DE128569C - - Google Patents

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DE128569C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/10Actions, e.g. key actions, couplers or stops

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Harmoniums ist das Einhängen sämmtlicher Spiele durch Druck gegen einen Kniehebel, sogen. Grand Jeu, wohl bekannt. Der Erfindungsgegenstand betrifft nun eine Vorrichtung, welche durch den Grand Jeu-Kniehebel in einfachster Weise in Thätigkeit gesetzt wird und mittels welcher je nach der Stärke des zunehmenden oder abnehmenden Druckes ein oder mehrere Spiele ein- oder .ausgehängt werden, wobei die Anzahl dieser Spiele durch eine im Rahmen angebrachte Trommel dem Spieler angezeigt wird.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Anordnung der Register, Fig. 2 die Verbindung der Anzeigetrommel mit der Vorrichtung zum stufenweisen Anstellen des Grand Jeu, Fig. 3 eine Ansicht der zur Erreichung des gewünschten Zweckes dienenden Vorrichtung.
Hinter den Registerführungsbacken a (Fig. 1) ist eine das Gehäuse durchquerende Welle b horizontal angeordnet. Dem Abstande der verschiedenen Register entsprechend sitzen auf dieser Welle b eine Anzahl hölzerne Excenter c von der in Fig. 1 erläuterten Form, wobei die Excenter von der Mitte des Instrumentes nach den Enden zu in gleichmäfsiger Abstufung kürzer werden. Die Welle b wird durch eine fest . auf ihr angebrachte Nockenscheibe d, die durch eine am Registerrahmen befestigte Feder e gegen einen Anschlag/ gezogen wird, in ihrer Lage, in welcher die Register geschlossen sind, gehalten.
Zur Drehung der Wellet dient eine Riemscheibe g, die durch einen Riemen oder ein Band /; mit dem für Grand Jeu bekannten Kniedrücker verbunden ist. Wenn nun diese Riemscheibe und infolge dessen auch die Wellet gedreht wird, so werden nicht wie bei bekannten Einrichtungen sämmtliche Spiele geöffnet, sondern vorerst die beiden Spiele, welche dem gröfsten Excenter entsprechen. Wird der Druck auf den Kniehebel fortgesetzt, so wird die Riemscheibe und mithin auch die Welle b weiter gedreht und die zweitlängsten Excenter bewegen ihre entsprechenden Register. Bei Weiterdrehung der Welle werden nach einander die übrigen Spiele bis zum sogenannten Grand Jeu ausgehängt. Bei der entgegengesetzten Drehung der Excenter, d. h. also bei nachlassendem Kniedruck, werden die Spiele nach der Reihe wieder eingehängt.
Es ist mit dieser Anordnung also möglich, in das Grand jeu oder von demselben ih das gewöhnliche Spiel überzugehen, ohne das Ohr durch den plötzlichen Uebergang zu verletzen. Nichtsdestoweniger können bei plötzlich starkem Kniedruck sämmtliche Register in unbemerkbarem Zeitabstande eingehängt werden. Um dem Spieler die Anzahl der eingehängten Spiele bekannt zu geben, wird mit der die Excenter c tragenden Welle b eine kantige Trommel k durch eine Schnur i verbunden. Auf der Trommel befinden sich die Nummern der verschiedenen Register, und zwar in den Abstufungen der Excenter c entsprechenden Abständen, so dafs entsprechend der Drehung die eine oder andere Kante der Trommel hinter einem im Rahmen angebrachten Ausschnitt sichtbar ist. Bei dem Loslassen des Kniehebels wird die Trommel k durch die Welle b ebenfalls in ihre Ruhelage gebracht, wobei die dieser Lage entsprechende Kante unbedruckt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Ein- und Aushängen sämmtlicher Spiele bei Harmoniums, dadurch gekennzeichnet, dafs durch die Bewegung des für Grand Jeu bekannten Kniedrückers eine Welle gedreht wird, welche den verschiedenen Registern entsprechend abgestufte Excenter trägt, so dafs die Excenter nach einander das
    Oeffnen oder Schliefsen der verschiedenen Spiele bewirken, während durch eine hinter einem Ausschnitt des Rahmens angebrachte, den Excenterabstufungen entsprechend eingetheilte und mit der Excenterwelle zwangläufig verbundene Trommel die Anzahl der eingehängten Spiele von aufsen sichtbar gemacht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BEnLIN. CEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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