DE1237258B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Gases mit geringem CO-Gehalt, besonders von Stadtgas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Gases mit geringem CO-Gehalt, besonders von Stadtgas

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DE1237258B
DE1237258B DEO8164A DEO0008164A DE1237258B DE 1237258 B DE1237258 B DE 1237258B DE O8164 A DEO8164 A DE O8164A DE O0008164 A DEO0008164 A DE O0008164A DE 1237258 B DE1237258 B DE 1237258B
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K3/00Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide
    • C10K3/02Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment
    • C10K3/04Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment reducing the carbon monoxide content, e.g. water-gas shift [WGS]

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  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Gases mit geringem CO-Gehalt, besonders von Stadtgas Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Gases mit geringem CO-Gehalt durch Konvertierung und Methanisierung CO-haltiger Gase in mehreren Katalysatorbetten.
  • Bei den zahlreichen bekannten Verfahren zur Konvertierung gasförmiger oder flüssiger Kohlenwasserstoffe durch Dampf, Luft, die einzeln oder in Gemischen verwendet werden, und besonders auch bei dem katalytischen und zyklischen Verfahren, erhält man ein Gasgemisch, das im wesentlichen aus Wasserstoff, Kohlenoxyd, Kohlendioxyd, leichten Kohlenwasserstoffen und Stickstoff besteht, deren Mengenanteile vom Ausgangsstoff und den verschiedenen Verfahrensmaßnahmen abhängig sind. Auf diese Weise können insbesondere Gasgemische hergestellt werden, die als Stadtgas verwendbar sind. Diese Technik, wie sie unter anderem in der französischen Patentschrift 1056 321 und den zugehörigen Zusatzpatentschriften beschrieben ist, wird in großem Umfange zur Gewinnung von Stadtgas aus Erdgas, Propan, Butan, Leichtöl, Schweröl und anderen Kohlenwasserstoffen angewandt.
  • In jedem Fall ist der Gehalt dieser Gase an Kohlenoxyd hoch. Aus Sicherheitsgründen ist es jedoch erforderlich, Stadtgas mit geringem CO-Gehalt zu erzeugen. In einzelnen Ländern ist der zulässige Anteil an CO gesetzlich auf höchstens 10 % und sogar 5 0/, beschränkt.
  • Es ist bereits bekannt, daß der CO-Gehalt nach dem Wassergasverfahren verringert werden kann, indem vor dem Durchgang über einen klassischen Katalysator auf Grundlage von Eisenoxyd Dampf zugegeben wird, wobei das Kohlenoxyd in Kohlendioxyd umgewandelt wird. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, muß die Temperatur der im ersten Ofen erzeugten Gase herabgesetzt, große Mengen von Dampf zugeführt und schließlich das Kohlendioxyd entfernt werden, da ein C02-Anteil im Gas prohibitiv wirkt. Die Erfüllung der ersten Forderung ist lediglich eine Frage der Apparatur, dagegen gestalten sich die Punkte 2 und 3 sehr kostspielig. Außerdem wird das so behandelte Gas zu reich an Wasserstoff und entspricht nicht mehr den für Stadtgas üblicher Art geltenden Normen (etwa 4200 Cal/m3).
  • Nach einem anderen bekannten Vorschlag erfolgt die Reaktion zwischen CO und H20 in zwei aufeinanderfolgenden Verfahrenstufen in Gegenwart von zwei nacheinander geschalteten Katalysatorbetten, zwischen denen das Gas von dem Dampf befreit wird, der im Zuge der ersten Verfahrensstufe nicht reagiert hat. Es soll hierdurch ein praktisch wasserstofffreies Methan erhalten werden.
  • Ein weiteres bekanntes Verfahren, entgiftetes Stadtgas zu erzeugen, besteht darin, daß an einem primären Ofen ein Gasometer angeschlossen wird, der fortlaufend einen Konvertierungsofen für CO speist, der einen Katalysator auf der Grundlage von Eisenoxyd enthält. Die hierbei auftretenden Nachteile sind folgende: 1. wird ein zwischengeschalteter Gasometer benötigt, 2. müssen die Gase vor der Konvertierung auf 350 bis 400'C erhitzt werden, und 3. muß den erhitzten Gasen eine beträchtliche Menge von Wasserdampf zur Konvertierung des CO hinzugefügt werden.
  • Ein weiteres Problem tritt auf, wenn während der Konvertierung im Primärofen das erzeugte Gas schwefelhaltige Bestandteile enthält. Bei den bereits bekannten Verfahren ist es erforderlich, zu entschwefeln oder den Hydrogenisierungskatalysator besonders zu regenerieren.
  • Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine zur Durchführung des Verfahrens zweckmäßige Vorrichtung zu schaffen, bei dem auf zyklischem und katalytischem Wege unter Ausschaltung aller obengenannten Nachteile ein entgiftetes Stadtgas, also ein Gas mit geringerem CO-Gehalt, und zwar unterhalb 10 0/, und sogar 5 "/" erhalten wird und bei dem auch ohne einen besonderen Entschwefelungsprozeß schwefelhaltige Gase verarbeitet werden können und das Verfahren auf einfache und wirtschaftliche Weise durchgeführt werden kann.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung eines Gases mit geringem CO-Gehalt, besonders von Stadtgas, durch Konvertierung und Methanisierung CO , -haltiger Gase in mehreren Katalysatorbetten, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein durch bekannte zyklische und katalytische Krackung von gasförmigen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf gewonnenes Gas mit starkem Anteil an CO durch einen Wärmeaustauscher und einen Methanisierungsofen mit einem oder mehreren Katalysatorbetten auf Nickelgrundlage bei Temperaturen zwischen 350 und 550'C hindurchgeleitet wird, wobei bei Verwendung von Gasen mit einem Schwefelgehalt die einzelnen'Apparate während der Heizungs-und Krackphase und während der Reinigungsphase absatzweise synchron mit dem ersten Ofen beschickt werden.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es möglich ist, den CO-Gehalt ohne Zusatz von Dampf von außen beim Durchleiten durch einen dem im Konvertierungsofen verwendeten ähnlichen Katalysator unterhalb von 10 % und sogar 5 0/, und dabei den Gehalt an CO, in dem Endgas ebenfalls innerhalb annehmbarer Grenzen zu halten. Dies wird dadurch erreicht, daß man das aus dem Konvertierungsofen für den Kohlenwasserstoff austretende Gas durch eines oder mehrere Betten eines Nickelkatalysators hindurchtreten läßt, beispielsweise Katalysatoren der Axt, wie sie in der französischen Patentschrift 1056 321 und Zusatzpatentschriften sowie 1137 865 beschrieben sind. Das Durchleiten erfolgt, nachdem die Temperatur wieder zwischen 350 und 550'C gebracht worden ist, wobei die stündliche kaumgeschwindigkeit des Durchganges in der Größenordnung von 3000 bis 6000 1 je Liter Katalysator liegt. Dabei findet gleichzeitig eine Methanisierung und eine Konvertierung des Kohlenoxyds in Kohlensäure statt. Die erste Reaktion
    CO + 3 1-1, --> CH4 + H20 + 49270 Cal
    ergibt Wasserdampf. Nun sind die angewendete Temperatur ebenso wie der Katalysator in gleicher Weise günstig für die zweite Reaktion
    CO + H20 -> CO, + H2 + 10000 Cal
    Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann auch die Umsetzung nach der zweiten Reaktion gesteigert werden, indem das Verhältnis Dampf zu Kohlenstoff beim Eindringen in den Ofen durch Umwandlung des CO in den Kohlenwasserstoff erhöht wird, so daß am Ausgang dieses Ofens ein Gas anfällt, das einen bestimmten Anteil an Wasserdampf aufweist.
  • So kann je nach Wahl des Verhältnisses von Dampf zu Kohlenwasserstoff, Raumgeschwindigkeit, der Dauer der Zyklen und der Temperaturen unmittelbar am Ausgang des zweiten Ofens ein Stadtgas mit niedrigem CO-Gehalt erhalten werden, das im übrigen den anderen, für Gase dieser Art geforderten Merkmalen entspricht.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann im Anschluß an eine beliebige Anlage zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen durchgeführt werden, sobald durch eine zweckmäßige Vorrichtung, beispielsweise einen Dampfkessel oder einen Wärmeaustauscher, die Temperatur des aus dem Umwandlungsofen austretenden Gases auf 400 bis 500'C zurückgebracht wurde. Für das Verfahren eignet sich insbesondere eine Vorrichtung, wie sie in den obenerwähnten französischen Patentschriften, z. B. F i g. 1, 2 und-4 der Zusatzpatentschrift 67 609, beschrieben sind, unter Zuschaltung eines Rückgewinnungskessels oder eines Wärmeaustauschers zwischen den beiden Öfen.
  • Bei der normalen Durchführung des Verfahrens in einer derartigen Anlage geht lediglich das während der Erzeugungsphase aus dem Konvertierungsofen austretende Gas durch den zweiten Ofen unter Ausschluß der Rauchgase der Heizungsphase, des Dampfes-, der Reinigungsphase und gegebenenfalls des Reduktionsgases, wenn zwischen der Heizungsphase und der Konvertierungsphase eine Reduktionsphase eingeschaltet ist. Tatsächlich sind ja die Reaktionen im zweiten Ofen exotherm, und es ist nutzlos, dem zweiten Bett des Katalysators Kalorien zuzuführen. Im Gegensatz hierzu ist dies bei dem ersten Katalysator notwendig, in dem endotherme Reaktionen zur Umwandlung des Kohlenwasserstoffes durch den Wasserdampf stattfinden. Andererseits ist es sowohl im Hinblick auf die Lebensdauer des Katalysators als auf die Wärmewirtschaftlichkeit vorteilhaft, wenn das Nickelbett des Katalysators des zweiten Ofens dauernd in metallischem Zustand gehalten wird, statt in ihm Zyklen der Oxydationreduktion aufeinanderfolgen zu lassen.
  • Trotzdem kann es gemäß einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in gewissen Fällen vorteilhaft sein, auch durch das zweite Katalysatorbett die Rauchgase der Heizungsphase ganz oder zum Teil hindurchzuführen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn als Ausgangsstoff Kohlenwasserstoff mit Schwefelgehalt verwendet wird. Schwefel wirkt bekanntlich bei Nickelkatalysatoren infolge der Bildung von N-Sulfid als Gift. Dieses wird aber bei der Arbeitstemperatur während der Oxydationsphase in Sulfat verwandelt, auf dem der bei Beginn der Konvertierungsphase im Gas erhaltene Wasserstoff im Sinne der Bildung von Schwefligsäureanhydrid und Wasserdampf reagiert, während das Nickel in metallischen Zustand regeneriert wird.
  • Im wesentlichen liegen demnach der Erfindung zwei Arbeitsverfahren zugrunde, nämlich die Behand-a lung von A. Kohlenwasserstoffen ohne Schwefelgehalt und B. Kohlenwasserstoffen mit Schwefelgehalt.
  • Dabei setzen sich die Verfahren aus folgenden Verfahrensschritten zusammen: Kohlenwasserstoffe ohne Schwefelgehalt: 1. Krackphase: Die durch den ersten Krackofen erzeugten Gase durchstreichen den Wärmeaustauscher und den Methanisierungsofen.
  • 2. Heizungsphase: Die aus dem ersten Ofen kommenden heißen Gase durchstreichen den Wärmeaustauscher, aus dem sie abgezogen werden. Sie durchstreichen in keinem Fall den Methanisierungsofen.
  • 3. Reinigung mit Wasserdampf: Der Wasserdampf durchstreicht alle Einrichtungen, nämlich den ersten Ofen, den Wärmeaustauscher und den Methanisierungsofen. 4. Eventuelle Reduktionsphase: Die Reduktionsgase durchstreichen alle Einrichtungen, nämlich den ersten Ofen, den Wärmeaustauscher und den Methanisierungsofen.
  • Kohlenwasserstoffe mit Schwefelgehalt.
  • 1. Krackphase: Diese ist identisch mit der Krackphase des obengenannten Arbeitsverfahrens.
  • 2. Heizungsphase: Die aus dem ersten Ofen kommenden Verbrennungsgase durchstreichen ebenfalls den Wärmeaustauscher und dann, ganz oder zum Teil, den Methanisierungsofen.
  • 3. Reinigung mit Wasserdampf. 4. Eventuelle Reduktionsphase.
  • Wenn der Methanisierungsofen noch Reduktionsgase enthält, die während der Heizungsphase von der restlichen Vorrichtung isoliert worden waren, ist es unnötig, Reinigungsdampf hier durchzuleiten. Dagegen können, falls erwünscht, die Reduktionsgase abgelassen oder durch den Methanisierungsofen geleitet werden. Im letzteren Fall ist das erhaltene Endgas reicher an CO,.
  • In der Zeichnung ist in rein schematischer Form ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Ofen 1 zur zyklischen und katalytischen Umwandlung gasförmiger oder flüssiger Kohlenwasserstoffe, der durch eine Leitung2 an die nicht dargestellte Verbrennungskammer angeschlossen ist, einem Wärmerückgewinnungskesse13, durch den die Temperatur der im Ofen 1 erzeugten Gase herabgesetzt wird, und einem Methanisierungsofen 4.
  • Während der Heizungsphase dringen die in der Verbrennungskammer gebildeten warmen Gase durch die Leitung 2 in den Ofen 1 ein und liefern dem darin enthaltenen, aus einer oder mehreren verschiedenen Schichten bestehenden Katalysator die erforderlichen Kalorien für die endotherme Reaktion der Umwandlung von Kohlenwasserstoff. Diese heißen Gase durchstreichen den Wärmeaustauscherkessel 3, ehe sie durch den geöffneten Ofenverschluß 6 des Schornsteins 5 abziehen.
  • Während der Erzeugungsphase dagegen werden Kohlenwasserstoff und Dampf durch die Leitung 7 und 8 in den Ofen 1 eingeführt und das Spaltgas nacheinander durch den Kessel 3 und den Methanisierungsofen 4 geleitet, wobei die oberen Abzugsklappen 6 und 10 geschlossen sind. Das erhaltene Endgas wird durch die Leitung 9 in einen nicht dargestellten Gasbehälter gebracht.
  • Während der Vorheizung der Anlage, während der Inbetriebsetzung oder nach einer längeren Unterbrechung werden die Heizgase nicht durch den Schornstein 5 und die Klappe 6 abgeführt, sondern dienen zur Erwärmung des Katalysators des Methanisierungsofens, bevor sie durch die Klappe 10 nach oben abziehen. In bestimmten Fällen kann im unteren Teil des Ofens 4 ein Hilfsbrenner 11 angebracht werden, durch den zusätzlich Heizgas zugeführt wird.
  • Im Falle der Verwendung von schwefelhaltigen Gasen bleibt die Klappe 6 während der ganzen Dauer eines Zyklus geschlossen. Während der Heizungsphase durchstreichen hierbei die aus dem Ofen 1 kommenden Gase den Kessel 3 und den Ofen 4 und werden oben durch die Klappe 10 abgeführt. Während der Erzeugungsphase gehen die aus dem Ofen 1 austretenden Gase durch den Kessel 3 und den Ofen 4 und durch die Leitung 9 nach außen.
  • Falls zwischen der Heizungsphase und der Erzeugungsphase eine Reduktionsphase in den Kreislauf eingeschaltet ist, kann man das Gas je nachdem durch die Klappe 6 oder durch die Klappe 10 oder durch die Leitung 9 austreten lassen. Wenn die oxydierenden Rauchgase den Methanisierungsofen 4 durchströmen, ist es vorteilhaft, das Reduktionsgas, sei es durch die Klappe 10 oder durch die Leitung 9, abzuziehen, derart, daß es den Katalysator im Ofen 4 reduziert.
  • Nachstehend sind zur besseren Erläuterung einige Ausführungsbeispiele für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gegeben.
  • Beispiel 1 IneinerAnlage,wiesieinderZeichnung dargestelltist, sollein Gas mit einem oberen Heizwert von 4200 Cal/m3 und einem Kohlenoxydgehalt von weniger als 501, erzeugt werden, das unmittelbar als Stadtgas verwendet werden kann.
  • Durch zyklische Umwandlung von Erdgas in Gegenwart von Wasserdampf im Kontakt mit einem Katalysator auf Nickelgrundlage erhält man am Ausgang des Kessels ein Gas mit einem oberen Heizwert von 2970 Cal mit folgender durchschnittlicher Zusammensetzung:
    CO, ............................ 7,8 (y#)
    H2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69,80/,
    N2 ............................. 3,20/,
    CO ............................. 15,20/0
    CH4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4,00/,
    Erfindungsgemäß wird dieses Gas während der Konvertierung mit einem gleichen Katalysator in dem Methanisierungsofen mit einer Raumströmungsgeschwindigkeit von stündlich 60001 Gas auf je 11 Katalysator in Kontakt gebracht. Die Reaktion verläuft exotherm, die Temperatur erhöht sich im Katalysatorbett, gemessen am Eintritt und Austritt in die Kontaktmasse, von 415 auf 515'C.
  • Das Enderzeugnis hat folgende Zusammensetzung:
    CO, ............................ 12,40/,
    H . ............................. 51,80/,
    N2 ............................. 5,001,
    CO ............................. 4,40/,
    CH4 ............................ 26,40/0
    Diese Mischung entspricht einem oberen Heizwert von 4210 Cal/m3.
  • Beispiel 2 In der gleichen Anlage soll aus Leichtöl ein entgiftetes Gas erzeugt werden, das unmittelbar an Stelle von Stadtgas verwendet werden kann.
  • Beim Austritt aus dem Kessel hat das Spaltgas folgende Zusammensetzung.
    CO, ............................ 9,9-/,
    H2 ............................. 65,6-/o
    N2 ............................. 4,40/0
    CO ............................. 17,10/,
    CH4 ............................ 2,90/1
    und einen oberen Heizwert von 2800 Cal/m.3. Wenn dieses Gas bei Temperaturen zwischen 430 und 500'C bei einer stündlichen Raumgeschwindigkeit von 6000 1 Gas je Liter Katalysator methanisiert wird, bekommt es einen oberen Heizwert von 4220 Cal/m3 bei nachfolgender Zusammensetzung:
    Co, ............................ 17,00/,
    H . ............................. 40,10/0
    N . ............................. 7,90/0
    CO ............................. 4,80/,
    CH4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30,20/0
    Beispiel 3 In einer erfindungsgemäßen Anlage, die zur zyklisehen und katalytischen Umwandlung von Propan in Gegenwart von Wasserdampf bestimmt ist, erzeugt man ein armes Gas mit einem oberen Heizwert von 3280 Cal/m3 mit folgender Zusammensetzung:
    c02 ............................ 7,00j,
    H2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65,40/0
    N . ............................. 2,30/0
    CO ............................. 17,40/,
    CH4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,90/,
    Wird dieses arme Gas an einem Katalysator, der mit jenem übereinstimmt, der für die Umwandlung von Propan verwendet wird, bei Temperaturen zwischen 440 und 470'C und einer stündlichen Gasmenge von 2500 I/Std. methanisiert, so erhält man ein angereichertes Gas mit einem Heizwert von 5130 Cal/m3 mit folgender Zusammensetzung:
    Co, ............................ 12,60/,
    H2 ........................ . .... 38,20/0
    N . ............................. 4,00/0
    CO ............................. 4,80/,
    CH ............................ 40,40/0
    Beispiel 4 In einer gleichartigen Anlage wird Methan unter folgenden Voraussetzungen behandelt: Menge des Methans der Umwandlung 800 m3 je Stunde und je Kubikmeter des Katalysators, volumetrisches Verhältnis Dampf zu Methan 1,5 bis 2. Der Methanisierungsofen weist einen Nickelkatalysator auf, die Temperatur beträgt 450'C, die Durchgangsgeschwindigkeit des Gases 3000 bis 3300 ms je Stunde und je Kubikmeter des Katalysators. Beim Austritt aus dem ersten Ofen erhält man Gas folgender Zusammensetzung:
    C02 .......... - ................. 7,40/0
    Co ............................. 19,80/0
    H . ........ . .................... 68,10/0
    CH4 ............................ 1170/1
    N2 ............................. 3,00/,
    Beim Austritt aus dem zweiten Ofen hat sich die Zusammensetzung wie folgt geändert:
    C02 ............................ 15,001,
    CO ............................. 9,40/,
    H2 ............................. 65,00/,
    CH4 ............................ 8,50/0
    N2 ............................. 2,10/0
    Beispiel 5 In einer Anlage gleicher Art wird Schwefelwasserstoff enthaltendes Butan behandelt. Die Bedingungen sind ähnlich wie bei dem Beispiel 4, der Katalysator ist aber davon verschieden und gehört zu jener Art, die in den französischen Patentschriften 1056 321 und 1137 865 beschrieben ist. In der ersten Zeitspanne arbeitet man nach dem Verfahren, das für nicht schwefelhaltige Erzeugnisse angewendet wird mit Abzug der Rauchgase nach oben. Nach Ablauf von etwa 7 Stunden haben die in den Methanisierungsofen eingehenden und aus ihm ausgehenden Gase bei Aufrechterhaltung einer Temperatur von 400'C nachstehende Zusammensetzung:
    CQ,
    CO
    H,
    CH, N,
    0/0 % 0/0 %
    %
    Eintretendes Gas ... 728 1930 67,4 527 0,1
    Austretendes Gas... 7,2 19,2 64,0 8,6 1,0
    Der Katalysator hat also seine ganze Aktivität verloren.
  • Man wendet dann die zweite Modalität des Betriebes an, indem man die gesamten Rauchgase der Heizungsphase in den Methanisierungsofen einführt. Am Ende von 5 bzw. 10 Stunden des weiteren Betriebes erhält man folgende Gasmischungen:
    Temperatur im
    CO2 CO H2 CH4 0/0 Ng 0/0 Methanisierungs- oc
    Ofen
    Nach 5stündigem Betrieb
    Eintretendes Gas ............................. 11,4 14,1 67,3 6,5 0,7 420
    Austretendes Gas ............................. 14,0 9,8 67,9 7,8 0,5
    Nach lOstündigem Betrieb
    Eintretendes Gas ............................. 8,0 17,1 66,7 7,8 0,4 450
    Austretendes Gas ............................. . 13,0 9,7 65,4 11,3 0,6
    Der anfangs vergiftete Katalysator hat also seine Aktivität wiedergewonnen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Erzeugung eines Gases mit geringem CO-Gehalt, besonders von Stadtgas, durch Konvertierung und Methanisierung CO- haltiger Gase in mehreren Katalysatorbetten, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch bekannte zyklische und katalytische Krakkung von gasförmigen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf gewonnenes Gas mit starkem Anteil an CO durch einen Wärmeaustauscher und einen Methanisierungsofen mit einem oder mehreren Katalysatorbetten auf Nickelgrundlage bei Temperaturen zwischen 350 und 550'C hindurchgeleitet wird, wobei bei Verwendung von Gasen mit einem Schwefelgehalt die einzelnen Apparate während der Heizungs- und Krackphase und während der Reinigungsphase absatzweise synchron mit dem ersten Ofen beschickt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Verarbeitung schwefelhaltiger Gase, dadurch gekennzeichnet, daß in den Methanisierungsofen außer dem Krackgas auch die Rauchgase der Heizung, die Reinigungsgase und gegebenenfalls Reduktionsgase eingeleitet werden und die Behandlung im zyklischen Verfahren unter Schließung der Klappe (6) erfolgt. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, aus mehreren hintereinandergeschalteten Öfen bestehend, gekennzeichnet durch einen Ofen (1) zur zyklischen und katalytischen Umwandlung gasförmiger oder flüssiger Kohlenwasserstoffe mit vorgeschalteter Verbrennungskammer, einen an diesen anschließenden Wärmeaustauscher (3) zur Herabsetzung der Temperatur der Gase und einen Methanisierungsofcn (4) ein Gasabzug (5) mit zyklisch geöffnetem und geschlossenem Verschluß (6) angeordnet und auch der Methanisierungsofen mit einem zyklisch gesteuerten Gasabzug (10) versehen ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Methanisierungsofen mit einem Hilfsbrenner (11) zur Erzeugung von Heizgas versehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften-. Deutsche Patentschriften Nr. 376 428, 624 368; schweizerische Patentschriften Nr. 283 691, 319 165; französische Patentschrift Nr. 1030 319.
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CH319165A (de) * 1952-09-15 1957-02-15 Ruhrchemie Ag Verfahren zur kombinierten Reinigung und Methanisierung von Kohlenoxyde und Wasserstoff enthaltenden Gasgemischen

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