DE1247653B - Verfahren zur Herstellung von Polyoxymethylenen durch Polymerisation von Formaldehyd in der Gasphase - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Polyoxymethylenen durch Polymerisation von Formaldehyd in der GasphaseInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C08g
Deutsche Kl.: 39 c -18
Nummer: 1247653
Aktenzeichen: K 49512IV d/39 c
Anmeldetag: . 19. April 1963
Auslegetag: 17. August 1967
Es ist bereits bekannt, Formaldehydpolymerisate herzustellen, indem die Polymerisation des Formaldehyds
in der Gasphase durch gleichzeitige Einführung eines kontinuierlichen Stroms von gasförmigem "'
Formaldehyd und eines Polymerisationskatalysators erfolgt und das gebildete Polymerisat im Zustand
eines trockenen Pulvers abgezogen wird (deutsche Auslegeschrift. 1123 107)".
Bei den bisher bekannten Verfahren war es jedoch unvermeidlich, daß'sieh bei der Polymerisationsreaktion
sehr harte weiße Schuppen des polymerisierten Produktes allmählich auf den Innenflächen des Reaktors bildeten, die mit dem Formaldehyddampf in
Berührung kamen. Bei Apparaten für eine industrielle Produktion werden diese weißen Schuppen
leicht mehrere Millimeter dick.
Selbst wenn eine 'Schälvorrichtung in dem Reaktor angeordnet wird,' kann diese Vorrichtung kaum
eine Schuppenbildung auf dem- anderen Abschnitt, 4 "
auf dem nicht geschabt wird, verhindern. So verur-. Sachen z. B. bei der Polymerisation gebildete Schuppen,
die in dem Wellendichtungsabschnitt der Schaberwelle dick angewachsen: sind, oft eine Behinderung
der Drehbewegung der Welle und ein Leck in. '' diesem Abschnitt. Andere sich aus diesem Anhaften.
von Schuppen ergebende Nachteile sind z.B. eine herabgesetzte Kühlwirkung oder, im Fall eines kontinuierlich
arbeitenden Reaktors, eine Störung des Betriebes durch Verschließen der Öffnungen für die "'
konstante Zuführung des Katalysators und zur kontinuierlichen Abführung des polymerisierten Produktes.
Auch das Säubern des Reaktorinnenraumes wird nach der Beendigung des Betriebes schwierig. Andererseits
bewirkt eine Gegenmaßnahme zur Ver- : ·;
hinderung des Anhaftens von Polymerisatschuppen, wie die Verdünnung des Formaldehyddampfes mit
einem inaktivierten Gas, eine ■ Herabsetzung der Polymerisationsgeschwindigkeit. . .
Es wurde nun gefunden, daß man Polyoxymethy- ;
lene durch Polymerisation von Formaldehyd in der Dampfphase in Gegenwart von festen Polymerisationskatalysatoren
herstellen kann,'. indem man die Polymerisationsapparatur in Vibrationsbewegung
versetzt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Schuppen des polymerisierten Produktes, am Anhaften
im Innern des Reaktionsgefäßes gehindert, so daß die Dampfphasen-Polymerisationsreaktion von
Formaldehyd durch solches Anhaften von Schuppen nicht nachteilig beeinflußt wird. Außerdem wird
auch ein verbessertes Umrühren und Bewegen des polymerisierten Pulvers in dem Reaktor durch Vi-Verfahren
zur Herstellung von
Polyoxymethylenen durch Polymerisation von
Formaldehyd in der Gasphase
Polyoxymethylenen durch Polymerisation von
Formaldehyd in der Gasphase
Anmelder: - ' '..-. : -
KurashiM Rayon Co. Ltd.,
Sakazu, KurashiM (Japan)
Sakazu, KurashiM (Japan)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Meissner .-
und Dipl.-Ing. H. Tischer, Patentanwälte,
Berlin 33, Herbertstr. 22 .■".
Als Erfinder benannt: EijiFukita, . ·,
Shogo Fujita, Sakazu, Kurashiki;
Yasutaka Ishibashi, '
Rapuryo, Sakazu, KurasßiKi (Japan)
Yasutaka Ishibashi, '
Rapuryo, Sakazu, KurasßiKi (Japan)
Beanspruchte Priorität: ,:
Japan vom 21. April 1962 (16 450)
bration des, Reaktors und eint,stetiges, ununterbrochenes
Zuführen des Katalysators und Abführen des polymerisierten Pulvers: erzielt Ebenso wird eine gesteigerte
Geschwindigkeit der Wärmeübertragung· und der Materialien erreicht* durch eine geeignete
Auswahl der Art, des Ortes und der Richtung der Vibrationen, die auf die Reaktoren verschiedener
Formen für die entsprechenden· Zwecke übertragen werden. Daneben kann der innere· Aufbau des Reaktors
.vereinfacht werden, so .daß er leicht und wirkungsvoll
gereinigt werden kann. .
Eine bevorzugte Ausführuogsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird an' Hand von Fig. 1 und 2 näher erläutert. - - - "
F i g. 1 ist eine Längsansicht des Apparates, während
.-
Fig. 2 ein Querschnitt durch Fig. 1 gemäß der Linie A-A ist.
Wie Fig. 1 zeigt, wird der' darin gezeigte Polymerisationsreaktor
1 leicht geneigt durch Vibrationspuffer2, z.B. durch Federn oder durch Stöße absorbierende
Kautschukpuffet,, getragen. Der die Wärme austauschende.Mantel3 dient zur Regelung
der Reaktionstemperatur und läßt Heißwasser, KaIt-
709 637/674
wasser oder Salzsole — in Abhängigkeit von der
Temperatur im Mantel — durch die Leitungen 4, 5 eintreten und zirkulieren, um Reaktionswärme von
dem Mantel abzuführen. Das Ausgangsgas, das aus Formaldehyddampf oder mit anderen Bestandteilen
gemischtem Formaldehyddampf besteht, tritt quantitativ durch die Leitung 6 in den Reaktor ein, wobei
das Gas, das nicht gleich reagiert, durch die Leitung 7 austritt und wieder aufgefangen oder in den
Kreislauf zurückgeschickt wird. So wie ein Katalysator allein oder mit polymerisiertem Formaldehydpulver
vermischt quantitativ in die Leitung 8 eingeführt wird, wird er sich allmählich in die reagierende
Pulverschicht gemäß der Höhe des Pulvers in dem Reaktor einmischen. Die Leitung 9 stellt das
Entladerohr für polymerisiertes Pulver dar, welches von selbst durch das Rohr herausfiießt, wenn sein
Volumen in dem Reaktor ansteigt
Sowohl die Katalysatorleitung, 8. als auch das Entladerohr
9 sind nach der Bauart durch Pulver abge- ao dichtet, um ein Entweichen von Gas zu verhindern.
Um eine noch wirkungsvollere Abdichtung sicherzustellen, wird die Stauplatte 10 nicht nur in dem Zuführungs-
und Entladeabschnitt, sondern auch in dem Reaktor selbst verwendet In die Verbindung
zwischen diesen Leitungen und ihren entsprechenden Außenrohren ist ein biegsames Rohr 12 aus KunststofEmaterial
eingesetzt, um eine Übertragung, der Vibrationsbewegung zwischen diesen Rohren zu vermeiden.
Der Vibrationsgenerator 11 kann entweder nach einem mechanischen oder einem. elektromagnetischen
Verfahren arbeiten. Im vorliegenden· Beispiel der Erfindung soll die Vibrationsrichtung rechtwinkelig
zur Mittellinie des Reaktors liegen, weil die Bewegung des Pulvers in dem Reaktor, die von der
Verweilzeit des Pulvers in dem Reaktor abhängt, durch eine leichte Neigung des Reaktors bewirkt
wird.
Durch die Vibration in dem Pulver wird eine statische
elektrische Ladung, erzeugt. Der Reaktor 1 muß deshalb elektrisch geerdet werden.
Die Betriebsbedingungen können wie folgt zusammengefaßt werden:
45
50
55
60
65 • Unerwartete, techniseh.e, Vorteile des erflnduügsgemäßen
Verfahrens gegenüber dem Verfahren gemäß
der deutschen Auslegesehrift 1123 107 ergeben
sich aus folgenden Vergleichsversuchen:
Nach dem Ausführungsbeispiel der deutschen Auslegeschrift 1123 107 kommt ein Reaktionsgefäß
mit zylindrischer · Form und senkrechter Achse in Anwendung, dessen Durchmesser sich auf 60 cm und
dessen Höhe sich auf 135 cm beläuft. Diese Dimensionen finden Anwendung, um ein Anhaften des
Polymeren an der Innenseite des Reaktionsgefäßes zu vermeiden, so daß sich die "Polymerisation praktisch
nur in der Mitte des Reaktionsgefäßes abspielt. Vergleicht man nun die entsprechenden Daten der
deutschen Auslegeschrift mit der Erfindung, ergibt sich folgendes:
| Abmessungea . des Reatoicfflsgef Jißes |
Behälter volumen m» |
Ausbeute kg/b. |
| Nach der deutschem Auslege- schrift112:3107 Durchmesser 60 X 1350 mm Erfindungsgejnäß DurQhmgsesf 2Q0- X 21OO mm |
0,38 0,0S |
0,9 4,0 |
Polymerenausbgutf. pra yoluraeinhe.it
Naek der dgtttschenf Auslegen
schrift 1123107 ............ 2,4 kg/h ^m*
Naek der dgtttschenf Auslegen
schrift 1123107 ............ 2,4 kg/h ^m*
Erfindüngegemäß ..... SOjOfcg/h-mS
Eine, weitere, interessanfe Feststellung, grgfljt sich
hei dein Vergleich 4ft m Anwendung k©mmend.ea
Katalysatormengen, 4{# in der folgenden TabeUe aufgezeigt
sind;
■ PoIvjn&risatioBsreaktionskapazität
Beschreibimg des Reaktors:
Volumen.,.,..,. .. , 801
Innendurchmesser,...,,..,,.. 2QQ^ mm
Läoga ,.,. , , 2500mm
Ausgangsgas: Fonnaldehyddampf 4 kg/h
Katalysator: Stickstoffhaltige
Makromoleküle 40 g/h
Reakrionstemperatnr , 45° C
KapazitätdesVibrationsgenerators: .
Exzentrische Methode ,,.,....". 750 Watt
Vibrationsstärke 1200 kg
Amplitude 3 mm
Vibrationsfrequenz 3600 mal/mm
Vibrationsrichtung auf und ab
Menge des polymerisierten
Produkt es ., , , 4 kg/h
. Das erfindungsgemäß© Verfahren kann absatzweise
oder kontinuierlich qhne Störungen durchgeführt
werden.
Deutscher Auslfggschrft
1123107
Erfindungsgemäß
Erfindungsgemäß
Pölymerenausbeute
(A)
g/hi
9QQ
4000
4000
Angewandte
KatalysatpEr
menge (B)
19
40
40
Durch diese tabeüariseJi zusammengestellten veiN
gleichenden. Zattenwerte ergibt sich einwandfrei der
techmsdie Fortschritt des irfmdujttgsgemäßen Verfahrens
gegenüber demjenigen nach der deutschen
Auslegeschrift 11231Of.
Claims (1)
1. Verfahren gum Herstellen von Polyoxymethylenen
durch Polymerisation von Formal·
dehyä m der Dampfphase in Gegenwart von
festen Polymerisationskatalysatoren, dadurch
gekennzeiehnet, daß manijie Polymerisationsapparatur
in Vibrationsbewegung versetzt.
2, Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,,
daß die Polywerisation in einer-Vorrichtung,,
bestellend aus einem Umsetzungs^
gefäß (1), das über eine Feder- und Dämpfungsanordnung
(2) mit einem Vibrator (11) verbunden ist, einem Einführungsrphr (f>) für das Einführen
des Formaldehyddampfes benachbart zu
dem in Form eines Überlaufwehrs (9) angeordneten Auslaßende sowie an dem entgegengesetzten
Ende des Umsetzungsgefäßes einem Auslaß (7) in Richtung nach oben für nicht umgesetztes
Formaldehyd, einem Einlaß (8) für den Polymerisationskatalysator sowie zwischen dem Auslaß
(7) und dem Einlaß (8) einer Wanddichtung (10), die in das Umsetzungsgemisch von oben hereinragt,
durchgeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1123 107.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 637/674 8.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1645062 | 1962-04-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1247653B true DE1247653B (de) | 1967-08-17 |
Family
ID=11916566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK49512A Pending DE1247653B (de) | 1962-04-21 | 1963-04-19 | Verfahren zur Herstellung von Polyoxymethylenen durch Polymerisation von Formaldehyd in der Gasphase |
Country Status (6)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH427284A (de) |
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| FR (1) | FR1378837A (de) |
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0
- BE BE631085D patent/BE631085A/xx unknown
-
1963
- 1963-03-18 CH CH344763A patent/CH427284A/de unknown
- 1963-04-05 GB GB13716/63A patent/GB991515A/en not_active Expired
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- 1963-04-11 US US272371A patent/US3281395A/en not_active Expired - Lifetime
- 1963-04-19 DE DEK49512A patent/DE1247653B/de active Pending
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Also Published As
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|---|---|
| BE631085A (de) | |
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| US3281395A (en) | 1966-10-25 |
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