DE1286692B - Kosmetische, pharmazeutische oder schuetzende Mittel zur Aufbringung auf die Haut sowie Salbengrundlagen - Google Patents

Kosmetische, pharmazeutische oder schuetzende Mittel zur Aufbringung auf die Haut sowie Salbengrundlagen

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DE1286692B
DE1286692B DEW29482A DEW0029482A DE1286692B DE 1286692 B DE1286692 B DE 1286692B DE W29482 A DEW29482 A DE W29482A DE W0029482 A DEW0029482 A DE W0029482A DE 1286692 B DE1286692 B DE 1286692B
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cosmetic
pharmaceutical
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Dr Dr Guenther
Weitzel
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Kolmar Laboratories Inc
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/33Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing oxygen
    • A61K8/37Esters of carboxylic acids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q17/00Barrier preparations; Preparations brought into direct contact with the skin for affording protection against external influences, e.g. sunlight, X-rays or other harmful rays, corrosive materials, bacteria or insect stings

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Description

  • Aus der deutschen Patentschrift 906 371 sind Hautschutzmittel bekannt, die praktisch gesättigte synthetische Wachse aus höheren einwertigen Alkoholen und höheren Fettsäuren enthalten, in denen mindestens eine der Komponenten eine verzweigte Kohlenstoffkette besitzt. Diese Wachse, die Monocarbonsäureester einwertiger Alkohole sind, dienen als festhaftendes, wasserabweisendes Hautschutzmittel.
  • Aus der deutschenPatentschrift 1 084 441 sind außerdem Hautschutzsalben mit einem Gehalt an methylverzweigten, langkettigen organischen Verbindungen bekannt, die bis zu etwa 100(0 an langkettigen aliphatischen Verbindungen, wie Alkoholen, Säuren und/oder Estern enthalten, in denen eine oder mehrere seitenständige Methylgruppen im mittleren Bereich der Kohlenstoffkette der langkettigen aliphatischen Verbindungen angeordnet sind. Diese verzweigten langkettigen organischen Verbindungen dienen bekanntermaßen dazu, die Wasserdampfdurchlässigkeit von Hautschutzsalben zu erhöhen, um die Wasserdampfabgabe von der Hautoberfläche beim Aufbringen einer Salbe möglichst wenig zu behindern. Durch die in der Patentschrift aufgeführten verzweigten Alkohole, Säuren und Ester von Monocarbonsäuren mit einwertigen Alkoholen wird die Wasserdampfdurchlässigkeit von Salben und Salbengrundlagen zwar erhöht, doch wäre es wünschenswert, diesen Effekt noch weiterzusteigern. Das außerdem genannte Methylstearinsäuretriglycerid ist für den genannten Zweck nicht geeignet, da Glyceride zellvertraute Materialien sind und daher auf der Haut relativ schnell hydrolytisch gespalten werden und dabei übelriechende und die Haut reizende Carbonsäuren entstehen lassen.
  • Aufgabe der Erfindung war es daher, Mittel zur Aufbringung auf die Haut sowie Salbengrundlagen mit erhöhter Wasserdampfdurchlässigkeit zu finden, die sich auf der Haut nicht zersetzen und keine Haut, reizung verursachen.
  • Die kosmetischen, pharmazeutischen oder schützenden Mittel zur Aufbringung auf die Haut sowie Salbengrundlagen nach der Erfindung mit einem Gehalt an verzweigten aliphatischen Carbonsäureestern sind dadurch gekennzeichnet, daß die Ester solche von aliphatischen Die oder Polycarbonsäuren mit wenigstens 3 Kohlenstoffatomen im Molekül mit einwertigen aliphatischen Alkoholen sind, wenigstens zwei Estergruppen pro Molekül besitzen und eine Gesamtkohlenstoffzahl von wenigstens 12 aufweisen. Vorzugsweise sind die Ester solche von Dicarbonsäuren mit 3 bis 16 Kohlenstoffatomen im Molekül.
  • Für die erwünschte Wirkung auf die Wasserdampfdurchlässigkeit der Mittel oder Salbengrundlagen ist es von sekundärer Bedeutung, ob die verwendeten Ester gesättigt oder ungesättigt sind.
  • Sehr geeignet sind die Ester der unverzweigten Dicarbonsäuren von den Malonsäureestern an bis beispielsweise den Estern mit 16 Kohlenstoffatomen, wie die Ester der Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Nonan-, Decan-, Undecan-, Dodecan-, Tridecan- und Tetradecandicarbonsäure.
  • Günstig ist auch die Verwendung von Estern verzweigtkettiger Dicarbonsäuren, deren seitenständige Reste zweckmäßiger 1 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisen. Beispiele hierfür sind die Ester von Methylbis Decylmalonsäure, Methyl- bis Decylbernsteinsäure, cx- oder BMonomethyl- bis Monodecylglutar- säure sowie o a,fl-, B, oder fi,fl-alkylverzweigte Glutarsäuren mit zwei oder drei gleichen oder verschiedenen Seitenresten mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen. Andere Beispiele hierfür sind Diester verzweigter Adipinsäuren, wie beispielsweise von o'-Methyl-, fl-Methyl-, a,or-, a,p-, ß,ß- und ,y-Dimethyl-, -Trimethyl- und -Tetramethyl-adipinsäuren. Auch die seitenständigen Reste im Dicarbonsäureanteil der nach der Erfindung verwendeten Ester können ihrerseits wieder verzweigt sein, wie beispielsweise Isopropylreste, Isobutylreste oder Isoamylreste, und Beispiele hierfür sind die Ester von Isopropylmalonsäure, Isopropyl-, Isobutyl-, Isoamylbernsteinsäure, -glutarsäure oder -adipinsäure.
  • Bei den Estern der Tricarbonsäuren oder anderen Polycarbonsäuren, wie z. B. Zitronensäure, Isozitronensäure oder cis-Aconitsäure, genügt es für den erwünschten Effekt, wenn zwei der Carboxylgruppen mit einem einwertigen aliphatischen Alkohol verestert sind.
  • Die alkoholischen Komponenten der nach der Erfindung verwendeten Carbonsäureester bestehen zweckmäßigerweise aus verzweigtkettigen Alkoholen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen. Von den methylverzweigten Alkoholen sind als Beispiele außer den monomethylierten Dimethyloctan, Geraniol, Citronellol, Dihydrocitronellol, Dihydrogeraniol, Tetrahydrogeraniol, Nerol, Farnesol oder Nerolidol zu nennen und besonders vorteilhaft. Außer den methylverzweigten Alkoholen sind aber auch solche mit längeren, gegebenenfalls selbst wieder verzweigten Alkylseitenresten und mit quartären Kohlenstoffatomen gut brauchbar, wobei als Beispiele die Ester von Äthylbutanol bis Äthyloctadecanol und die entsprechenden Propyl-, Butyl-, Isopropyl-, Isobutyl-und Isoamylalkohole zu nennen ist. Allerdings nimmt der erwünschte Effekt ab, wenn die Seitenkette der Alkoholkomponente der nach der Erfindung verwendeten Ester in gerader Kette mehr als 8 Kohlenstoffatome aufweist.
  • Die Ester sind in den kosmetischen, pharmazeutischen oder schützenden Mitteln zur Aufbringung auf die Haut oder Salbengrundlagen je nach der Verwendung in Mengen von 1 bis 500/o vorhanden.
  • Während die bekanntermaßen zur Erhöhung der Wasserdampfdurchlässigkeit von Hautschutzsalben verwendeten Monocarbonsäureester einwertiger Alkohole beispielsweise bei Zusatz zu Vaseline oder einem Gemisch von Lanolin und Vaseline die Wasserdampfdurchlässigkeit um nur 3 bis 16°/o erhöhen, wird die Wasserdampfdurchlässigkeit der gleichen Salbengrundlagen mit den Dicarbonsäureestern einwertiger Alkohole nach der Erfindung zum 25 bis 330in erhöht, was eine wesentliche Verbesserung -darstellt, da eine Erhöhung der Wasserdampfdurchlässigkeit um mehr als 20 °/0 in der Praxis als gut anzusehen ist.
  • Beispiel 1 Adipinsäure-digeranylester 20 g Adipinsäure wurden mit 120 g Thionylchlorid 1 Stunde unter Rückfluß im siedenden Wasserbad erhitzt, danach wurde das überschüssige Thionylchlorid abdestilliert und das zurückbleibende Adipinsäuredichlorid in 100 cm3 Toluol aufgenommen. Sodann gab man 30 g Geraniol und 50 cm3 Pyridin zu, worauf sich die Lösung erwärmte. Nach beendeter Reaktion erhitzte man noch 1 Stunde unter Rückfluß zum Sieden, nahm in Petroläther auf, wusch mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und wäßriger Chlorwasserstofflösung und trocknete sodann mit Calciumchlorid. Durch Fraktionierung bei 0,5 mm Hg wurde dann zunächst das überschüssige Geraniol entfernt, worauf dann der Adipinsäure-digeranylester bei 220° C/0, 7 mm Hg destilliert wurde. Molekulargewicht 418,6, Säurezahl 0,0, Verseifungszahl: Berechnet 268,1, gefunden 269010.
  • Ein Gemisch aus 30 Teilen Lanolin und 30 Teilen wasserfreier Vaseline wurde mit 20 Teilen Wasser und 20 Teilen Adipinsäure-digeranylester versetzt und durch intensives mechanisches Rühren homogenisiert.
  • Nach dem Aufstreichen auf menschliche Haut stellte sich nach etwa 5 Minuten ein Gleichgewicht der Wasserdampfabgabe ein, die praktisch derjenigen der unbedeckten Haut gleichkommt.
  • Beispiel 2 Methylmalonsäure-difarnesylester 174,2 g Methylmalonsäure-diäthylester wurden mit 111 g Farnesol und 0,5 cm3 konzentrierter Schwefelsäure versetzt und 5 Stunden im Ölbad auf 130"C erhitzt. Dabei wurde frei werdender Äthylalkohol laufend abdestilliert. Nunmehr wurde im Vakuum der nicht umgesetzte Methylmalonester (Kplo mm gh = 93°C) abdestilliert. Der Rückstand wurde in Petroläther aufgenommen, mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und sodann über Calciumchlorid getrocknet. Man erhielt ein Gemisch von Methylmalonsäure-difarnesylester und Methylmalonsäure-äthyl-farnesylester. Dieses Gemisch wurde als solches Salbengrundstoffen zugesetzt oder in die beiden Bestandteile durch Destillation getrennt, worauf jeder der beiden Ester für sich als Zusatzstoffzu Salbengrundstoffen verwendet wurde.
  • Beide Verbindungen fördern den Wasserdampfdurchtritt durch Salben oder Salbengrundlagen.
  • Methylmalonsäure-äthyl-farnesylester : 155" C/0,03 mm Hg, Verseifungszahl = 320.
  • Methylmalonsäure-difarnesylester 2250 C/0,03 mm, Verseifungszahl = 213.
  • In analoger Weise wurde auch Äthylmalonsäuredifarnesylester und Äthylmalonsäure-farnesyl-äthylester sowie Malonsäure-difarnesylester und Malonsäurefarnesyl-äthylester hergestellt.
  • Äthylmalonsäure-difarnesylester : Verseifungszahl = 207,5.
  • Äthylmalonsäure-farnesyl-äthylester : Verseifungszahl = 307,8.
  • Malonsäure-difarnesylester : Verseifungszahl = 218,9.
  • Malonsäurefarnesyl-äthylester : Verseifungszahl 333,5.
  • Beispiel 3 ß-Äthyladipinsäure-bis-dihydrocitronellylester 43, 6 g ß-Äthyladipinsäure wurden mit 200 cmS Thionylchlorid wie im Beispiel 1 in das Säurechlorid übergeführt. Dieses wurde in 200cm3 Toluol aufgenommen und mit 158 g Dihydrocitronellol (Molgewicht 158,3) und 100 cm3 Pyridin versetzt. Nach beendeter Reaktion wurde wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Das überschüssige Dihydrocitronellol wurde bei 1300 C/10 mm Hg abdestilliert, der erhaltene ß-Äthyladipinsäure-bis-dihydrocitronellylester besaß einen Siedepunkt von 230"C bei 0,6 mm Hg und eine Verseifungszahl von 247.
  • Die ß-Äthyladipinsäure war auf folgende Weise gewonnen worden: p-Äthylphenol, gewonnen durch Kalischmelze von p-Äthylbenzolsulfonsäure, wurde mit 100/,dem Nickelkatalysator ohne Verwendung eines Lösungsmittel bei 150 atü und 150"C hydriert.
  • Das Hydrierungsprodukt wurde nach Abfiltrieren des Katalysators bei Normaldruck destilliert, und die bei 182 bis 205"C übergehende Fraktion wurde in Gegenwart von Ammoniumvanadat mit Salpetersäure oxydiert. Man erhielt 58 g p-Äthylcyclohexanol sowie 50 g rohe ß-Äthyladipinsäure, die durch Umkristallisieren aus Benzol-Petroläther gereinigt wurde. F. 60 bis 61"C.

Claims (2)

  1. Patentansprüche : 1. Kosmetische, pharmazeutische oder schützende Mittel zur Aufbringung auf die Haut sowie Salbengrundlagen, mit einem Gehalt an verzweigten aliphatischen Carbonsäureestern, d a d u r c h g ekennzeichnet, daß die Ester solche von aliphatischen Die oder Polycarbonsäuren mit wenigstens 3 Kohlenstoffatomen im Molekül mit einwertigen aliphatischen Alkoholen sind, wenigstens zwei Estergruppen pro Molekül besitzen und eine Gesamtkohlenstoffzahl von wenigstens 12 aufweisen.
  2. 2. Mittel sowie Salbengrundlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ester solche von Dicarbonsäuren mit 3 bis 16 Kohlenstoffatomen im Molekül sind.
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