DE1237011B - Drehentlader fuer Eisenbahngueterwaggons - Google Patents
Drehentlader fuer EisenbahngueterwaggonsInfo
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Description
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKl.: 8le-95
Nummer: 1237 011
Aktenzeichen: M 66703 XI/81 e
1 237 011 Anmeldetag: 21. September 1965
Auslegetag: 16. März 1967
Die Erfindung geht aus von einem Drehentlader für Eisenbahngüterwaggons, der einen mit ihm kippbaren
Schienenabschnitt und einen parallel zu diesem Schienenabsciinitt gegenüber einem an einer
feststehenden Kolbenstange angeordneten Kolben verschiebbaren hydraulischen Zylinder mit in Arbeitsstellung
zwischen die Eisenbahngüterwaggons einschwenkbarem Mitnehmer aufweist, so daß entleerte
Eisenbahngüterwaggons aus dem Drehentlader herausgeschoben und volle in ihm vor dem Entladen
abgestoppt und in die gewünschte Stellung eingerichtet weiden können.
Drehentlader für Eisenbahngüterwaggons werden heutzutage vielfach bei Anlagen zum Bunkern von
Kohle in Schiffe oder zum Beladen von Frachtschiffen mit Schüttgut verwendet. Im allgemeinen ist der
Drehentlader über einem geeigneten Schüttgut aufnehmenden Behälter oder Trichter angeordnet und
liegt etwas höher als der umliegende Bahnhof. Einzelne Eisenbahngüterwaggons werden auf Schienen
einen Berg hinaufgeschoben, beispielsweise mittels eines Mitnehmers oder Schiebers, und in den Drehentlader
eingeschoben, welcher den Eisenbahngüterwaggon in den darunterliegenden Behälter entleert.
Obwohl es möglich ist, die eingeschobenen Eisenbahngüterwaggons zum Herausschieben der entleerten
Eisenbahngüterwaggons aus dem Drehentlader zu verwenden, hat sich dies nicht als sehr zufriedenstellend
erwiesen, besonders wenn der gesamte Entladevorgang aus der senkrechten Stellung des Eisenbahngüterwaggons
in die Kippstellung und zurück in der Größenordnung zwischen 40 und 60 Sekunden dauert.
Auch wenn zwei Eisenbahngüterwaggons gleichzeitig entladen werden, ist es möglich, einen Bezugspunkt
des ersten Eisenbahngüterwaggons einzustellen, beispielsweise durch Abbremsen und Einrichten der
Eisenbahngüterwaggons, und außerdem den Eisenbahngüterwaggons am Ende des Entladevorganges
einen genügenden Antrieb zu erteilen, daß sie einen Ablaufberg hinablaufen und zu einem für die leeren
Eisenbahngüterwaggons bestimmten Teil des Bahnhofs rollen.
Es sind Drehentlader der eingangs beschriebenen Art für Grubenwaggons bekannt, bei denen Mitnehmer
am Fahrgestell der Grubenwaggons zur Anlage kommen und diese vorschieben. Die Vorschubbewegung
wird durch einen einseitig auf einer feststehenden Kolbenstange gelagerten hydraulischen Zylinder
erreicht, wobei auf dem Zylinder ein gegenüber ihm verschiebbarer Schlitten sitzt, der den Mitnehmer
trägt. Schlitten und Zylinder sind teleskopartig gegenüber der Kolbenstange verschiebbar, wozu ein zu-Drehentlader
für Eisenbahngüterwaggons
Anmelder:
McDowell-Wellman Engineering Company,
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. Dr. jur. E. Redies, Dr. rer. nat. Β. Redies, Dr. rer. nat. D. Türk und Dipl.-Ing. Ch. Gille,
Patentanwälte, Opladen, Rennbaumstr. 27
Patentanwälte, Opladen, Rennbaumstr. 27
Als Erfinder benannt:
Edward Earl Cheek, Cleveland, Ohio (V. St. A.)
sätzlicher Kettentrieb vorgesehen ist. Der Drehentlader ist wegen dieses komplizierten und wenig robusten
Vorschubs sehr störanfällig und nicht für schweren Dauerbetrieb geeignet. Außerdem greifen die
Mitnehmer exzentrisch zum Schwerpunkt an den beladenen Grubenwaggons an, d. h., es werden exzentrische
Kräfte auf die Grubenwaggons bzw. deren Fahrgestell ausgeübt, was zu Verschiebungen des
Fahrgestelles oder sonstigen dauernden Verformungen der Grubenwaggons führen kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Drehentlader für Eisenbahngüterwaggons zu schaffen,
der robust ist und zuverlässig arbeitet und außerdem die Eisenbahngüterwaggons bei schonendster
Behandlung stets sicher in einer bestimmten Stellung festhält, bevor diese festgeklemmt und gekippt
werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der hydraulische Zylinder zusammen mit
dem Mitnehmer auf einer Seite neben dem Schienenabschnitt auf der an beiden Enden abgestützten und
etwa in der Mitte den Kolben tragenden Kolbenstange gelagert und der Mitnehmer in einer Radialebene des Zylinders in den Bereich der Stirnseite
eines Eisenbahngüterwaggons einschwenkbar ist. Der Mitnehmer ist also außerhalb des Schienenstranges
gelagert und kann so zwischen die Eisenbahngüterwaggons eingeschwenkt werden, daß er an Stoßplatten
an den Stirnseiten der einzelnen Eisenbahngüterwaggons oberhalb deren Grundgestell zur Anlage
gebracht werden kann. Das Einschwenken des
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Mitnehmers von der Seite des Schienenstranges zwischen die einzelnen Eisenbahngüterwaggons wird
durch keine Kupplungen, Puffer oder sonstigen Teile der Eisenbahngüterwaggons beeinträchtigt. Die Kolbenstange
ist zweiseitig gelagert, so daß auch bei 5 schweren Beanspruchungen keine Beschädigungen
des Kolbens oder des auf diesem verschiebbaren Zylinders auftreten können.
Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind Kolbenstange und Zylinder neben
dem Schienenabschnitt auf begrenzt um ihre Längsachse gemeinsam kippbaren Stützen abgestützt, so
daß diese seitlich ausgeschwenkt werden können. Dabei ist der Zylinder in einem auf einer zwischen den
Stützen befestigten Führungsschiene verfahrbaren Wagen angeordnet, wodurch eine sichere Führung
des Zylinders auf dem Kolben gewährleistet ist. Der Wagen ist mitsamt der Führung um Zapfen schwenkbar,
auf denen die Stützen gelagert sind. Die Führungsschiene weist an ihren Längsseiten Ausnehmungen
auf, in die jeweils wenigstens ein am den Mitnehmerarm tragenden Wagen drehbar gelagertes
Führungsrad eingreift, wodurch die Reibungskräfte beim Verschieben des Wagens und der Führungsschiene
auf ein Minimum herabgesetzt werden.
Die erforderliche Kippbewegung des Drehentladers kann durch jede geeignete Anordnung erzeugt werden.
Vorzugsweise ist eine der kippbaren Stützen über einen Hebelarm mit einem hydraulischen Stellglied
verbunden, beispielsweise mit einem hydraulischen Zylinder. Der Mitnehmer ist vorzugsweise an
einem Ende des Wagens mit einem senkrecht zu dessen Längsachse verlaufenden Teil angeordnet, so
daß er bis dicht an das Auslaßende des Drehentladers heranbewegt werden kann.
Wenn in der nachfolgenden Beschreibung der Ausdruck »Beschleunigung« benutzt wird, so kann hiermit
sowohl eine positive als auch eine negative Beschleunigung gemeint sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In dieser zeigt
F i g. 1 eine Stirnansicht eines Eisenbahngüterwaggon-Drehentladers, welcher Steuereinrichtungen
für Beschleunigung oder Verzögerung der Waggons enthält,
F i g. 2 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Bewegen des Eisenbahngüterwaggons,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß F i g. 2, wobei auch die Anordnung der Halteklemmen
für die Waggons zu erkennen ist, .
F i g. 4 einen Querschnitt in vergrößertem Maßstab nach Linie 4-4-4-4 in F i g. 3,
F i g. 5 eine Stirnansicht der Vorrichtung zum Verschieben der Eisenbahngüterwaggons gemäß F i g. 2
bis 4,
F i g. 6 einen Längsschnitt durch den auf einem stationären Kolben angeordneten hydraulischen Zylinder
zum Bewegen der Waggonbeschleunigungsvorrichtung,
F i g. 7 einen Querschnitt des hydraulischen Zylinders und eine Stirnansicht des Kolbens nach Linie 7-7
in Fig. 6,
Fig. 8 einen Querschnitt durch den hydraulischen Anschlußblock nach Linie 8-8 in Fig. 6,
F i g. 9 einen Querschnitt durch die hohle Kolbenstange nach Linie 9-9 in Fig. 6, aus dem die Anordnung
des hydraulischen Zylinders im Wagenrahmen zu erkennen ist,
F i g. 10 einen Querschnitt nach Linie 10-10 durch den hydraulischen Zylinder und eine Stirnansicht des
an diesen angeschweißten Wagenrahmens,
Fig. 11 einen Querschnitt durch die hohle Kolbenstange nach Linie 11-11 aus Fig. 6 und gleichzeitig
eine Ansicht des einen Stirnlagers des hydraulischen Zylinders,
F i g. 12 einen Längsschnitt in vergrößertem Maßstab, aus dem die Anordnung des mit den Eisenbahngüterwaggons
in Berührung kommenden Armes an einem Ende des hydraulischen Zylinders und die Befestigung
bzw. Lagerung der hohlen Kolbenstange zu erkennen ist,
F i g. 13 eine Draufsicht auf F i g. 12 und
F i g. 14 einen Querschnitt durch die hohle Kolbenstange nach Linie 14-14 in Fig. 12 und gleichzeitig
eine Stirnansicht des Stoßblockes bzw. Druckwiderlagers.
F i g. 1 zeigt eine Stirnansicht eines Drehentladers, wobei einige Teile weggeschnitten sind, um die Vorrichtung
zum Steuern der Waggonbeschleunigungen in ihrer Stellung innerhalb des Drehentladers zu zeigen.
Es ist zu erkennen, daß die gesamte Steuereinrichtung um eine Achse drehbar ist, die parallel zur
Drehachse des Drehentladers liegt. In F i g. 1 ist in gestrichelten Linien das Ausmaß der Schwenkbewegungen dieser Steuereinrichtung dargestellt, wobei sie
einmal in ihrer Betriebsstellung, in welcher sie an einem Eisenbahngüterwaggon zur Anlage kommt, zu
erkennen ist und zum anderen in ihrer zurückgezogenen Stellung. Obwohl jede geeignete Einrichtung zum
Erzeugen der geringen Winkelbewegung bzw. Verschwenkung der Steuereinrichtung, welche zum Eingriff
bzw. zum Ausschwenken erforderlich ist, verwendet werden kann, sind die in F i g. 1 dargestellten
hydraulischen Einrichtungen als bevorzugtes Ausführungsbeispiel anzusehen.
In F i g. 2 bis 5 ist ein einen Mitnehmer 11 zum Erfassen der Eisenbahngüterwaggons aufweisender
Wagen 10 dargestellt, der parallel zur Drehachse des Drehentladers und zwischen zwei Punkten R und E
verschiebbar ist, wobei der Punkt E die Stellung anzeigt, in welcher der Mitnehmer 11 an einem Eisenbahngüterwaggon
zur Anlage kommt oder von diesem gelöst wird. Bei einem Ausführungsbeispiel beträgt die gesamte Entfernung zwischen den Punkten
R und E etwa 3,7 m. Der Mitnehmerll ist an einem Ende des Wagens 10 so angeordnet und ausgebildet,
daß er an einem Teil eines Eisenbahngüterwaggons zur Anlage kommen kann, wie beispielsweise
einer Stoßplatte, und stark genug ist, um auf den Eisenbahngüterwaggon eine Gegenkraft zu einer
hydraulischen Kraft auszuüben.
Wie am besten aus F i g. 4 zu erkennen ist, besteht der Wagen 10 aus zwei Teilen, von denen der eine
den verfahrbaren oder verschiebbaren hydraulischen Zylinder 12 aufnimmt und der andere eine Führungsbahn
für ein stationäres Führungsglied 13 ist. Dieses Führungsglied 13 ist so angeordnet, daß es mit
waagerecht liegenden Rollen 14 und senkrecht stehenden Rollen 15 zusammenwirkt, die in Vertiefungen
16 bzw. 17 eingreifen und dadurch den Wagen 10 stabilisieren. Die waagerechten und senkrechten
Rollen 14 und 15 sind an jedem Ende des Wagens 10 angeordnet.
Das Führungsglied 13 und eine Kolbenstange 18 sind in Längsrichtung festgelegt, d. h., sie sind in axialer
Richtung des Drehentladers nicht bewegbar. Das
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Führungsglied 13 ist an einem Ende mit einem Stützblock 19 versehen, der begrenzt drehbar um eine parallel
zur Drehachse des Drehentladers liegende Achse auf einer Stütze 20 gelagert ist, die am Rahmen 21
des Drehentladers befestigt ist. Hierzu erstreckt sich durch die Stütze 20 und den Stützblock 19 ein
Zapfen 22.
Das andere Ende des Führungsgliedes 13 ist in ähnlicher Weise auf einer Stütze 23 gelagert, die
an den Rahmen 21 des Drehentladers angeschweißt ist und über einen Zapfen 24 mit dem Stützblock 25
des Führungsgliedes 13 zusammenwirkt. Wie am besten in F i g. 5 dargestellt, ist der Stützblock 25 mit
einem seitlich herausstehenden Arm 26 versehen, dessen freies Ende mittels eines Gelenkstiftes 27 an
einen Hydraulikzylinder 28 angeschlossen ist, welcher die Drehbewegung des Wagens, des Führungsgliedes und der Kolbenstange erzeugt, damit der Mitnehmer
11 zur Anlage an einem Eisenbahngüterwaggon vorgeschwenkt oder in seine Ruhestellung
zurückgeschwenkt werden kann. Diese beiden Extremstellungen sind in F i g. 5 in gestrichelten Linien
dargestellt.
Am Stützblock 25 ist eine Verlängerung 30 vorgesehen, die ein Auflager für eine Ankerplatte 31 bildet,
an welcher ein Druckwiderlager 32 für das eine Ende der Kolbenstange 18 befestigt ist. Das gegenüberliegende
Ende der Kolbenstange 18 ist in einem Druckwiderlager 32 a abgestützt. Hydraulische Flüssigkeit
wird in das Innere des hohlen Kolbens 18 durch flexible Schläuche eingeleitet bzw. aus ihm abgeleitet,
welche in Endblöcken 50 und 50 a münden. Die Blöcke 50 und 50 a sind einander ähnlich und in
geeigneter Weise mit Flüssigkeitsleitungen versehen und an den beiden Enden der Kolbenstange 18 befestigt.
Mit den Druckwiderlagern 32 und 32 a wirken Axiallager 96 und 96 a zusammen. Die Druckwiderlager
32 und 32 a sind an der Verlängerung 30 bzw. dem Stützblock 19 des Führungsgliedes 13 befestigt
und dienen dazu, die Kolbenstange 18 in axialer Richtung festzulegen. Sie können mit der Verlängerung
80 und dem Stützblock 19 um die Zapfen 22 und 24 in einem gewissen Ausmaß verschwenkt
werden.
Der WagenlO ist entlang dem Führungsglied 13 bzw. der Kolbenstange 18 parallel zur Drehachse des
Drehentladers bewegbar.
In F i g. 2 sind in unterbrochenen Linien die Umrisse der Klemmen 35 und 36 für Eisenbahngüterwaggons
teilweise dargestellt.
Aus F i g. 5 bis 10 sind die Einzelheiten des hydraulischen Zylinders 12 und der Anordnung der
feststehenden Kolbenstange 18 zu erkennen.
Die Kolbenstange 18 ist als Hohlkörper ausgebildet. Zwischen ihren Enden ist ein Kolben 40 befestigt.
Der Kolben 40 ist mit Dichtungen wie den Kolbenringen 41 aus geeignetem Material wie Leder
versehen, die mit der Innenwand des verschiebbaren Zylinders 12 zusammenwirken und diesen in zwei
Kammern unterteilen, die nachstehend als Kammer A und Kammer B bezeichnet werden.
Die Kolbenstange 18 wird vom Kolben 40 in zwei Teile unterteilt, wobei der Teil 18 a ein hohlzylinderförmiges
Rohr ist, das an ein Ende des Kolbens 40 angeschweißt und an seinem anderen Ende mittels
eines Stopfens 42 verschlossen ist. Der Kolbenstangenteil 185 ist ebenfalls mit einem Ende an den Kolben
40 auf der gegenüberliegenden Seite zum Kol-
benstangenteil 18 a angeschweißt und an seinem gegenüberliegenden Ende mittels eines Stopfens 43
verschlossen.
Der Kolben 40 ist mit einer Vielzahl von Durchflußkanälen 44 versehen, die sich vollständig durch
den Kolben 40 erstrecken und mit dem Innern des hohlen Kolbenstangenteiles 18 a in Verbindung
stehen. Deshalb kann im Innern des Kolbenstangenteiles 18 a befindliche Flüssigkeit od. dgl. durch den
ίο Kolben 40 in die Kammer A strömen.
In gleicher Weise ist der Kolben 40 mit in Gegenrichtung verlaufenden Kanälen 45 versehen, die vollständig
durch den Kolben hindurchlaufen und mit dem Innern des Kolbenstangenteiles 18 B in Verbindung
stehen. Dementsprechend kann Flüssigkeit od. dgl. aus dem Innern des Kolbenstangenteiles
185 durch den Kolben 40 in die Kammer B strömen. Die Kanäle 44 und 45 stehen nicht miteinander in
Verbindung.
Die durch Stopfen verschlossenen Enden der Kolbenstange 18 sind in Blöcken 50 und 50 a angeordnet
und von diesen abgestützt. Die Ausführung jedes der beiden Enden ist praktisch gleich, außer daß die Kolbenstangenteile
unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
Aus F i g. 6 ist erkennbar, daß der Block 50 eine Kammer 51 aufweist. Die Stirnseiten 52 und 53 des
Blockes 50 sind mit Bohrungen versehen, so daß sie das eine Ende des Kolbenstangenteiles 18 a aufnehmen
können. Diese Bohrungen enthalten geeignete Dichtungsringe 54 und 55. Der Stopfen 42, der an
das Ende des Kolbenstangenteiles 18 a angeschweißt ist, ist mit einem Außengewinde 56 versehen, auf
welches eine Platte 57 geschraubt ist, die mittels Schrauben 58 am Block 50 befestigt ist. Die innere
Kammer 51 wird durch Einlaßöffnungen 59 mit hydraulischer Flüssigkeit versorgt. Das Ende des hohlen
Kolbenstangenteiles 18 a ist mit einer Mehrzahl von Langlöchern 60 versehen, die mit der Kammer 51 in
Verbindung stehen, so daß Flüssigkeit durch sie in dem Kolbenstangenteil 18 a hinein oder aus diesem
herausströmen kann.
Der verschiebbare Zylinder 12 ist an seinen beiden Enden durch Zylinderköpfe 61 und 62 verschlossen,
die einen Abschluß für die Kammer A bzw. B bilden. Außerdem bilden sie einen Anschlag bzw. ein Auflager,
wobei gegen sie ausgeübter hydraulischer Druck in Bewegungen des Zylinders 12 in jeder
Richtung entsprechend einem vorbestimmten Programm oder einer vorbestimmten Arbeitsfolge umgewandelt
wird, die von einer Bedienungsperson oder elektrischen Steuereinrichtungen des Drehentladers
bestimmt wird. Die Zylinderköpfe 61 und 62 sind mit geeigneten Packungen 63 bzw. 64 zum Abdichten
des hydraulischen Zylinders 12 versehen, die jedoch eine Verschiebung des Zylinders auf der stationären
Kolbenstange 18 ermöglichen. Der Rahmen des Wagens 10 ist mit dem bewegbaren Zylinder 12
durch geeignete Einrichtungen fest verbunden.
F i g. 9 zeigt eine Stirnseite des verschiebbaren Zylinders 12 und ein Ausführungsbeispiel zur Befestigung
desselben am Wagen 10. Der Teil 185 der feststehenden Kolbenstange 18 ist im Querschnitt
dargestellt. Die Einlaßöffnung 64 des Kolben-Stangenteiles 185 führt hydraulische Flüssigkeit in
die Kanäle 45 des Kolbens 40. Ein Stirnring 65 hält die Packung 63 so, daß sie gegen eine Packung 66
gepreßt ist. Der in F i g. 9 dargestellte hülsenförmige
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Zylinderkopf 61 ist mit einem verhältnismäßig großen Flansch 61a versehen, welcher beispielsweise mittels
Schrauben 67 an eine Stirnplatte 70 befestigt werden kann, die, wie F i g. 6 zeigt, am Wagen 10 befestigt,
beispielsweise an ihn angeschweißt ist.
Ein Haltekragen 71, der an den Zylinderkopf 61 mittels Schrauben angeschlossen ist, wirkt mit einem
Haltering 72 zusammen, der in einer Nut des Zylinders 12 liegt, wobei die bearbeitete Stirnseite des
Zylinders 12 an der bearbeiteten Innenfläche 73 des Zylinderkopfes 61 anliegt. Ein O-Ring 74 ist vorgesehen,
um eine Dichtung zwischen Zylinderkopf 61 und Zylinder 12 zu schaffen.
Ein Ring 75 (F i g. 10) ist an den Zylinder 12 in der dargestellten Weise angeschweißt und mit Augen
76 versehen, an welche eine Stützplatte 77 des Wagens mittels nicht dargestellter Schrauben befestigt
ist. Die Platte 77 ist direkt am Wagen 10 befestigt.
Fig. 11 ist eine Stirnansicht des Zylinderkopfes 62 am anderen Ende des Zylinders 12 und zeigt den
Kolbenstangenteil 18 a der hohlen Kolbenstange 18 im Querschnitt. Der Zylinderkopf 62 ist ähnlich dem
Zylinderkopf 61 ausgebildet, mit dem Unterschied, daß der Flansch 62 a einen geringeren Außendurchmesser
aufweist. Dieser Flansch ist mit Augen 68 versehen, welche nicht dargestellte Schrauben aufnehmen
können, die einen Haltekragen 80 so am Zylinderkopf befestigen, daß er an einem Haltering 81 anliegt
und somit den Zylinderkopf 62 dichtend am Zylinder 12 hält. Ein Stirnring 82 drückt ähnlich wie
der Stirnring 65 eine Packungshülse 83 fest an die Packung 64, welche beispielsweise mit Öl getränkte
Lederdichtungsringe enthalten kann oder andere bekannte Dichtungen. Ein O-Ring 84 unterstützt das
Abdichten dieser Stirnseite des Zylinders 12.
In Fig. 6 sind Druckwiderlager 32 und 32a für das rechte und das linke der Kolbenstange 18 und
des hydraulischen Zylinders 12 in unterbrochenen Linien dargestellt. Einzelheiten eines dieser Druckwiderlager sind in Fig. 12 bis 14 dargestellt. Das
Druckwiderlager 32 umfaßt das Ende der Kolbenstange 18, welches an dem den Mitnehmer 11 aufweisendem
Ende des Wagens 10 liegt, wenn der Mitnehmer vollständig zurückgezogen ist, wie F i g. 2
zeigt.
Das Druckwiderlager 32 ist an der Ankerplatte 31 der Verlängerung 30 angeordnet, die außerdem ein
Ende des Führungsgliedes 13 trägt. Das Druckwiderlager 32 besteht aus zwei einander ergänzenden
Blockteilen 90 und 91, von denen jeder eine halbzylinderförmige Ausdehnung aufweist, die zusammen
ein Loch 92 bilden, welches den Kolbenstangenteil 18 B umschließt. Die Blockteile 90 und 91 sind mittels
Schrauben 94 aneinandergehalten und an der Ankerplatte 31 befestigt. Eine zwischen der Ankerplatte
31 und dem Kolbenstangenteil 18 B angeordnete vorgespannte Druckfeder stabilisiert die Kolbenstange
innerhalb des Druckwiderlagers 32. Druckkräfte aus dem Einlaß- bzw. Auslaßkopf 50 für hydraulische Flüssigkeiten werden auf den Block 32
über das Axiallager 96 übertragen.
In Fig. 14 ist die Anordnung der Befestigungsschrauben 94 des Druckwiderlagers 32 an der Ankerplatte
31 in gestrichelten Linien dargestellt.
Im Betriebsfall dienen die Steuereinrichtungen für die Beschleunigung der Eisenbahngüterwaggons,
wenn sie als Ausstoßer dienen, dazu, einen oder zwei leere Eisenbahngüterwaggons aus dem Drehentlader
mit einer Geschwindigkeit von etwa 140 m/Min. herauszuschieben. Die Höhe der Ausstoßgeschwindigkeit
kann von einer Anlage zur anderen entsprechend den gegebenen Erfordernissen veränderbar sein. Wie
oben angegeben, sind die Steuereinrichtungen für die Waggonbeschleunigung so im Drehentlader angeordnet,
daß der Mitnehmer 11 am Stoßpuffer oder einer Stoßplatte des im Drehentlader befindlichen Eisenbahngüterwaggons
angreift, oder am vorderen, wenn zwei Eisenbahngüterwaggons gleichzeitig im Drehentlader
stehen. Wenn der Drehentlader in seine normale aufrechte Stellung oder seine Nullstellung zurückgedreht
wird, ist die Steuereinrichtung so eingestellt, daß sie sofort an einem Eisenbahngüterwaggon
zur Anlage gebracht werden kann, d. h., sie befindet sich entsprechend der Zeichnung in der
äußersten rechten Stellung ihres Verschiebeweges entlang der Kolbenstange 18. Sobald der Drehentlader
die Nullstellung erreicht hat, bewegt sich die Steuereinrichtung für die Waggonbeschleunigung mit
langsamer Geschwindigkeit nach vorn, bis der Mitnehmer 11 den Stoßpuffer od. dgl. des ersten Eisenbahngüterwaggons
erreicht hat und sich an diesem anlegt. In diesem Augenblick wird die Ausstoßbewegung
ausgelöst, und sie setzt sich so lange fort, bis der Eisenbahngüterwaggon bzw. die Eisenbahngüterwaggons
auf die gewünschte Geschwindigkeit beschleunigt sind, beispielsweise auf etwa 140 m/Min.
Die Steuereinrichtung, die hier als Ausstoßer verwendet wird, und der bzw. die leeren Eisenbahngüterwaggons
wirken so lange zusammen, bis die Steuereinrichtung das Ende ihrer Bewegungsbahn erreicht
hat, die etwa wie oben angegeben 3,7 m lang ist. In diesem Augenblick, d. h. wenn sie sich dem Ende
ihrer Vorschubbewegung nähert, wird der Wagen 10 durch Betätigung des Hydraulikzylinders 28 verschwenkt,
so daß der Mitnehmer 11 aus dem Bereich der Eisenbahngüterwaggons herausgezogen wird. Die
Steuereinrichtung wird dann abgebremst und am äußersten vorderen Ende der Bewegungsbahn angehalten.
Nach Beendigung der Vorschubbewegung des Eisenbahngüterwaggons bleibt der Ausschieber in
seiner Ruhestellung, während der oder die leeren Eisenbahngüterwaggons weiter aus dem Drehentlader
herausrollen und beladene Eisenbahngüterwaggons in den Drehentlader durch andere Einrichtungen,
die hier nicht beschrieben und dargestellt sind, hineingeschoben werden. Sobald der hereingeschobene
Eisenbahngüterwaggon bzw. die hereingeschobenen Eisenbahngüterwaggons zum Anhalten
gebracht wurden, wird die Stellung des oder der Eisenbahngüterwaggons durch geeignete Mittel ermittelt,
beispielsweise durch ein Infrarotüberwachungsgerät. Das Abbremsen kann ebenfalls durch die Steuereinrichtung, die auch für das Ausschieben oder Ausstoßen
verwendet wird, bewirkt werden, wobei die oben angegebenen Arbeitsfolgen umgekehrt werden.
Wenn der Eisenbahngüterwaggon innerhalb zulässiger Toleranzen an seinen gewünschten Platz gebracht
wurde bzw. eingestellt wurde, wird vom Überwachungsgerät ein Freigabesignal ausgesendet, so
daß der nächste Drehentladevorgang beginnen kann. Wenn die Eisenbahngüterwaggons nicht innerhalb
der zulässigen Toleranzen an den erforderlichen Platz gebracht bzw. eingestellt wurden, wird kein
Freigabesignal ausgelöst, und die Bedienungsperson muß den Drehentladevorgang selbst auslösen und
Claims (7)
1. Drehentlader für Eisenbahngüterwaggons, der einen mit ihm kippbaren Schienenabschnitt
und einen parallel zu diesem Schienenabschnitt gegenüber einem an einer feststehenden Kolbenstange
angeordneten Kolben verschiebbaren hydraulischen Zylinder mit in Arbeitsstellung zwischen
die Eisenbahngüterwaggons einschwenkbarem Mitnehmer aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder(H) zusammen mit dem Mitnehmer (11) auf einer Seite neben dem Schienenabschnitt auf der an beiden
Enden abgestützten und etwa in der Mitte den Kolben (40) tragenden Kolbenstange (18) gelagert
und der Mitnehmer in einer Radialebene des Zylinders in den Bereich der Stirnseite eines Eisenbahngüterwaggons
einschwenkbar ist.
2. Drehentlader nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (18) und der
Zylinder (12) neben dem Schienenabschnitt auf begrenzt um ihre Längsachse gemeinsam kippbaren
Stützen (19, 25) abgestützt sind.
3. Drehentlader nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (12) in einem auf
einer zwischen den Stützen (19,25) befestigten Führungsschiene (13) verfahrbaren Wagen (10)
angeordnet ist.
4. Drehentlader nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (13) an
ihren Längsseiten Ausnehmungen (16,17) aufweist, in die jeweils wenigstens ein am Wagen (10)
um eine senkrecht verlaufende Achse drehbar gelagertes Führungsrad (14) bzw. ein um eine
waagerechte Achse drehbar gelagertes Führungsrad (15) eingreift.
5. Drehentlader nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kippbaren Stützen (19, 25)
auf gleichachsig angeordneten Zapfen (22,24) gelagert sind.
6. Drehentlader nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine der kippbaren
Stützen (25) über einen Hebelarm (26) mit einem hydraulischen Stellglied (28) verbunden ist.
7. Drehentlader nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer(Il)
an einem Ende des Wagens (10) mit einem senkrecht zu dessen Längsachse verlaufenden Teil angeordnet
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1 010 453.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
709 519/341 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
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