DE1290150B - Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes der Flavon-5, 7-di-(oxyessigsaeure) - Google Patents
Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes der Flavon-5, 7-di-(oxyessigsaeure)Info
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- C07D311/00—Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
- C07D311/02—Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
- C07D311/04—Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
- C07D311/22—Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4
- C07D311/26—Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4 with aromatic rings attached in position 2 or 3
- C07D311/28—Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4 with aromatic rings attached in position 2 or 3 with aromatic rings attached in position 2 only
- C07D311/30—Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4 with aromatic rings attached in position 2 or 3 with aromatic rings attached in position 2 only not hydrogenated in the hetero ring, e.g. flavones
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Description
- Es ist bekannt, daß verschiedene Flavone, besonders gewisse Isoflavone, Chaleone und Catechole, eine Provitamin P-Wirkung aufweisen.
- Es wurde nun gefunden, daß das Dinatriumsalz der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) im Vergleich zu bekannten Flavonen eine überragende Provitamin-P-Aktivität aufweist und eine wesentlich verstärkende Wirkung auf den Widerstand der Geläßgewebe besitzt.
- In Vergleichsversuchen wurde die histologische Wirkung des Dinatriumsalzes der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) mit derjenigen der folgenden bekannten Verbindungen verglichen: Rutin, Hesperidin, 7-Hydroxyflavon, 5,7-Dihydroxyflavon, 7-Athoxyflavon, Natriumsalz der Flavon-7-oxyessigsäure. i)ie mergel angewanclte versucnstecnnik bestand in der experimentellen Verhinderung bzw. Heilung von Skorbut bei Meerschweinchen, denen oral eine skorbuterzeugende »Beaton«-Diät (B e a t 0 n und Mitarbeiter, Journal of Nutrition, Bd. 70, 1960, S. 321 bis 328) verabreicht wurde, die im wesentlichen aus Casein, Stärke, Cellulose, Vitaminen, Lebertran, Weizenkeimöl, mineralischen und organischen Salzen, Wasser und einem Zusatz von 1 mg Ascorbinsäure pro 100 g Körpergewicht und Tag bestand. An den Tieren wurden die folgenden Merkmale beobachtet: a) Sterblichkeit, b) Gewichtsveränderung, c) Veränderung der Widerstandsfähigkeit der Kapillaren (P a r r o t J.-L., Presse medicale, Paris, Masson Editeurs, Bd. 62, 1954, S. 615), d) Hämorrhagischer Zustand, e) Histologisches Aussehen der Schilddrüse, der Nebennieren und der Knorpel-Rippen-Verbindungsstellen.
- Es wurden jeweils Gruppen von 10 Tieren untersucht. Die Versuchsdauer betrug 28 Tage.
- Zusätzlich zu der mit Ascorbinsäure versetzten Grunddiät wurde an jedes Tier oral täglich 1 mg der zu untersuchenden Substanz pro 100 g Körpergewicht verabreicht (die Menge an aktivem Prinzip wurde im Falle von Glykosiden als Aglykon berechnet). Ferner wurden Versuche mit Vergleichstieren durchgeführt, bei denen die Tiere keine der zu prurenclen Substanzen erzielten, sonuern wobei in einer Versuchsreihe den Tieren lediglich die oben angegebene skorbuterzeugende Grunddiät mit einem Zusatz von 1 mg Ascorbinsäure pro 100g Körpergewicht pro Tag verabreicht wurde und in. einer anderen Versuchsreihe die Tiere nur eine normale Nahrung, die aus Naturprodukten, wie Kraut, Karotten, Runkelrüben u dgl., bestand, erhielten. Diese Nahrung entsprach einer normalen, der Gesundheit dienenden Kost. In der folgenden Tabelle sind die hierbei erhaltenen Versuchsergebnisse zusammengestellt:
Aus den Versuchen ergibt sich somit, daß die Vergleichstiere, die lediglich mit einer skorbuterzeugenden Nahrung gefüttert wurden, skorbutkrank wurden, wobei vier Tiere verendeten und die durchschnittliche Widerstandsfähigkeit der Kapillaren im Verlauf der 28tägigen Versuchsdauer erheblich abnahm. Dagegen traten bei den Tieren, die zusätzlich mit der zu prüfenden Substanz behandelt wurden, praktisch keine Todesfälle ein. Das Dinatriumsalz der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) ergibt im Vergleich zu den bekannten Verbindungen eine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Kapillaren im Verlauf der 28tägigen Versuchsdauer. Das mittlere Gewicht der Tiere blieb im Verlauf des Versuchs praktisch unverändert.Widerstands- fähigkeit Sterblich Gewicht Histologie der Kapillaren keit bei Verbindung hämorrhagie 10 Mcer- zu nach Be- zu nach Be- schwein- Beginn endigung Beginn endigung Schilddrüse Nebennieren Knorpel-Rippen- chen des des des des Verbindungsstellen Versuchs Versuchs Versuchs Versuchs Rutin 0 390 329 30.5 13,75 keine geringe, aber geringe Hyper- praktisch normal eindeutige aktivierung Hyperakti- vierung Hesperidin 1 395,8 367 30,8 15 einzelene hämor- einzelne Hyper- einzelne Hyper- praktisch normal rhagische aktivierung aktivierung Lungen- suffusion 7-Hydroxyflavon 0 394 389 30 25 keine normales Aus- normales Aus- normales Aus- sehen sehen sehen 5,7-Dihydroxy- 0 400 386 31,5 31 keine normales Aus- normales Aus- normales Aus- flavon sehen sehen sehen 7-Äthoxylfavon 0 402 373 32 24 keine normales Aus- normales Aus- normales Aus- sehen sehen sehen Natriumsalz der 0 401 378 32 30,2 keine normales Aus- normales Aus- normales Aus- Flavon-7-oxy- sehen sehen sehen essigsäure Dinatriumsalz 0 402 397 30,5 35,5 keine normales Aus- normales Aus- normales Aus- der Flavon- sehen sehen sehen 5,7-di-(oxyessig- säure) Vergleichstiere 4 - 404 358,3 32,5 12,5 Hämorrhagie, Hyperaktivie- Hyperaktivie- Typisch mit Grunddiät hauptsächlich rung rung anarchisches und Ascorbin-die Lungen Aussehen säure betreffend, aber auch das Mesenterial- emphysem, serebral und andere Teile und Vergleichatierc 0 398,5 486 32,56 33,16 keine normales Aus- normales Aus- normale An- mit normaler sehen sehen ordnung Diät - Ferner zeigte sich, daß bei den Vergleichstieren mit normaler Nahrung das Gewicht dieser Tiere im Verlauf des Versuchs zunahm, da sie überfiittert wurden. Die Widerstandsfähigkeit der Kapillaren war bei diesen Tieren zu Beginn und nach Beendigung der 28tägigen Versuchsdauer praktisch dieselbe.
- Die aus der Tabelle ersichtliche Zunahme um 0,6 (1, 848/«,) liegt innerhalb der Meßfehlergrenzen. Diese Schwankungen des erhaltenen Mittelwerts sind beispielsweise auf die jeweils aufgenommene bzw. von den Tieren bevorzugte Nahrung zurückzuführen.
- Darauf beruht auch die Schwankung der Widerstandsfähigkeit der Kapillaren zwischen 30 und 32,56 zu Beginn des Versuchs bei den zu diesem Zeitpunkt ausnahmslos gesunden Tieren (vgl. senkrechte Spalte 5 der Tabelle).
- Aus den Versuchen geht hervor, daß das Dinatriumsalz der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) in der Provitamin P-Wirkung den bekannten Verbindungen überlegen ist und es eine hervorragende antiskorbutische Wirkung aufweist.
- Das Dinatriumsalz der Flavon-5,7-di-(oxyessig säure) wird dadurch hergestellt, daß man in an sich bekannter Weise 5, 7-Dioxyflavon mit 2 Mol oder einer größeren Menge einer Halogenessigsäure in Gegenwart von Natrium- oder Kaliumhydroxyd bei erhöhter Temperatur umsetzt, das Reaktionsgemisch ansäuert, durch Behandlung mit Ammoniak die mitentstandene 5-Oxyflavon-7-oxyessigsäure als Ammoniumsalz abtrennt, die ammoniakalische Mutterlauge ansäuert und die erhaltene Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) in das Dinatriumsalz überführt.
- Beispiel 22,6 g 5,7-Dioxyflavon werden in 145 ml 80 bis 90"C warmer, 2,S0joiger wäßriger Natronlauge aufgelöst; zu der Lösung wird bei dieser Temperatur eine Lösung von 37 g Bromessigsäure in 74 ml Wasser gegeben, wobei der pH-Wert der Mischung durch gleichzeitige Zugabe von verdünnter Natronlauge alkalisch gehalten wird. Anschließend wird die warme Lösung mit Salzsäure angesäuert, der gebildete Niederschlag wird abfiltriert und mit Wasser ausgewaschen. Es werden etwa 26g eines dunkelbraunen Rohproduktes erhalten, das in zwei Anteilen aus einer 70/oigen Ammoniaklösung umkristallisiert wird. Das hierbei ausfallende, in Wasser sehr schwerlösliche Ammoniumsalz der 5-Oxyflavon-7-oxyessigsäure wird durch Abfiltrieren abgetrennt. Das Filtrat wird dann mit Salzsäure angesäuert, wobei man etwa 16, 5 g unreine Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) erhält. Nach der Umkristallisation der Verbindung aus Phenol und Dimethylformamid werden 9 g reine weiße Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) vom F.
- = 290 C (Zersetzung) (die Schmelzpunktbestimmung erfolgte in einem Thiele-Rohr unter sehr raschem Erhitzen) verhalten. Dann wird die Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) in Wasser suspendiert und mit einer stöchiometrischen Menge an reiner Natronlauge neutralisiert. Hierauf wird das Ganze im Vakuum eingedampft, wobei als Rückstand das Dinatriumsalz der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) in quantitativer Ausbeute in der Form eines gelblichen Pulvers, das in Wasser leichtlöslich und in allen üblichen organischen Lösungsmitteln selbst in der Wärme unlöslich ist, erhalten wird. Die wäßrige Lösung des Dinatriumsalzes ist neutral und fluoresziert im ultravioletten Licht blaugrün. Das Infrarotspektrum der Verbindung ergibt eine CO-Bande (Ketobande) ber 1645 cm-1; weitere CO-Banden treten nicht auf.
- Die Ausbeute an dem Dinatriumsalz der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure), bezogen auf das eingesetzte 5,7-Dioxyflavon, beträgt 27% der Theorie. Bei erhöhter Temperatur zersetzt sich die Verbindung, so daß eine Schmelzpunktbestimmung nicht möglich ist.
Claims (1)
- Die Elementaranalyse des vorher bei 1 100C getrockneten Produkts ergab in Gewichtsprozent rur C1 9H12O8Na2: Gefunden : . C 54,3, H 3,08, Na lO,80/o; berechnet ... C 55,08, H 2,92, Na 11,10% Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes der Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure), d a d u r c h gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 5,7-Dioxyflavon mit 2 Mol oder einer größeren Menge einer Halogenesstgsäure in Gegenwart von Natrium- oder Kaliumhydroxyd bei erhöhter Temperatur umsetzt, das Reaktionsgemisch ansäuert, durch Behandlung mit Ammoniak die mitentstandene 5-Oxyflavon-7-oxyessigsäure als Ammoniumsalz abtrennt, die ammoniakalische Mutterlauge ansäuert und die erhaltene Flavon-5,7-di-(oxyessigsäure) in das Dinatriumsalz überRuhrt.
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