DE1237402B - Verfahren zur chemischen oder anodischen Oxydation von Aluminium und seiner Legierungen - Google Patents

Verfahren zur chemischen oder anodischen Oxydation von Aluminium und seiner Legierungen

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DE1237402B
DE1237402B DE1963Z0010358 DEZ0010358A DE1237402B DE 1237402 B DE1237402 B DE 1237402B DE 1963Z0010358 DE1963Z0010358 DE 1963Z0010358 DE Z0010358 A DEZ0010358 A DE Z0010358A DE 1237402 B DE1237402 B DE 1237402B
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Dipl-Chem Hans Volk-Uhlmann
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/04Anodisation of aluminium or alloys based thereon

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Description

  • Verfahren zur chemischen oder anodischen Oxydation von Aluminium und seiner Legierungen Die bekannten oxydischen Schutzschichten auf aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehenden Teilen zeichnen sich nicht nur durch große Härte, sondern auch durch einen sehr hohen elektrischen übergangswiderstand aus. Die bekannten technischen Schichten mit Dicken von 4 bis 100 #t haben Widerstandswerte, die über 1012 Ohm betragen. Sie sind praktisch isolierend.
  • Im elektrischen Apparatebau ist es häufig erwünscht, Apparateteilen, die mit solchen Schutzschichten versehen sind, ein bestimmtes elektrisches Potential aufzuprägen, verschiedene derartige Apparateteile elektrisch leitend miteinander zu verbinden oder unerwünscht auftretende Potentiale über eine Erdleitung abzuführen. Dies bietet bei Anwendung der üblichen Methode zur Herstellung aluminiumoxydischer Schichten Schwierigkeiten, weil für den Stromübergang bestimmte Stellen belagfrei gehalten werden müssen.
  • Demgegenüber gestattet eine nach der Erfindung hergestellte Schutzschicht mühelos die nachträgliche Herstellung elektrischer Kontakte zwischen verschiedenen Schichtträgern oder einem Schichtträger und einer beliebigen Zu- oder Ableitung unter geringem Kontaktdruck.
  • Die Herstellung einer Schutzschicht nach der Erfindung erfolgt in der Weise, daß die aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehenden Teile, die beschichtet werden sollen, zunächst einer mechanischen oder chemischen aufrauhenden Oberflächenbehandlung unterzogen und darauf unter Anwendung eines an sich bekannten chemischen oder anodischen Verfahrens mit einer Aluminiumoxyd-oder -oxydhydratschicht überzogen werden, deren Schichtstärke nicht größer als etwa 1 [t und, falls Interferenzfarben unerwünscht sind, nicht geringer als 0,5 u sein darf.
  • Die für das Aussehen der Oberfläche maßgebende Oberflächenstruktur (Makrostruktur) kann in üblicher Weise durch mechanische oder chemische Behandlung, wie z. B. Schleifen, Polieren, Strahlen, Drehen usw. oder chemisches Glänzen, Beizen in sauren oder alkalischen Medien hergestellt werden (vgl. Max S c h e n k »Werkstoff Aluminium und seine anodische Oxydation«, Verlag A. Franke A. G., Bern, 1948).
  • Eine für das elektrische Verhalten besonders günstige Oberfläche erhält man durch zusätzliches Beizen in Medien, die bevorzugt nur das Korn oder die Korngrenzen angreifen, wie z. B. verdünnte Salpetersäure, chloridhaltige Beizen oder Sodalösung (» Weißkochen«). Der angestrebte geringe elektrische übergangswiderstand dürfte darauf zurückzuführen sein, daß die Oxyd- oder Oxydhydratschicht keine ebene Unterlage findet und bereits mit geringem Kontaktdruck zum Durchbruch gebracht werden kann. Derart behandelte Oberflächen von Teilen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, die ein sehr dekoratives Aussehen haben und gegenüber einer Verschmutzung bei weiteren Arbeitsgängen oder im späteren Gebrauch hinreichende Griffestigkeit bieten, stellen eine erhebliche Erleichterung für den Apparatebau dar, da die gewünschten Kontaktstellen noch nachträglich gewählt und unschwer hergestellt werden können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von bei geringen Kontaktdruck für elektrische Ströme durch lässigen Schichten auf aus Aluminium oder Alu. miniumlegierungen bestehenden Unterlagen, d a durch gekennzeichnet, daß diese nacl einer aufrauhenden Vorbehandlung unter An wendung der an sich bekannten chemischen oder anodischen Oxydation mit einer höchstens 1 t und mindestens 0,5 u dicken Aluminiumoxyd-oder Aluminiumoxydhydratschicht überzoger werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufrauhung, gegebenenfalls nach einer vorhergehenden mechanischer Aufrauhung, die Unterlagen in einem bevorzug die Korngrenzen angreifenden Medium gebeiz werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Max Schenk: »Werkstoff Aluminium und seine anodische Oxydation«, 1948, S.520 bis 523 und 753.
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