorid (10 bis 80 Mikron) .... 250 Teile Polypropylensebacat ................ 56 Teile Dicaprylpthalat ............... . 14 Teile Stabilisator . .. .. . ... 8 Teile Schwerbenzin ':.::..: .... .:.:...::. 14 Teile Pigment ................. 1 Teil Die Einzelheiten der Herstellung sind ähnlich wie die von Beispiel 1.
  • Das Endprodukt hat eine Permeabilität für Wasserdampf von 1900 g/m2/24 Stunden und eine effektive Porengröße von 10 Mikron.
  • Beispiel 3 Polyvinylchlorid (0,2 bis 1,5 Mikron) 100 Teile Natriumchlorid (10 bis 80 Mikron) ... 370 Teile Trixylenylphosphat .................. 70 Teile Stabilisator ............................ 8 Teile Schwerbenzin X 27 Teile pigment ................................. 1,6 Teile Die Mischung oder Paste, die wie im Beispiel 1 hergestellt wird, wird etwa 0,5 mm dick auf ein Baumwollgewebe aufgetragen. Das anschließende Herstellungsverfahren ist das gleiche wie im Beispiel 1.
  • Das Endprodukt hat eine Permeabilität für Wasserdampf von 3120g/m2/24Stunden und eine effektive Porengröße von 2,4 Mikron.
  • Beispiel 4 Polyvinylchlorid (0,2 bis 1,5 Mikron) 60 Teile PVC (10 bis 100 Mikron) ................. 40 Teile Natriumchlorid (10 bis 80 Mikron) ........... 300 Teile @prylphthalat ............................ 60 Teile @lisator ................................. 8 Teile Schwerbenzin .............................. 45 Teile Pigment ................................... 1 Teil Die Paste wird etwa 0,76 mm dick auf ein gestricktes Polyäthylenterephthalatnetz aufgetragen, das auf einem Band aus nichtrostendem Stahl liegt. Nach der Verarbeitung, wie oben, hatte das Endprodukt eine Permeabilität für Wasserdampf von 2400 g/m2/24 Stunden und eine effektive Porengröße von 1,4 Mikron.
  • Bei der Beschreibung der Herstellung und in den Beispielen ist als Polymerisat Polyvinylchlorid angegeben. Das Verfahren kann jedoch, wie oben angegeben, auf ein Mischpolymerisat des Vinylchlorids mit einem Äthylenderivat, wie Vinylacetat, angewendet werden, das in der Kälte keine merkliche Löslichkeit in den in der besonderen Masse verwendeten Weichmachern besitzt, da eine solche Löslichkeit leicht die Permeabilität des Endproduktes herabsetzt.
  • Keine Schwierigkeiten würden sich im allgemeinen bei der Verwendung von polymeren Weichmachern ergeben, und es ist möglich, für das Polyvinylchlorid im Beispiel 1 ein Mischpolymerisat aus Vinylchlorid mit 501o Vinylacetat einzusetzen. Die Biegsamkeit des Endproduktes wird etwas größer, wobei keine oder nur wenig Verminderung der Permeabilität für Wasserdampf eintritt.
  • Das verbesserte Produkt kann für viele Zwecke eingesetzt werden; unter anderem für Kleidung, z. B.
  • Regenkleidung, Schutzkleidung, Schuhhüllen, Futterstoffe und Polsterungen.
  • Patentansprüche : 1. Verfahren zur Herstellung mikroporöser Folien auf der Grundlage von Vinylchloridpolymerisaten mit einer Teilchengröße von weniger als 150 Mikron, Weichmachern und Porenbildnern, wobei eine Dispersion aus diesen Komponenten mit einem das Polymerisat nicht lösenden, bei verhältnismäßig niedriger Temperatur verdampfenden Lösungsmittel für die Weichmacher auf eine Unterlage aufgetragen, das Lösungsmittel durch Erwärmen entfernt und anschließend die restliche Dispersion mehrere Minuten auf Geliertemperatur unter Ausbildung einer Folie erhitzt, die Folie abgekühlt, der Porenbildner ausgelaugt und die erhaltene poröse Folie getrocknet wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß ein wasserlöslicher Porenbildner mit einer Teilchengröße zwischen 5 und 80 Mikron verwendet wird, wobei der Anteil des Porenbildners nicht weniger als 150 bis zu 400 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile Polymerisat beträgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für Folien von etwa 0,025 bis 0,1 mm als Porenbildner Natriumchlorid mit einer Kornfeinheit von 5 bisw 10 Mikron verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für Folien von etwa 0, 15 mm oder mehr als Porenbildner Natriumchlorid in einer Kornfeinheit von 10 bis 80 Mikron verwendet wird.
DE1959P0022715 1958-05-02 1959-04-30 Verfahren zur Herstellung mikroporoeser Folien Pending DE1292391B (de)

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