-
Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms eines elektrischen Vielfachmeßgerätes
Die Aufgabe, auf einfache Weise eine Anzahl von Zuleitungen in einer bestimmten
Kombination auf eine Anzahl Ableitungen zu schalten, stellt sich in der Elektrotechnik
in zahlreichen Zusammenhängen, insbesondere bei Rechen- und Buchungsmaschinen, bei
Fehlersuchgeräten, in der Nachrichtentechnik und schließlich in der Meßtechnik,
wo es wie z. B. bei Serienkontrollversuchen mehrere Meßstellen auf mehrere Meßwerke
bzw. Verstärkerkanäle unterschiedlicher Charakteristik umzuschalten gilt. Eine solche
Umschaltung ist beispielsweise erforderlich, wenn die Meßimpulse mit Meßwerken verschiedenen
Frequenzganges registriert werden sollen. Gibt man sowohl den von den Meßstellen
kommenden Zuleitungen als auch den Anschlüssen der Meßwerke bzw. der Verstärkerkanäle
laufende Nummern, so handelt es sich bei dem Gegenstand der Erfindung um die Wahl
einer bestimmten Nummernkombination. Ist die Anzahl der Meßstellen z. B. m, die
Anzahl der Meßwerke bzw. Verstärkerkanäle n, so gibt es insgesamt m n Kreuzungspunkte.
Ist die Zahl in gleich der Zahl n, so gibt es insgesamt m! Schaltkombinanationen.
Ist m größer als n, so ist die Zahl der Schaltkombinationen
und, falls n größer als m ist,
sofern alle Meßstellen und alle Meßwerke ausgenutzt werden. Bleibt die eine oder
die andere Meßstelle bzw. das eine oder das andere Meßwerk unausgenutzt, so gibt
es noch weitere Schaltkombinationen. Deren Anzahl wächst also sehr schnell mit der
Anzahl der angeschlossenen Meßstellen und der zur Verfügung stehenden Meßwerke bzw.
-
Verstärkerkanäle.
-
Ein bewährtes Bauelement zur Durchführung solcher Schaltaufgaben
ist der sogenannte Kreuzschienenverteiler, der bisher entweder in das Gerät fest
eingebaut oder auswechselbar ausgebildet war. Ein Kreuzschienenverteiler besteht
in der bekannten Bauform aus zwei in verschiedenen Ebenen angeordneten, sich kreuzenden
Gruppen von Metallschienen, welche in den Kreuzungspunkten fluchtend durchbohrt
sind, so daß ein vorzugsweise im Durchmesser elastischer Stecker beim Einführen
in diese Bohrung eine leitende Verbindung zwischen beiden Schienen herstellt.
-
Mit vorliegender Erfindung soll nun einer vor allem bei Elektro-Encephalographen
sich stellenden Forderung genügt werden, raschestens aus den vielerlei möglichen
Meßprogrammen ein bestimmtes Programm einschalten zu können. Bei bekannten Koordinatenwählern
für solche Elektro-Encephalographen mußte dazu erst eine entsprechende Pro-
grammkarte
in das Gerät eingesteckt werden, was umständlich war und zu Verwechslungen führen
konnte. Einige bekannte Typen von Encephalographen sind z. B. mit acht Meßkanälen
in Gegentaktschaltung und mit sechzehn Ableitungselektroden ausgestattet; es ergeben
sich dann 16 16, also 256 Kreuzungspunkte, aus welchen sich die ungeheuer große
Zahl von 16! möglichen Meßprogrammen, das sind 2,09-10tS Verteilerschaltungen zusammenstellen
ließe. Praktisch kann man daraus nur eine begrenzte Anzahl von in Betracht kommenden
Programmen je nach dem diagnostischen Ziel auswählen. Nach der Erfahrung werden
einige Standardprogramme immer wieder benötigt. Ferner erniedrigt sich bei praktischen
Geräten diese Zahl deshalb meist sehr erheblich, weil nicht alle Meßwerke bzw.
-
Verstärkerkanäle immer verschiedene Charakteristik zu haben brauchen.
-
Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms
eines elektrischen Vielfachmeßgerätes, insbesondere eines Elektro-Encephalographen,
mit einer Mehrzahl von Meßstellenanschlüssen einerseits und von Meßwerken oder Verstärkerkanälen
andererseits, wobei zur Durchführung eines Meßvorhabens nach einem auszuwählenden
bestimmten Programm mittels einer an sich bekannten, in das Gerät einsetzbaren Programmumschaltvorrichtung,
z. B. in Form eines Kreuzschienenverteilers, elektrische Verbindungen zwischen je
einem Verstärkerkanal und je einem Meßstellenanschluß herzustellen sind.
-
Die Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß aus den möglichen Verbindungen zwischen den Meßstellenanschlüssen
und den Meßwerken oder Verstärkerkanälen mehrere, wenigstens hinsichtlich je einer
Verbindung sich unterscheidende Gruppen gebildet
und für jede Gruppe
die zugehörigen Programmumschaltvorrichtungen zu einem in das Meßgerät einsetzbaren
Register zusammengefaßt sind, so daß durch Betätigung einer Programmumschaltvorrichtung
dieses Registers die Durchschaltung für das zugeordnete Meßprogramm zwischen den
Meßstellen und den Meßwerken oder Verstärkerkanälen in an sich bekannter Weise gleichzeitig
hergestellt werden.
-
Die Programmumschaltvorrichtungen können, wie gesagt, als Kreuzschienenverteiler
und in Form von Programmkarten ausgebildet sein. Der Grundgedanke der Erfindung
besteht also hauptsächlich in der Verwendung austauschbarer Register, die aus mehreren
für ein Meßprogramm einzeln auswählbaren Programmumschaltvorrichtungen zusammengesetzt
sind.
-
Diese können die Form von Kreuzschienenverteilem und von Programmkarten
besitzen.
-
Die Erfindung führt demnach über den Stand der Technik hinaus; denn
es sind zwar vielfach Meßgeräte bekannt, die mehrere Anschlüsse für Meßstellen und
Meßwerke und außerdem eine Umschaltvorrichtung besitzen und wobei zwischen Meßstellen
und Anzeigemeßwerk eine Umschaltvorrichtung auf Grund der inneren Verdrahtung und
Bestückung mit Meßwiderständen in vorgegebener Bemessung selbsttätig dafür dient,
daß eine Umschaltung auf Stromart und Meßbereich nach Wunsch möglich ist. Die Zur
am menfassung mehrerer Umschaltvorrichtungen zu einem Register wurde aber dadurch
nicht nahegelegt.
-
Mit dem erfindungsgemäßen Register können andere Organe, z. B. die
Bedienungsgriffe, die Halterungs- und Führungsmittel für die Programmkarten, die
Rückstellvorrichtung für jede Programmkarte und schließlich selbst die über die
gesamte Registerhöhe reichenden Anschlüsse für Meßstellen und Meßwerke zu einer
in das Gerät einschiebbaren oder an dasselbe anschaltbaren Baueinheit vereinigt
sein.
-
Zur näheren Erläuterung des Erfindungsgedankens werden zweckmäßig
Figuren herangezogen. Es zeigt Fig. 1 die wesentlichen Teile eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Programmregisters im Querschnitt und einen als Programmkarte bezeichneten
Kreuzschienenverteiler in Aufsicht, F i g. 2 einen Abschnitt einer einzelnen Programmkarte
anderer Ausbildung in Aufsicht, Fig. 3 schematisch und in Aufsicht eine Programmkarte
einer anderen Ausbildung mit einer Gruppe von abgewinkelten, leitenden Metalischienen,
F i g. 4 eine Programmkarte im Querschnitt, Fig. 5 die Anordnung eines erfindungsgemäßen
Programmregisters schematisch im Längsschnitt, F i g. 6 schematisch einen Längsschnitt
durch einen Teil eines Programmregisters mit zwei Reihen Drucktasten, F i g. 7 schematisch
ein drehbares Einschubregister mit büschelartiger Anordnung der Programmkarten.
-
Ein Kreuzschienenverteiler oder eine Programmkarte 1, 21, 31 für
ein erfindungsgemäßes Programmregister kennzeichnet sich im allgemeinen dadurch
aus, daß sie aus Isolierstoff bestehen und sowohl auf ihrer Oberseite als auch auf
ihrer Unterseite je eine Gruppe von parallelen Schienen oder Streifen 2, 22, 32
bzw. 3, 23, 33 aus einem gut leitenden, gegen mechanischen Verschleiß und chemische
Korrosion widerstandsfähigen Werkstoff, vorzugsweise aus Metall oder auch aus einem
leitenden Lack oder aus einem leitenden Farbanstrich aufweisen. Die eine Gruppe
dieser Streifen 2, 22, 23 ist den Meßstellen
bzw. bei Encephalographen den Ableitungselektroden
6 a, die andere Gruppe den Meßwerken bzw. Verstärkerkanälen 5 a zugeordnet. Die
beiden Gruppen von Streifen kreuzen sich gegenseitig; zur Herstellung einer leitenden
Verbindung gemäß der von der Programmkarte 1, 21, 31 herzustellenden Schaltkombination
sind an den Kreuzungspunkten der Streifen der Oberseite mit denjenigen der Unterseite
Durchbrüche 4, 24, 34 zur Aufnahme von durchsteckbaren, vor dem Einschieben der
Karten in das Register anzubringenden Schrauben, Stiften, Nieten oder anderen solcher
Kontaktmittel 4 a, 24 a, 34 a vorgesehen.
-
Wie Fig. 5 zeigt, liegen mehrere solcher Programmkarten in einem
Register 18 mit Abstand und vorzugsweise parallel übereinander. Das Meßgerät, z.
B. ein Encephalograph 16, hat dazu beispielsweise eine Einschuböffnung 16 a möglichst
in solcher Anordnung, daß eine bequemeBedienung und Kontrolle des Registers möglich
ist, z. B. indem es in oder an einer Schrägwand an der Bedienungsseite des Gerätes
sitzt.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform haben die Programmkarten rechteckigen
Umriß und werden so angeordnet, daß bei Einschalten einer Karte durch Vorschub in
diagonaler Richtung die beiden Gruppen leitender Streifen 2, 3 mit Anschlüssen 6,
5, die ebenfalls in zwei Gruppen aufgeteilt sind und die Form von Stäben, Stangen,
Streifen oder Schienen haben können und einzeln den Kontaktschuhen 2 a, 3 a der
leitenden Metallstreifen zugeordnet sind, in Berührung gebracht werden.
-
Zu dieser Bedienungsart ist das Programmregister mit einem Satz von
Bedienungsgriffen7, vorzugsweise gemäß Fig. 1 und 5 mit einem Satz von Drucktasten
7 a ausgestattet, mit welchem eine einzelne beliebige Karte in diagonaler Richtung
eingeschoben und mit den Anschlüssen der Meßstellen 6 a bzw.
-
Meßwerke oder Verstärkerkanäle 5 a in Berührung gebracht werden kann.
Zweckmäßig hat jede einzelne Drucktaste 7 a eine Verriegelungs- und Entriegelungsvorrichtung
7 b, so daß bei Eindrücken einer Drucktaste 7 a die vorher eingedrückte Drucktaste
herausspringt und die ihr zugeordnete Programmkarte selbsttätig mittels eines Rückstellers
14, 14 a wieder herausgeschoben und ihre Verbindung mit den Anschlüssen gelöst wird.
Zur Entriegelung läßt sich auch eine besondere zusätzliche Drucktaste vorsehen.
Für die einzelnen Programmkarten sind Halterungsmittel und Führungsmittel 8, 9 a,
9 b, 15 und Vorschubbegrenzer 15 a, 15 b vorgesehen. Die Halterung 8 steht mit der
Drucktaste 7 a in Verbindung.
-
Zum Auswechseln der einzelnen Programmkarten können einzelne Teile
der Halterungs- und der Führungsmittel und die Frontplatte 10 des Registers 18 um
Gelenke 9c und 10a schwenkbar angeordnet sein. Die Frontplatte 10 trägt zweckmäßig
jeder Drucktaste zugeordnet ein Bezeichnungsschild 11.
-
Auch auf der Programmkarte 1 wird zweckmäßig ein Beschriftungsfeld
12 angebracht. Zur Handhabung der Programmkarte dient beispielsweise eine hervorstehende
Lascheia.
-
Zur Halterung und Stapelung der Programmkarten im Einschubregister
ist dieses beispielsweise als Rahmen oder Gerüst ausgebildet, von welchen die Frontplatte
10, die Halterung 10 a für den Tastensatz 7, die Führungsleisten 9 a, 9b und die
rückseitige Unterstützung 15, 15 a Teile bilden können. Die rückseitige Stütze 15
ist in der gezeigten Ausführungsform aus
einem Winkelprofil gebildet,
in dem für jede Programmkarte 1 des Einschubregisters 18 ein Schlitz 15 c eingearbeitet
ist, in welchen die geräteseitige Ecke der betreffenden Programmkarte 1 eingesch
ben wird. Die Einschubweite wird dadurch auch begrenzt. Zweckmäßig greift an dieser
Stelle auch die selbsttätige Rückstellvorrichtung 13, 14, 14 a für die Programmkarten
an. Sie besteht beispielsweise aus einer U-förmigen Schiene 13, die sich in der
Stapelrichtung der Programmkarten erstreckt und das Lager für die einzelnen Rückstellfedern
14 a sowie die Führung für die Rückstellnocken 14 bildet, von welchen Teilen jeder
Programmkarte je eine Rückstellfeder und ein Rückstellnocken zugeordnet ist.
-
Mit dem Einschubrahmen des Registers können außer der Frontplatte,
der Tastenhalterung und den Führungsleisten 9a, 9b auch andere Organe, z. B. der
Tastensatz 7 einschließlich der Tastenverriegelung 7 b, die Stütze 15, 15 a, die
Rückstellvorrichtung 13, 14, 14a und schließlich sogar die Anschlüsse 5 und 6 zu
einer einschiebbaren Baueinheit vereinigt sein. Falls zu dieser Baueinheit auch
die Anschlüsse 5 und 6 gehören, sind an den rückseitigen Wandungsteilen des Einschubraumes
des Gerätes 16 für jede angeschlossene Meßstelle 6 a und für jedes angeschlossene
Meßwerk bzw. für jeden angeschlossenen Verstärkerkanal 5 a zusätzliche Anschlußkontakte
fest im Gerät anzubringen, mit welchen sofort beim Einschub des Registers 18 die
in der Stapelrichtung sich erstreckenden Anschlüsse 6 und 5 fest in Berührung kommen.
Dazu ist zweckmäßig das Register 16 mit einer an den Wandungen des Einschubraumes
16 a oder am Register angebrachten Sperre ausgestattet, die letzteres in der betriebsbereiten
Stellung hält, sobald es eingeschoben ist.
-
Die leitenden Streifen 2, 3 bzw. 22, 23 oder 32, 33 enden an den
Kanten des Isolierstoffträgers in Kontaktschuhen 2 a, 3 a bzw. 22 a, 23 a und 32
a, 33 a, die z. B. auch durch Umbiegen der über die Kanten der Programmkarte hervorragenden
Enden der Leiterstreifen gebildet werden können. Eine sogenannte »gedruckte« oder
»geätzte« Ausbildung der leitenden Metallstreifen auf der Ober- und Unterseite der
Programmkarten kann empfehlenswert sein. Unter Umständen kann man die Kontaktschuhe
in der Weise erhalten, daß ein schmaler Streifen des Isoliermaterials an den Kartenrändern
abgetragen wird und dann die frei werdenden Enden der Leiterstreifen umgebogen werden.
-
Bei der Ausbildung nach F i g. 1 ist die Programmkarte für einen
diagonalen Vorschub bei der Einschaltung ausgebildet, so daß die an den beiden vorderen
Kanten der Programmkarte liegenden Kontaktschuhe 2a, 3 a gleichzeitig in Berührung
mit den gegenüberliegenden Anschlüssen 5, 6 gelangen.
-
Beispielsweise führt die Gruppe der Anschlüsse 6 zu den Meßstellen
6 a, die Gruppe der Anschlüsse 5 zu den Meßwerken bzw. Verstärkerkanälen 5 a des
Gerätes.
-
Für einen kantenparallelen Vorschub der Programmkarte zeigt die F
i g. 2 eine geeignete Ausführung. Dabei muß jeder Anschluß stab 6 der Gruppe, welche
sich parallel zur Vorschubrichtung an einer Kartenkante erstreckt, für jede Programmkarte
eine eigene Kontaktfeder 26 a tragen, die im ausgeschalteten Zustand zwischen den
leitenden Streifen 22 liegen, während sie beim Einschalten der Karte auf die Kontaktschuhe
22 a gleiten. Die andere Gruppe von
Kontaktschienen 23 hat Kontaktschuhe 23 a wie
nach Fig. 1.
-
Ein kantenparalleler Vorschub ist auch bei einer gemäß F i g. 3 ausgebildeten
Programmkarte möglich.
-
Dabei ist eine Gruppe von leitenden Streifen 32 abgewinkelt, so daß
die Kontaktschuhe beider Gruppen an einer einzigen, nämlich der vorderen Kartenkante
liegen können.
-
Die beschriebenen Ausführungen erreichen die Kontaktgabe durch eine
geradlinige Vorschubbewegung entweder in diagonaler Richtung oder parallel zu einer
Kante der Programmkarte. Der Erfindungsgedanke läßt sich indessen auch mit runden
Programmkarten verwirklichen, z. B. in der Weise, daß sich die beiden Gruppen der
leitenden Streifen auf der Ober- und Unterseite der Programmkarte zwar wieder senkrecht
kreuzen, die Kontaktschuhe aber am Rand von zwei verschiedenen Sektorteilen der
Karte liegen. Die Anschlußkontakte müssen dann Kontaktfedern ähnlich wie nach Fig.
2 tragen, so daß durch eine kurze Drehbewegung beide Gruppen von Kontaktschuhen
in Berührung mit den über sie greifenden Kontaktfedern der Anschlüsse kommen.
-
Eine weitere Ausführungsform des Registers kann gemäß Fig. 7 in der
Weise erhalten werden, daß rechteckige Programmkarten, z. B. in der Ausbildung gemäß
Fig. 3 mit einer nicht kontaktierten Kante büschelartig auf einer drehbaren, parallel
zu den Karten verlaufenden Schaltwelle 27 befestigt werden.
-
Die Einschaltung einer bestimmten Karte erfolgt durch Drehen um einen
Winkelbereich, der je nach der einzelnen Karte verschieden ist. Dabei kommt die
einzuschaltende Karte an den Kontaktschuhen mit Kontaktfedern der Anschlüsse der
Meßstellen und der Meß- bzw. Verstärkerkanäle in leitende Berührung. Der Vorteil
eines solchen Drehregisters besteht darin, daß nur ein einziger an der gemeinsamen
Registerwelle sitzender Bedienungsgriff vorhanden sein muß.
-
Zur Herstellung der leitenden Verbindung je einer Verteilerschiene
der einen Kartenseite mit je einer Schiene der anderen Kartenseite werden an den
Kreuzungspunkten 4, 24, 34 Kontaktmittel 4 a, 24 a, 34 a, z. B. in Form von Spreizsteckern
oder mit Anzugswirkung, wie Schrauben, Niete, eingesteckt bzw. eingesetzt.
-
Da die Programmkarten ziemlich dicht übereinandergestapelt werden
können, während die Bedienungstasten eine gewisse Größe nicht unterschreiten dürfen,
werden letztere zweckmäßig der Reihe nach abwechselnd in zwei oder mehr Gruppen
17 a und 17 b nebeneinander angeordnet, wie F i g. 6 mit einem Ausführungsbeispiel
zeigt.
-
Ein Programmregister wird größenmäßig beispielsweise zur Aufnahme
von wenigstens zwei oder drei, vorzugsweise von acht bis zehn Programmkarten ausgebildet,
so daß Standardprogramme sofort zur Verfügung stehen. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens
können mehrere solcher Register mit einer bestimmten Anzahl von Programmkarten vorbereitet
und zweckmäßig zu einem Registersatz in fester Ordnung bereitgehalten sein, so daß
auch der Austausch der Register je nach einer besonderen vorliegenden diagnostischen
Aufgabe nur wenige Handgriffe erfordert und verwechselungssicher ist. Die diagnostische
Technik wird dadurch wesentlich verbessert.
-
Die Register können auch Programmkarten umfassen, die mehrere Eingänge
oder Ausgänge parallel
schalten oder alle Eingänge und/oder Ausgänge
erden. Eine oder mehrere Karten des Registers können auch derart ausgelegt sein,
daß nach Art eines Vielfachumschalters alle Eingänge und Ausgänge z. B. über flexible
Leitungen abgegriffen und auf weitere Schaltungsgruppen, z. B. Buchsenleisten, umgeschaltet
werden.