DE1274397B - Pulsator mit durch Nocken betaetigten Schiebern - Google Patents
Pulsator mit durch Nocken betaetigten SchiebernInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/10—Pulsators arranged otherwise than on teat-cups
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
AOIj
Deutsche Kl.: 45 g-5/10
Nummer: 1 274 397
Aktenzeichen: P 12 74 397.4-23 (A 50659)
Anmeldetag: 2. November 1965
Auslegetag: 1. August 1968
Die Erfindung betrifft einen Pulsator mit durch Nocken betätigten Schiebern für die Steuerung des
Druckwechsels bei vakuumbetriebenen Vorrichtungen, insbesondere bei Melkmaschinen, bei welchen
die Schieber die zur Vorrichtung führenden Leitungen jeweils entweder mit einer Vakuumleitung oder
mit einer Druckleitung verbinden bzw. gegen Normaldruck öffnen.
Die Pulsatoren steuern die einzelnen Pulstakte, d. h. den Wechsel zwischen Normal- und Unterdruck, ίο
im allgemeinen auf mechanischem Wege. So sind bereits Pulsatoren bekannt, welche die zur Melkanlage
führende Leitung jeweils entweder mit der Vakuumleitung oder mit einer Normaldrucköffnung verbinden,
was z. B. durch einen mit entsprechenden Einschnitten bzw. Bohrungen versehenen umlaufenden
Körper in einem mit den Leitungsverbindungen versehenen Hohlkörper geschehen kann. Das gleiche
Ergebnis wird mit Hilfe eines durchbrochenen Kolbens erreicht, welcher mittels eines Nockenantriebs
in einem Hohlzylinder hin und her bewegt wird. Die Dauer der einzelnen Takte ist durch die Dimensionierung
der Pulsatorteile und insbesondere der Leitungsquerschnitte festgelegt und kann während des
Betriebes nicht nachjustiert werden. Durch Staub und Schmutz in den Betriebsräumen — meist Stallungen
— kommt es trotz eingebauter Filtervorrichtungen leicht zu Querschnittsänderungen. Neben den
Staub- und Schmutzpartikeln führen ferner mechanischer Verschleiß sowie Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswechsel
zu Veränderungen, welche eine Abweichung der Pulsfrequenz zur Folge haben. Dies ist insbesondere bei Melkmaschinen ein schwerwiegender
Nachteil, da nach neueren Erkenntnissen der Veterinärmedizin die Eutergesundheit der Kühe und
damit deren Milchertrag wesentlich von der Konstanz der Pulstakte abhängt. Auch beim Spülen von
Melkanlagen durch periodisches Einsteuern von Luftstößen ist die Einregulierung einer ganz bestimmten
Pulsfrequenz unbedingt erforderlich. Neuere Pulsatorkonstruktionen
benutzen deshalb zur Steuerung des Druckwechsels Hohlschieber, welche über jeweils
drei Öffnungen hin- und hergleiten und auf diese Weise die zur Vorrichtung führende Leitung jeweils
entweder mit der Vakuumleitung oder mit einer Normaldrucköffnung verbinden. Die Umsteuerung
erfolgt dabei mit Hilfe des Vakuums, wobei beispielsweise durch eine Querschnittsänderung in dieser
Hilfsvakuumleitung die Pulsfrequenz verändert werden kann. Derartige Pulsatoren arbeiten zwar im allgemeinen
zufriedenstellend, doch sind auch sie gegenüber Verschmutzung verhältnismäßig anfällig und
Pulsator mit durch Nocken betätigten Schiebern
Anmelder:
Alfa-Laval G. m. b. H.,
2050 Hamburg-Bergedorf, Kampchaussee 22
Als Erfinder benannt:
Joachim-Wilhelm Helmrich,
2000 Hamburg-Boberg
Joachim-Wilhelm Helmrich,
2000 Hamburg-Boberg
wegen ihres verhältnismäßig komplizierten Aufbaus ziemlich kostspielig.
Ferner ist bereits ein Kolbenpulsator mit Schleppschieber bekannt, bei welchem zur Änderung der
Pulstaktdauer, d. h. des zeitlichen Verhältnisses zwischen Saug- und Ruhetakt, verschiedene, gegeneinander
austauschbare Schieber vorgesehen sind. Zur Änderung der Pulstaktdauer ist deshalb jeweils ein
umständlicher Umbau des Pulsators erforderlich; darüber hinaus ist bei dieser Konstruktion ebenfalls
die Konstanz der Pulsfrequenz nicht ausreichend gewährleistet.
Schließlich sind noch Pulsatoren konstruiert worden, bei denen die Umsteuerung auf elektromagnetische
Weise erfolgt. Derartige Pulsatoren arbeiten frequenzkonstant und es kann bei ihnen die Pulstaktdauer
eingestellt werden, doch sind auch diese Pulsatoren wegen der erforderlichen elektrischen Steuerelemente
verhältnismäßig teuer.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen möglichst einfachen und robusten Pulsator zu
entwickeln, bei welchem die Pulsfrequenz auf einfachste Weise nachjustiert werden kann, wenn dies
unter bestimmten Betriebsbedingungen erforderlich ist oder die Pulsfrequenz des Pulsators sich wegen
Verschmutzung oder Abnutzung ändert. Darüber hinaus soll auch die Pulstaktdauer, d. h. das zeitliche
Verhältnis zwischen Saug- und Ruhetakt, entsprechend den jeweiligen Erfordernissen leicht regulierbar
sein.
Erfindungsgemäß wird ein Pulsator der in Rede stehenden Gattung vorgeschlagen, welcher dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Schieber an zwei mit ihrem einen Ende drehbar gelagerten Hebeln befestigt
sind, welche an ihren anderen beweglichen Enden durch eine sie verbindende Zugfeder an gegeneinander
verstellbare, auf einer Antriebswelle drehbar gelagerte Nockenscheibe gepreßt sind.
809 588/109
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen, welche eine Ausführungsform zeigen, näher erläutert
werden. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des Pulsators im Schnitt,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie A-B der Fig. 1, d. h. eine Draufsicht auf die Schieber im
Schnitt,
F i g. 3 eine Draufsicht auf den Pulsator in schematischer Darstellung.
Als Antrieb für den Pulsator dient ein einfacher Elektromotor 1 mit konstanter Drehzahl. Auf der
Antriebswelle 15 dieses Motors (gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Getriebes) sind gegeneinander
verstellbare Nockenscheiben 2, 2' angebracht. Zwei im wesentlichen zueinander parallel angeordnete
Hebel 4, 4' sind an ihrem beweglichen Ende 14, 14' durch eine Zugfeder 13 miteinander verbunden,
während sie mit ihren anderen Enden 5, 5' drehbar auf dem Pulsatorkörper befestigt sind. Durch die
Zugfeder 13 werden die Hebel 4, 4' gegen die verstellbaren Nockenscheiben 2, 2' gepreßt. An der
Unterseite der Hebel 4, 4' sind hohlzylindrische Schieber 3 bzw. 12 befestigt. Diese Hohlschieber
gleiten mit ihrem planen Unterrand auf der Oberfläche des Pulsatorkörpers jeweils über drei Öffnungen
im Takt der Pulsfrequenz hin und her. Dabei ist jeweils die mittlere Öffnung 7 bzw. 10 von der Unterseite
her mit der Vakuumleitung verbunden, während die äußeren Öffnungen 8 und 9 bzw. 6 und 11 zu den
vakuumbetriebenen Vorrichtungen, wie Melkbechern oder Ventilen, führen. Bei der in F i g. 2 gezeigten
Endstellung sind also die Öffnungen 8 bzw. 11 mit den zur Vakuumleitung führenden Öffnungen 7 bzw.
10 verbunden, während in die Öffnungen 6 und 9 Luft einströmt. Falls gewünscht, kann statt atmosphärischer
Luft natürlich auch Druckluft eingesteuert werden.
Bei der beschriebenen Anordnung wird jeweils die eine Leitung belüftet, während die andere mit der
Vakuumpumpe verbunden ist, doch ist selbstverständlich bei entsprechendem Anschluß der Leitungsverbindungen an die Öffnungen auch ein anderer Betrieb
möglich, da der Pulsator die verschiedensten Schaltungen zuläßt.
Von besonderer Bedeutung für den Pulsator sind die verstellbaren Nockenscheiben 2, 2', da durch ein
Verstellen dieser Scheiben gegeneinander die Dauer der einzelnen Pulstakte, das sogenannte Pulsverhältnis,
auf einfache Weise verändert werden kann. Je weiter die Nockenscheiben 2 und 2' in der in Fig. 3
gezeigten Stellung auseinandergeschoben werden, um so länger bleibt der Hebel 4 in der gezeigten Stellung,
was zu einer Verlängerung des Saugtaktes führt.
Eine Veränderung der Pulsfrequenz kann auf einfache Weise durch Regeln der Umlaufgeschwindigkeit
des Elektromotors 1 erfolgen. Da die Hebel 4, 4' gegenüberliegend angeordnet sind, ist eine radiale
Belastung des Motor- bzw. Getriebelagers kaum gegeben. Die Lebensdauer des Pulsators ist deshalb
sehr hoch. Mit dem Pulsator wird eine vollständig gleichbleibende Pulsfrequenz erzielt, wobei ein gegebenenfalls
notwendig werdendes Nachjustieren der Dauer der einzelnen Pulstakte auf einfachste Weise
möglich ist. Der gesamte Aufbau des Pulsators ist so robust und einfach, daß er auch allen Anforderungen
der Praxis und insbesondere der Landwirtschaft gerecht wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Pulsator mit durch Nocken betätigten Schiebern für die Steuerung des Druckwechsels bei vakuumbetriebenen Vorrichtungen, insbesondere bei Melkmaschinen, bei welchen die Schieber die zur Vorrichtung führenden Leitungen jeweils entweder mit einer Vakuumleitung oder mit einer Druckleitung verbinden bzw. gegen Normaldruck öffnen, dadurchgekennzeichnet, daß die Schieber (3, 12) an zwei mit ihrem einen Ende drehbar gelagerten Hebeln (4, 4') befestigt sind, welche an ihren anderen beweglichen Enden (14, 14') durch eine sie verbindende Zugfeder (13) an gegeneinander verstellbare^ auf einer Antriebswelle (15) drehbar gelagerte Nockenscheiben (2,2') gepreßt sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 510 634, 513 066;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 008 954;
britische Patentschrift Nr. 336 258;
USA.-Patentschrift Nr. 2 477 975.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 588/109 7.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50659A DE1274397B (de) | 1965-11-02 | 1965-11-02 | Pulsator mit durch Nocken betaetigten Schiebern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50659A DE1274397B (de) | 1965-11-02 | 1965-11-02 | Pulsator mit durch Nocken betaetigten Schiebern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1274397B true DE1274397B (de) | 1968-08-01 |
Family
ID=6937518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA50659A Pending DE1274397B (de) | 1965-11-02 | 1965-11-02 | Pulsator mit durch Nocken betaetigten Schiebern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1274397B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB336258A (en) * | 1929-07-10 | 1930-10-10 | Wilfrid Henry Middle | Improvements in and relating to mechanical milking plant or systems |
| DE510634C (de) * | 1926-11-14 | 1930-10-21 | Christoph Matthiesen | Melkeinrichtung mit einwandigem elastischen Melkbecher |
| DE513066C (de) * | 1926-12-09 | 1930-11-21 | Christoph Matthiesen | Melkeinrichtung mit einwandigem, durch eine Saugleitung mit einem unter Unterdruck stehenden Milchaufnahmebehaelter verbundenem elastischem Melkbecher |
| US2477975A (en) * | 1947-09-19 | 1949-08-02 | William F Frock | Pulsator for milking machines |
| DE1008954B (de) * | 1956-05-28 | 1957-05-23 | Westfalia Separator Ag | Kolbenpulsator mit Schleppschieber |
-
1965
- 1965-11-02 DE DEA50659A patent/DE1274397B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE510634C (de) * | 1926-11-14 | 1930-10-21 | Christoph Matthiesen | Melkeinrichtung mit einwandigem elastischen Melkbecher |
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| DE1008954B (de) * | 1956-05-28 | 1957-05-23 | Westfalia Separator Ag | Kolbenpulsator mit Schleppschieber |
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