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Fördereinrichtung für Dung oder dergleichen Gut Die Erfindung bezieht
sich auf eine Fördereinrichtung für Dung oder dergleichen Gut, bestehend aus einem
Horizontalfördersystem mit in einer Förderrinne hin- und herbewegten, den Dung beim
Vorwärtsgang mitnehmenden und beim Rückwärtsgang in der Rinne liegenlassenden Schwenkschiebern
oder dergleichen Förderelementen, die von einem hydraulischen Kolbentrieb mit durch
einen Motor angetriebener Pumpe bewegt werden und einem an den Horizontalförderer
sich anschließenden Hochförderer mit mechanischem Antrieb vom Pumpenmotor aus.
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Es ist bekannt, bei rein mechanischen Anlagen einen gemeinsamen Antrieb
für den Horizontalförderer und den Hochförderer vorzusehen. Bei hydraulisch angetriebenem
Horizontalförderer hat man auch schon den Antrieb für den Hochförderer von der hin-
und hergehenden Bewegung des Horizontalförderers hergeleitet. Dabei ergibt sich
eine unerwünschte Beschränkung in der Förderhöhe des Hochförderers. Dieser Mangel
läßt sich vermeiden, indem umgekehrt der Hochförderer mit hydraulischem Antrieb
arbeitet, während der Horizontalförderer mit der hin- und hergehenden Bewegung des
Hydrauliktriebes für den Hochförderer gekoppelt ist.
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In beiden Fällen ist eine unerwünschte Abhängigkeit der beiden Antriebe
voneinander gegeben. Unabhängigkeit zwischen den beiden Antrieben ist erwünscht,
um z. B. den Hochförderer bei stillstehendem Horizontalförderer betreiben zu können,
etwa wenn die Horizontalförderer dem Hochförderer zuviel Fördergut zugebracht haben.
Ferner kann es wünschenswert sein, den Hochförderer stillzusetzen, das Horizontalfördersystem
aber noch weiterlaufen zu lassen, etwa um nach Stillsetzen des Betriebes eine günstigere
Phasenlage zwischen Horizontalfördersystem und Hochfördersystem zu gewinnen.
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Aus diesem Grund ist die bekannte Starrkopplung zwischen beiden Fördersystemen
ungünstig. Andererseits ist es aber wichtig, beim normalen Betrieb der Anlage Synchronismus
zwischen dem Lauf des Horizontalförderers und des Hochförderers zu erzielen.
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Diese Aufgabe läßt sich erfindungsgemäß in besonders einfacher Weise
dadurch lösen, daß bei einer Fördereinrichtung der eingangs gekennzeichneten Art
ein untersetzt laufendes, sonst freies Pumpenzahnrad der Zahnradpumpe mechanisch
mit dem Hochförderer gekuppelt und zu diesem Zweck mit einem aus der Pumpe herausgeführten
Wellenstumpf versehen ist, der z. B. über eine Kette den Hochförderer mechanisch
antreibt.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Es zeigt F i g. 1 einen Dungförderer nach der Erfindung in Seitenansicht, teilweise
im Schnitt, F i g. 2 eine Draufsicht zu F i g. 1, teilweise im Schnitt, F i g. 3
ein Schema der elektrohydraulischen Antriebseinrichtung, Fig. 4 eine Stirnansicht
der in der Anlage nach F i g. 1 bis 3 verwendeten Getriebepumpe in größerem Maßstab
und F i g. 5 eine Seitenansicht zu F i g. 4.
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Die in den Figuren dargestellte Dungfördereinrichtung besteht im
wesentlichen aus einem Horizontalförderer, durch den der Dung in einer rechteckigen,
im Stallboden angeordneten Rinne 1 durch Schwenkschieber 2, die von einer hin- und
hergehenden, in der Rinne liegenden Schubstange 3 getragen werden, schrittweise
in Pfeilrichtung verschoben wird, und einem an den Horizontalförderer sich anschließenden
Hochförderer, der die ihm vom Horizontalförderer zugebrachten Dunghaufen übernimmt
und zur Abwurfstelle fördert.
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Die Einrichtung wird durch einen Motor 4 angetrieben. Der Motor 4
treibt eine Pumpe 5 an, deren Saugkanal 6 (vgl. Fig.3) mit einem Öltank 7 und deren
Druckkanal 8 über einen Umsteuerschieber 9 und zwei Rohrleitungen 10, 11 mit den
beiden Seiten eines doppeltwirkenden Kolbentriebes mit Zylinder 12, Kolben 13 und
Kolbenstange 14 verbunden ist, der in einer Nische 16 der der Schubstange benachbarten
Rinnenseitenwandung liegt. Die Kolbenstange 14 ist an ihrem freien Ende durch ein
seitliches Verbindungsstück 15 mit der Schubstange 3 verbunden.
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Der Umsteuerschieber 9 wird elektromagnetisch betätigt (vgl. F i
g. 3). Der zur Betätigung dienende
Elektromagnet 17 liegt im Steuerkreis
18 eines Schalters 19, dessen Ein- und Ausschaltung vom Hochförderer gesteuert wird.
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Der Hochförderer ist in iiblicher Weise mit einer Gabel 20 versehen,
welche die vom Horizontalförderer übernommenen Dunghaufen durch eine steil nach
oben laufende Rinne 21 zur Abwurfstelle bringt. Die Gabel des Hochförderers wird
von einem Wagen 22 getragen, der durch eine Kurbel 23 mit einer stetig umlaufenden
endlosen Kette 24 verbunden ist und in einer über der Rinne 21 sowie dem Anschlußstück
der horizontalen Rinne 1 angeordneten Schiene 25 läuft. Die Wagenkette 24 für den
Hochförderer wird ebenfalls vom Motor 4 aus angetrieben. Zu diesem Zweck ist das
Kettenrad 26 für die Wagenkette über einen Kettentrieb 27 mit dem großen Zahnrad
28 der als Getriebepumpe ausgebildeten Pumpe 5 (F i g. 4) gekuppelt. Das Zahnrad
28 ist zu diesem Zweck mit einem aus der Pumpe herausgeführten Wellenstumpf 29 versehen
Die Getriebepumpe 5 wird somit gleichzeitig als hydraulischer Antrieb für den Horizontalförderer
und als mechanischer Antrieb für den Hochförderer benutzt und dabei zur Untersetzung
für den Hochförderer verwendet. Dadurch ergibt sich eine baulich einfache und gedrungene
Ausführungsform des Antriebes.
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Zur Steuerung des Umschalters 19 für den Elektromagneten 17 des Umsteuerschiebers
9 sind an der Wagenkette 24 zwei Schaltnocken 30 und 31 vorgesehen, von denen der
eine den Schalter 19 einschaltet und der andere wieder ausschaltet. Taktmäßig eilt
der Kolben 13 des Horizontalförderers gegenüber dem Gabelwagen des Hochförderers
etwas vor, so daß er in den Endstellungen ein wenig warten muß, bis durch die Nocken
30, 31 der Umsteuerschieber 9 umgeschaltet wird.
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Der Umsteuerschieber 9 steht unter dem Einfluß einer Feder 33. Bei
stromlosem Elektromagnet 17 wird der Schieber durch die Feder 33 so eingestellt,
daß die Kolbenstange 14 in den Zylinder 12 hineingezogen wird.
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Ferner ist die elektrische Gesamteinrichtung so ausgebildet, daß,
nachdem die Anlage durch Öffnen eines Bedienungsschalters 34 für das Schütz 35 des
Hauptschalters 36 abgeschaltet worden ist, der Stromkreis 37 für das Schütz 35 noch
so lange geschlossen bleibt, bis ein Hilfsschalter 38 einen Überbrückungspfad 39
für den Bedienungsschalter 34 unterbricht. Dies geschieht, indem der Hilfsschalter
38 bei ganz eingefahrener Kolbenstange 14 durch den Schaltnocken 30 vorübergehend
ausgeschaltet wird.
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Zur Absicherung des hydraulischen Systems gegen unzulässig hohen
Druck ist an die Druckleitung 8 ein Überdruckventil 40 angeschlossen.