DE124679C - - Google Patents

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DE124679C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/06Ointments; Bases therefor; Other semi-solid forms, e.g. creams, sticks, gels

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs Sauerstoff eine stark bactericide Wirkung besitzt (s. MaIy's Jahresber., 1882, S. 108 (Thenard) und 1887, S.473 (Hettinga-Tromp). Ebenso ist es erwiesen, dafs bei einer Reihe von Krankheiten, z. B. beim Diabetes mellitus, die Darreichung alkalischer Mittel von gröfster Heilwirkung ist(Naunyn, der Diabetes mellitus, Wien 1898, S. 312, Abs. 1 und S. 313, Abs. 1).
Es ist indessen noch nicht gelungen, eine alkalische Substanz, die dauernd Sauerstoff activirt, der Wundbehandlung zugänglich zu machen. Dieses bezweckt die vorliegende Erfindung, deren Gegenstand die Imprägnation von Salben, Pflastern und dergl. mit activem Sauerstoff ist.
Das neue Verfahren besteht dem Wesen nach darin, dafs Salben, Pflaster und dergl. mit einem Gemische aus trocknend Wismuthoxyd und Magnesiumoxyd, welches durch Behandlung mit ioproc. Natronlauge befähigt ist, Sauerstoff zu activiren, vermischt werden. Zur näheren Erläuterung des Vorstehenden soll die Herstellung einer ioproc. Salbe beschrieben werden.
. Man vermischt 75 g geglühtes, käufliches Wismuthoxyd (Bi2 O3) mit 25 g käuflicher gebrannter Magnesia, welche etwa 80 bis 90 pCt. Magnesiumoxyd (Mg O) enthält (Lueger's Lexikon der ges. Technik, Band VI, S. 252 und Band VII, S. 945).
Diese Mischung wird mit 200g ioproc. Natronlauge übergössen, 3 Stunden lang unter Ersatz des verdampfenden Wassers gekocht und sodann filtrirt, aber nicht ausgewaschen, damit dem Gemische ein geringer Gehalt an Natriumcarbonat, das durch die Kohlensäure der Luft aus der Natronlauge entsteht, verbleibt. Der Filterrückstand wird getrocknet und gepulvert.
10 g dieses getrockneten Pulvers mischt man mit 90 g irgend einer Salbengrundlage, z. B. Vaseline.
Die auf solche Weise erhaltene Mischung (Salbe oder Pflaster) hat, wie oben bemerkt, die Eigenschaft, andauernd Sauerstoff zu activiren, welcher dann durch Behandlung der Wunden mit der Salbe bezw. dem Pflaster den Wundkanälen zugeführt wird und so eine continuirliche heilende und desinficirende Wirkung ausübt.
Die oben erwähnte alkalische Reaction ist für die Heilung vieler Wunden von grofser Wichtigkeit aus dem Grunde, weil bei vielen Wundschäden, insbesondere bei Diabetikern, die alkalische Reaction des Blutes und der Gewebe stark herabgesetzt ist (Lu eg er, Lexikon der ges. Technik, Band VI, S. 252; ferner Klemperer, Grundrifs der klinischen Diagnostik, Berlin 1896, S. 216). Des Weiteren empfiehlt Naunyn in seinem oben citirten Werke (S. 333, Abs. 1) bei Operationen neben
Asepsis als Prophylacticum gegen Acidose das alkalische Natronbicarbonat.
Durch Verwendung der oben erwähnten Mittel wird die zu schwache alkalische Reaction des Wundgewebes in die normal alkalische zurückgeführt und so die Heilung beschleunigt.
Da alle Gase das Bestreben haben, sich auszudehnen, besitzt auch die Luft dieses Bestreben. Beim Mischen einer Salbe wird durch das intensive Schlagen eine Menge Luft einverleibt, wie es ebenfalls beim Schlagen des Wassers geschieht. Der Sauerstoff dieser Luft wird durch das Magnesium - Wismuthgemisch dissociirt, d. h. die Molekel zerfällt in ihre Atome. Der Beweis dafür ist folgender: Stellt man sich folgende Salben dar, so wird man nach wenigen Tagen feststellen können, dafs bei B fast gar keine Jodausscheidung stattgefunden hat, während bei A die Ausscheidung ziemlich beträchtlich ist.
A. Wismuth-Magnesia (Wismol) 1,0,
Adeps lanae 4,=,
Solut. kai. jodat (1:10) 4,5.
B. Adeps lanae 5,0,
Solut kai. jodat (1:10) 5,0.
Ebenfalls ist Folgendes beweisend:
Man stellt die folgenden Salben dar:
A1. Indigocarminlösung (1 : 100)
Wismol 1,0,
Adeps lanae 4,5,
Aq. dest. 4,5.
B1. Indigocarminlösung (1 : 100) .... , 0,05,
Adeps lanae 4,5,
Aq. dest 4,5.
Nun wird man sehen, dafs nach einigen Tagen A1 entfärbt ist. Da die Entfärbung auch im Innern von Statten gegangen ist, ist erwiesen, dafs auch activer Sauerstoff im Inneren vorhanden ist. Es ist somit erwiesen, dafs die Salbe acliven Sauerstoff enthält.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Imprägniren von Salben, Pflastern und dergl. mit activem Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, dafs man die Salben, Pflaster und dergl. mit einem Gemisch von trocknem Wismuthoxyd und Magnesiumoxyd, das zuvor mit 10 proc. Natronlauge behandelt ist, versetzt.
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