DE123795C - - Google Patents

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DE123795C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B10/00Transmission systems employing electromagnetic waves other than radio-waves, e.g. infrared, visible or ultraviolet light, or employing corpuscular radiation, e.g. quantum communication

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren und die zur Ausführung desselben dienenden Mittel zum Signalisiren von einer Station zur anderen, ohne dais die Stationen durch Leitungsdrähte verbunden werden.
Das vorliegende Verfahren ist daher insbesondere zum Signalisiren von einem Schiff zu einem anderen oder von einem Theil einer sich bewegenden Armee zu einem anderen oder überhaupt auf grofse Entfernungen durch unebenes Gelände geeignet und sowohl zur Tages- als auch Nachtzeit verwendbar.
Die neue Erfindung besteht im Wesentlichen darin, dafs durch geeignete Signalvorrichtungen die Signale übertragen werden und dafs diese Signale an der Empfangsstation entweder in der Form von Buchstaben, arabischen Ziffern oder sonstigen Zeichen eines Codex auf der Empfangsstation entsprechend festgelegt werden. Dies wird unter Vermittelung einer rotirenden Scheibe, bewerkstelligt, welche mit jeder gewünschten Geschwindigkeit getrieben werden kann und deren Winkelgeschwindigkeit durch einen im Voraus bestimmten Winkel dazu benutzt wird, einen Buchstaben, eine Ziffer oder: ein. anderes verabredetes Signal symbolisch anzuzeigen.
Die Drehgeschwindigkeit der Scheibe oder Platte an der Empfangsstation muis in bestimmter Beziehung zu der Geschwindigkeit der Scheibe an der Aufgabestation sein; vortheilhaft drehen sie sich beide mit derselben Geschwindigkeit, wobei es jedoch nicht nothwendig ist, dafs sie sich vollkommen synchron bewegen.
Die Drehung der einen oder beider Aufgabe- und Empfangsvorrichtungen kann eine stetige oder schrittweise sein; jedenfalls ist sie nur während der thatsächlichen Zeit des Signalisirens nothwendig. Nach vorliegender Erfindung kann die eine' oder beide dieser Scheiben nach Belieben angehalten oder eingeschaltet werden, wobei die eine vollständig unabhängig von der anderen ist. Beide Scheiben sind in eine gleich grofse Anzahl Sectoren mit entsprechenden Aufschriften getheilt und mit Vorrichtungen versehen, mittelst welcher die Umdrehungsgeschwindigkeit und die Einstellung der Scheiben derart geregelt werden kann, dafs die vor jeder Scheibe angeordneten Zeiger stets auf übereinstimmende Aufschriften zeigen. Aufserdem sind an der Aufgabestelle noch Vorrichtungen vorgesehen, die es ermöglichen, ein Blitzlicht — oder ein anderes sichtbares oder hörbares Signal — zu geben, sobald die Scheibe an der Geberstation das zu übertragende Zeichen angiebt.
Auf der Empfangsstation wird nun sofort das unter dem Zeiger auf der Scheibe er^ scheinende Zeichen abgelesen, erforderlichenfalls unter Benutzung besonderer Hülfsmittel, die noch näher beschrieben werden sollen. Auf diese Weise wird das ganze System unabhängig von jeder elektrischen und mechanischen Verbindung zwischen dem Apparat, durch welchen die Signale gegeben werden, und demjenigen, welcher sie empfängt.
Die neue Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt:
Fig. ι ist eine Draufsicht auf den Apparat, die drehende Scheibe und die Einstellvorrichtungen derselben.
Fig. 2 ist ein Schnitt in Richtung der Linie A-A nach Fig. Ί.
Fig. 3 ist ein Schnitt in Richtung der Linie B-B nach Fig. 2 in Richtung des Pfeiles gesehen.
Fig. 4 und 5 zeigen übersichtlich die Anordnung der beiden Stationen.
Fig. 6 ist die Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform, bei welcher die Scheibe nicht stetig, sondern schrittweise bewegt wird.
Fig. 7 ist ein Schnitt in Richtung der Linie C-C nach Fig. 6 in Richtung des Pfeiles betrachtet,
Fig. 8, ein Schnitt in Richtung der Linie D-D nach Fig. 6.
Fig. 9 ist eine Einzeldarstellung einer Bremse aus Fig. 8.
Die Einrichtung ist auf einer Grundplatte 1 befestigt, auf welcher eine Platte 2 mit den Böcken 3 zur Aufnahme der Welle 4 befestigt ist. Diese Welle kann unmittelbar in den Böcken gelagert sein, oder die betreffenden Lager können verstellbar sein und aus einem Joch 5, Stellschraube 6 und Muffe 7 bestehen, die mittelst Zapfen in dem Joche 5 gehalten wird. Die Welle 4 kann in einer der Muffen 7 mit Hülfe der Schraube 8 zeitweilig festgestellt werden. Die Welle 4 ist mit geeigneten Stellringen 9 zur Vermeidung von Längsbewegungen ausgestattet. Auf dieser Welle ist eine Muffe 10 lose gelagert, die ein Kettenrad 11 und ein Kegelrad 12 besitzt. Letzteres greift in ein auf dem Arm 13 drehbar gelagertes Zahnrad 14 einer Muffe 15, welche auf der Welle 4 befestigt ist. Ferner greift dieses Rad .14 noch in ein Kegelrad 16 ein, welches mit einer gleichfalls auf der Welle 4 drehbar gelagerten Muffe 17 verbunden ist. Die Massenwirkung des Zahnrades 14 und seiner Lagerung 13 kann durch ein Gegengewicht 18 ausgeglichen sein.
Das andere Ende der Muffe 17 besitzt einen Flansch 19 mit Speichen 20, an denen die Scheibe 21 befestigt ist. Natürlich könnte die Scheibe auch unmittelbar mit dem Flansch 19 verbunden sein. Vor der Scheibe 21 befindet sich ein Zeiger 22, der an einer auf der Welle 4 lose befindlichen Muffe 23 befestigt ist. Diese Muffe besitzt einen vorstehenden Arm 24 aus magnetischem Material, welcher den Anker eines Elektromagneten 25 bildet. Dieser Magnet ist mittelst Drahtleitungen 26, 27 mit der Batterie 28 verbunden, während in diesen Stromkreis noch der Elektromagnet 29 eingeschaltet ist. Dieser Elektromagnet 29 bewegt den Verschluis 30, der sich j vor dem parabolischen Spiegel 31 eines Scheinwerfers befindet. Diese Einrichtung ist nur schematisch dargestellt und kann durch irgend eine andere Form von Lichtsignalen, Semaphoren öder anderen Signalen, welche gegebenenfalls durch einen Elektromagneten bewegt werden können, ersetzt sein.
32 ist ein gewöhnlicher Telegraphentaster, 33 ein Ausschalter. Ein anderer Schalter 34 ermöglicht es, das Blitzlicht oder die Signalvorrichtung auszuschalten und dennoch den Stromkreis in der Empfangsstation geschlossen zu halten.
Die über das Kettenrad 11 geführte Kette ist andererseits über ein anderes von dem Motor 35 angetriebenes Kettenrad 36 gelegt. Dieser Motor, vortheilhaft ein Uhrwerk, ist derart beschaffen, dafs er innerhalb geringer Grenzen synchron läuft, wobei jedoch, wie bereits bemerkt, ein vollständiger Synchronismus nicht nothwendig ist. Da die Welle 4 in der Muffe 7 mit Hülfe der Klemmschraube 8 festgestellt ist, so erhält die Scheibe 21 mit Hülfe des Motors 35 und des Kettenrades 36, Kette 37, Muffe 10, Kcgelzahnrad 14 und Muffe 17 eine rasche Umdrehung, auch wenn die Welle 4 festgestellt ist. Löst man die Schraube 8 und dreht die Welle 4 mit Hülfe des mit ihr befestigten Knopfes 38 nach rechts oder links, so kann die Scheibe 21 vorwärts oder rückwärts gedreht werden, ohne den dauernden Lauf des Motors zu stören. Die Scheibe 21 wird nun vorwärts oder rückwärts gedreht, bis beim Geben eines vorher verabredeten Signals von der anderen Station der Zeiger 22 in seiner Stellung zur Scheibe mit dem Zeiger auf der anderen Station übereinstimmt.
Die verschiedenen Sectoren jeder Scheibe sind durch Buchstaben oder sonstige Zeichen in Uebe'reinstimmun g mit einem verabredeten Codex, wie dies beispielsweise in den Fig. 3, 4 und 5 angegeben ist.
Um ein bequemes Ablesen der Zeichen auf der Scheibe zu ermöglichen, kann man den Scheiben 21 vortheilhaft eine schrittweise Vorwärtsbewegung durch die in Fig. 6, 7 und 8 dargestellte Schaltvorrichtung geben. In Fig. 7 und 8 ist 39 eine am Zahnrad 12 befestigte Nabe, die mit ein oder mehreren Vorsprüngen 40 ausgestattet ist. Diese Vorsprünge können gegen die Arme 41 eines Joches 42 schlagen, welches auf der Welle 43 befestigt ist; letztere liegt in einem auf der Grundplatte 44 befestigten Lager 45.
Die Welle 43 trägt ferner noch einen Schaltanker 46, dessen Arme 47 abwechselnd in die Zähne eines gezahnten und auf der Muffe 17 befestigten Rades 48 eingreifen. In diesem Falle mufs sich die Welle 4 frei in ihren Lagern drehen können, und die Drehung der
Muffe ίο wird eine schrittweise Weiterbewegung der Scheibe 21 bewirken; gleichzeitig kann die genannte Scheibe mit Hülfe des mit der Welle 42 befestigten Knopfes 38 in der schon mit Bezug auf Fig. 1 bis 5 beschriebenen Weise verstellt werden.
Da die Reibung der Welle in ihren Lagern gröfser sein mufs, als die Reibung der Scheibe in ihren Lagern, wird ein Bremsklotz 49 angeordnet, der, wie Fig. 9 zeigt, auf die Welle 4 hemmend wirkt. Das Anpressen des Klotzes 49 geschieht durch eine Feder 50, welche zwischen der Schraube 8 und dem Bremsklotz gelagert ist; die Schraube 8 aber ist in einen Ansatz 51 eingeschraubt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist in beiden Fällen die gleiche, und zwar folgende:
Angenommen, dafs man bei Nacht von einem Schiff nach dem anderen signalisiren will und dafs jedes Schiff mit den in Fig. 4 und 5 übersichtlich dargestellten Apparaten ausgestattet ist, so wird zunächst der Absender den Ausschalter 33 schliefsen und den Schalthebel 34 auf das Stromschlufsstück 52 bringen und diese beiden Stromschlüsse während des Absendens der Nachricht aufrecht erhalten und seinen Motor in Gang setzen. Wenn die Scheibe sich dreht, drückt er die Taste 32 nach unten und bringt das Licht 31 zum Aufblitzen, wenn das verabredete Zeichen, bei-' spielsweise /, unter dem Zeiger 22 erscheint. Der Beobachter auf dem Schiff, nach welchem signalisirt werden soll, hat zunächst seinen. Ausschalter 32 geschlossen und 34 auf das Stromschlufsstück 52 gebracht; hierauf schaltet er seinen Motor ein, er schliefst 33 und giebt das Blitzsignal zurück. Schliefst er den Ausschalter 34, so mufs der Zeiger auf seinem Instrument sich bewegen, da der Elektromagnet 25 erregt wird. Der Schalter 33 auf der Empfangsstation soll sofort wieder geöffnet werden und nur für den Augenblick geschlossen sein, sobald ein Lichtblitz von der Aufgabestation an der Empfangsstation bemerkt wird.
Das Signal wird an der Aufgabestation ein oder mehrere Male wiederholt, und zwar dann, wenn der ausgewählte Buchstabe unter dem Zeiger hinweggeht, so dafs der Beobachter an der Empfangsstation seinen Motor in Gang setzen und seine Scheibe rückwärts oder vorwärts bewegen kann, bis der betreffende vereinbarte Buchstabe auf seiner Scheibe dem Zeiger in dem Augenblick gegenübersteht, in dem er das Signal sieht. Die drehende Scheibe des Empfangsapparates wird dann, wenigstens vom praktischen Standpunkte aus, mit der Scheibe des Sendeapparates synchron laufen. Da jedoch die Uebertragung thatsächlich mit einer gewissen gleichbleibenden Verzögerung geschieht, so mufs ein geringes Nachgehen der einen Scheibe hinter der anderen vorhanden sein.
Soll auf der Empfangsstation das Fernsignal ausgeschaltet werden, so kann der Ausschalter 34 auf den Contact 53 gelegt werden, so dafs mittelst des Ausschalters 33 oder des Tasters 32 der Zeiger 22 bewegt wird, ohne dafs das Blitzlicht 31 in Thätigkeit tritt.
Wenn die beiden Motoren im Wesentlichen synchron laufen, etwa in der Weise, wie die Minutenzeiger zweier Uhren, welche eben einander gleichgestellt sind, so kann der Geber dadurch eine Nachricht buchstabiren, dais er seine Taste 32 immer dann niederdrückt, sobald der geeignete Buchstabe vor seinem Zeiger erscheint, während auf der Empfangsstation der das Aufblitzen beobachtende Mann denselben Buchstaben dann gerade unter dem Zeiger seiner eigenen Scheibe sieht; durch Zusammenstellung dieser Buchstaben kann er auf der Empfangsstation die Nachricht wieder zusammenbuchstabiren.
Zweckmäfsig werden an der Empfangsstelle zwei Beobachter verwendet, derart, dafs der eine das Blitzlicht beobachtet und unmittelbar den Ausschalter 33 an der Empfangsstation bedient, während der andere die Buchstaben oder Zeichen vermerkt, die durch den Zeiger angegeben werden, sobald der Elektromagnet erregt wird. Auf diese Weise kann der Offizier oder Wachthabende die Signale, die durch den Signalbeamten oder durch den Kapitän in seiner erleuchteten Kabine gelesen werden können, wiederholen.
Um die Anzahl der zu gebenden Signale zu vergröfsern, können mehrere Gruppen von Buchstaben auf der Scheibe in concentrischen Kreisen angeordnet sein, während durch ein übereingekommenes Merkmal angegeben werden kann, von welchem Kreis das Signal abgelesen werden soll.
So kann durch einen bestimmten Buchstaben, der in dem einen Kreis benutzt wird, angegeben werden, dafs der Benutzer des Apparates nunmehr den Text von dem nächsten Kreise ablesen soll; so kann beispielsweise ein Stern auf dem äufseren Kreise angeben, dafs das Signal zu dem nächsten inneren Kreise Bezug hat u. s. w., oder es können auch einfache Lichtblitze während des Signals gegeben werden, um anzugeben, dafs der äufsere Kreis benutzt werden soll. Zwei rasch auf einander folgende Blitzlichter können angeben, dafs die Zeichen des zweiten Kreises, drei Blitzlichter können angeben, dais die des dritten Kreises abgelesen werden sollen. In der Praxis wird es wohl nie nöthig sein, die Zeichen auf mehr als drei Kreise zu vertheilen.
So lange die beiden Scheiben wesentlich synchron laufen, werden die beiden Zeiger, sofern sie einmal eingestellt sind, immer auf

Claims (3)

denselben Buchstaben zeigen müssen, und da die Scheiben in jedem Augenblick derart eingestellt werden können, dafs die beiden Zeiger dieselben Buchstaben zeigen, so lassen sich auch die Scheiben während der Uebertragung der Nachricht im synchronen Gang erhalten. An Stelle der erwähnten Blitzlichter kann natürlich auch ein Semaphor oder andere passende Signalvorrichtung angewendet werden. Es ist leicht ersichtlich, dais das Signalsystem nach vorliegender Erfindung keine besondere Geschicklichkeit verlangt und das Signal sowohl mit Sicherheit gegeben als auch empfai> gen werden kann. Der Sender, sowie der Empfänger können vollständig im Geheimen arbeiten, während der Signalmann, der die sichtbaren oder hörbaren Signale bemerkt, einfach die Taste niederdrückt und so den Empfänger von der Ankunft des Signals verständigt, ohne selbst den Inhalt desselben zu kennen. Es ist ersichtlich, dais der Schlüsselbuchstabe oder das Signal so oft geändert werden kann, als dies wünschenswerth erscheint, und dais von Zeit zu Zeit auch neue Scheiben, die in anderer Weise eingetheilt sind, eingesetzt werden können. Die schrittweise Bewegung der Scheibe, wie sie mit Bezug auf Fig. 6 bis 8 beschrieben wurde, macht es leichter, die Nachrichten zu senden und zu lesen; für gewöhnliche Zwecke genügt es jedoch, die Scheibe langsam und stetig drehen zu lassen. Es ist ersichtlich, dafs man auch die Scheiben feststehen und die Zeiger sich drehen oder schliefslich beide Theile in gleicher oder entgegengesetzter Kichtung sich drehen lassen kann. Wenn die Entfernung' zwischen Aufgabe- und Empfangsstation im Wesentlichen während der Uebertragung der Nachricht dieselbe bleibt, so kann man mittelst hörbarer Signale ebensogut wie mit sichtbaren Signalen arbeiten. Wenn also beispielsweise ein Revolver in dem Augenblick abgefeuert wird, in dem der Schlüsselbuchstabe unter dem Zeiger auf der Gebestation vorbeigeht, so kann auf der Empfangsstation die Empfangsscheibe derart gestellt werden, dafs der Empfänger denselben Buchstaben abliest, und da die verschiedenen auf einander folgenden Töne dieselbe Zeit benöthigen, um den Zwischenraum zwischen den beiden Stationen zu durchqueren, so werden die beiden Scheiben augenscheinlich sich im Synchronismus befinden und die Nachrichten können übertragen werden, obgleich thatsächlich die Empfangsscheibe um einen ganz beträchtlichen Winkel hinter der Geberscheibe zurückliegen kann. Es ist ferner noch ersichtlich, dais auch zwei oder mehrere Scheiben mit ihren Ziffern in jedem Stromkreis liegen können, um die durch den einzelnen Umschalthebel oder Taste gegebenen Signale anzugeben, und dais somit ein Beobachter dasselbe Signal gleichzeitig auf mehrere Empfänger, die an verschiedenen Punkten liegen, übertragen kann. Pate νϊ-Αν Sprüche:
1. Verfahren zur Fernübertragung von Mittheilungen unter Verwendung synchron vor einem Zeiger umlaufender, mit Aufschriften versehener Scheiben als Geber und Empfänger, dadurch gekennzeichnet, dafs der Zeitpunkt, zu welchem das zu übermittelnde Signal unter dem Zeiger des Gebers erscheint und auf der Scheibe des Empfängers abgelesen werden soll, durch ein sichtbares oder hörbares Zeichen mitgetheilt wird.
2. Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen vor einer beständig umlaufenden Scheibe (21) mit der Hand einstellbaren Zeiger (22), welcher unter dem Einflufs eines Elektromagneten (25) steht, dessen Stromkreis beim Erscheinen des zu übermittelnden Signals von Hand geschlossen wird und dabei einen zweiten ein Licht- oder Hörsignal auslösenden Elektromagneten (29) erregt.
3. Eine. Abänderung der Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die Scheibe (21) schrittweise mittelst Daumenscheibe (39), gegabelten Hebels (42), Schalthebels (46) und Schaltrades (48) gedreht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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