DE1237481B - Verfahren zur Herstellung von Zement - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zement

Info

Publication number
DE1237481B
DE1237481B DES80536A DES0080536A DE1237481B DE 1237481 B DE1237481 B DE 1237481B DE S80536 A DES80536 A DE S80536A DE S0080536 A DES0080536 A DE S0080536A DE 1237481 B DE1237481 B DE 1237481B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mill
mixture
cement
grinding
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES80536A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Peder Frankert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FLSmidth and Co AS
Original Assignee
FLSmidth and Co AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FLSmidth and Co AS filed Critical FLSmidth and Co AS
Publication of DE1237481B publication Critical patent/DE1237481B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/14Cements containing slag
    • C04B7/147Metallurgical slag
    • C04B7/153Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials or other activators
    • C04B7/17Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials or other activators with calcium oxide containing activators
    • C04B7/19Portland cements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P40/00Technologies relating to the processing of minerals
    • Y02P40/10Production of cement, e.g. improving or optimising the production methods; Cement grinding

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zement Zement kann durch Zusammenmahlen von Schlacke oder anderen latenten hydraulischen Bindemitteln und Zementklinkern mit oder ohne andere Zusätze, wie z. B. Gips, hergestellt werden. Das am häufigsten benutzte Bindemittel ist Hochofenschlacke, die normalerweise in granulierter Form zur Verfügung steht, wie sie bei der Abschreckung der geschmolzenen Schlacke aus dem Hochofen in Wasser entsteht. Die sich so ergebende granulierte Schlacke hat einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, der in der Regel bei zumindest 15 und oft bei 30% und mehr liegt.
  • Nun ist aber Schlacke oder jedes andere latente hydraulische Bindemittel nur in der Lage, an dem Härtungsprozeß teilzunehmen, wenn freier Kalk als Katalysator anwesend ist, und aus diesem Grund wird sie nicht allein als Zement verwendet. Ein latentes hydraulisches Bindemittel kann daher einen beachtlichen Wassergehalt aufweisen, ohne daß ein Abbinden stattfindet; aber sobald es mit nur einer geringen Menge eines Zementklinkers gemischt wird, welcher freien Kalk enthält, ist es in der Lage, abzubinden. Es folgt daraus, daß nach Mischung mit Portland-Zementklinker ein latentes hydraulisches Bindemittel sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit ist, gleichgültig, ob der Klinkergehalt hoch oder niedrig ist.
  • Bei der Herstellung von solchem Zement wurde bislang die feuchte Schlacke, bevor sie mit dem Zementklinker und irgendeinem anderen Bestandteil, wie z. B. Gips, vermahlen wurde, getrocknet. Dieses Trocknen wurde auf einem Rost oder in einer Trommel oder durch Entwässerung in einer Zentrifuge durchgeführt, und der Feuchtigkeitsgehalt der Schlacke wurde bis herunter auf etwa 4 bis 5 % gebracht. Eine solche spezielle Trocknung ist sowohl zeitraubend als auch unwirtschaftlich.
  • Dieselben Betrachtungen gelten auch für andere latente hydraulische Bindemittel, wie z. B. Flugaschen von Kraftwerken und Vulkanasche, wenn solche zur Herstellung von Zement benutzt werden und eine wesentliche Menge Feuchtigkeit, z. B. 25 oder mehr enthalten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Zement aus einer Mischung von Zementklinker und einem oder mehreren latenthydraulischen Bindemitteln als Hauptbestandteile mit oder ohne kleineren Mengen an anderen Bestandteilen durch Vermahlung der Bestandteile zur angestrebten Zementfeinheit in einer Mühle ist dadurch gekennzeichnet, daß die latenthydraulischen Bindemittel im vorliegenden feuchten Zustand mit den übrigen Bestandteilen gemischt und diese Mischung unter Erwärmung in einem Arbeitsgang vermahlen und getrocknet wird, wobei die teils durch Einführung eines heißen Gases gelieferte, teils auf der Mahlwirkung beruhende und an sich beim Vermahlen von Zement zur Entfernung von Wasser bereits ausgenutzte Erwärmung so geleitet wird, daß die Mischung vollständig getrocknet ist, bevor das oder die Bindemittel abbinden können, oder ein Bestandteil durch die Erwärmung geschädigt wird.
  • Die Mengenverhältnisse der Mischung, die gemahlen wird, können in weitem Bereich schwanken; die Erfindung ist auf jeden Zement anwendbar, in welchem das latente hydraulische Bindemittel einen Hauptbestandteil bildet, in einer Menge von z. B. 15 bis 85 °/o.
  • Die heißen Gase dienen sowohl, um das Bindemittel zu trocknen, als auch um das aus dem Bindemittel verdampfte Wasser heraus aus der Mühle zu befördern. Sie können auch dazu dienen, das fertiggemahlene Material aus der Mühle herauszubefördern.
  • Der Trocknungseffekt des Gasstromes durch die Mühle wird bestimmt durch das Produkt aus Gasstrom pro Zeiteinheit und Gastemperatur. Das Gasvolumen, welches durch die Mühle pro Zeiteinheit strömt, darf nicht so hoch sein, daß es Materialteilchen, welche ungenügend gemahlen oder getrocknet sind, aus der Mühle herausträgt. Bei der Durchführung des Verfahrens muß also sowohl auf das Volumen als auch auf die Temperatur des Gases geachtet werden.
  • Es wurde gefunden, daß, wenn Schlacke ein Bestandteil der Mischung ist, sie oft dazu neigt, in dem ersten Teil der Mühle klebrig zu sein. Wenn dies der Fall ist, muß das Produkt aus Gasstrom pro Zeiteinheit und Gastemperatur hoch sein, um die Trocknung zu beschleunigen und somit die Tendenz zum Kleben herabzusetzen.
  • Klebrigkeit kann normalerweise vermieden werden, wenn die Temperatur des Gases im Bereich von 500 bis 700° C liegt. Wenn viel Feuchtigkeit entfernt werden muß, entweder weil der Bindemittelgehalt der Mischung hoch ist oder weil der Feuchtigkeitsgehalt der Bindemittel sehr hoch ist, z. B. 30 bis 40 % oder beides, muß die Temperatur des in die Mühle einströmenden Gases auch sehr hoch sein. Unter solchen Bedingungen kann ein teilweises Trocknen während des Mischens der Bestandteile des Zements, aber vor dem Mahlen, durchgeführt werden. Dieses teilweise Trocknen der Mischung kann außerhalb der Mühle stattfinden, z. B. in einer Vorkammer. Wenn man auf diese Weise vorgeht, kann sehr heißes Gas zur Durchführung des ganzen Trocknens verwendet werden, und wenn es den Einlaß der Mühle erreicht, wird es genügend abgekühlt sein, um das Mühlenlager nicht zu beschädigen.
  • Beim Mahlen von Zement ist es stets erwünscht, das gemahlene Material auf eine Temperatur zu kühlen, die tief genug ist, um es direkt in Papiersäcke zu verpacken, ohne diese zu beschädigen, und es ist üblich, Wasser in die Mühle in der Nähe des Auslasses zu sprühen, um eine solche Kühlung zu bewirken. das versprühte Wasser erhöht auch den Feuchtigkeitsgehalt des ausströmenden Gases, und das ist vorteilhaft, wenn das Gas durch einen elektrostatischen Entstäuber geleitet wird, bevor es in die Atmosphäre entlassen wird. In der vorliegenden Erfindung kann genügend Wasser eingesprüht werden, um das gemahlene Material zu kühlen, und es wird unverzüglich nach seiner Einführung in die Mühle verdampfen und somit keine Gelegenheit haben, das getrocknete Material wieder zu befeuchten.
  • Die Erfindung betrifft zwar im allgemeinen ein Verfahren zur Herstellung von Zement aus einer Mischung von Zementklinker und einem oder mehreren latenthydraulischen Bindemitteln. In erster Linie ist die Erfindung aber auf eine Herstellung von Zement aus Portlandzementklinker und abgeschreckter Hochofenschlacke gerichtet.
  • Bekanntlich wird überlicherweise bei der Vermahlung von Zementklinker eine gewisse, geringe Menge Gips zugesetzt, um die Länge der Abbindezeit des Zements zu regeln. Diese Maßnahme ist auch bei der Erfindung anwendbar und vorteilhaft.
  • Um die Gefahr herabzusetzen, daß Gips, wenn er den heißen Gasen in der Mühle ausgesetzt wird, verbrannt wird, mit der dadurch bedingten Tendenz einer falschen Abbindung des Zements, kann der Gips, bevor er mit den anderen Bestandteilen gemischt wird, angefeuchtet werden. Wenn dies nicht getan wird, muß darauf geachtet werden, daß nicht zu viel Hitze im Verhältnis zu der zu verdampfenden Wassermenge der Mühle zugeführt wird oder daß Luft von zu hoher Temperatur in Kontakt mit dem Gips kommt.
  • Die Erfindung kann mit einem einzigen Durchgang des Materials durch die Mühle durchgeführt werden. Wenn die Gasgeschwindigkeit mäßig oder niedrig ist, wird nur ein kleiner Teil des Zements die Mühle suspendiert in dem Gas verlassen, und der größere Teil wird in einer normalen Mühle durch einen hohlen Auslaßzapfen herauswandern. Auf der anderen Seite, wenn die Gasgeschwindigkeit hoch ist, kann der Zement aus der Mühle mittels des Gases allein herausgebracht und in einem Zyklon abgetrennt werden.
  • Die Erfindung kann auch durchgeführt werden durch Mahlen in einem geschlossenen Kreislauf, wobei nur ein Teil des Zements die Mühle verläßt, der bei seinem ersten Durchgang durch die Mühle fertiggemahlen ist.
  • Um die für die Beheizung des Gases notwendige Brennstoffmenge herabzusetzen, kann ein Teil des Gases durch die Mühle im Umlauf gehalten werden. Das Verhältnis zwischen dem umlaufenden und dem frischen Gas, das in die Mühle geschickt wird, muß so eingestellt werden, daß die Mischung des Gases, die durch die Mühle strömt, das erforderliche Trocknungsvermögen aufweist. Natürlich soll ein Teil des Gases regelmäßig in die Atmosphäre entlassen werden und durch einen entsprechenden Teil an frischem heißem Gas ersetzt werden, da sonst das zirkulierende Gas bald mit Feuchtigkeit gesättigt sein und sein Trocknungsvermögen verlieren würde.
  • Es ist bekannt, latenthydraulische Bindemittel mit Zement zur Abbindung anzuregen. Ferner ist ein gleichzeitiges Mahlen und Trocknen von anorganischen Bindemitteln im allgemeinen nicht mehr neu.
  • Das gleichzeitige Mahlen und Trocknen einer Mischung aus Zementklinkern und einem latenthydraulischen Bindemittel war aber dennoch nicht nahehegend.
  • Im Gegenteil, man hat bisher angenommen, daß das gleichzeitige Mahlen und Trocknen von anorganischen Bindemitteln, wenn diese Zementklinker und ein latenthydraulisches Bindemittel enthielten, ein Problem darstelle, welches nicht bei der Behandlung der in der deutschen Auslegeschrift 1048 217 angegebenen Stoffe vorhanden ist.
  • Bekanntlich ist ein latenthydraulisches Bindemittel nach Mischung mit Portland-Zementklinker sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit, weswegen bei der Herstellung von einem solchen Mischzement bislang die feuchte Schlacke, vor der Vermahlung mit dem Zementklinker und irgendeinem anderen Bestandteil, wie z. B. Gips, getrocknet wurde. Eine solche besondere Trocknung ist sowohl zeitraubend wie unwirtschaftlich, aber bisher hat man sie für notwendig bei einer Mischung von Zement und einem latenthydraulischen Bindemittel angesehen.
  • Der Erfinder hat nun im Gegensatz zur bisherigen Anschauung den Gedanken gehabt, daß ein kombiniertes Trocknen und Vermahlen der fraglichen Mischung ohne Nachteile möglich sein müsse, wenn die Wärmezufuhr derart gestaltet wird, daß das Trocknen erfolgt, bevor das Bindemittel abbindet. Versuche haben die Richtigkeit dieser Annahme bestätigt.
  • Nach der österreichischen Patentschrift 117 523 werden Maßnahmen getroffen, um beim üblichen Vermahlen von Zement die Temperatur in der Mühle zwecks Beseitigung von Übelständen künstlich herabzusetzen. Diese Übelstände bestehen darin, daß, wenn eine gewisse Temperatur überschritten wird, die etwa bei 90 bis 100° C liegt, eine Neigung des gemahlenen Materials auftritt, sich an den Mahlkörpern und anderen Flächen abzusetzen, wodurch erhebliche Verminderung der Mühlenleistung eintritt. Diese Maßnahmen bestehen darin, daß man der Mühle Wasser in einer solchen geringen Menge zuführt, daß deren Verdunstungskälte ein Ansteigen der Temperatur über den Gefahrenpunkt hinaus verhindert.
  • Damals war bereits bekannt, das zu vermahlende Material vor Beginn der Vermahlung mit Wasser zu versetzen. Es ist dort weiter ausgeführt, daß der Wasserzusatz am Einlaufende der Mühle die Gefahr einschließt, daß bei der dauernd erheblich unter 100° C bleibenden Temperatur eine chemische Umsetzung zwischen dem zugesetzten Wasser und dem zu vermahlenden Zement eintritt, wobei das Wasser sich mit dem Zementstaub im ersten Vermahlungsstadium verbinden und alle Wege der Mahlmaschine verstopfen kann.
  • Dies ist der Grund, weshalb gemäß der früheren Erfindung ein derartiger Wasserzusatz sehr vorsichtig vollzogen werden muß, d. h., die zugesetzte Wassermenge muß nur gering sein. Sie braucht auch nur gering zu sein, denn es ist eine erhebliche Wärmemenge erforderlich, um 1 g Wasser zu verdampfen, und diese Verdampfungswärme wird ausgenutzt, um die Kühlung des Zements Herbeizurufen, was auch für die Wassermenge gilt, welche nach der österreichischen Patentschrift am Auslaufende der Mühle in feinverteiltem Zustand einzuspritzen ist.
  • Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung, mittels Wärme eine bereits im Material befindliche Wassermenge zu entfernen, d. h. eine Trocknung desselben herbeizuführen, im Gegensatz zur Aufgabestellung der österreichischen Patentschrift, welche darin besteht, mittels eines Wasserzusatzes eine Kühlung des Materials hervorzurufen. Außer der verschiedenen Aufgabenstellung unterscheiden sich die Aufgaben selbst in den beiden Fällen in noch einer wichtigen Hinsicht, nämlich dadurch, daß die der Mühle pro Zeiteinheit mit Absicht zugeführte Wassermenge im Fall der österreichischen Patentschrift außerordentlich gering ist, im Vergleich zu der sich im Material von vornherein befindlichen Wassermenge im Fall der vorliegenden Erfindung.
  • Wie schon früher betont, waren alle Fachleute , bisher der Ansicht, daß das feuchte hydraulische Bindemittel, bevor es mit dem Zementklinker vermahlen werden konnte, unbedingt getrocknet werden müßte, weil sonst die Mischung in der Mühle abbinden würde. Es ist somit das Verdienst des Erfinders, dieses Vorurteil überwunden und gezeigt zu haben, daß - wenn die richtigen Betriebsbedingungen geschaffen werden - ein solches Abbinden trotz großer vorhandener Wassermengen nicht auftritt. Da es sich also im vorliegenden Fall um überaus große Wassermengen handelt, darf wohl berechtigterweise von einem mit dem neuen Verfahren verbundenen überraschungsmoment gesprochen werden. Es ist also neu, stellt durch Beseitigung einer Arbeitsstufe eine Bereicherung der Technik dar und hat nicht nahegelegen, da es nur unter Überwindung eines Vorurteils gefunden werden konnte.
  • Dieses Vorurteil konnte aber nicht auf Grund der österreichischen Patentschrift überwunden werden, sondern diese bestärkt es nur noch.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Zement aus einer Mischung von Zementklinker und einem oder mehreren latenthydraulischen Bindemitteln als Hauptbestandteil mit oder ohne kleineren Mengen an anderen Bestandteilen durch Vermahlung der Bestandteile zur angestrebten Zementfeinheit in einer Mühle, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die latenthydraulischen Bindemittel im vorliegenden feuchten Zustand mit den übrigen Bestandteilen gemischt und diese Mischung unterErwärmung in einemArbeitsgang vermahlen und getrocknet wird, wobei die teils durch Einführung eines heißen Gases gelieferte teils auf der Mahlwirkung beruhende und an sich beim Vermahlen von Zement zur Entfernung von Wasser bereits ausgenutzte Erwärmung so geleitet wird, daß die Mischung vollständig getrocknet ist, bevor das oder die Bindemittel abbinden können, oder ein Bestandteil durch die Erwärmung geschädigt wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Gases zwischen 500 und 700° C liegt.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuchti eitsgehalt der Mischung hoch ist und eine .ilweise Trocknung während der Mischung der Bestandteile des Zements, aber vor dem Mahlen, durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung kontinuierlich durch die Mühle geschickt wird und die zum Vortrocknen außerhalb der Mühle benutzten heißen Gase anschließend in die Mühle geleitet werden, um dort vollständige Trocknung der Mischung zu bewirken.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Wasser in die Mühle gesprüht wird, in einer solchen Menge, daß das gemahlene Material gekühlt wird, aber daß es sofort nach seiner Einführung in die Mühle verdampft.
  6. 6. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Gases im Umlauf durch die Mühle geführt wird.
  7. 7. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptbestandteile -der Mischung abgeschreckte Hochofenschlacke und Portland-Zementklinker sind. B. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung Gips in geringen Mengen zugesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1048 217; österreichische Patentschrift Nr. 117 523.
DES80536A 1961-07-24 1962-07-21 Verfahren zur Herstellung von Zement Pending DE1237481B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1237481X 1961-07-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1237481B true DE1237481B (de) 1967-03-23

Family

ID=10884967

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES80536A Pending DE1237481B (de) 1961-07-24 1962-07-21 Verfahren zur Herstellung von Zement

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1237481B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3138342A1 (de) * 1981-09-26 1983-04-14 Portland-Zementwerk WOTAN, H. Schneider KG, 5531 Ahütte Trockenverfahren zur herstellung von zement

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT117523B (de) * 1927-10-08 1930-04-25 Carl Pontoppidan Verfahren und Einrichtung zum Mahlen von Zement und ähnlichen Stoffen.
DE1048217B (de) * 1950-03-01 1958-12-31 Anna Minna Agnes Karnstedt Geb Verfahren zur Herstellung eines auf Anhydrit aufgebauten Bindemittels fuer Baustoffe

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT117523B (de) * 1927-10-08 1930-04-25 Carl Pontoppidan Verfahren und Einrichtung zum Mahlen von Zement und ähnlichen Stoffen.
DE1048217B (de) * 1950-03-01 1958-12-31 Anna Minna Agnes Karnstedt Geb Verfahren zur Herstellung eines auf Anhydrit aufgebauten Bindemittels fuer Baustoffe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3138342A1 (de) * 1981-09-26 1983-04-14 Portland-Zementwerk WOTAN, H. Schneider KG, 5531 Ahütte Trockenverfahren zur herstellung von zement

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2810993C2 (de)
DE1958845B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Gruenpellets aus Eisenerz
DE4100357A1 (de) Verfahren zum behandeln von anfallgipsen
DE3407052C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von ungebrannten Pellets
DE1940007A1 (de) Verfahren zum Brennen von Gips in einem Heizgasstrom
DE2200532A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von mehrphasengipsen
DE1237481B (de) Verfahren zur Herstellung von Zement
CH654403A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur trocknung von feuchtem schuettgut.
DE2103026A1 (de) Verfahren zum Trocknen von Kohle
DE69203096T2 (de) Verfahren zur herstellung von zement.
DE1218927B (de) Vorrichtung zum thermischen Behandeln von Magnesit, Dolomit und Kalk und Verfahren zu deren Betrieb
DE1571618A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement
DE965564C (de) Verfahren zum Trocknen von Teigwaren
DE2659750A1 (de) Verfahren zur verminderung der backfaehigkeit von zu staub aufbereiteter kohle
DE521712C (de) Verfahren zur Herstellung von Zement, welcher Gips beigemischt enthaelt
AT207222B (de)
DE670301C (de) Verfahren zum OElen von Kalkstickstoff
DE1920465B2 (de) Mehrphasige, schnell ansteifende und langsam härtende Gipsmasse mit hoher Ausbringung
DE2151411A1 (de) Verfahren zur herstellung von abbindefaehigen calciumsulfaten aus feinteiligen calciumsulfaten
DE564222C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln
DE858655C (de) Verfahren zur Betonhaertung durch Waermebehandlung
DE3815683C2 (de)
DE825524C (de) Verfahren zur Herstellung von Ziegelsteinen
DE669013C (de) Verfahren zum Trocknen keramischer Koerper mit Hilfe von elektrischen Wechselfeldern hoher Frequenz
AT165543B (de) Verfahren zur Erzeugung von kautischer Magnesia oder kaustische Magnesia enthaltenden Produkten