DE1291C - Tangential-Schleudermaschine zum Zerkleinern und Mischen beliebiger fester Materialien - Google Patents

Tangential-Schleudermaschine zum Zerkleinern und Mischen beliebiger fester Materialien

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DE1291C
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Description

1S77.
50 7
FRIEDR. SCHIFFNER in Cementfabrik OBERCASSEL bei BONN.
Tangential-Schleudermaschine zum Zerkleinern und Mischen beliebiger fester Materialien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l8. December 1877 ab.
Wie die Zeichnung erkennen läfst, besteht die Maschine aus einer horizontal gelagerten und mittelst Riemen in dem in Fig. 2 angegebenen Sinne bewegten Welle, welche ein Flügelrad, hier mit vier Flügeln, trägt. Dieses Flügelrad bewegt sich in einem feststehenden Gehäuse, welches zu drei Viertel des Unifanges cylindrisch ist und an dessen inneren Peripherie die Flügel dicht vorbeistreichen. Der vierte Quadrant des Gehäuses besteht aus einem quadratischen Raum, welcher durch eine horizontale und verticale geradlinige Wand, welche den cylindrischen Theil tangiren, abgeschlossen ist. Das Gehäuse ist seitlich durch Deckel ganz dicht verschlossen, mit Ausnahme einer concentrischen Oeffnung in dem der Welle abgekehrten Deckel, welche zum Einfüllen der zu zerkleinernden bezw. zu mischenden Materialien dient. Die Wirkungsweise der Maschine ist nun folgende: Das durch die Mundöffnung eingegebene Material wird infolge der ihm durch die Bewegung des Flügelrades erfheilten Centrifugalkraft an die Peripherie des feststehenden Gehäuses getrieben und hierbei schon zerkleinert. In dem vierten Quadrant m des Gehäuses wird das Material infolge der ihm ertheilten Tangentialkraft gegen die verticale Wand xy geschleudert und hier wieder zerkleinert. Soll die Maschine blos zum Zerkleinern dienen, so ist diese verticale Wand xy aus einem Rost von Gufs-' Stahlstäben gebildet, wie Fig. 4 im horizontalen Durchschnitt zeigt, dessen freie Zwischenräume je nach der erforderlichen Feinheit des zerkleinerten Materials enger oder weiter sind. Das genügend zerkleinerte Material passirt- diesen Rost und gelangt so1 aus der Maschine, während die groben Stücke zurückprallen und nun wieder von neuem gegen die verticale Wand geschleudert werden, so lange bis die Gröfse derselben ein Passiren des Rostes gestattet. Soll die Maschine gleichzeitig zerkleinern und mischen, so besteht die verticale Wand aus einer massiven Gufsstahlplatte, welche eine genügend grofse, jedoch durch einen Schieber verschlossene Oeffnung hat, wie Fig. 5 zeigt. Der Schieber wird nun nicht eher geöffnet, also das Material nicht eher aus der Maschine entfernt, bis die Zerkleinerung und Mischung in der gewünschten Weise erfolgt ist, was durch die Entnahme einer Probe, indem man einen in der Peripherie des Gehäuses sitzenden und dicht verschliefsbaren Zapfen herauszieht, constatirt werden kann, meistentheils aber durch die Erfahrung an die, Hand gegeben wird, da in diesem Falle die in die Maschine eingefüllten Quantitäten jedesmal bestimmte sind.
Die Flügel des Flügelrades sind mit Gufsstahlplatten belegt, so dafs ein Auswechseln der letzteren und aufserdem auch ein Nachstellen derselben beim Verschleifs der Peripherie des Gehäuses ermöglicht ist.
Der wesentliche Unterschied dieser Maschine gegen frühere Constructionen dieser Art, z. B. die Rittinger'sche Schleudermaschine und den V apart'sehen Apparat, besteht darin, dafs die Tangentialkraft der Masse ausgenutzt wird und das Material immer wieder von der verticalen Brechplatte abprallend nach dem Centrum zurückfällt und nun wieder gegen die Platte bezw. Wand geschleudert wird und sich dieses Spiel so lange wiederholt, bis die genügende Feinheit erlangt ist bezw. sich beliebig lange ausdehnen läfst.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE000000001291DA 1877-12-17 1877-12-17 Tangential-Schleudermaschine zum Zerkleinern und Mischen beliebiger fester Materialien Expired - Lifetime DE1291C (de)

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  • 1877

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