DE1234911B - Vorschub-Treppenrost fuer Feuerungsanlagen fuer minderwertige Brennstoffe - Google Patents

Vorschub-Treppenrost fuer Feuerungsanlagen fuer minderwertige Brennstoffe

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DE1234911B
DE1234911B DEL38920A DEL0038920A DE1234911B DE 1234911 B DE1234911 B DE 1234911B DE L38920 A DEL38920 A DE L38920A DE L0038920 A DEL0038920 A DE L0038920A DE 1234911 B DE1234911 B DE 1234911B
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Dipl-Ing Werner Ludin
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WERNER LUDIN DIPL ING
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WERNER LUDIN DIPL ING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H7/00Inclined or stepped grates
    • F23H7/06Inclined or stepped grates with movable bars disposed parallel to direction of fuel feeding
    • F23H7/08Inclined or stepped grates with movable bars disposed parallel to direction of fuel feeding reciprocating along their axes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H2700/00Grates characterised by special features or applications
    • F23H2700/003Stepped grates with rotatable or slidable gratebars

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Vorschub-Treppenrost für Feuerungsanlagen für minderwertige Brennstoffe Die Erfindung betrifft einen Vorschub-Treppenrost für Feuerungsanlagen für minderwertige Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneten Abwasserschlamm und andere krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe.
  • Es ist eine Feuerungsanlage mit Vorschub-Treppenrost bekannt (USA.-Patentschrift 1344 144), dessen feststehende Stufen aus quer über die Feuerungsbreite sich erstreckenden Rostbalken gebildet sind, deren Stirnseiten Öffnungen für die Verbrennungsluftzufuhr aufweisen, wobei zwischen den Rostbalken Durchlässe für mittels einer Antriebsvorrichtung hin- und herbewegbare Vorschubelemente frei gelassen sind. Bei dieser Konstruktion wird die Verbrennungsluft lediglieh über den hohlen Innenraum der einzelnen Rostbalken zugeführt und tritt dann durch Öffnungen in den Brennstoff aus. Der Raum zwischen den einzelnen Rostbalken ist vollständig durch die Vorschubelemente abgedichtet. Um genügend Verbrennungsluft zuleiten zu können, muß die Verbrennungsluft mit überdruck zugeführt werden.
  • Diese Feuerungsanlage ist für die Verbrennung minderwertigen Brennstoffes nicht geeignet, denn dieser leicht zerfallende Brennstoff würde unter der Wirkung der mit beträchtlicher Geschwindigkeit aus den Öffnungen austretenden Luft in den Feuerungsraum verblasen werden. Demzufolge sind die Flugstaubverluste sehr groß.
  • Ähnliches gilt für eine andere bekannte Feuerungsanlage (USA.-Patentschrift 1941197), bei der in einer dem Feuerungsrost vorgeschalteten Verkokungsstufe zwei Treppenrostbalken übereinander angeordnet und deren Zwischenraum durch ein bewegliches Vorschubelement freigestoßen werden kann. Auch hierbei wird die im Treppenrostbereich wirksame Luft nur durch öffnungen in den hohlen Rostbalken zugeführt. Hierbei ist eine sehr genaue Steuerung der Durchlaufgeschwindigkeit des Brennstoffes erforderlich, denn die Zweistufenanordnung funktioniert nur, wenn die Verkokung in dem Augenblick abgeschlossen ist, in dem der Brennstoff die Verkokungsstufe verläßt, andernfalls sind Verluste durch Flugstaubbildung oder durch Rostdurchfall zu groß.
  • Bei einer weiteren bekannten Feuerungsanlage (deutsche Patentschrift 430 440) besteht ein Treppenrost aus feststehenden und beweglichen Rostbalken, die etwa die gleiche Form haben. Sie enden an der Feuerseite in überhängenden Kanten, hinter welchen in einigem Abstand durch querliegende, entgegengesetzt zur Vorschubrichtung des Brennstoffes schräg ansteigende Stege sich erweiternde Luftschlitze angeordnet sind. Nur diese Luftschlitze sind für die Luftzufuhr vorgesehen; sie setzen sich aber im Betrieb rasch zu.
  • Noch weniger eignet sich für die Verbrennung minderwertiger Brennstoffe eine Feuerungsanlage (deutsche Patentschrift 387 461), bei der jede bewegliche Roststufengruppe als geschlossene Treppe ausgebildet ist, in deren senkrechten Stufenabschnitten Durchlässe für die Verbrennungsluft vorgesehen sind. Diese Durchlässe würden sich in kürzester Zeit zusetzen.
  • Sodann sind Feuerungsanlagen mit einem Vorschubrost bekannt (deutsche Patentschrift 563 205), bei dem die Rostbalken und die Vorschubelemente schräg nach oben gerichtet sind. Hierbei würden die Brennstoffteilchen des minderwertigen Brennstoffes längs der Schräge unmittelbar in den Aschenkasten wandern.
  • Für die Verbrennung minderwertigen Brennstoffes sind eine Reihe von Sonderkonstruktionen bekannt, beispielsweise Mehretagenöfen, Schwebefeuerungen oder Wirbelschichtfeuerungen. Aber auch bei diesen Sonderkonstruktionen ist, abgesehen vom konstruktiven Aufwand, der Verlust an Unverbranntem, sei es durch Rostdurchfall oder durch Flugstaubbildung noch zu groß.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine für die Verbrennung fester Brennstoffe bekannte Feuerungsanlage derart abzuwandeln, daß eine möglichst vollständige Verbrennung von minderwertigem Brennstoff möglich ist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Feuerungsanlage mit Vorschub-Treppenrost ausgegangen, dessen feststehende Stufen aus quer über die Feuerung, sbreite sich erstreckenden Rostbalken gebildet sind, deren Stirnseiten öffnungen für die Verbrennungsluftzufuhr aufweisen, wobei zwischen den Rostbalken Durchlässe für mittels einer Antriebsvorrichtunr, hin- und herbewegbare Vorschubelemente frei C, gelassen sind. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Rostbalken aus nach unten offenen Winkelprofilen bestehen, daß zwischen der Unterkante jedes die Stirnseite bildenden kürzeren Winkelschenkels und der schräg hin zum Brennstoffbett geneigten Oberseite des längeren Winkelschenkels des darunter befindlichen Rostbalkens ein über die gesamte Feuerungsbreite sich erstreckender Spalt größerer Höhe als derjenigen des darin verschiebbaren, sich ebenfalls über die gesamte Feuerungsbreite erstreckenden Vorschubelements gebildet ist, und daß die kürzeren Winkelschenkel mit Öffnungen versehen sind, deren Längsachse stärker als die Ebene der längeren Winkelschenkel hin zum Brennstoffbett geneigt sind.
  • Bei dieser Anlage wird der Hauptteil der Verbrennungsluft nicht durch Öffnungen im hohlen Rostbalken, sondern durch die Zwischenräume zwischen den Rostbalken durchgeleitet. Diese Zwischenräume werden in gewissen zeitlichen Abständen von den Vorschubelementen von der Schlacke gereinigt, die sich eventuell dort festgesetzt haben könnte. Infolgedessen steht ein sehr großer Luftaustrittsquerschnitt zur Verfügung, der es erlaubt, mit einem geringeren Luftwiderstand und deshalb mit einem geringeren überdruck der Verbrennungsluft zu arbeiten. Es ist sogar möglich, lediglich den natürlichen Zug anzuwenden. Infolgedessen tritt keine Flugstaubbildung auf. Auch die aus den Öffnungen in den kürzeren Winkelschenkeln austretende Verbrennungsluft kann das Brennstoffbett nicht durchblasen, da diese Öff- nungen stärker geneigt sind als die darunterliegenden Rostbalken. Brennstoffverluste durch Rostdurchfall sind wegen der Ausbildung des Treppenrostes ohnehin nicht zu erwarten. Es kommt hinzu, daß die Vorschubelemente dauernd durch Verbrennungsluft gekühlt werden.
  • Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Vorschubelemente in ihrer hintersten Stellung bis hinter den sich unterhalb der kürzerenWinkelschenkel der Rostbalken erstreckenden Brennstoff-Böschungskegel zurückgezogen sind. Auf diese Weise ist ein vollständiaes Freistoßen einer Luftöffnung gewährleistet. Bei dem bekannten Treppenrost dagegen liegen die Vorschubelemente in ihrer hintersten Stellung noch vollständig in dem Zwischenraum zwischen zwei übereinanderliegenden Rostbalken.
  • Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Tiefe bzw. Länge der Öffnungen in den kürzeren Winkelschenkeln größer ist als die Basislän-ge der in diese öffnungen hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß sich diese Öffnungen höchstens teilweise mit Brennstoffteilchen füllen und daher leicht freigeblasen werden können.
  • Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dar. Es zeigt F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch die Feuerungsanla-e, F i g. 2 einen aus F i g. 1 ersichtlichen Teil, F i g. 3 einige aus F i g. 2 ersichtliche Einzelheiten und F i g. 4 die eine Hälfte eines aus F i g. 1 ersichtlichen Kipprostes.
  • Mit 1 ist ein oben mit einem Einfülltrichter 2 versehener Füllschacht für die Aufgabe des Brennstoffes bezeichnet. Der Füllschacht 1 führt zu einem Vorschub-Treppenrost 3, an dessen unterem Ende ein Kipprost 4 angeordnet ist. Beide Roste 3 und 4 sind in ein und demselben Feuerungsraum 5 unterolebracht. Die Stufen des Treppenrostes 3 sind durch im Querschnitt winkelförmige, quer über die Feuerungsbreite sich erstreckende Rostbalken 3a dargestellt, wobei der längere Winkelschenkel 3 b jedes Rostbalkens eine schwache Neigung gegen die nächstuntere Stufe hin besitzt und wobei der kürzere, die Treppensteigung bestimmende Winkelschenkel 3 c mit öffnungen 3 d versehen ist, deren Strömungsachsen 3 e gegen das Brennstoffbett 6 hin schwach nach unten geneigt verlaufen, wie dies aus F i g. 2 und 3 ersichtlich ist. Auf den längeren Winkelschenkeln 3 b der Rostbalken liegen schieberartige Vorschubelemente, 3 f auf, die wenigstens angenähert parallel zu den längeren Winkelschenkeln 3b verlaufen und die mit einer Antriebsvorrichtung in Verbindung stehen, mittels welcher den Vorschubelementen 3f in der Richtung ihrer Ebenen eine hin-und hergehende Bewegung erteilt werden kann. Im gezeichneten Beispiel besteht diese Antriebsvorrichtung aus zwei als Druckzylinder ausgebildeten Servomotoren 7 und 8, deren Kolben über Kolbenstangen 7a bzw. 8a und kreuzkopfartig wirkende Führungen 7b bzw. 8b mit Stangen in gelenkiger Verbindung stehen, an welch letzteren die Vorschubelemente 3f angelenkt sind.
  • Der Treppenrost 3 ist für die Unterwindzufuhr in drei Zonen 10, 11 und 12 unterteilt, wobei in den diese Zonen voneinander trennenden Wänden 13 und 14 Luftregulierklappen 15 bzw. 16 eingebaut sind. Mit 17 ist ein Stutzen für die Unterwindzufuhr bezeichnet. In den Feuerungsraum 5 mündet eine Sekundärluftdüse 18 ein, mittels welcher Sekundärluft im Quer- bzw. Gegenstrorn zu den Feuergasen eingeblasen werden kann. Am Treppenrostanfang ist ein Regulierpendel 19 höhenverstellbar angeordnet, mittels dem die Höhe des Brennstoffbettes bzw. der Brennstoffschicht wahlweise eingestellt bzw. reguliert werden kann.
  • Wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, ist der Kipprost 4 zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden Rosthälften um zwei aufeinander gegenüberliegenden Seiten angeordnete Achsen 20 und 21 schwenkbar sind. Der Kipprost 4 ist ebenfalls treppenförmig ausgebildet, wobei in den Treppensteigungen 4a Luftdurchlässe 4 b ausgenommen sind, deren Bohrungs- bzw, Strömunasachsen 4 c ebenfalls angenähert horizontal bzw. gegen das Brennstoffbett hin schwach nach unten geneigt verlaufen, so daß die Luftdurchlässe 4 b beider Kipprosthälften gegeneinander gerichtet sind. Die beiden Kipprosthälften stehen, wie aus F i g. 1 hervorgeht, über ein Gestänge 22 mit einem Servomotor 23 in Antriebsverbindung, mittels welch letzterem die beiden Flügel bzw. Hälften des Kipprostes zur Entaschung und Entschlackung wenigstens angenähert in die Vertikale gekippt bzw. verschwenkt werden können.
  • Wie aus F i g. 3 hervorgeht, ist die Tiefe bzw. Länge L der öffnungen 3 d und dementsprechend C auch der Durchlässe 4b größer bemessen als die, Basisläno,eB der in die Durchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel 6a. Im Treppenrost 3 befinden sich sodann weitere Spalte 3 g für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett 6, und zwar liegen dieselben zwischen den Unterkanten 3h der kürzeren Winkelschenkel 3 d und den längeren Winkelschenkeln 3 b. Auch hier überlappen die Rostbalken so stark, daß die Hinterkante 3 i jedes längeren Winkelsdhenkels 3 b weiter zurückliegt als die Unterkante 6 b des in den Spalt 3 g hineintretenden Böschungskegels 6c. Die öffnungen bzw. Durchlässe für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett sind also überall derart anaeordnet und ausgebildet, daß ihre Lufteintrittsöffnungen außerhalb der in die öffnungen bzw. Durchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel liegen, so daß ein Durchfallen von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste verhindert wird.
  • Der oben durch den Einfülltrichter 2 und den Füllschacht 1 aufgegebene Brennstoff gelangt zunächst auf den Treppenrost 3 bzw, auf die Rostbalken. Der auf den Rostbalken liegende Brennstoff besitzt je nach seiner Art und seinem Feinheits- und Trocknungsgrad einen bestimmten Schütt- oder Böschungswinkel, durch den auch die Neigung der Treppe bzw. der Rostbalken bestimmt wird, Die gegenseitige überlappung der Rostbalken ist, wie bereits erwähnt, so bemessen, daß kein unverbrannter Brennstoff durch den Rost hindurchfallen kann. Die durch die Schwerkraft bewirkte Abwärtsbewegung des Brennstoffes auf dem Treppenrost wird durch die Vorschubelemente 3 f wirkungsvoll unterstützt, welch letztere während des Betriebes der Feuerungsanlage durch die Servomotoren 7 und 8 über das Gestänge 7 a bzw. 8 a und 9 in eine hin- und hergehende Bewegung versetzt werden. Diese Vorschubelemente, die aus Gründen einer guten Auflage aus einzelnen an je einer Achse 3 k der gemeinsamen Verbinclungsstange 9 aufgehängten Platten bestehen, treten in ihrer einen Grenzlage bis in die Böschungskegel 6c des auf dem Treppenrost 3 liegenden Brennstoffbettes 6 hinein und unterstützen so die Vorwärts- bzw. Abwärtsbewegung des Brennstoffes auf dem Treppenrost. Unter Umständen, besonders bei leicht backenden Brennstoffen, wie z. B. Reiskleie, kann es angezeigt sein, die schieberartigen Vorschubelemente 3f so weit gegen den Feuerungsraum 5 hin vorzuverschieben, daß die Vorschubelemente die vorderen, gegen den Feuerungsraum hin liegenden Kanten der Rostbalken überstreichen und dabei die backende Brennstoffschicht abstreifen.
  • Die Unterteilung des Treppenrostes in mehrere Zonen ist deshalb zweckmäßig, weil dadurch der nach unten abnehmenden Schichtdicke und dem Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffbettes weitgehend Rechnung getragen werden kann. Mittels der Klappen 15 und 16 in den Zwischenwänden 13 und 14 läßt sich der Unterwinddruck in den verschiedenen Zonen 10, 11 und 12 und damit die Belüftung des Brennstoffbettes unterschiedlich einstellen. Jeder Zone 10, 11 und 12 ist ein Aschenkasten 24, 25 bzw. 26 zugeordnet, in denen ein Teil der Asche anfällt, sich dort ansammelt und periodisch ausgetragen wird. Nach Passieren des Treppenrostes gelangt der Brennstoff schließlich auf dem Kipprost zum vollständigen Ausbrand. Die hierfür benötigte Verbrennungsluft kann entweder vom Unterwindgebläse des Treppenrostes abgezweigt oder aber durch einen separaten Ventilator geliefert werden, Die Feuerungsanlage ist im übrigen nach Art einer Vorfeuerung ausgebildet, mit oberem Abzug der heißen Verbrennungsgase und groß bemessenem Feuerungsraum, der den Ausbrand der flüchtigen Bestandteile und der mitgerissenen Brennstoffteile ermöglicht. Wie F i g. 1. zeigt, wird zur Unterstützung des Ausbrandes der Gase und Staubteile in bekannter Weise zweckmäßig Sekundärluft durch die Düse 18 eingeführt. Wenn es die Feinheit und der Trocknungsgr - ad des Brennstoffes erlauben, z. B. bei Reiskleie u. dgl., kann die Feuerungsanlage, auch nur mit natürlichem Zug betrieben werden, in welchem Fall die Flugstaubbildung besonders gering ist und die Rostzonenunterteilung entfallen kann.
  • Die Vorteile der vorstehend beschriebenen Feuerungsanlage können wie folgt zusammengefaßt werden: Der Aufbau der Anlage ist sehr einfach und ihre Herstellung daher billig, was für Abfallbrennstoffe von großer Bedeutung ist. Die, Menallwile der Anlage sind auch nicht sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, was die Verwendung von normalem Gußeisen ermöglicht.
  • Durch die Rostneigung, Zonenunterteilung und Variation des Vorschubes der Vorschubplatten kann die Feuerung leicht den besonderen Eigenschaften der Abfallbrennstoffe angepaßt werden.
  • Der Ausbrand des Brennstoffes ist gesichert durch die in weiten Grenzen wählbare Ausbranddauer auf den Kipprosten.
  • Der Flugstaubanfall ist sehr gering, und der Durchfall von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste ist durch die besondere Konstruktion der Durchlässe praktisch ausgeschlossen, Die billige Bauweise und insbesondere die einfachen Rostelemente erlauben es, die Rosten besonders großflächig auszubilden, so daß die, Brennstoffschicht relativ niedrig gehalten und mit geringem Unterwinddruck, ja sogar mit natürlichem Zug gefahren werden kann, was zur Verhinderung des Mitreißens von Flugstaub und Brennstoffteilchen wesentlich beiträgt.
  • Bei dem vorbeschriebenen Beispiel arbeiten die Vorschubelemente aller Zonen 10, 11 bzw. 12 im Gleichtakt. Die Anordnung kann aber auch so getroffen werden, daß die Vorschubelemente der verschiedenen Zonen im versetzten Takt arbeiten. Auch können Mittel vorgesehen sein, um sowohl die Hublänge wie auch die Hubzahl der Vorschubplatten insgesamt oder aber auch nur zonenweise in gewissen Grenzen ändern zu können. Weiter können Mittel vorgesehen sein, um dem Treppenrost und/oder dem Kipprost bzw. den Kipprosten vorgewärmte Luft zuführen zu können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Vorschub-Treppenrost, dessen feststehende Stufen aus quer über die Feuerungsbreite sich erstreckenden Rostbalken gebildet sind, deren Stimseiten öffnungen für die Verbrennungsluftzufuhr aufweisen, wobei zwischen den Rostbalken Durchlässe für mittels einer Antriebsvorrichtung hin-und herbewegbare Verschubeleinente freigelassen sind, für Feuerungsanlagen für minderwertige Brennstoffe, wir- Torfgrus, Reiskleie, getrockneten Abwasserschlamm u. dgl., d a d u r c h g e k e n n - z e i c h n e t, daß die Rostbalken (3 a) aus nach unten offenen Winkelprofilen bestehen, daß zwischen der Unterkante (3 h) jedes die Stirnseite bildenden kürzeren Winkelschenkel (3e) und der schräg hin zum Brennstoffbett geneigten Oberseite des längeren Winkelschenkels (3 b) des darunter befindlichen Rostbalkens ein über die gesamte Feuerungsbreite sich erstreckender Spalt (3g) größerer Höhe als derjenigen des darin verschiebbaren, sich ebenfalls über die gesamte Feuerungsbreite erstreckenden Vorschubelements (3 f) gebildet ist, und daß die kürzeren Winkelschenkel (3 c) mit öffnungen (3 d) versehen sind, deren Längsachse stärker als die Ebene der längeren Winkelschenkel (3 b) hin zum Brennstoffbett geneigt sind.
  2. 2. Vorschub-Treppenrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubelemente (3 j) in ihrer hintersten Stellung bis hinter den sich unterhalb der kürzesten Winkelschenkel (3 c) der Rostbalken erstreckenden Brennstoff-Böschungskegel zurückgezogen sind. 3. Vorschub-Treppenrost nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe bzw. Länge (L) der öffnungen (3 d) in den kürzeren Winkelschenkeln (3 c) größer ist als die Basislänge (B1) der in diese öffnungen (3 d) hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel (6a). 4. Vorschub-Treppenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Treppenrost ein im gleichen Feuerungsraum untergebrachter Kipprost (4) anschließt, bei dem ebenfalls die Tiefe bzw. Länge (L) der Durchlässe größer ist als die Basislänge (B1) der in die Luftdurchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel, und daß der Kipprost mit der Austrittsseite der Luftdurchlässe nach unten schwenkbar ist. 5. Vorschub-Treppenrost mit anschließendem Kipprost nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kipprost zweiteilig ausgebildet ist, wobei die beiden Rosthälften um zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordnete Achsen (20 bzw. 21) schwenkbar sind. 6. Vorschub-Treppenrost mit anschließendem Kipprost nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Kipprost treppenförinig ausgebildet ist, wobei in den Treppensteigungen Luftdurchlässe (4b) angeordnet sind, deren Bohrungs- bzw. Strömungsachsen (4c) wenigstens angenähert horizontal oder gegen das Brennstoffbett(6) hin schwach nach unten geneigt verlaufen. 7. Vorschub-Treppenrost mit anschließendem Kipprost nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdurchlässe (4b) beider Kipprosthälften gegeneinandergerichtet sind. 8. Vorschubrost nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (7, 8) Mittel aufweist, um sowohl die Hubzahl als auch die Hublänge der Vorschubelemente (3f) zu ändern. 9. Vorschubrost nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Treppenrost (3) für die Unterwindzufuhr in zwei oder mehr Zonen (10, 11, 12) unterteilt ist und in den diese Zonen voneinander trennenden Wänden (13, 14) Luftregulierklappen (15, 16) eingebaut sind. 10. Vorschubrost nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Zweitluftdüse (18), die Zweitluft im Quer- oder Gegenstrom zu den den Treppenrost (3) durchsetzenden Feuerungsgasen in den Feuerungsraum (5) einbläst. 11. Vorschubrost nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Vorwärmen der dem Rost zugeführten Verbrennungsluft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 430 440, 387 461, 563 205; USA.-Patentschriften Nr. 1941197, 1344 144.
DEL38920A 1960-06-02 1961-05-05 Vorschub-Treppenrost fuer Feuerungsanlagen fuer minderwertige Brennstoffe Pending DE1234911B (de)

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