DE1233467B - - Google Patents

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DE1233467B
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air control
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DES77527A
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
    • H01H33/32Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator pneumatic

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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
HOIh
Deutsche KL: 21c-41/01
Nummer: 1233 467
Aktenzeichen: S 77527 VIII d/21 c
Anmeldetag: 12. Januar 1962
Auslegetag: 2. Februar 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungseinrichtung für mehrere miteinander zusammenarbeitende, in bestimmter Reihenfolge zu betätigende, durch Druckkraft angetriebene elektrische Schalter. Solche Schalter sind z. B. Trenn-, Leistungs-, Abzweig- und Erdungsschalter. Sie werden vorzugsweise in elektrischen Hochspannungsschaltungen verwendet. Eine solche Verriegelungseinrichtung, die auch als Verriegelungsgerät oder als Druckluftsteuergerät bezeichnet wird, besteht im wesentlichen aus Kommandoorganen, Druckluftsteuerventilen, Schalterstellungsrückmeldeeinrichtungen sowie aus Verriegelungseinrichtungen. Mit den Kommandoorganen, z. B. Druckknöpfen, werden »Ein«- bzw. »AusKommandos auf die Druckluftsteuerventile gegeben. Die Kommandoorgane sind »vor Ort«, d. h. am Druckluftsteuergerät, bzw. »fern«, d. h. an entfernter Stelle, z. B. an einer Kesselhauswarte, angeordnet. Die Druckluftsteuerventile dienen zur Steuerung der Druckluftzufuhr zu den Druckluftantrieben der Schalter. Die Schalterstellungsrückmeldeeinrichtungen zeigen die neuen Schalterstellungen nach der Durchführung einer Schalthandlung oder auch eine Störstellung an, wenn die beabsichtigte Schalterstellung aus irgendwelchen Gründen nicht erreicht worden ist.
Die Verriegelungseinrichtungen sollen Doppelbetätigungen eines Schalters bei einer Mehrfachkommandogabe (Doppelbetätigungssperre) bzw. ein Schalten der Schalter in unerlaubter Reihenfolge (Schalterfehlerschutz) verhindern. Normalerweise wird Druckluft bei mechanisch und pneumatisch arbeitenden Verriegelungseinrichtungen verwendet. Hierbei können noch fehlerhafte Schaltungen bei gleichzeitiger oder kurz aufeinanderfolgender Kornmandogabe, ζ. Β. von entgegengesetzten Kommandos, vom Druckluftsteuergerät bzw. von entferntliegenden Kommandostellen aus z. B. dadurch entstehen, daß das Geben eines Öffnungsimpulses bzw. das Öffnen eines Druckluftsteuerventils wegen der Durchführung von pneumatischen Vorgängen beeinträchtigt ist. Ein solcher Vorgang kann z. B. das hotwendige Be- bzw. Entlüften von Druckluftkammern von Drucklufthilfsventilen sowie von Druckluftleitungen und Druckluftzylindern von pneumatisehen Steuer- und Antriebseinrichtungen, insbesondere auch von pneumatischen Hilfseinrichtungen sein, welche nach der Betätigung eines Kommandoorgans erst einmal prüfen, ob die beabsichtigte Schalthandlung zulässig ist.
Die Erfindung bezweckt eine möglichst weitgehende Verhinderung von Doppelbetätigungen der Verriegelungseinrichtung für mehrere miteinander zusammenarbeitende, in bestimmter Reihenfolge zu betätigende, durch Druckluft angetriebene elektrische Schalter
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Hans-Georg Hemker,
Alfred Brandt, Erlangen
Schalter und von Fehlschaltungen und vermeidet die genannten Nachteile dadurch, daß erfindungsgemäß jedem Druckluftsteuerventil je ein elektrischer Öffner und je ein elektrisches Hilfsrelais mit mehreren Kontakten zugeordnet sind, und daß die Kontakte aller Hilfsrelais eine Kontaktgliederkette bilden, welche bei einer Kommandogabe zunächst vor Abgabe eines Öffnungsstromimpulses an einem Öffner eines Druckluftsteuerventils die Zulässigkeit der Ausführung der beabsichtigten Schalthandlung elektrisch prüft. Die Druckluft wird nur zu Antriebszwecken bei den elektrischen Schaltern und den Rückmeldeeinrichtungen benutzt.
Als elektrische Öffner können Motoren verwendet werden. Vorteilhafter ist es aber, daß jedes Druckluftsteuerventil als Öffner einen Elektromagneten und zum Schließen eine Feder hat und daß der Erregerstromkreis des Elektromagneten über einen Schließkontakt des zu dem Druckluftsteuerventil gehörenden Hilfsrelais geführt ist. Die Druckluftsteuerventile können dauernd mit Druckluft beaufschlagt sein; sie können aber auch im Ruhezustand nicht von der Druckluft beaufschlagt sein und erst bei einer Kommandogabe mit Druckluft beaufschlagt werden. Das hat den Vorteil, daß die Druckluftsteuerventile nicht gegen den auf den Ventiltellern lastenden Luftdruck geöffnet zu werden brauchen, weil in diesem Fall das Druckluftsteuerventil schon geöffnet wird, bevor die Druckluft in die Druckluftsteuerventilkammer einströmt. Zu diesem Zweck kann im Zuge der Druckluftzuleitung von einem
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Druckluftnetz oder einem Druckluftbehälter zum Druckluftsteuergerät ein Freigabeventil angeordnet sein, welches elektrisch angetrieben und von den Kontaktgliedern der Verriegelungskette gesteuert ist und sich erst bei der Kommandogabe nach der Abfragung der Kontaktgliederkette auf Zulässigkeit der beabsichtigten Schalthandlung öffnet, worauf die Druckluft dem Druckluftsteuergerät, und zwar nur dem in Betracht kommenden Druckluftsteuerventil zuströmt.
Zum Antrieb des Freigabeventils kann ein Motor oder besser noch ein Elektromagnet vorgesehen sein, dessen Erregerspule bei Betätigung des Freigabeventils jeweils zu der Erregerspule des Elektromagneten parallel geschaltet ist, welcher zu dem zu betätigenden Druckluftsteuerventil gehört.
In manchen Fällen kann es von Vorteil sein, eine Verzögerungseinrichtung für ein verzögertes Ansprechen des Freigabeventils vorzusehen, um mit Sicherheit zu erreichen, daß das Druckluftsteuerventil schon geöffnet worden ist, wenn die Druckluft in die Ventilkammer einströmt. Zwecks Erleichterung der Fabrikation und gegebenenfalls auch zwecks erleichterter Unterbringung des Druckluftsteuergerätes können alle Druckluftsteuerventile mit ihren elektrischen Antrieben zu einem Steuerventilblock und alle Hilfsrelais mit den Organen der elektrischen Verriegelungsketten zu einem Hilfsrelaisblock zusammengefaßt sein. In diesem Fall ist der Steuerventilblock mit dem Hilfsrelaisblock nur durch elektrische Leitungen verbunden. Das kann von Vorteil sein, wenn beide Blöcke aus bestimmten Gründen getrennt voneinander untergebracht werden sollen.
Ferner kann es vorteilhaft sein, die mechanischen »Vor-Ort-Kommandoorgane« durch eine »Fernsteuerkommandotafel« zu ersetzen, die sich überall leicht unter- oder anbringen läßt. Die elektrischen Antriebe für die Druckluftsteuerventile können mit Normalspannung, 220/380 Volt, die Relais- und Druckknopffernsteuerstromkreise aber mit niedrigerer Hilfsspannung, z. B. 24, 48 oder 60 Volt, betrieben werden.
Bei dem Druckluftsteuergerät können gemäß der weiteren Erfindung die die Kontaktgliederverriegelungskette bildenden Schalter der Trennschalter in zwei zueinander parallele Zweige aufgeteilt sein, und es kann in Reihe mit diesen Parallelzweigen die Kontaktgliederverriegelungskette des Leistungsschalters liegen. Dabei kann der eine der beiden Parallelzweige als sammelschienenseitiger Trennerkettenteil ausgebildet sein und die Kontakte der sammelschienenseitigen Trenner enthalten. Der andere Parallelzweig kann sinngemäß als abgangsseitiger Trennerkettenteil ausgebildet sein und die Kontakte der abzweigseitigen Trenner enthalten.
Um auch Tippkommandos geben zu können, bei denen ein Druckknopf nur ganz kurzzeitig durch Tippen gedrückt wird, kann für jedes Druckluftsteuerventil eine Kommandovollstreckungseinrichtung angeordnet sein. In diesem Fall wird ein nur kurzzeitig gegebener Schaltbefehl, auch Tippkommando genannt, für einen Trennschalter bis zur Erreichung der jeweiligen Endstellung des Schalters selbsttätig aufrechterhalten, obgleich der Druckknopf schon vorzeitig freigegeben wurde. Gemäß der weiteren Erfindung kann die Kommandovollstrekkungseinrichtung aus einer mechanischen Kupplung zwischen dem Anker des Druckluftsteuerventil-Öffnungsmagneten und dem Anker des Hilfsrelaismagneten und aus einem Meldeschalterkontakt mit verlängerter Kontaktfahne bestehen, und die mechanische Kupplung kann dabei so ausgebildet sein, daß sie nur bei geöffnetem Druckluftsteuerventil in Tätigkeit tritt.
Bei allen diesen Maßnahmen ist es für die Erfindung wesentlich, daß der Öffnungsimpuls für das jeweils in Betracht kommende Druckluftsteuerventil
ίο rein elektrisch über ein Kontaktglied einer Kontaktgliederkette gegeben wird, welche vor dieser Öffnungsimpulsgabe die Zulässigkeit der Ausführung der Schalthandlung geprüft hat, und daß die Druckluft nur noch zu Antriebszwecken für den elektrisehen Schalter und für die Rückmeldeeinrichtung benutzt ist, daß also die im Verhältnis zur Elektrizität träge arbeitende Druckluft weitgehend durch elektrische Steuermittel ersetzt worden ist. Wesentlich ist ferner, daß ein fern- bzw. vor Ort gesteuertes Hilfsrelais die Verriegelungseinrichtung, nämlich die Kontaktgliederkette, beeinflußt und daß Schalter dieser Kontaktgliederkette bzw. Verriegelungseinrichtung die Druckluftsteuerventilantriebe betätigen.
Das obenerwähnte Freigabeventil ist vorteilhafterweise elektrisch angetrieben und gesteuert und kann in Reihe mit der Verriegelungseinrichtung, aber parallel zu den parallel zueinander angeordneten und geschalteten Erregerspulen der Elektromagnetantriebe der Druckluftsteuerventile liegen.
Durch die Erfindung können außer der Vermeidung der eingangs erwähnten Nachteile verschiedene Vorteile hinsichtlich der Anordnung der einzelnen Geräte und Apparate erreicht werden, z. B. dann, wenn alle Druckluftsteuerventile mit ihren elektrisehen Antrieben zu einem Druckluftsteuerventilblock und als Hilfsrelais mit den Organen der elektrischen Verriegelungseinrichtung zu einem Hilfsrelaisblock zusammengefaßt sind. Man kann diese Blöcke, wie schon angedeutet wurde, an verschiedenen Stellen unterbringen und dadurch den Vorteil erreichen, daß noch vorhandene Druckluftrohrleitungen möglichst kurz sind, um ein möglichst schnelles Arbeiten der Drucklufteinrichtung zu erreichen. Man kann aber auch den Druckluftsteuerventilblock und den Hilfsrelaisblock zu einem Druckluftsteuergeräteblock zusammenfassen.
Auch lassen sich die Kommandoorgane für alle Schalter zu Kommandotafeln vereinigen und mehrere Kommandotafeln zueinander parallel schalten, welche an beliebigen Stellen untergebracht werden können, weil sie nur durch leicht verleg- und überall unterbringbare elektrische Leitungen mit dem Druckluftsteuergerät verbunden sind.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung zu entnehmen, welche in den F i g. 1A, 1B und 2 bis 7 schematisch dargestellt sind.
Von diesen zeigen die F i g. 1A und 1B ein Druckluftsteuergerät für druckluftbetätigte Schalter in einer Hochspannungsschaltanlage, die aus mehreren Trennschaltern und einem Leistungsschalter besteht. Die Figuren zeigen den schematischen Aufbau der Schaltanlage, bei welcher ein Druckluftsteuerventilblock und ein Hilfsrelaisblock und die Meldeschalter zu einem Druckluftsteuergerätblock und die Rückmeldezylinder aller Schalter zu einem Rückmeldezylinderblock vereinigt sind.
F i g. 2 zeigt den Stromlaufplan zu dieser Anlage,
F i g. 3 ein Druckluftsteuergerät mit einem Freigabeventil,
Fig. 4 den dazu gehörenden Stromlaufplan,
F i g. 5 ein Ein- und Auslaßventil mit einer Kommandovollstreckungseinrichtung, F i g. 6 eine Blockanordnung und
F i g. 7 einen Teil eines Stromlaufplanes bei Unterteilung der Kontaktkette in drei Teile, und zwar in einen sammelschienenseitigen Kontaktkettentrennerteil, einen abzweigseitigen Kontaktkettentrennerteil und in einen Leistungsschalterkontaktkettenteil.
In der F i g. 1 ist ein Abzweig dargestellt, welcher aus zwei Sammelschienentrennschaltern, einem Leistungsschalter sowie einem Abzweig- und einem Erdungstrennschalter besteht. Der Abzweig kann wahlweise an eine von zwei Sammelschienen angeschlossen werden. Die Sammelschienen sind mit 1 und 2, der Abzweig ist mit 3 bezeichnet. Dieser kann mit Hilfe eines Sammelschienentrennschalters 121 mit dem Trennmesser 121 a, zu dem das Stellungsanzeigesymbol 4 gehört, mit der Sammelschiene 1 oder mit Hilfe eines nicht dargestellten Sammelschienentrennschalters, zu dem das Stellungsanzeigesymbol 5 gehört, mit der Sammelschiene 2 verbunden werden. Das Stellungsanzeigesymbol 6 gehört zu einem Leistungsschalter 15 mit dem Schaltmesser 15 α. Mit 7 ist das Stellungsanzeigesymbol eines nicht dargestellten Abzweigtrennschalters bezeichnet. Ein ebenfalls nicht dargestellter Erdungstrennschalter, dessen Stellungsanzeigesymbol mit 8 bezeichnet ist, dient dazu, den Abzweig bei geöffnetem Trennschalter 7 zu erden. Mit 4, 5, 7, 8 sind Symbole bzw. die Schalter beziffert. Eine horizontale Lage des Schalterstellungsanzeigesymbols zeigt an, daß der dazugehörende Schalter geöffnet ist, eine vertikale Lage dagegen, daß der Schalter geschlossen ist, und eine Zwischenstellung, daß sich der Schalter in einer Störstellung befindet, d. h., daß er weder ein- noch ausgeschaltet ist.
Das Druckluftsteuergerät besteht aus dem Druckluftsteuerventilblock 9, zwischen den gestrichelten Linien 10 und 10 a dargestellt, und dem Hilfsrelaisblock 11, zwischen den gestrichelten Linien 10 und 10 b dargestellt, sowie aus Rückmeldeeinrichtungen mit Rückmeldezylindern 12 α bis 12 d und 14, rechts von der gestrichelten Linie 10 b dargestellt, und Rückmeldeschaltern 13, links von der gestrichelten Linie 10 a, und Stellungsanzeigesymbolen 4 bis 8, ebenfalls links von der gestrichelten Linie 10 a. Da die Rückmeldezylinder 12 a bis 12 d, welche zu den Trennschaltern 4, 5, 7 und 8 gehören, einander gleich sind, ist nur der Rückmeldezylinder 12 a beim Trennschalter 4 näher erläutert. Der Rückmeldezylinder 14 für den Leistungsschalter 15 ist anders ausgebildet, weil der Leistungsschalter 15 eine elektropneumatisch arbeitende Rückmeldeeinrichtung hat, während jeder Trennschalter dagegen je eine pneumatisch arbeitende Rückmeldeeinrichtung hat. Die Trennschalter 4, 5, 7 und 8 mit ihren Druckluftantrieben sind ebenfalls einander gleich. Daher ist nur ein Trennschalter 121 mit seinem Druckluftantrieb dargestellt und erläutert. Die Trennschalter werden durch Druckluft ein- und ausgeschaltet. Der Leistungsschalter dagegen wird durch Druckluft nur ein-, aber durch Federkraft ausgeschaltet.
Der Druckluftsteuerventilblock 9 besteht aus fünf Druckluftsteuerventilen 16 bis 20. Jedes Druckluftsteuerventil hat eine Druckluftkammer 21 bis 25. Diese Druckluftkammern sind miteinander durch öffnungen 26 bis 29 verbunden. Die Druckluftkammer 25 ist durch die öffnung 30 mit dem Druckluftrohr 31 verbunden. Mit 32 ist ein Absperrventil und mit 33 ein Hauptdruckluftrohr bezeichnet, durch welches die Druckluft in Pfeilrichtung 34 in den Druckluftsteuerventilblock 9 strömt. Mit 35 ist ein Notanschlußrohrstutzen beziffert, mit welchem ein
ίο Druckluftaggregat verbunden werden kann, welches z. B. mit einem Verbrennungsmotor ausgerüstet ist und eingesetzt wird, sobald die Druckluft aus einem nicht dargestellten Druckluftnetz ausbleibt, mit welchem das Druckluftsteuergerät durch' das Hauptdruckluftrohr 33 verbunden ist.
Jedes Druckluftsteuerventil 16 bis 20 besteht aus je einem Einschaltventil 36 bis 40 und je einem Ausschaltventil 41 bis 45, deren Ventilteller durch Federn 46 auf ihre Ventilsitze gedrückt werden. Die Einschaltventilöffnung 21 α mündet in den Einschaltventilraum 47, die Ausschaltventilöffnung 48 in den Ausschaltventilraum 49. Die Einschaltventilöfinungen der anderen Einschaltventile sind mit 50 bis 53, die Ausschaltventilöffnungen der anderen Ausschaltventile mit 54 bis 57 und die Einschaltventilkammern der anderen Einschaltventile mit 58 bis 61 sowie die Ausschaltventilkammern der anderen Ausschaltventile mit 62 bis 65 bezeichnet. Die Einschaltventilstangen 66 bis 70 sind mit ihren Antrieben, in diesem Fall den Ankern 71 bis 75 der Elektromagneten, verbunden. Die Ausschaltventilstangen 76 bis 80 sind mit den Ankern 81 bis 85 verbunden. Die Einschaltventilkammem 47, 58, 59, 60 und 61 sind durch Rohrleitungen 86 bis 90 und die Ausschaltventilkammern 49, 62, 63, 64 und 65 durch Rohrleitungen 91 bis 95 mit den Rückmeldezylindern 12 a bis 12 a" bzw. 14 für die Trennschalter bzw. für den Leistungsschalter verbunden.
In dem Rückmeldezylinder 12 α sind Rückmeldekolben 96, 97 angeordnet, welche durch einen Steg
98 miteinander verbunden sind, der eine Aussparung
99 zur Führung eines zweiarmigen, also eines Hebels
100 hat, der um eine Achse 101 drehbar ist und eine Welle 102 antreibt, welche die Schalter 233, 236 und 243 trägt. Der Arm 106 des Hebels 100 arbeitet mit den Klinkenhebeln 107 und 108 zusammen, welche von den Federn 109 und 110 auf die Entriegelungsstößel 111 und 112 gedrückt werden, zu denen Entriegelungskolben 113 und 114, z. B. Membrankolben, gehören, die sich in Entriegelungszylindern 115 und 116 bewegen. Die Klinkenhebel 107 und 108 haben Aussparungen 117 und 118, in welche der Arm 106 des zweiarmigen Hebels 100 einrasten kann, wenn er in einer Mittelstellung steht, welche einer Störstellung des Trennschalters 121 entspricht. Die Klinkenhebel 107 und 108 sind um Bolzen 119 und 120 drehbar.
Der Trennschalter 121 besteht aus einem Trennmesser 121a, welches im Zuge einer elektrischen Leitung 122 angeordnet ist. Es wird durch die Welle 123 von der Gabel 124 angetrieben, welche im Antriebszylinder 125 gelagert ist. Im Antriebszylinder sind zwei Kolben 126 und 127 angeordnet, die durch eine Kolbenstange 128 miteinander verbunden sind. Mit 129 ist eine Rolle bezeichnet, die an der Kolbenstange 128 um einen Bolzen 130 drehbar gelagert ist. Die Rolle 129 arbeitet mit einer Aussparung 131 der Gabel 124 zusammen. Der Antriebszylinder 125 ist
durch den Doppelkolben 126, 127 in drei Räume 132 bis 134 unterteilt. Der Raum 133 hat eine öffnung 139, die ihn dauernd mit der Außenluft verbindet. Die Räume 132 und 134 im Antriebszylinder 125 sind durch Rohrleitungen 135 bzw. 136 mit dem Rückmeldezylinder 12 a verbunden. Mit 137 und 138 sind zwei Rückmelderohrleitungen bezeichnet, die einerseits zum Antriebszylinder 125 und andererseits zu den Entriegelungszylindern 115 und 116 führen.
Der Leistungsschalter 15 hat ein Schaltmesser 15 a welches im Zuge einer elektrischen Leitung 140 angeordnet ist. Mit 141a und 141 b sind zwei Teile einer Antriebsstange bezeichnet, die durch eine an sich bekannte Schnellauslösevorrichtung 276 entweder miteinander verbunden sind oder voneinander getrennt werden können. Das Teil 141a trägt einen Antriebskolben 142, der in einem Antriebszylinder 143 läuft. Mit 144 ist ein Druckluftrohr, mit 145 ein Ventil und mit 146 eine Erregerspule für einen Elektromagneten bezeichnet, welcher das Ventil 145 öffnet oder schließt. Der Schalter hat eine Notbetätigung 147 mit einem Druckknopf 103, bei dessen Betätigung das Ventil 145 geöffnet und der Leistungsschalter 15 geschlossen wird.
Das Teil 141 b der Antriebsstange ist mit Schaltern 148 bis 150 verbunden, von denen die Schalter 149 und 150 bei geöffnetem Leistungsschalter 15 ebenfalls geöffnet sind. Der Schalter 148 ist dagegen bei geöffnetem Leistungsschalter 15 geschlossen. Zum Ausschalten des Leistungsschalters dient eine Ausschaltfeder 151, welche den Leistungsschalter selbsttätig öffnet, sobald der Schnellauslöser 276 angesprochen hat. Der Schalter 150 hat eine verlängerte Kontaktfahne 151a.
Die Rückmeldeeinrichtung des Leistungsschalters 15 ist nämlich wie die des Sammelschienentrennschalters 121 ausgeführt. Ein Unterschied besteht jedoch darin, daß der Doppelkolben 96 a und 97 a nicht in seiner Mittelstellung, sondern in seinen Endstellungen verriegelt ist. Deshalb haben die Klinkenhebel 107a und 108 a entsprechende Rastaussparungen 117 a und 118 a, die nicht in der Mitte, sondern seitlich angeordnet sind. Ferner besteht ein weiterer Unterschied darin, daß die Steuerdruckluft zum Entriegeln des Doppelhebels 100 α nicht wie beim Betrieb des Rückmelders beim Trennschalter vom Trennschalterantrieb durch die Rohrleitungen 137, 138 kommt, sondern durch die Rohrleitung 152 der Rückmeldeeinrichtung zugeführt wird. Die Rohrleitung 152 ist an die Rohrleitung 31 unmittelbar angeschlossen. Sie hat zwei Abzweige 153 und 154, welche zu den Ventilen 155 und 156 führen, die durch Elektromagneten mit den Erregerspulen 157 und 158 betätigt werden können.
Der Hilfsrelaisblock 11, welcher bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Druckluftsteuerventilblock 9 zusammengebaut ist, besteht aus Hilfsrelais mit Druckknöpfen 159 bis 163 zum Einschalten und 164 bis 168 zum Ausschalten der dazugehörenden Hochspannungsschalter. Die Druckknöpfe sind durch Betätigungsstangen 169 bis 178 mit den Hilfsrelaisankera 179 bis 188 sowie — vgl. hierzu auch die F i g. 2 — mit Schaltern 189 bis 218 verbunden, welche eine Verriegelungskontaktkette Kl entsprechend der F i g. 2 bilden.
Die Hilfsrelais haben Erregerspulen 219 bis 228 (F i g. 1), zu deren Fernsteuerung zueinander parallelgeschaltete Fernsteuerschalter dienen, vgl. F i g. 2, 229, 229 a, 2296 zur Steuerung des Trennschalters 121 und die Verbindungsleitungen 229 c bis 229 e sowie das Netz 230P, 23OiV. Für die anderen Hochspannungsschalter sind gleichartige Fernsteuerschalter in gleichartigen Schaltungen vorgesehen (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Die zu den Trennschaltern 4, 5, 7 und 8 sowie der zum Leistungsschalter 15 gehörende Fernsteuerschalter 229 können zu einer Fernsteuertafel 313/229,
ίο die Fernsteuerschalter 229 α zu einer Fernsteuertafel 314/229 α und die Fernsteuerschalter 229 b zu einer Fernsteuertafel 325/229 b zusammengefaßt sein, vgl. F i g. 6. Diese drei Fernsteuertafeln können an beliebigen Orten, von denen aus eine Fernsteuerung erwünscht ist, aufgestellt werden.
Die Handantriebe der Stangen 169 bis 178, d.h. also die Druckknöpfe 159 bis 168, können fortfallen, wenn zusätzlich zu den Fernsteuertafeln 313 bis 325 eine zusätzliche Steuertafel 321 am Druckluftsteuergerät 9 angeordnet wird, vgl. F i g. 6.
Die parallel zueinander geschalteten Fernsteuertafeln 313/229, 314/229 α, 325/229 b können in Steuer- oder Schaltwarten von elektrischen Schaltanlagen, gegebenenfalls in Kesselhauswarten, verwendet werden.
Mit den Betätigungsstangen 169 bis 178 sind noch weitere Steuerschalter α21E, all A, allE, all A, al3E, al3A, al4E, al4A verbunden, welche zum Ein- und Ausschalten der Elektromagneten 219 bis 222 und 225 bis 228 beim Betätigen der Ein- und Ausschaltventile der Trennschalter dienen.
Zum Einschalten des Leistungsschalters 15 dient ein Kontakt 237, der mit der Betätigungsstange 173 verbunden ist. Zum Ausschalten des Leistungsschalters 15 dient ein Kontakt 274, welcher mit der Betätigungsstange 174 verbunden ist (vgl. F i g. 1 und 2).
Ein Verriegelungsgliederkontaktkette Kl zur Erfassung der Störstellungen der Trennschalter besteht aus den Schaltern 231 bis 236. Je zwei Schalter 231, 234 bzw. 232, 235 bzw. 233, 236 sind durch Kupplungsglieder 231 α bis 233 a miteinander derart verbunden, daß bei geschlossenen Schaltern 234 bis 236 die Schalter 231 bis 233 geöffnet und bei geöffneten Schaltern 234 bis 236 die Schalter 231 bis 233 geschlossen sind. Zwischen diesen Endstellungen können die Schalter aber auch noch eine Mittelstellung einnehmen, in welcher alle Schalter geöffnet sind. Diese Mittelstellungen nehmen die Schalter ein, wenn
So die zu ihnen gehörenden Trennschalter eine Störstellung einnehmen; die Endstellungen nehmen die Schalter ein, wenn die zu ihnen gehörenden Trennschalter ebenfalls ihre Endstellungen einnehmen, und zwar entweder geöffnet oder geschlossen sind. Diese VerriegelungsgliederkontaktketteüC2 ist über den Schalter 237 und die Leitung 238 mit dem Knotenpunkt 239 der Kontaktkette Kl zur Erfassung der Schaltbedingungen verbunden. Der Knotenpunkt 239 ist mit einer Verteilerschiene 240 über den Schalter 241 verbunden. An der Verteilerschiene 240 sind parallel die Schalter 242 bis 245 und in Reihe mit diesen die Schalter a21E, allA, allE, all A, a23E, a23 A, a24E, a 14 A und wieder in Reihe mit diesen die Erregerspulen 246 bis 255 der Elektromagneten für den Antrieb der Druckluftsteuerventile für die Trennschalter angeschlossen. Mit 104 ist ein Entriegelungsschalter für den Erdungstrennschalter, Schalterstellungssymbol 8, beziffert.
9 10
Unter der Voraussetzung, daß das Absperrventil zu laufen beginnen. Wird in dieser Zeit das Kom-
32 geöffnet ist und daß Druckluft in den Kammern mando »Aus« mit dem Druckknopf 164 gegeben, so
21 bis 25 arbeitsbereit ansteht, arbeitet das Druck- wird der Schalter 194 geöffnet und dadurch der Im-
luftsteuergerät wie folgt: pulsstromkreis für das Einschaltventil unterbrochen.
Soll beispielsweise der Sammelschienentrennschal- 5 Die Erregerspule 246 wird stromlos, so daß die
terl21, z.B. durch Drücken des Knopfes 159, ge- Feder 46 das Druckluftsteuerventil 36 schließt. Der
schlossen werden, so werden beim Betätigen des Schalter und sein Stellungsanzeigesymbol bleiben in
Druckknopfes 159 die Schalter 189 und 191 geöffnet einer Störstellung stehen.
und die Schalter 190 und all E geschlossen. Da- Werden nach dem Betätigen des Fernsteuerschaldurch wird folgender Stromkreis geschlossen: vom io ters 229 oder des Druckknopfes 159 andere Druck-Netzpol P 2 über 190, 194, 197, 200, 203, 206, 209, knöpfe, z.B. 160, 167 an Stelle des Druckknopfes 212, 215, 217, 239, 241, 240, 242, allE, 246 zum 164 betätigt, so wird der Impulsstromkreis für das Netzpol Nl. Derselbe Stromkreis wird geschlossen, Einschaltventil ebenfalls unterbrochen, und es wird wenn z. B. von der Kesselhauswarte durch Betäti- keine Schalthandlung durchgeführt, weil in der Kette gen des Schalters 229 die Erregerspule 219 an Span- 15 Kl der Schalter 197 bzw. 212 geöffnet wird. Dabei nung gelegt wird. Dann arbeitet das Hilfsrelais und geht nur das Stellungsanzeigesymbol des zuerst bezieht seinen Anker 179 in die Erregerspule 219 tätigten Schalters in Störstellung.
hinein. Da auf diese Weise die Erregerspule 246 an Werden zwei Druckknöpfe, z. B. 165 und 163, Spannung gelegt ist, wird das Einlaßventil 36 ge- gleichzeitig betätigt, so kann wegen des gleichzeitigen öffnet. Jetzt strömt Druckluft aus der Druckluft- 20 Öffnens der Schalter 198, 200 und 215, 213 und des kammer 21 durch die Öffnung 21 a, die Einlaßkam- gleichzeitigen Schließens der Schalter 199 und 214 mer 47, die Rohrleitung 86 in den Raum 303 hinter kein Impulsstromkreis geschlossen werden. Es wird den Kolben 96, schiebt diesen voran, bis der Hebel keine Schalthandlung durchgeführt.
100 mit seinem freien Hebelarm in die Aus- Wird bei geschlossenem Trennschalter ein »Aus«- sparung 117 der Verriegelungsklinke 107 einrastet. 25 Kommando gegeben und zum öffnen des Trenn-Die Druckluft strömt weiter durch die Rohrleitung schalters 121 z. B. der Druckknopf 164 betätigt, so 135 in den Raum 132 und schiebt den Kolben 126 öffnen sich die Schalter 194 und 192, während die voran. Dadurch wird der Schalter 121 geschlossen. Schalter 193 und all geschlossen werden. Dadurch Bei dieser Bewegung des Doppelkolbens 126, 127 wird folgender Stromkreis geschlossen: P1, 189, 193, entweicht die Luft aus dem Raum 134 des Antriebs- 30 197, 200, 203, 206, 209, 212, 215, 217, 239, 241, Zylinders 125 durch die Rohrleitung 136 in den 240, 242, allA, Schalter 305, welcher bei geschlos-Raum 256 des Rückmeldezylinders 12 a, die Rohr- senem Trennschalter 121 ebenfalls geschlossen ist, leitung 91, die Auslaßkammer 49, die öffnungen 257 247, JV 2. Es wird ein Impuls zum Öffnen des Aus- und 258 ins Freie. Sobald der Trennschalter 121 ge- schaltdruckluftventils, d. h. für die Erregerspule 247, schlossen ist, passiert der Kolben 126 die Öffnung 35 gegeben, so daß der Trennschalter 121 geöffnet wird, zur Rohrleitung 137, so daß Druckluft durch die Der Verlauf des Druckluftströmungskreises ist wei-Rohrleitung 137 in den Entriegelungszylinder 116 ter unten beschrieben. Werden die Trennschalter 5, strömt und über den Kolben 114 den Stößel 112 be- 7, 8 durch Betätigen der zu ihnen gehörenden Drucktätigt, so daß der Hebel 100 entriegelt wird. Nun- knöpfe 160, 165; 161, 166; 162, 167 und 163, 168 mehr kann die im Raum 303 noch anstehende 40 ein- und ausgeschaltet, so entstehen analoge Impuls-Druckluft den Kolben 96 weiter voranschieben und strom- und Druckluftströmungskreise,
dadurch mit Hilfe der Stange 102 die Schalter 233, Alle diese Schaltungen sind nur möglich, wenn der 236, 243 betätigen. Der Sammelschienentrennschal- Steuerschalter 241 am Meldeschalter 324 des Leiter 121 ist nunmehr eingeschaltet und die neue stungsschalters geschlossen, d. h., wenn der Lei-Schalterstellung durch die senkrechte Lage 307 des 45 stungsschalter 15 noch geöffnet ist. Ist der Leistungs-Striches des Schalterstellungssymbols angezeigt. schalter 15 hingegen geschlossen, so ist der Steuer-Sollte aus irgendeinem Grunde, z. B. wegen Material- schalter 241 geöffnet, und es sind keine Schaltungen schaden, die Schalthandlung nicht zu Ende geführt bei den Trennschaltern möglich,
worden sein, so würden die Glieder der Rückmelde- Der geöffnete Leistungsschalter 15 wird z. B. durch einrichtung ebenfalls nicht ihre Endstellungen errei- 50 Drücken auf den Knopf 161 geschlossen. Dadurch chen. Es würde eine Störstellung 308, s. F i g. 1, an- werden die Kontakte 201 und 203 geöffnet, die Kongezeigt werden. takte 202 und 237 dagegen geschlossen. Dadurch
Beim Betätigen des Meldeschalters 13 werden die wird folgender Stromkreis geschlossen: vom positi-
Schalter 243 und 236 geöffnet, während der Schalter ven Pol Pl, 263 durch die Kontaktkette Kl bis zum
233 geschlossen wird. Durch das Öffnen des Schal- 55 Knotenpunkt 239, Leitung 238, Schalter 237, 234,
ters 236 wird ein Schließen des Trennschalters 5 un- 235, 236, Spule 146, Verbindungsstelle 264 b zum
möglich gemacht. negativen Pol JV 2, 264 a. Das Ventil 145 wird ge-
Wird der Druckknopf 159 losgelassen, so drückt öffnet, so daß Druckluft durch das Rohr 34, das ihn die Feder 169« in die Ruhestellung zurück. Der Ventil 31, die Rohre 152 und 265, durch das Ventil Kontakt 190 öffnet sich, und die Erregerspule 246 60 145 in den Antriebszylinder 143 strömen kann. Der wird stromlos, so daß die Feder 46 das Druckluftein- Leistungsschalter 15 wird geschlossen. Die Kontaktlaßventil 36 schließen kann. ketten Kl und Kl gestatten diesen Stromdurchlauf
Würden zwei verschiedene Kommandos kurz nur dann, wenn alle notwendigen Schaltbedingungen
nacheinander gegeben werden, würde also z. B. mit und keine Störungen, insbesondere keine Störstellen, dem Fernsteuerschalter 229 zuerst das Kommando 65 bei den Trennschaltern vorhanden bzw. angezeigt
»Ein« und mit dem Druckknopf 164 vor Ort kurz sind. Beim Einschalten des Leistungsschalters und
hinterher das Kommando »Aus« gegeben, so würde beim Schließen des Schalters 237 fließt auch über die
zunächst die Durchführung des Kommandos »Ein« Erregerwicklung 250 ein Strom zum negativen Pol.
Das Einlaßventil 38 öffnet. Druckluft strömt auf dem Wege 33, 32, 31, 30, 25, 24, 23, 38, 51, 88 und bewegt den Kolben 96 α voran, und zwar sobald der Hebel 100 λ durch Anheben des Klinkenhebels 107 a aus der Raste 117 a frei wird. Das wird wie folgt erreicht: Beim Schließen des Leistungsschalters werden die Kontakte 149 und 150 geschlossen und der Kontakt 148 geöffnet. Durch das Schließen des Kontaktes 149 kommt folgender Stromkreis zustande: positiver Pol P 2, 263 a, Kontakt 149, Leitung 266, Kontakt 267, Leitung 268, Erregerspule 157 zum negativen Pol N 2, 264 a. Das Ventil 156 wird geöffnet, und Druckluft strömt durch die Rohre 152 und 153 durch das Ventil 156, das Rohr 115 a in den Entriegelungszylinder 108a. Der Hebel 107 a wird entgegen der Spannung der Feder 109 α angehoben und die Verrastung 106 a, 117 α aufgehoben, so daß die Druckluft den Kolben 96 a aus der gezeichneten Endstellung in die andere Endstellung bringen kann. Dadurch wird die Welle 273 gedreht und der Meldeschalter 324 betätigt, welcher anzeigt, daß der Leistungschalter 15 eingeschaltet ist.
Die zum Antrieb des Kolbens 96 a, 97 α notwendige Druckluft ist, wie oben erwähnt, vorhanden, weil beim Betätigen des Druckknopfes 161 durch das Schließen des Schalters 202 und 237 die Erregerspule 250 an Spannung gelegt wurde. Dadurch wurde der Ventilteller 38 angehoben, so daß Druckluft aus der Kammer 23 durch die öffnung 51, den Raum 59, die Rohrleitung 88 hinter den Kolben 96 a strömt.
Beim Öffnen des Leistungsschalters wird der Druckknopf 166 betätigt. Dadurch werden die Kontakte 206 und 204 geöffnet, die Kontakte 205 und 274 dagegen geschlossen. Durch das Schließen des Kontaktes 274 'kommt folgender Stromkreis zustande: positiver Pol P2, 263. 274, 150 am Leistungsschalter, Schnellauslöser 276 zum negativen PoIiV2, 264a (vgl. auch Fig. 2). Der Schnellauslöser spricht an und die Feder 151 kann den Leistungsschalter 15 öffnen. Durch das Schließen des Schalters 274 wird ein Stromkreis für die Erregung der Magnetspule 251 geschlossen und das Ausschaltventil 43/55 geöffnet, so daß Druckluft aus dem Raum 23 durch die öffnung 55, den Raum 63, die Rohrleitung 93 hinter den Kolben 97 α treten kann. Der Kolben 97 α/96 α wird vorwärts geschoben, sobald die Rastung zwischen der Verlängerung 106 α des Hebels 100a und der Aussparung 118α des Klinkenhebels 108 α aufgehoben ist. In der gezeichneten Stellung ist die Aussparung 118 a des Klinkenhebels 108 α durch den Klinkenhebel 107 α verdeckt. Sobald der Schalter 15 geöffnet worden ist, ist ein Stromkreis geschlossen worden, welcher die Erregerspule 158 an Spannung legt, so daß das Ventil 155 geöffnet wird und Druckluft aus der Leitung 31 durch das Rohr 152, 154, das Ventil 155, die Rohrleitung 279 in den Entriegelungszylinder 116 a strömen kann. Der Hebel 108 α wird entgegen der Spannung der Feder 110 α angehoben, so daß die Druckluft den Kolben 97 a wieder bis in die gezeichnete Endstellung drücken kann. Dadurch wird auch die Welle 273 gedreht und am Rückmelder angezeigt, daß der Leistungsschalter 15 wieder geöffnet ist.
In ähnlicher Weise laufen die Steuer- und Schaltvorgänge beim Betätigen der Druckknöpfe für die anderen Schalter bzw. beim Betätigen der Fernsteuerorgane ab, weil für die anderen Schalter Fernsteuerorgane entsprechend dem Fernsteuerorgan 229 für den Trennschalter 14 zwar nicht gezeichnet, aber ebenfalls vorgesehen sind.
Die Erfindung ist nicht an das gezeichnete und beschriebene Ausführungsbeispiel, entsprechend den F i g. 1 und 2, gebunden. Man kann ein Freigabeventil vorsehen, es entsprechend den F i g. 3 und 4 anordnen und mit Verzögerung so steuern, daß es erst nach dem Öffnen des Ein- bzw. Auslaßventils eines Schalters geöffnet wird. Das Freigabeventil 282
ίο mit einem Luftauslaß 283 ist in der Druckluftleitung 33, 32, 35, 31 angeordnet. Es wird (vgl. die Linie 318) von einem Steuerventil 284 geöffnet und geschlossen, welchem Druckluft durch die Rohrleitung 285 zugeführt wird. Das Steuerventil 284 wird elektrisch durch einen Elektromagneten betätigt, dessen Erregerspule 281 parallel zu den Erregerspulen 246 bis 255 geschaltet ist und von mehreren zusätzlichen Schließkontakten 259 bis 264 und 268 bis 271 über die Leitungen 290 bis 300 und über ein Relais 301 mit einer Verzögerungseinrichtung 302 an Spannung gelegt werden kann. Die Schließkontakte 259 bis 264 und 268 bis 271 werden von den Betätigungsstangen 169 bis 178 geschlossen bzw. geöffnet. Das Relais 301 hat einen Kontakt 272, der im Stromkreis der Erregerspule 281 liegt. Die Arbeitsweise geht aus der F i g. 4 hervor, die nur den unteren Teil des dazugehörenden Stromlaufplanes zeigt, weil der obere Teil dem oberen Teil des Stromlaufplanes nach der F i g. 2 entspricht. Soll z. B. der Trennschalter 121 eingeschaltet werden, so wird mit dem Schalter a 21E zugleich auch der Schalter 259 geschlossen und die Erregerspule 301 an Spannung gelegt. Der Kontakt 272 schließt verzögert, worauf die Erregerspule 281 Spannung erhält und das Steuerventil 284 öffnet, welches das Freigabeventil betätigt. Mit Bezug auf den Leistungsschalter 15 ist noch auf die F i g. 2 hinzuweisen, in welcher die Schließkontakte 264 und 263 an den Betätigungsstangen 173 und 174 angedeutet sind.
Ein Ausführungsbeispiel einer Kommandovollstreckungseinrichtung für den Trennschalter 121 ist in der F i g. 5 schematisch dargestellt. Sie besteht bei dem Trennschalter-Einschaltventil aus einer mechanischen Kupplung zwischen dem Anker 71 des Elektromagneten des Druckluftsteuerventils und dem Anker 179 des Elektromagneten des Hilfsrelais sowie aus einem Meldeschalterkontakt 304 mit verlängerter Kontaktfahne 304 a, welcher in den Erregerstromkreis der Erregerwicklung 246 des Magneten zur Öffnung des Druckluftsteuerventils angeordnet ist. Die Kupplung besteht aus einer Gabel oder aus einem Topf 71 α des Ankers 71, einer Dämpfungsfeder 169 b und einem Teller 169 e an der Stange 169. Das Trennschalterausschaltventil hat ebenfalls eine Kommandovollstreckungseinrichtung, deren Aufbau dem Aufbau der Kommandovollstreckungseinrichtung des Trennschalter-Einschaltventils entspricht. Der Kontakt am zugehörigen Meldeschalter ist mit 305 und dessen verlängerte Kontaktfahne ist mit 305 α bezeichnet. Die Meldeschalterkontakte 304 und 305 sind miteinander durch die Kuppelstange 306 so gekuppelt, daß in den Endstellungen einer von beiden geöffnet und der andere geschlossen ist. In der Mittelstellung zwischen diesen beiden End-Stellungen sind beide Kontakte 304 und 305 geschlossen, weil sie verlängerte Kontaktfahnen 304 a und 305 a haben. Die Mittelstellung entspricht der Störstellung des Trennschalters 121.
Diese Anordnung arbeitet wie folgt: Bei einer Betätigung, beispielsweise des Eindruckknopfes 159 durch ein Tippkommando wird der Einschaltkontakt allE geschlossen und der Schaltbefehl über den Meldeschalterkontakt 304 zur Einschaltspule 246 des Einschaltelektromagneten geführt. Das Einschaltventil 36 öffnet. Der Meldeschalter 13 wird durch den pneumatischen Rückmelder in seine Mittelstellung gebracht und verriegelt. In dieser Stellung gibt der Meldeschalter den Schaltbefehl durch, weil die Kontaktfahne 304 α an dem Meldeschalterkontakt 304 bis zur Mittelstellung verlängert ist. Der niedergedrückte Druckknopf 159 wird und die geöffneten Kontakte 191 und 180 und die geschlossenen Kontakte a 21E und 190 werden bei erregter Spule 246 vom Anker 71 in ihren Stellungen festgehalten, weil die Stange 169 mit dem Anker 71 über die Kupplung 71 a/169 c verbunden ist, so daß der Druckknopf 159 losgelassen werden kann (Tippkommando). Durch die beschriebene Selbsthaltung wird der Einschaltbefehl über den Schließkontakt α 21 £ des Druckknopfes 159 und den verlängerten Kontakt 304 a am Meldeschalterkontakt 304 so lange aufrechterhalten, bis der Trennschalter 121 seine endgültige »Einstellung« erreicht hat und der pneumatische Rückmelder den Meldeschalterkontakt 304 in die »Einstellung« umschaltet.
Durch diese Umschaltung des Rückmelders von der Mittelstellung in die »Einstellung« wird der Schalter 304 geöffnet und die Erregerwicklung 246 stromlos. Das Einschaltventil 36 wird geschlossen und dadurch die Druckluftzufuhr zum Trennschalterantrieb unterbrochen. Der unter der Wirkung der Feder 46 in seine Ausgangsstellung zurückgehende Anker 71 gestattet auch dem Druckknopf 159 mit seinen Kontakten allE, 191, 190, 189 unter Wirkung der Feder 169 a in seine Ruhestellung zurückzugehen. Der Einschaltvorgang ist damit beendet.
Bei einem elektrischen Einschaltbefehl durch Ferntätigen des »Aus«-Druckknopfes 164 der Ausschaltschriebene Einschaltvorgang in der gleichen Weise ab.
Zum Öffnen des Trennschalters 121 läuft beim Betätigen des »Aus«-Druckknopfes 164 der Ausschaltvorgang des Schalters 121 elektrisch in der beim Einschaltvorgang beschriebenen Weise entsprechend ab. Die Druckluft strömt nach dem öffnen des Ausschaltventils 41 und gleichzeitigem Schließen der Öffnung 257 durch den Teller 76 α aus der Druckluftkammer 21 durch die Öffnung 48 in die Auslaßkammer 49, die Rohrleitung 91 in den Raum 256 hinter den Kolben 97, schiebt diesen voran, bis der Hebel 100 mit seinem freien Hebelarm in die Aussparung 118 der Verriegelungsklinke 108 einrastet. Die Druckluft strömt weiter durch die Rohrleitung 136 in den Raum 134 und schiebt den Antriebskolben 127 voran. Dadurch wird der Schalter 121 geöffnet. Bei dieser Bewegung des Doppelkolbens 126, 127 entweicht die Luft aus dem Raum 132 des Antriebszylinders 125 durch die Rohrleitung 135 in den Raum 303 des Rückmeldezylinders 12 a, die Rohrleitung 86, die Einlaßkammer 47, die Öffnungen 21 b und 21 c ins Freie. Sobald der Trennschalter 121 geöffnet ist, läuft der Kolben 127 an der Öffnung der Rohrleitung 138 vorbei, so daß die Druckluft durch die Rohrleitung 138 in den Entriegelungszylinder strömt und über den Kolben 113 den Stößel 111 betätigt, so daß der Hebel 100 entriegelt wird. Jetzt kann die Druckluft den Kolben 97 weiter vorantreiben und dadurch mit Hilfe der Stange 102 die Schalter 233, 236 und 243 betätigen. Die ausgeschaltete Stellung des Schalters 121 ist durch die horizontale Lage des Schalterstellungssymbols 4 angezeigt.
Wird beim Einschalten des Sammelschienentrennschalters 121 auf die Sammelschiene 1 nach dem oben beschriebenen Beispiel während des Ablaufs des Schaltvorganges von anderer Stelle aus ein Ausschaltkommando für den Sammelschienentrennschalter 121
ίο gegeben, so wird kein Erregerstrom für die Spule 247 fließen, weil der Kontakt 189 geöffnet ist. Das Ventil 41 öffnet nicht. Durch Betätigen des Druckknopfes 164 wird aber der Einschaltkommandostromkreis durch öffnen des Schalters 194 unterbrochen. Die Spule 246 wird stromlos. Das Einschaltventil 41 schließt. Der Einschaltvorgang ist dadurch unterbrochen. Der Trennschalter 121 bleibt in seiner Störstellung stehen.
Sollte während des Ablaufes des Einschaltvorgan-
ao ges für den Trennschalter 121 zur Anschaltung des Abzweiges 3 an die Sammelschiene 1 ein Einschaltkommando für den Trennschalter 5 zur Anschaltung des Abzweiges 3 an die Sammelschiene 2, z. B. durch Betätigen eines Fernsteuerschalters, gegeben werden, so wird der Einschaltstromkreis durch öffnen des Schalters 197 unterbrochen und der Trennschalter 121 in seiner Störstellung stehenbleiben. Der in der Störstellung stehende Trennschalter 121 kann in die »Ein«- oder »Aus«-Stellung gebracht werden, indem entweder der »Ein«-Knopf 159 oder der »Aus«- Knopf 164 erneut betätigt wird.
Die für die Kommandovollstreckungseinrichtungen bei den anderen Hochspannungsschaltern erforderlichen Schalter sind mit 277 bis 280 und 286 bis 289 beziffert.
Die F i g. 6 zeigt eine getrennte Anordnung eines Steuerventilblocks 9, eines Hilfsventilblocks 11 und einzelner Steuertafeln 313/229 bis 325/229 c und 321. Am Steuerventilblock 9 sind die Rückmeldeeinrichtungen 320 unmittelbar angeflanscht. Die Blöcke 9, ' 11 und die Steuertafeln 313/229 bis 325/229 c sind nur durch elektrische Leitungen 309 bis 312 verbunden. Rohrleitungen zur Verbindung der Blöcke 9 und 11 bzw. des Blockes 11 mit den Steuertafeln 313/229 bis 325/229 c sind nicht erforderlich. In Richtung des Pfeiles 319 gehen die Druckluftverbindungsrohre ab, welche zu den Antriebszylindern der einzelnen Hochspannungsschaltern führen.
Die Fig. 7 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Anordnungs- bzw. Schaltungsmöglichkeit der einzelnen Teile des Druckluftsteuergerätes. Die die Kette Kl bildenden Schalter der Trennschalter 4,5,7 und 8 sind in zwei parallele Zweige aufgeteilt, und zwar in der Weise, daß der eine Zweig aus den sammelschienenseitigen Trennerkettenteilen «21, all und der andere Zweig aus den abgangsseitigen Trennerkettenteilen 4 23, a 24 zusammengesetzt ist. In Reihe mit diesen Parallelzweigen liegt die Kette al des Leistungsschalters. Durch diese Maßnahme wird der Vorteil erreicht, daß ein Sammelschienentrennschalter und ein abzweigseitiger Trenner gleichzeitig betätigt werden können und daß die Verriegelungen der Sammelschienentrenner gegenseitig und gegen den Leistungsschalter und die Verriegelung des Ausgangstrenners gegen den Leistungsschalter und gegen den Erdungstrenner aufrechterhalten bleiben.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist es, daß die Druckluft nur als Antriebsmittel für die Hoch-
Spannungsschalter und nur zur Schalterstellungsrückmeldung benutzt und daß die Verriegelungsschaltung von der Antriebsart der Hochspannungsschaltgeräte unabhängig ist. Es können daher an Stelle von den Schaltelementen mit bewegten Schaltgliedern auch solche ohne bewegte Schaltglieder also z. B. Transistoren, Gleichrichter oder sonstige Halbleitersteuergeräte verwendet werden.
Die Verriegelungsschaltung gemäß der Erfindung bietet ferner die Möglichkeit, die verschiedenen Netze mit verschiedenen Spannungen, z. B. mit Normalspannungen von 110, 220/380, 440 oder auch mit geringeren Hilfsspannungen, z. B. 24, 48 oder 60 Volt, zu betreiben. Werden die Fernsteuerstromkreise mit einer Hilfsspannung betrieben, vgl. in Fig. 2 das Netz 230P, 230N, so bleibt bei Ausfall der Hilfsspannung der Schaltfehlerschutz aber voll erhalten.
Ein besonderer Vorteil des Druckluftsteuergerätes nach der Erfindung besteht noch darin, daß es einfach aufgebaut ist und für höhere Betriebsdrücke, also über 5 atü, verwendet werden kann. Dadurch ergeben sich geringere Druckluftrohrleitungsquerschnitte und ein schnelleres Arbeiten der Steuerung.
Wesentlich für die Erfindung ist es auch, daß für jeden sammelschienenseitigen und für den abgangseitigen Trennschalter ein Meldeschalter mit Verriegelungskontakten vorgesehen ist, die eine Verriegelungskette zur Erfassung der Störstellungen der Trennschalter bilden. Dabei ist diese Verriegelungskette in Reihe mit dem »Ein«-Kommandoorgan des Leistungsschalters geschaltet.

Claims (17)

Patentansprüche:
1. Verriegelungseinrichtung für mehrere miteinander zusammenarbeitende, in bestimmter Reihenfolge zu betätigende, durch Druckluft angetriebene elektrische Schalter, mit Druckluftsteuerventilen zur Steuerung der Druckluftzufuhr zu den Druckluftantrieben der Schalter, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Druckluftsteuerventil [Drucklufteinschalt- (36 bis 40) bzw. Druckluftausschaltventil (41 bis 45)] je ein elektrischer öffner (71 bis 80) und je ein Hilfsrelais (179 bis 184) mit mehreren Kontakten (189 bis 218) zugeordnet sind und daß die Kontakte (189 bis 218) aller Hilfsrelais (179 bis 184) eine Kontaktgliederkette (Kl) bilden, welche vor Abgabe eines Öffnungsstromimpulses an einem Öffner eines Druckluftsteuerventils die Zulässigkeit der Ausführung der beabsichtigten Schalthandlung prüft.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrische Öffner Elektromagneten verwendet sind und daß der Erregerstromkreis jedes Elektromagneten über einen Schließkontakt {altE, allA usw.) des zu dem Druckluftsteuerventil gehörenden Hilfsrelais (179) geführt ist.
3. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftsteuerventile dauernd mit Druckluft beaufschlagt sind.
4. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftsteuerventile nur bei einer Kommandogabe mit Druckluft beaufschlagt sind.
5. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Freigabeventil angeordnet ist, welches elektrisch angetrieben und von den Kontaktgliedern der Verriegelungskette gesteuert ist.
6. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb des Freigabeventils ein Elektromagnet vorgesehen ist, dessen Erregerspule bei Betätigung des Freigabeventils jeweils zu der Erregerspule des Elektromagneten geschaltet ist, welcher zu dem zu betätigenden Druckluftsteuerventil gehört.
7. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verzögerungseinrichtung für ein verzögertes Ansprechen des Freigabeventils vorgesehen ist.
8.Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß alle Druckluftsteuerventile mit ihren elektrischen Antrieben zu einem Steuerventilblock und alle Hilfsrelais mit den Organen der elektrischen Verriegelungsketten zu einem Hilfsrelaisblock zusammengefaßt und daß der Steuerventilblock und der Hilfsrelaisblock nur durch elektrische Leitungen miteinander verbunden sind.
9. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die mechanischen Vor-Ort-Kommandoorgane (Druckknöpfe 159 bis 168) durch eine Fernsteuerkommandotafel ersetzt sind.
10. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Antriebe für die Druckluftsteuerventile mit Normalspannung, 220/380 Volt, die Relais- und Druckknopffernsteuerstromkreise aber mit niedrigerer Hilfsspannung (60, 48 oder 24VoIt) betrieben werden.
11. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kontaktgliederverriegelungskette bildenden Schalter der Trennschalter in zwei zueinander parallele Zweige aufgeteilt sind, daß in Reihe mit diesen Parallelzweigen die Kontaktgliederverriegelungskette des Leistungsschalters liegt.
12. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der eine der beiden Parallelzweige als sammelschienenseitiger Trennerkettenteil ausgebildet ist und die Kontakte der sammelschienenseitigen Trenner enthält und der andere Parallelzweig als abgangsseitiger Trennerkettenteil ausgebildet ist und die Kontakte der abzweigseitigen Trenner enthält (Fig. 6).
13. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Druckluftsteuerventil eine Kommandovollstreckungseinrichtung angeordnet ist.
14. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommandovollstreckungseinrichtung aus einer mechanischen Kupplung zwischen dem Anker des Druckluftsteuerventil-Öffnungsmagneten und dem Anker des Hilf srelaismagneten und einem Meldeschalterkontakt mit verlängerter Kontaktfahne besteht und daß die mechanische Kupplung nur bei geöffnetem Druckluftsteuerventil in Tätigkeit tritt.
15. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft nur zu Antriebszwecken bei den elektrischen Schaltern und den Rückmeldeeinrichtungen benutzt ist.
16. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden sammelschienenseitigen (4, 5) und für den abgangseitigen Trennschalter (7) ein Meldeschalter (13) mit Verriegelungskontakten (231 bis 236) vorgesehen ist, die eine Verriegelungskette (K 2) zur Erfassung
der Störstellungen der Trennschalter bilden (F i g. 1 und 2).
17. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß diese Verriegelungskette (K2) in Reihe mit dem Einkommandoorgan (237) des Leistungsschalters (15) geschaltet ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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