DE12828C - Vorrichtungen an einer Maschine zum Auftragen von Flüssigkeiten (Wichse, Blut, Beizen u. dgl.) auf Leder behufs Präparation desselben - Google Patents

Vorrichtungen an einer Maschine zum Auftragen von Flüssigkeiten (Wichse, Blut, Beizen u. dgl.) auf Leder behufs Präparation desselben

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DE12828C
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Germany
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brush
cylinder
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leather
connection
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Application number
DENDAT12828D
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English (en)
Original Assignee
F. B. BATCHELDER in East Boston (Massachusetts U. S. A.)
Publication of DE12828C publication Critical patent/DE12828C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C15/00Apparatus for chemical treatment or washing of hides, skins, or leather

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 28: Gerberei.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine, welche dient, um die Oberfläche von Leder und anderen Stoffen mit Wichse, Schwärze, Blut, Beize etc. zu bestreichen, und zwar so, dafs beide Flächen des Leders etc. glatt werden.
Ein Cylinder B dient zum Fortbewegen des Leders und ist mit Vorrichtungen versehen, denselben rein zu halten; eine Zuführungswalze L und Bürste M zum Auftragen der Farbe werden durch Federn G gegen das Leder geprefst und sind mit Vorrichtungen versehen, um den Druck der Federn zu reguliren. Ein Farbenbehälter O mit Auftragwalze JV dient dazu, um die Bürste mit Wichse, Schwärze etc. zu versehen, und durch Schutzbleche R und W wird das Abropfen und Spritzen der Wichse vermieden. Der Bürstenwalze M wird aufser der Drehung eine hin- und hergehende Bewegung in Richtung der Axe ertheilt. Ein endloses Band U mit Bürsten dient dazu, um die Schwärze zu vertheilen, zu glätten und Unreinigkeiten zu beseitigen.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 die Seitenansicht der Maschine,
Fig. 2 die Frontansicht, wobei verschiedene Theile weggebrochen gezeichnet sind,
Fig. 3 der Querschnitt nach X-X, und
Fig. 4 der Grundrifs, theilweise der Horizontalschnitt.
A ist das Gestell der Maschine, in welchem der Cylinder B an Zapfen rotirt. An einem Ende von B sitzt das Rad C mit innerer Verzahnung, in welche die Zähne des kleinen Rades D eingreifen. Das Zahnrad D ist in dem Gestell A gelagert; das äufsere Ende seiner Welle trägt die abgestuften Riemscheiben E für den Treibriemen, so dafs der Cylinder, rascher oder langsamer gedreht werden kann.
Am Obertlieil des Gestelles sind die zwei kleinen Ständer F angebracht, an deren oberen Enden die Bahdfedern G befestigt sind. An ihrem äufseren Ende haben diese Bandfedern G Löcher, durch welche die Gewindezapfen H gehen; diese tragen oben die Flügelschrauben / und sind unten an die Federn J befestigt, welche ihrerseits wieder an dem Gestell befestigt sind.
Durch Anziehen der Schrauben / wird die Spannung der Federn und infolge dessen der Druck des Cylinders gegen die Walze und Bürste vergröfsert. Die Spannung der Federn G kann ferner durch die Druckschrauben K regulirt werden; diese sind in das Gestell geschraubt und stofsen unten an die Feder, so dafs sie, in die Höhe geschraubt, die Länge der Federn abkürzen.
In Lagern, welche an den Federn G befestigt sind, laufen die Walze L und die Bürstenwalze M, welche in kurzem Abstand von einander parallel zu einander angeordnet sind. Die Walze L ist mit Kautschuk oder einem ähnlichen Stoff überzogen; sie dreht sich durch · Friction auf dem Cylinder B und hat den Zweck, das Leder der Maschine zuzuführen.
Die Walzenbürste ist mit Filz, Schwamm, Schweineborsten oder ähnlichem, geeignetem bürstenartigem Material bedeckt und hat den Zweck, die Schwärze u. s. w. von der Walze JV aufzunehmen und auf das Leder zu übertragen. Die Walze JV ist über der Zuführungsrolle L oder über dem Raum zwischen L und der Bürstenwalze M angeordnet, und ihre Lager befinden sich in den Seitenwänden des Trichters O oder in dem Gestell A. Der Trichter O stützt sich auf das Gestell A und ist vorn offen. Die Walze N ist von Metall oder sonst geeignetem Material und schliefst glatt an den offenen Theil von O an, so dafs also der vordere Theil des Trichters O durch die Walze JV abgeschlossen wird und Nichts von dem Inhalt von O ausfliefsen kann.
Wenn nun iVrotirt, so nimmt es einen Ueberzug von der in O enthaltenen Wichse mit sich, und dieser wird von der Bürstenwalze M abgestreift und auf das Leder gebracht. JV und M werden vermittelst der Scheiben oder Röllchen P und der Riemen oder Schnüre Q oder vermittelst Zahnradübersetzungen von L aus in Bewegung gesetzt.
Da die Lager von L und M auf den Federn G ruhen, so werden L und M fest an das Leder, welches die Maschine passirt, gedrückt, indem sie sich der verschiedenen Dicke des Leders anbequemen.
Aus obigem geht hervor, dafs L und M zu gleicher Zeit durch eine einzige Operation gestellt werden können.
Der herabhängende Vordertheil von O ist als Schutzblech R ausgebildet; er erstreckt sich zwischen L und M und bezweckt, das Verspritzen von Wichse zu verhüten und etwaige ausgelaufene Wichse abzuleiten, so dafs sie von der Bürste M aufgenommen wird.
In einem der Lager von M oder auch in einem Rädchen, welches an dessen Welle befestigt ist, ist eine schiefe Rinne S eingeschnitten, in welcher der feste Stift T läuft. Durch diesen erhält die Bürste M bei ihrer Rotation eine hin- und hergehende Bewegung in der Richtung ihrer Axe, so dafs die Wichse gleichmäfsiger auf dem Leder vertheilt wird.
Parallel mit M, in kurzem Abstand hinter derselben ist ein endloses Band U angeordnet; dasselbe trägt auf seiner Aufsenfläche eine Reihe von Bürsten oder Pinseln, so dafs eine endlose Bürste entsteht. Dieses Band läuft um die Rollen V, von denen eine mit der Welle von M durch die Kegelräder, Fig. 4, verbunden ist.
Wenn also JV rotirt, so läuft U quer vor der Maschine her. Diese Bewegung in Verbindung mit dem Vorwärtsschieben des Leders bewirkt, dafs' die Bürste U diagonal über das Leder fegt und dadurch jedwede Ungleichheit der Aufträge (Wichse, Beize etc.) beseitigt und das Leder glättet.
W ist ein gebogenes Schutzblech, welches sich über die Bürste M legt und alle Wichse, die diese Bürste etwa verspritzt, auffängt. Dieses Blech ist an seinen oberen Ecken an Trägern, welche von dem Behälter O abstehen, oder auch an dem Gestell A befestigt.
Das untere Ende von W ist nach innen umgebogen, so dafs eine Rinne oder ein Kanälchen X entsteht, welches die von der Bürste M weggespritzte Wichse etc. in geeignet angebrachte Behälter abführt.
Da die Häute von unregelmäfsiger Gestalt sind, so wird der Cylinder B an einzelnen Stellen auch mit Wichse beschmiert. Diese Wichse auf dem Cylinder B würde, wenn sie nicht entfernt würde, eintrocknen oder die Unterseite des Leders, welches später durch die Maschine läuft, verschmieren. Es wird daher alle Wichse etc., welche etwa an dem Cylinder B hängen bleibt, durch das Messer oder den Kratzer Z entfernt, welcher durch die Federn B' gegen B angedrückt wird, deren Enden mittelst der Arme A' an dem Gestell A befestigt sind. Die Arme A' sind drehbar, so dafs das Messer Z von dem Cylinder behufs Reinigung entfernt werden kann.
Am Hintertheil von A', eventuell mit demselben aus einem Stück bestehend, befindet sich der Kanal C', welcher die durch A' von B abgekratzte Wichse aufnimmt. Am Boden des Kanals C befindet sich in einem Ende ein Loch, durch welches die gesammelte Wichse in den Trog D', welcher unter C' angeordnet ist, abfliefst; von hier aus gelangt sie in einen untergestellten Eimer.
Etwa noch an B haftendes Material, welches durch den Kratzer A' nicht entfernt worden ist, wird durch einen Leder-. oder Kautschukstreifen Ji', welcher an D' befestigt ist, entfernt. D' mitsammt E' werden durch die Feder F' gegen B angedrückt.
Das Auftragen verschiedener Stoffe, wie Wichse, Schwärze, Farbe, Beize kann auch zu gleicher Zeit durch eine und dieselbe Maschine erfolgen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. An einer Maschine zum Präpariren des Leders die Verbindung des Cylinders B mit einem Messer oder Kratzer Z, welcher durch die Feder B ■ gegen den Cylinder B gedrückt wird und mit dem Sammelkanal C verbunden ist, so dafs alle etwa an dem Cylinder B haftenden Auftragsstoffe für das Leder von demselben entfernt werden, und daher die Unterseite des nächstfolgenden Leders rein gehalten wird.
    3. Die Verbindung des Cylinders B und des Kratzers Z mit einem Kanal D1 und einer Wischplatte E' von Leder oder Kautschuk,
    welche durch die Feder JF' gegen den Cylinder B geprefst wird und dadurch alles, was der Kratzer Z an dem Cylinder noch hängen läfst, hinwegnimmt.
    Die Verbindung der Walze L mit der Bürstenwalze M, dem Cylinder B und den Federn G, durch welche die Walze L und Bürste M mit einem nachgiebigen Druck auf den Cylinder B gedrückt werden.
    Die Verbindung des Cylinders B mit der Walze Z, der Bürste M, den Federn G und den Schrauben H mit den Muttern / und den Federn J, durch welche Vorrichtungen sich der Druck der Walze L und der Bürste M gegen den Cylinder B reguliren läfst.
    Die Verbindung der Bürste M, welche den Auftragsstoff auf das Leder überträgt, mit dem Trichter O, dessen Vorderseite offen ist, und der Vertheilungswalze JY.
    Die Verbindung des Trichters O, der Vertheilungswalze JY und der Bürste M mit der Schutzplatte R, durch welche etwaige, von dem Trichter O und der Walze JY abtropfende Auftragsmasse der Bürste M zugeführt wird.
    Die Verbindung der Bürste M mit dem gebogenen Schutzblech W, woran die Rinne X, durch welche alle von der Bürste M verspritzte Auftragsmasse aufgefangen und gesammelt wird.
    8. Die Verbindung der Bürste M mit dem Rad S, in welches eine gewundene Rinne eingeschnitten ist, und dem Stift T, durch welchen der Bürste M eine der Länge nach hin- und hergehende Bewegung ertheilt wird.
    9. Die Verbindung des Cylinders B mit der Bürste auf dem endlosen Bande U, durch welche das Leder geglättet, etwaige Ungleichheiten des Auftrages ausgeglichen und anhaftende Unreinigkeiten entfernt werden.
    10. Eine Maschine zum Präpariren von Leder, bestehend aus der Verbindung des Cylinders B, der Walze L, der Bürstenwalze M, der Vertheilungswalze JY, dem Trichter O, der Bürste ohne Ende U und den Vorrichtungen Z C und E' D' zum Reinigen des Cylinders B, vermittelst welcher Maschine Schwärze und ähnliche Aufträge auf die Oberfläche von Häuten gebracht werden, wobei die andere Oberfläche des Leders ganz rein bleibt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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