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überlastungsschutzeinrichtungfür Brecher Die Erfindung betrifft eine
überlastungsschutzeinrichtung für Brecher, die bei Auftreten überhöhter Brechdrücke:
ein :elektrisches Schaltorgan betätigt, das den Stillstand.-des- Brechers,. -die
Einschaltung eines Alarmsystems und/oder die Betätigung eines weiteren Schutzsystems
bewirkt.
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Bei den bisher bekannten Schutzeinrichtungen .dieser Art- wird -entweder
in Verbindung mit .einem gegenüber -dem Brechergehäuse hydraulisch verstellbaren
Brechmantel der Arbeitsdruck des Brechers hydraulisch kontrolliert und- beim Überschreiten
einer vorgegebenen Druckwertgrenze ein Schaltschütz betätigt, das den Elektromotor
ausschaltet, oder es werden mit elektrischen Relais in Abhängigkeit von der Leistung
entweder der Durchsatz des Brechers oder .dessen Zerkleinerungsgrad gesteuert: Besonders
häufig ist :das Blockieren des Brechspaltes durch unbrechbare= metallische Fremdkörper,
jedoch können auch die Eigenschaften des, Brechgutes, beispielsweise feuchtes Material,
Verstopfungen verursachen, deren schädliche Auswirkungen auf jeden Fall vermieden
werden sollen.
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Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe -zugrunde, einen Überlastungsschutz
für Brecher zu schaffen, der beide Störungsquellen gleichzeitig zu erfassen gestattet
und damit auch die entsprechende Anpassung der durch den Überlastungsschutz lauszulösenden
Schaltvorgänge. Grundsätzlich muß der Überlastungsschutz so arbeiten, daß eine unzulässige
Belastung, der Brechkammer vermieden wird, gleichgültig wodurch diese im Einzelfalle
verursacht wird, Es ist daher wichtig, frühzeitig genug :die Zunahme dieser Durchgangsverengungen
anzuzeigen, :die --im Falle eines unzermahlbaren metallischen Teiles fast augenblicklich
erfolgt, während sie im Falle einer Verstopfung fortschreitend und- erst allmählich
eintritt. Es ist auch zu beachten, daß derartige Durchgangsverengungen keineswegs
immer gefährlich sind und deshalb in vielen Fällen die Überwachung solcher Durchgangsverengungen
keineswegs schon zum Abschalten .des Brechers führen :darf, ebensowenig wie etwa
ein elektrischer Kurzschluß in einem Relaiskreis zwischen Brechergehäuse und Brecherwelle
noch keineswegs den Abschaltvorgang ;auslösen darf, wenn der betreffende Kurzschluß
beispielsweise nur von einem Drahtstück herrührt: Eine zuverlässig arbeitende überlastungsschutzeinrichtung
für Brecher, die es ermöglicht, sofort das Vorhandensein eines Fremdkörpers in den
zu- zerkleinernden Materialien nachzuweisen, dessen Größe abzuschätzen und den Grad
der Verstopfung rechtzeitig zu beurteilen, ergibt sich, wenn man ein Schaltorgan
zur Verhütung überhöhter Brechdrücke mit zwei verschiedenen Stromkreisen in der
Weise kombiniert, :daß gemäß der -Erfindung das Schaltorgan über eine Stromquelle,
deren Spannung unterhalb der Berührungsgrenze liegt, einerseits mit dem Brechergehäuse
und andererseits mit der elektrisch isolierten, die bewegten Brechorgane -tragenden
-Welle -bzw_ Achse verbunden ist, wobei parallel zu -diesen Verbindungsleitungen
ein an dem- maximal belasteten Teil des Brechers ungeordnetes elektrisches Dehnungsmeßglied
geschaltet- ist: Dadurch wird also zusätzlich eine in jedem Falle- die .elastische
Verformung des Brechers durch Zugkräfte .auswertende Dehnungsmessung in den überlastungssehutz
.einbezogen.
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Das Dehnungsmeßglied wird:-vorzugsweise an der Stelle angeordnet,
an welcher die mögliche Verformung ihren größten Wert erreicht. Zur Isolation der
Welle gegenüber dem Gehäuse (des Brechwerkes werden Zwischenscheiben oder -Aufhängeorgane
aus Isoliermaterial, wie Kunstharz, verwendet. In den elektrischen Stromkreis; der
die leitende. Verbindung zwischen Brecher und Brechergehäuse anzeigt, wird zweckmäßig
ein Verzögerungsrelais -oder auch ein mechanisch arbeitender . Verzögerungsschalter
eingeschaltet.
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In der Zeichnung sind zwei -Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es: zeigt: F i g. 1 schematisch eine Vorrichtung, die bei einem Kreiselbrecher mit
mechanischer Aufhängung zur Anwendung gelangt,. und
F i g. 2 eine
Vorrichtung, die bei einem Kreiselbrecher mit hydraulischer Aufhängung zur Anwendung
gelangt.
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F i g.1 veranschaulicht die Vorrichtung, die bei einem Kreiselbrecher
zur Anwendung gelangt, wobei die. Brechkegelwelle 1 vom Brechergehäuse durch einen
Fußring 2 aus Isoliermaterial, z. B. Kunstharz, isoliert ist.
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Am oberen Ende ist die Welle durch mehrere Isolierteile isoliert,
die aus einer Lagerbuchse 3 und einem Verschleißring an der Stelle 4 bestehen. Diese
Teile können ebenfalls aus Kunstharz bestehen.
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Es sind auch noch weitere Isolierungen dieses Teils der Vorrichtung
möglich. Beispielsweise kann der Haltering 5 selbst aus Kunstharz bestehen, wodurch
die Verwendung ,des Verschleißringes 4 und der Lagerbuchse 3 aus Isoliermaterial
überflüssig wird.
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Der elektrische Strom wird dem Brecher einerseits am oberen Ende der
Brechkegelwelle 1 mittels einer beweglichen Leitung 6 und andererseits an irgendeiner
Stelle 7 des Gehäuses zugeführt. Der Strom kann diesem Teil der Vorrichtung aber
auch durch den die Welle stützenden Teil zugeführt werden, d. h. durch die Lagertraversen
8, das obere Gehäuse 9, das untere Gehäuse 10 oder das Getriebe
11.
Eine Wechselstrom- oder Gleichstromquelle 12 hält den Stromkreis aus Sicherheitsgründen
unter einer Spannung, die unterhalb der Berührungsgrenze liegt.
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In den elektrischen Stromkreis ist ein Bedienungsorgan 13 eingeschaltet,
das entweder eine Alarmvorrichtung oder einen Stromunterbrecher 14 des Motors oder
beide gleichzeitig- steuert. Wenn daher in dem zu zerkleinernden Material ein Metallteil
enthalten ist, kommt derselbe gleichzeitig mit dem mit der Brechkegelwelle
1 fest verbundenen Mahlorgan und mit dem Gehäuse in Berührung und schließt
den in der vorstehend beschriebenen Weise ausgebildeten Stromkreis.
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Das Bedienungsorgan 13, z. B. ein Relais od. dgl., kann den Strom
des Stromunterbrechers 14 des Motors unterbrechen und gegebenenfalls ein akustisches
oder optisches Anzeigesystem betätigen, das den Stillstand der Maschine anzeigt.
Mit dem Bedienungsorgan 13 kann durch ein einstellbares Uhrwerk eine Verzögerungseinrichtung
kombiniert werden, um Metallteile von kleinen Abmessungen durchgehen zu lassen.
Metallteile von größeren Abmessungen halten durch ihre längere Anwesenheit in der
Mahlkammer den elektrischen Stromkreis geschlossen, was dem Uhrwerk .ermöglicht,
zur Wirkung zu kommen und das Alarmsystem einzuschalten und/oder den Stromunterbrecher
des Antriebsmotors des Brechers zu betätigen.
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Selbstverständlich kann auch irgendein .anderes Überwachungssystem
in den elektrischen Stromkreis eingeschaltet werden.
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Neben .der Einrichtung zur Anzeige des 'Vorhandenseins von- elektrisch
gut leitenden Teilen ist noch eine andere Einrichtung vorgesehen, welche die Verformungen
der mechanischen Organe des Brechers überwachen kann. Diese Einrichtung kann beispielsweise
aus einem Dehnungsmeßanzeiger15 bestehen, welcher auf der Welle l an einer entsprechend
gewählten Stelle befestigt ist, an der die Verformung maximal ist, oder auf irgendeinem
anderen Element, das Verformungen erfahren kann, z. B. auf den Armen der Lagertraverse
B. Der Dehnungsmeßanzeiger wird in einen Stromkreis eingeschaltet, -der zu dem bereits
beschriebenen Stromkreis parallel geschaltet .ist.
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Die den Gegenstand der Erfindung bildende Anzeigevorrichtung kann
aber auch bei einem Kreiselbrecher mit hydraulischer Aufhängung oder Abstützung
zur Anwendung gelangen.
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F i g. 2 veranschaulicht die Vorrichtung, die auf einem solchen Brecher
angewendet ist, welcher beispielsweise mit einem hydraulischen Zylinder 16 am oberen
Ende der Welle 1' versehen ist. Die Welle 1' ist am unteren Ende durch einen Ring
2' und am oberen Ende durch eine Lagerbuchse 3' und einen Verschleißring 4' isoliert.
Diese Teile können aus Kunstharz oder ;aus Isoliermaterial bestehen. Der elektrische
Stromkreis ist mit dem in F i g. 1 gezeigten Stromkreis .identisch, aber das Bedienungsorgan
13' steuert in diesem Falle die Öffnung des hydraulischen Systems und die Rückführung
des Öls des Zylinders 16 in einen Vorratsbehälter 17.
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Sobald -die Anzeige erfolgt, geht die Welle 1' mit ihrem Mahlorgan
so weit wie möglich nach unten, so daß die Auslaßöffnung E am unteren Ende der Mahlteile
möglichst weit geöffnet wird.
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Wenn der unzerrnahlbare Teil ]deiner -ist als die AuslaßöffnungE,
geht er durch dieselbe hindurch und die hydraulische Vorrichtung fährt die Welle
in die Ausgangsstellung zurück.
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Wenn die Abmessungen des unzermahlbaren Metallteils jedoch für die
Auslaßöffnung E zu groß sind, bleibt der elektrische Stromkreis geschlossen und
das durch das Uhrwerk betätigte Verzögerungssystem bleibt eingeschaltet, so daß
es nach dem vorherbestimmten Zeitraum auf » die Alarmvorrichtung und/ oder auf den
Stromunterbrecher des Antriebsmotors des Brechers einwirkt.
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Die Anzeige von :abnormalen Durchgangsverengungen, die auf eine Verstopfung
oder wie lm vorliegenden Fall sauf den Durchgang eines unzermahlbaren Teils zurückzuführen
sind, kann aber auch durch einen Dehnungsmeßanzeiger 15' bewirkt werden, der auf
der Welle 1' an einer entsprechend gewählten Stelle befestigt ist, .an welcher die
Verformung maximal ist, oder auch an irgendeiner -anderen Stelle, die Verformungen
erfahren kann, wie z. B. die Arme der Lagertraverse.
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Die beschriebenen Ausführungsformen zeigen die Anwendung der Anzeigevorrichtung
bei Kreiselbrechern. Dieselbe ist selbstverständlich auch für alle anderen Arten
von Brechern verwendbar, wie z. B. Walzenbrecher, Backenbrecher usw.