DE124303C - - Google Patents
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- DE124303C DE124303C DENDAT124303D DE124303DA DE124303C DE 124303 C DE124303 C DE 124303C DE NDAT124303 D DENDAT124303 D DE NDAT124303D DE 124303D A DE124303D A DE 124303DA DE 124303 C DE124303 C DE 124303C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68B—HARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
- B68B3/00—Traction harnesses; Traction harnesses combined with devices referred to in group B68B1/00
- B68B3/04—Horse collars; Manufacturing same
- B68B3/06—Adjustable collars
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Kummeten für Zugthiere wird, soweit sie verstellbar sind, in der Regel sowohl eine
Verstellvorrichtung für die Länge, als auch eine Vorrichtung zur Verstellung in der Weite
angebracht. Namentlich für kleinere Zugthiere, z. B. für Maulesel, genügt auch für die Praxis
ein Kummet, welches eine Vorrichtung zur Verstellung in der Weite hat, weil die Hälshöhe
der Thiere nicht sehr von einander abweicht.
Diese Vorrichtung zur Verstellung in der Weite wird jedesmal benutzt, wenn den Thieren
das Kummet aufgelegt oder wieder abgenommen wird; das Auflegen und Abnehmen des Kummets,
namentlich bei Mauleseln, die einen viel stärkeren Kopf als Hals haben, wird dadurch
aufserordentlich erleichtert. Eine brauchbare Vorrichtung dieser Art mufs unbedingt einfach
und sehr leicht zu handhaben sein; die einzelnen Theile müssen beim Gebrauch der Verstellvorrichtung,
soweit möglich, in fester Verbindung mit einander bleiben, so dafs kein Theil derselben verloren gehen kann.
In dieser Hinsicht entsprechen die bisher bekannten Vorrichtungen zur Verstellung des
Kummets in der Weite nicht dem praktischen Bedürfhifs; theils ist bei diesen"die Handhabung
umständlich, es müssen Schrauben gelöst werden oder Theile herausgenommen und wieder
befestigt werden, theils stehen bei der Einstellung manche spitzen Theile weit hervor,
so dafs die Pferde gegenseitig sich damit verletzen können. Diesen und anderen Uebelständen
der bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art soll durch den Gegenstand der Erfindung
abgeholfen werden.
Die vorliegende Erfindung besteht aus einem verstellbaren Schlufsring besonderer Construction.
Die beiden Theile derselben .können nur so weit aus einander gedehnt werden, als es für
den Zweck des leichten Auflegens und Abnehmens des Kummets erforderlich ist; es wird
dadurch das Ubermä'fsige Weiten und die damit verbundene Dehnung der Spitzen des
Kummets sicher vermieden, was namentlich für verstellbare Polsterkummete von gröfster
Bedeutung ist. Denn durch das übermäfsige Weiten der beiden Seitentheile des Kummets
wird das Polster an der Spitze sehr schnell abgenutzt, die Spitze verliert die Elasticität,
das Polster verliert die Form und so schützt das Polster auch nicht mehr genügend den
oberen Theil des Halses gegen Druck. Lediglich durch Umlegen eines Ringes wird die
Verlängerung oder Verkürzung des Schlufsringes erreicht; durch Niederdrücken des Ringes
ist die Verstellvorrichtung an der gewünschten Stelle wieder fest eingestellt.
Die Vorrichtung und die Art der Verwendung derselben ist in der beiliegenden Zeichnung
veranschaulicht. Der Schlufsring dient, wie aus der Zeichnung ersichtlich, zum Zusammenhalten
der beiden Enden des Brustpolsters, welches am besten etwas seitlich bei a (Fig. 1)
durchgetheilt ist.
An dem Kummetbügel b ist die Einstellvorrichtung c, welche also als Schlufsring bezeichnet wird, befestigt. Der obere Theil des
Kummets d ist bei /und f1 verschiebbar gemacht.
Die hierzu dienende Vorrichtung interessirt hier nicht.
Der Schlufsring (Fig. 2, Seitenansicht) besteht aus zwei Theilen, einem Hülsentheil g mit
der Hülse h und einem Schienentheil i. mit der Schiene k. Hülse und Schiene sind am
besten von ovaler Form. Die Schiene k pafst bequem in die Hülse h hinein (s. Fig. 4, Querschnitt).
Sowohl an dem Hülsentheil g als an dem Schienentheil i sind mit diesen fest verbundene
flache Ansätze angebracht; dies wird veranschaulicht in Fig. 5, durch welche der
Schlufsring von oben gesehen dargestellt wird; der durch punktirte Linien begrenzte zungenförmige,
auch als Träger für den Sprungzügelring (Fig. 2) dienende Ansatz des Schienentheils
i schiebt sich unter den viereckigen Ansatz des Hülsentheils g; letzterer ist unten an
dem längeren Ende des Brustpolsters befestigt; an dem kürzeren Theile des Brustpolsters ist
der freiliegende obere Theil / (Schienentheil) befestigt. Die äufseren Enden von g und i
sind hakenförmig gebogen zum Einhaken in die Enden des an dem Kummet angebrachten
Bügels b.
Am Ende der Zunge i befindet sich ein Stift ν mit breitem Kopf, während der Ansatz
g einen Ausschnitt u aufweist; dieser Ausschnitt u ist mit Ausfräsung versehen, so dafs
sich der Stift ν in dem Ausschnitt u auf- und niederbewegt, wenn die Schiene k in die
Hülse h hineingeschoben bezw. aus derselben herausgezogen wird.
Hiernach ist also i an der einen Seite des durchgetheilten Brustpolsters, g an der anderen
Seite desselben befestigt, so dafs die beiden Enden mit diesen Theilen aus einander gebracht
und wieder zusammengeschoben werden können in der Weite des in g angebrachten
Ausschnittes u.
Durch die Hülse ist, und zwar ziemlich am Ende derselben, eine Durchbohrung angebracht
zum Durchschieben des Haltestiftes m (vergl. Fig. 2 und 3); der Haltestift m dient gleichzeitig
auch zum Halten des Ringes /.
In der in Fig. 2 und 3 abgebildeten Stellung geht der Haltestift m durch die Durchbohrung
der Hülse und durch eine der in dem Schienentheil k unten angebrachten Aussparungen; m
ist an der einen Seite mit dem Kopfe η versehen und an der anderen Seite mit dem Gewindetheil
ο (vergl. Fig. 3). Auf den Gewindetheil ist die Schraubenmutter ρ aufgeschraubt.
Der Haltestift m hat an der inneren Seite des
Kopfes einen Ansatz (Nase); dieser greift in eine an dem oberen Theil des Ringes / angebrachte
Aussparung, so dafs Ring / und Haltestift in fest mit ieinander verbunden sind und
der Haltestift jede Drehung des Ringes um die Achse desselben gleichzeitig mitmachen mufs.
Bei der gewöhnlichen Stellung des Ringes (nach unten, wie in Fig. 3 dargestellt) greift
der obere volle Theil des Haltestiftes m in eine Aussparung der Schiene k (Fig. 2). Wird
aber der Ring in der Richtung des Pfeiles r (Fig. 2) gedreht,'so dafs der Bügel des Ringes
an die Hülse h (Fig. 2) schlägt, so tritt die an dem Haltestift m angebrachte Aussparung t
nach oben, und die Hülse h wird für die Schiene k wieder frei; die Schiene ist also
dann beliebig verschiebbar (vergl. Querschnitt Fig. 4
Die Hülse h und der Schienentheil k sind wenig gebogen, so dafs sie den Bewegungen
der Enden des Brustpolsters beim Auseinanderbringen derselben folgen können. Damit die
Ecken des Brustpolsters nicht event, die Brust des Pferdes drücken, ist über denselben eine
Lederhülse angebracht, die auf der einen Seite des Brustpolsters mit dem Schienentheil i befestigt
ist. Das längere Ende des Brustpolsters ist also in der Lederhülse beweglich.
Beim Aufschirren des Kummets ist es nur nöthig, den Schlufsring mit seitlich gehaltenem
Ring weit zu stellen, es geht dann bequem über jeden Pferdekopf; nachdem das Kummet
auf den Hals des Pferdes gelegt ist, wird der Schlufsring passend eingestellt; durch eine einfache
Feder, die event, an der Stelle, wo der Ring auf dem Stift m aufliegt, angebracht sein
kann, springt der Ring von selbst nach unten; nöthig ist diese Feder nicht. Während beim
Einstellen die Stellung von Haltestift m, Hülse h und Schiene k so zu einander ist, wie in Fig. 4
dargestellt, treten beim Herunterlegen des Ringes diese Theile in die Stellung, wie dies in Fig. 3
veranschaulicht ist; der verstellbare Schlufsring ist dann festgestellt und hält das Kummetpolster
in der gewünschten Weite.
Der Schlufsring, wie er vorstehend beschrieben, hat also einerseits den Vortheil, dafs er
ein zu weites Auseinanderbiegen der freiliegenden Enden des Kummets vollständig verhindert
und dadurch vermeidet, dafs die Spitze d des Kummets (vergl. Fig. 1) durch zu weites Auseinanderbiegen
leidet; aufserdem sind sämmtliche Theile der Einstellvorrichtung so fest mit
dem Kummet verbunden, dafs kein Theil verloren gehen kann. Die Einstellvorrichtung ist
so einfacher Art, dafs sie von jedem Kutscher sofort gehandhabt werden kann, und zwar
selbst im Dunkeln.
Der vorstehend beschriebene Schlufsring kann sowohl für sich als in Verbindung mit einer
beliebigen seitlichen Verstellvorrichtung an Kummeten angebracht werden.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Eine Verstellvorrichtung für das durchgetheilte Brustpolster von Kummeten, bestehendin einem zweitheiligen Verschlufsring, dadurch gekennzeichnet, dafs der mit dem Ring (I) sich drehende und in seinem mittleren Theil mit Aussparung (t) versehene Haltestift (m) in der gewöhnlichen — event, durch Feder gesicherten — Stellung des Ringes mit der vollen Seite in eine Aussparung der verschiebbaren Schiene (k) greift, während durch Drehung des Ringes nach der Seite die Aussparung des Stiftes nach oben gebracht und der Raum in der Hülse zur Verschiebung der Schiene frei wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reiChsDruCkerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124303C true DE124303C (de) |
Family
ID=393101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT124303D Active DE124303C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124303C (de) |
-
0
- DE DENDAT124303D patent/DE124303C/de active Active
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