DE123383C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE123383C DE123383C DENDAT123383D DE123383DA DE123383C DE 123383 C DE123383 C DE 123383C DE NDAT123383 D DENDAT123383 D DE NDAT123383D DE 123383D A DE123383D A DE 123383DA DE 123383 C DE123383 C DE 123383C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- webs
- elements
- metal
- printing
- wood
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B1/00—Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
- B41B1/04—Quadrats or quads: Spaces or other justifiers
Landscapes
- Printing Methods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist jetzt noch allgemein üblich, Buchdruckcliches auf einer Unterlage von Holz zu
befestigen, obwohl diese Manier zahlreiche Unzuträglichkeiten mit sich bringt, welche durch
die Natur des Holzes bedingt sind.
Hierzu gehört in erster Linie das Werfen des Holzes und die Nachgiebigkeit des Holzes
bei Anwendung von Kraftzurichtung zwischen Holz und Cliche. Es sind bisher zahlreiche
Versuche gemacht worden, diese Holzunterlagen durch sogenannte Facettenstege aus Metall
zu ersetzen. Allen diesen Unterlagen ist der Vorwurf zu machen, dafs sie aus einer Anhäufung
an einander gelegter, in sich nicht verbindbarer Metallstückchen bestehen, die in
der Maschine nur durch den seitlichen Druck der geschlossenen Form zusammengehalten
werden, wodurch dann oft ein Steigen der Metallstücke in der Mitte der Druckfläche veranlafst
wird. Infolge der mangelnden Einheitlichkeit dieses Druckes auf die Metallstücke ist
auch die Verwendung für Mehrfarbendruck, wo die kleinsten Verschiebungen bereits Registerfehler
verursachen, nicht möglich.
Im Uebrigen ist, auch das Auslegen der. Clicheflächen mit diesen verschiedenen Metallstücken
eine so zeitraubende Arbeit, dafs die in den Druckereien meist vorhandenen Facettenstege
von den Maschinenmeistern * thatsächlich nicht verwendet werden, was auch nicht zu
verwundern ist, indem beispielsweise bisher zur Ausfüllung einer Fläche von 4800 qcm
420 Ausfüllstege nöthig waren.
Es soll nun zunächst ein System, das mit der kleinsten Anzahl von Theilen die gröfstmögliche
Anzahl von damit ausfüllbaren Flächen gewährleistet, beschrieben und dann dargelegt werden, wie damit Unterlagen für
Druckplatten geschaffen werden können, welche nicht die Fehler der nach den bisherigen
Methoden hergestellten haben und welche aufserdem den aufserordentlichen Vorzug besitzen,
für gekrümmte Flächen benutzt werden zu können, wodurch die bislang vollständig ausgeschlossene Verwendbarkeit von Facettenstegen
für cylindrische Druckformen erreicht ist.
Dieses System geht von dem Gedanken aus, dafs mit möglichst wenig Elementen die
gröfste Anzahl verschiedener Längenabmessungen erhalten wird, wenn jedes folgende Element
in der Längenausdehnung um einen Theil gröfser gemacht wird als die Summe der vorhergehenden
Einzelelemente, d. h., wenn das erste Element die Gröfse 1 hat, mufs das
zweite um eine Einheit gröfser, also 2 sein. Da ι -f 2 = 3 giebt, mufs das dritte Element
4 sein; da 1 -f 2 + 4 -— 7 sind, das vierte 8,
und da die bisherigen summirt = 15 ergeben, das nächste 16.
Es ist klar, dafs durch diese fünf Elemente alle Gröfsen zusammengesetzt werden können,
die zwischen 1 und 31 liegen.
Nimmt man für die Einheit der Stege in Länge und Breite je 1 cm an und zeichnet
man die genannten Ziffern 1,2,4, 8, 16 m ein
Coordinatensystem auf der Abscissen- und Ordinatenachse ein, und zieht von den eingetragenen
Gröfsen Parallelen zu den Achsen (Fig. 1), so ergeben sich 25 Flächenelemente,
mittels deren zunächst alle in das Quadrat
von 31 cm einschreibbaren Flächen ausgelegt
werden können und aufserdem noch eine Anzahl das Quadrat überhöhender Formate bei
entsprechender seitlicher Verminderung, so dafs insgesammt über 1200 Formate möglich sind.
Aus der Zeichnung ergeben sich zunächst fünf Flächenelemente: i2, 22, 42, 82 und 162, dann
noch 10 andere Flächenelemente, von denen in Rücksicht auf Länge und Breite je zwei
mit gleichen Abmessungen vorhanden, jedoch charakterisirt sind durch ihre-Stellung, indem
je eines vertical und das andere horizontal gelagert ist.
Würde man den vorgenannten Elementen noch ein sechstes von der Ziffer 32 hinzufügen,
so würden sich analog 36 Flächenelemente ergeben, mittels welcher alle in das über 63 cm
errichtete Quadrat einschreibbaren Flächen ausgelegt werden können, sowie entsprechend
die Ueberhöhungen des Quadrates, was den Leistungen entspricht, zu denen, wie eingangs
erwähnt, bisher 420 Ausfüllstege nöthig waren.
Auf der Zeichnung Fig. 1 sind die Flächenelemente mit Ziffern 1 bis 25 bezeichnet und
ergiebt sich aus der Betrachtung wohl von selbst die Art und Weise der Zusammenstellung
verschiedener Formate. Es mögen trotzdem einige Beispiele folgen:
| Format 6/14 = | 7 | 8 | 9 |
| !3 | 12 | ||
| Format 17/26 = | 6 | IO | |
| 16 | 20 | ||
| 25 | 21. | ||
| Ueberhöhtes | |||
| Format 18/41 = | 5 | 2 | |
| 23 | 12 | ||
| 15 | 8 | ||
| 16 | 19 | ||
| 24 | 7 |
25 .22.
Werden nun Metallunterlagen nach den Mafsen der Fig. 1 hergestellt, so ist durch die
geringe Anzahl der zur Auslegung der verschiedenen Formate nothwendigen Elemente
an sich schon eine aufserordentliche Erleichterung gegeben; wesentlicher aber noch ist das
gemeinsame Merkmal sämmtlicher Zusammensetzungen, dafs unter allen Umständen nur
gleiche Längen und Breiten zusammenstofsen.
Hierdurch ist ein Zaudern oder ein Irrthum von Seiten des Maschinenmeisters ausgeschlossen,
so dafs jede Form innerhalb kürzester Zeit zusammengestellt werden kann. Aufserdem ergiebt
sich hierbei die Möglichkeit praktischer, einfacher Verbindungen der Stege unter einander.
Eine der besten Methoden, die Stege zu verbinden, dürfte, wie aus Fig. 2 ersichtlich,
die sein, schwalbenschwanzförmige Einschnitte auf den Unterseiten der Stege anzubringen,
so dafs die Verbindung dann durch Metallplättchen, welche die Gegenform der Schwalbenschwänze haben, leicht hergestellt
werden kann. Fig. 3 erklärt eine solche Verbindung und ist hierdurch sowohl eine Verschiebung
wie ein Steigen der Stege verhindert.
Im Uebrigen ist die Anzahl der Formate gröfser als die Combinaüonsziffer, da das
Centimeter noch in beliebig viele Theile getheilt werden kann. Der Facettenrand der
Cliches beträgt nämlich auf jeder Seite ca. 5 mm und braucht, weil er unter dem Niveau liegt,
keinen Druck auszuhalten. Die Bruchtheile des Centimeters können daher mittels Carton- und
Papierstreifen an den Seiten der Stege ergänzend beigelegt werden, bevor man die
greiferartigen Facetten, welche die Clichefacetten festhalten sollen, an den Stegen befestigt. Die
Greiferfacetten haben am einfachsten die Form Fig. 4 und können in die vorhandenen
Schwalbenschwanzeinschnitte eingeführt werden, wodurch sie in Verbindung mit dem Druck
der geschlossenen Form vollkommen fixirt sind.
Die Verbundfähigkeit der Stege sowie die Eigenschaft der Unterlagen, dafs aufser den
Quadraten die Elemente doppelt vorhanden sind, einmal in verticaler und einmal in horizontaler
Richtung, ergiebt als wichtige Neuerung die Einführung derselben auch für Rotationsmaschinen. Es braucht der Boden der Stege
nur die Krümmung des Formcylinders zu haben, um sofort alle innerhalb der Fläche 312
liegenden Formate mit diesen Stegen herstellen zu können. Ein Format 12 χ 24 cm, das
z. B. überhöht gedruckt werden soll, könnte für die Flachpresse hergestellt werden aus den
Stücken
H ΙΑ j 17 l8
2 ^ oder '
ίο 17 24 23,
ίο 17 24 23,
da man die Stege natürlich jeder Zeit um 90 ° drehen kann. Für die cylindrische Form dagegen
kann, falls die gestrichelte Linie in Fig. 1 eine Parallele mit der Cylinderachse andeutet,
ein überhöhtes Format 12 χ 24 nur aus den in der Längsrichtung gebogenen Stegen 17, 18,
24,23 zusammengesetzt werden, da die aus den Elementen 15, 14, 16, 17 zusammengesetzte
Form bei einer Drehung von 900 zur Erreichung des Hochbildes den Cylinder nur berühren
würde.
• Aber auch aufser dieser Anwendung für Rotationspressen bedeuten diese systematischen
Verbundstege wesentliche Verbesserungen gegenüber den nach den bisherigen Methoden hergestellten
Unterlagen für Druckflächen. Infolge der geringen Anzahl der Elemente werden sie
nicht nur praktischer, sondern auch billiger sein, und wird namentlich die äufserst nützliche
Zurichtung zwischen Cliche und Unterlage hierdurch sehr erleichtert, da nur die Greiferfacetten an zwei Seiten, gelockert zu
werden brauchen, um das Cliche aus der Form herauszubringen, während bei auf Holz
montirten Druckplatten zuerst sämmtliche Nägel herausgezogen und nach Einschaltung der Zurichtung
wieder neu montirt werden müssen. Die Wirkung dieser Zurichtung wird eine viel bessere sein auf der harten Metallunterlage der
Stege als auf einer mehr oder minder nachgiebigen Fläche einer selbst harten Holzsorte.
Wegen der sicheren Verbindung der Stege unter einander ist natürlich auch die Verwendung
derselben für Mehrfarbendruck besonders vortheilhaft.
Claims (1)
- . Patent-Anspruch:
Unterlagen für Druckplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Länge und die Breite derselben, von der Einheit ausgehend, in einer geometrischen Progression wächst, so dafs Elemente entstehen, die bei der Zusammensetzung der Form mit gleichen Längen und Breiten an einander stofsen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE123383C true DE123383C (de) |
Family
ID=392239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT123383D Active DE123383C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE123383C (de) |
-
0
- DE DENDAT123383D patent/DE123383C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2121886C2 (de) | Siebdruckmaschine | |
| DE123383C (de) | ||
| DE3702679A1 (de) | Presse | |
| DE2243797A1 (de) | Zusammenlegbarer tisch | |
| DE3316980A1 (de) | Vakuumspanntisch zum spannen von werkstuecken | |
| CH712884A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines flächigen Distanzkörpers und Distanzkörper. | |
| DE102016103389A1 (de) | Formgebungsvorrichtung zur Herstellung gekrümmter Flächen | |
| DE10102488A1 (de) | Vorrichtung zur Höheneinstellung einer Mehrzahl von Werkzeughaltern für eine Abkantpresse | |
| DE658858C (de) | Verstellbare Auflageboecke, besonders fuer Werkzeugmaschinen | |
| DE102021001805A1 (de) | Pressvorrichtung zum Pressen von Werkstücken aus Holz, Kunststoff, Metall und dergleichen | |
| DE102019105430A1 (de) | Hochbeet | |
| DE26198C (de) | Verstellbarer Schlitten für Schablonen zum Ziehen von Gesimsen | |
| DE159487C (de) | ||
| DE2358401A1 (de) | Verfahren zum herstellen von porenbetonerzeugnissen sowie vorrichtung zum durchfuehren des verfahrens | |
| DE93678C (de) | ||
| DE2824106A1 (de) | Stuetzgestell fuer quertraeger | |
| DE598338C (de) | Egge mit aus zwei aufeinanderliegenden Schienen gebildeten Laengs- und Querbalken, an deren Kreuzungsstellen Doppelzinken mittels Keile befestigt sind | |
| DE108792C (de) | ||
| AT84187B (de) | Rastriervorrichtung. | |
| EP0531749A1 (de) | Kraftvertstärkungsvorrichtung | |
| AT128282B (de) | Zuführungsvorrichtung für Stanzen bzw. Zichpressen zur Herstellung von Stanzbildreihen aus längs- und querschaltbaren Blechtafeln od. dgl. | |
| AT124837B (de) | Vorrichtung zur Ausführung von bürotechnischen Arbeiten, insbesondere Buchhaltungsmaschine. | |
| DE2118394B2 (de) | Plattenpresse zum Reparieren von Fördergurten | |
| DE128989C (de) | ||
| DE59307C (de) | Winkelstachelspatien |