DE1228811B - Vorrichtung zum Wechseln des Messprogramms eines elektrischen Vielfachmessgeraetes - Google Patents

Vorrichtung zum Wechseln des Messprogramms eines elektrischen Vielfachmessgeraetes

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DE1228811B
DE1228811B DEH36943A DEH0036943A DE1228811B DE 1228811 B DE1228811 B DE 1228811B DE H36943 A DEH36943 A DE H36943A DE H0036943 A DEH0036943 A DE H0036943A DE 1228811 B DE1228811 B DE 1228811B
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Fritz Hellige und Co GmbH
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Fritz Hellige und Co GmbH
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/12Circuits for multi-testers, i.e. multimeters, e.g. for measuring voltage, current, or impedance at will

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  • Measurement And Recording Of Electrical Phenomena And Electrical Characteristics Of The Living Body (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms eines elektrischen Vielfachmeßgerätes Die Aufgabe, auf einfache Weise eine Anzahl von Zuleitungen in einer bestimmten Kombination auf eine Anzahl Ableitungen zu schalten, stellt sich in der Elektrotechnik in zahlreichen Zusammenhängen, insbesondere bei Rechen- und Buchungsmaschinen, bei Fehlersuchgeräten, in der Nachrichtentechnik und schließlich in der Meßtechnik, wo es wie z. B. bei Serienkontrollversuchen mehrere Meßstellen auf mehrere Meßwerke bzw. Verstärkerkanäle unterschiedlicher Charakteristik umzuschalten gilt. Eine solche Umschaltung ist beispielsweise erforderlich, wenn die Meßimpulse mit Meßwerken verschiedenen Frequenzganges registriert werden sollen. Gibt man sowohl den von den Meßstellen kommenden Zuleitungen als auch den Anschlüssen der Meßwerke bzw. der Verstärkerkanäle laufende Nummern, so handelt es sich bei dem Gegenstand der Erfindung um die Wahl einer bestimmten Nummernkombination. Ist die Anzahl der Meßstellen z. B. m, die Anzahl der Meßwerke bzw. Verstärkerkanäle n, so gibt es insgesamt m n Kreuzungspunkte. Ist die Zahl in gleich der Zahl n, so gibt es insgesamt m! Schaltkombinanationen. Ist m größer als n, so ist die Zahl der Schaltkombinationen und, falls n größer als m ist, sofern alle Meßstellen und alle Meßwerke ausgenutzt werden. Bleibt die eine oder die andere Meßstelle bzw. das eine oder das andere Meßwerk unausgenutzt, so gibt es noch weitere Schaltkombinationen. Deren Anzahl wächst also sehr schnell mit der Anzahl der angeschlossenen Meßstellen und der zur Verfügung stehenden Meßwerke bzw.
  • Verstärkerkanäle.
  • Ein bewährtes Bauelement zur Durchführung solcher Schaltaufgaben ist der sogenannte Kreuzschienenverteiler, der bisher entweder in das Gerät fest eingebaut oder auswechselbar ausgebildet war. Ein Kreuzschienenverteiler besteht in der bekannten Bauform aus zwei in verschiedenen Ebenen angeordneten, sich kreuzenden Gruppen von Metallschienen, welche in den Kreuzungspunkten fluchtend durchbohrt sind, so daß ein vorzugsweise im Durchmesser elastischer Stecker beim Einführen in diese Bohrung eine leitende Verbindung zwischen beiden Schienen herstellt.
  • Mit vorliegender Erfindung soll nun einer vor allem bei Elektro-Encephalographen sich stellenden Forderung genügt werden, raschestens aus den vielerlei möglichen Meßprogrammen ein bestimmtes Programm einschalten zu können. Bei bekannten Koordinatenwählern für solche Elektro-Encephalographen mußte dazu erst eine entsprechende Pro- grammkarte in das Gerät eingesteckt werden, was umständlich war und zu Verwechslungen führen konnte. Einige bekannte Typen von Encephalographen sind z. B. mit acht Meßkanälen in Gegentaktschaltung und mit sechzehn Ableitungselektroden ausgestattet; es ergeben sich dann 16 16, also 256 Kreuzungspunkte, aus welchen sich die ungeheuer große Zahl von 16! möglichen Meßprogrammen, das sind 2,09-10tS Verteilerschaltungen zusammenstellen ließe. Praktisch kann man daraus nur eine begrenzte Anzahl von in Betracht kommenden Programmen je nach dem diagnostischen Ziel auswählen. Nach der Erfahrung werden einige Standardprogramme immer wieder benötigt. Ferner erniedrigt sich bei praktischen Geräten diese Zahl deshalb meist sehr erheblich, weil nicht alle Meßwerke bzw.
  • Verstärkerkanäle immer verschiedene Charakteristik zu haben brauchen.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms eines elektrischen Vielfachmeßgerätes, insbesondere eines Elektro-Encephalographen, mit einer Mehrzahl von Meßstellenanschlüssen einerseits und von Meßwerken oder Verstärkerkanälen andererseits, wobei zur Durchführung eines Meßvorhabens nach einem auszuwählenden bestimmten Programm mittels einer an sich bekannten, in das Gerät einsetzbaren Programmumschaltvorrichtung, z. B. in Form eines Kreuzschienenverteilers, elektrische Verbindungen zwischen je einem Verstärkerkanal und je einem Meßstellenanschluß herzustellen sind.
  • Die Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß aus den möglichen Verbindungen zwischen den Meßstellenanschlüssen und den Meßwerken oder Verstärkerkanälen mehrere, wenigstens hinsichtlich je einer Verbindung sich unterscheidende Gruppen gebildet und für jede Gruppe die zugehörigen Programmumschaltvorrichtungen zu einem in das Meßgerät einsetzbaren Register zusammengefaßt sind, so daß durch Betätigung einer Programmumschaltvorrichtung dieses Registers die Durchschaltung für das zugeordnete Meßprogramm zwischen den Meßstellen und den Meßwerken oder Verstärkerkanälen in an sich bekannter Weise gleichzeitig hergestellt werden.
  • Die Programmumschaltvorrichtungen können, wie gesagt, als Kreuzschienenverteiler und in Form von Programmkarten ausgebildet sein. Der Grundgedanke der Erfindung besteht also hauptsächlich in der Verwendung austauschbarer Register, die aus mehreren für ein Meßprogramm einzeln auswählbaren Programmumschaltvorrichtungen zusammengesetzt sind.
  • Diese können die Form von Kreuzschienenverteilem und von Programmkarten besitzen.
  • Die Erfindung führt demnach über den Stand der Technik hinaus; denn es sind zwar vielfach Meßgeräte bekannt, die mehrere Anschlüsse für Meßstellen und Meßwerke und außerdem eine Umschaltvorrichtung besitzen und wobei zwischen Meßstellen und Anzeigemeßwerk eine Umschaltvorrichtung auf Grund der inneren Verdrahtung und Bestückung mit Meßwiderständen in vorgegebener Bemessung selbsttätig dafür dient, daß eine Umschaltung auf Stromart und Meßbereich nach Wunsch möglich ist. Die Zur am menfassung mehrerer Umschaltvorrichtungen zu einem Register wurde aber dadurch nicht nahegelegt.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Register können andere Organe, z. B. die Bedienungsgriffe, die Halterungs- und Führungsmittel für die Programmkarten, die Rückstellvorrichtung für jede Programmkarte und schließlich selbst die über die gesamte Registerhöhe reichenden Anschlüsse für Meßstellen und Meßwerke zu einer in das Gerät einschiebbaren oder an dasselbe anschaltbaren Baueinheit vereinigt sein.
  • Zur näheren Erläuterung des Erfindungsgedankens werden zweckmäßig Figuren herangezogen. Es zeigt Fig. 1 die wesentlichen Teile eines erfindungsgemäß ausgebildeten Programmregisters im Querschnitt und einen als Programmkarte bezeichneten Kreuzschienenverteiler in Aufsicht, F i g. 2 einen Abschnitt einer einzelnen Programmkarte anderer Ausbildung in Aufsicht, Fig. 3 schematisch und in Aufsicht eine Programmkarte einer anderen Ausbildung mit einer Gruppe von abgewinkelten, leitenden Metalischienen, F i g. 4 eine Programmkarte im Querschnitt, Fig. 5 die Anordnung eines erfindungsgemäßen Programmregisters schematisch im Längsschnitt, F i g. 6 schematisch einen Längsschnitt durch einen Teil eines Programmregisters mit zwei Reihen Drucktasten, F i g. 7 schematisch ein drehbares Einschubregister mit büschelartiger Anordnung der Programmkarten.
  • Ein Kreuzschienenverteiler oder eine Programmkarte 1, 21, 31 für ein erfindungsgemäßes Programmregister kennzeichnet sich im allgemeinen dadurch aus, daß sie aus Isolierstoff bestehen und sowohl auf ihrer Oberseite als auch auf ihrer Unterseite je eine Gruppe von parallelen Schienen oder Streifen 2, 22, 32 bzw. 3, 23, 33 aus einem gut leitenden, gegen mechanischen Verschleiß und chemische Korrosion widerstandsfähigen Werkstoff, vorzugsweise aus Metall oder auch aus einem leitenden Lack oder aus einem leitenden Farbanstrich aufweisen. Die eine Gruppe dieser Streifen 2, 22, 23 ist den Meßstellen bzw. bei Encephalographen den Ableitungselektroden 6 a, die andere Gruppe den Meßwerken bzw. Verstärkerkanälen 5 a zugeordnet. Die beiden Gruppen von Streifen kreuzen sich gegenseitig; zur Herstellung einer leitenden Verbindung gemäß der von der Programmkarte 1, 21, 31 herzustellenden Schaltkombination sind an den Kreuzungspunkten der Streifen der Oberseite mit denjenigen der Unterseite Durchbrüche 4, 24, 34 zur Aufnahme von durchsteckbaren, vor dem Einschieben der Karten in das Register anzubringenden Schrauben, Stiften, Nieten oder anderen solcher Kontaktmittel 4 a, 24 a, 34 a vorgesehen.
  • Wie Fig. 5 zeigt, liegen mehrere solcher Programmkarten in einem Register 18 mit Abstand und vorzugsweise parallel übereinander. Das Meßgerät, z. B. ein Encephalograph 16, hat dazu beispielsweise eine Einschuböffnung 16 a möglichst in solcher Anordnung, daß eine bequemeBedienung und Kontrolle des Registers möglich ist, z. B. indem es in oder an einer Schrägwand an der Bedienungsseite des Gerätes sitzt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform haben die Programmkarten rechteckigen Umriß und werden so angeordnet, daß bei Einschalten einer Karte durch Vorschub in diagonaler Richtung die beiden Gruppen leitender Streifen 2, 3 mit Anschlüssen 6, 5, die ebenfalls in zwei Gruppen aufgeteilt sind und die Form von Stäben, Stangen, Streifen oder Schienen haben können und einzeln den Kontaktschuhen 2 a, 3 a der leitenden Metallstreifen zugeordnet sind, in Berührung gebracht werden.
  • Zu dieser Bedienungsart ist das Programmregister mit einem Satz von Bedienungsgriffen7, vorzugsweise gemäß Fig. 1 und 5 mit einem Satz von Drucktasten 7 a ausgestattet, mit welchem eine einzelne beliebige Karte in diagonaler Richtung eingeschoben und mit den Anschlüssen der Meßstellen 6 a bzw.
  • Meßwerke oder Verstärkerkanäle 5 a in Berührung gebracht werden kann. Zweckmäßig hat jede einzelne Drucktaste 7 a eine Verriegelungs- und Entriegelungsvorrichtung 7 b, so daß bei Eindrücken einer Drucktaste 7 a die vorher eingedrückte Drucktaste herausspringt und die ihr zugeordnete Programmkarte selbsttätig mittels eines Rückstellers 14, 14 a wieder herausgeschoben und ihre Verbindung mit den Anschlüssen gelöst wird. Zur Entriegelung läßt sich auch eine besondere zusätzliche Drucktaste vorsehen. Für die einzelnen Programmkarten sind Halterungsmittel und Führungsmittel 8, 9 a, 9 b, 15 und Vorschubbegrenzer 15 a, 15 b vorgesehen. Die Halterung 8 steht mit der Drucktaste 7 a in Verbindung.
  • Zum Auswechseln der einzelnen Programmkarten können einzelne Teile der Halterungs- und der Führungsmittel und die Frontplatte 10 des Registers 18 um Gelenke 9c und 10a schwenkbar angeordnet sein. Die Frontplatte 10 trägt zweckmäßig jeder Drucktaste zugeordnet ein Bezeichnungsschild 11.
  • Auch auf der Programmkarte 1 wird zweckmäßig ein Beschriftungsfeld 12 angebracht. Zur Handhabung der Programmkarte dient beispielsweise eine hervorstehende Lascheia.
  • Zur Halterung und Stapelung der Programmkarten im Einschubregister ist dieses beispielsweise als Rahmen oder Gerüst ausgebildet, von welchen die Frontplatte 10, die Halterung 10 a für den Tastensatz 7, die Führungsleisten 9 a, 9b und die rückseitige Unterstützung 15, 15 a Teile bilden können. Die rückseitige Stütze 15 ist in der gezeigten Ausführungsform aus einem Winkelprofil gebildet, in dem für jede Programmkarte 1 des Einschubregisters 18 ein Schlitz 15 c eingearbeitet ist, in welchen die geräteseitige Ecke der betreffenden Programmkarte 1 eingesch ben wird. Die Einschubweite wird dadurch auch begrenzt. Zweckmäßig greift an dieser Stelle auch die selbsttätige Rückstellvorrichtung 13, 14, 14 a für die Programmkarten an. Sie besteht beispielsweise aus einer U-förmigen Schiene 13, die sich in der Stapelrichtung der Programmkarten erstreckt und das Lager für die einzelnen Rückstellfedern 14 a sowie die Führung für die Rückstellnocken 14 bildet, von welchen Teilen jeder Programmkarte je eine Rückstellfeder und ein Rückstellnocken zugeordnet ist.
  • Mit dem Einschubrahmen des Registers können außer der Frontplatte, der Tastenhalterung und den Führungsleisten 9a, 9b auch andere Organe, z. B. der Tastensatz 7 einschließlich der Tastenverriegelung 7 b, die Stütze 15, 15 a, die Rückstellvorrichtung 13, 14, 14a und schließlich sogar die Anschlüsse 5 und 6 zu einer einschiebbaren Baueinheit vereinigt sein. Falls zu dieser Baueinheit auch die Anschlüsse 5 und 6 gehören, sind an den rückseitigen Wandungsteilen des Einschubraumes des Gerätes 16 für jede angeschlossene Meßstelle 6 a und für jedes angeschlossene Meßwerk bzw. für jeden angeschlossenen Verstärkerkanal 5 a zusätzliche Anschlußkontakte fest im Gerät anzubringen, mit welchen sofort beim Einschub des Registers 18 die in der Stapelrichtung sich erstreckenden Anschlüsse 6 und 5 fest in Berührung kommen. Dazu ist zweckmäßig das Register 16 mit einer an den Wandungen des Einschubraumes 16 a oder am Register angebrachten Sperre ausgestattet, die letzteres in der betriebsbereiten Stellung hält, sobald es eingeschoben ist.
  • Die leitenden Streifen 2, 3 bzw. 22, 23 oder 32, 33 enden an den Kanten des Isolierstoffträgers in Kontaktschuhen 2 a, 3 a bzw. 22 a, 23 a und 32 a, 33 a, die z. B. auch durch Umbiegen der über die Kanten der Programmkarte hervorragenden Enden der Leiterstreifen gebildet werden können. Eine sogenannte »gedruckte« oder »geätzte« Ausbildung der leitenden Metallstreifen auf der Ober- und Unterseite der Programmkarten kann empfehlenswert sein. Unter Umständen kann man die Kontaktschuhe in der Weise erhalten, daß ein schmaler Streifen des Isoliermaterials an den Kartenrändern abgetragen wird und dann die frei werdenden Enden der Leiterstreifen umgebogen werden.
  • Bei der Ausbildung nach F i g. 1 ist die Programmkarte für einen diagonalen Vorschub bei der Einschaltung ausgebildet, so daß die an den beiden vorderen Kanten der Programmkarte liegenden Kontaktschuhe 2a, 3 a gleichzeitig in Berührung mit den gegenüberliegenden Anschlüssen 5, 6 gelangen.
  • Beispielsweise führt die Gruppe der Anschlüsse 6 zu den Meßstellen 6 a, die Gruppe der Anschlüsse 5 zu den Meßwerken bzw. Verstärkerkanälen 5 a des Gerätes.
  • Für einen kantenparallelen Vorschub der Programmkarte zeigt die F i g. 2 eine geeignete Ausführung. Dabei muß jeder Anschluß stab 6 der Gruppe, welche sich parallel zur Vorschubrichtung an einer Kartenkante erstreckt, für jede Programmkarte eine eigene Kontaktfeder 26 a tragen, die im ausgeschalteten Zustand zwischen den leitenden Streifen 22 liegen, während sie beim Einschalten der Karte auf die Kontaktschuhe 22 a gleiten. Die andere Gruppe von Kontaktschienen 23 hat Kontaktschuhe 23 a wie nach Fig. 1.
  • Ein kantenparalleler Vorschub ist auch bei einer gemäß F i g. 3 ausgebildeten Programmkarte möglich.
  • Dabei ist eine Gruppe von leitenden Streifen 32 abgewinkelt, so daß die Kontaktschuhe beider Gruppen an einer einzigen, nämlich der vorderen Kartenkante liegen können.
  • Die beschriebenen Ausführungen erreichen die Kontaktgabe durch eine geradlinige Vorschubbewegung entweder in diagonaler Richtung oder parallel zu einer Kante der Programmkarte. Der Erfindungsgedanke läßt sich indessen auch mit runden Programmkarten verwirklichen, z. B. in der Weise, daß sich die beiden Gruppen der leitenden Streifen auf der Ober- und Unterseite der Programmkarte zwar wieder senkrecht kreuzen, die Kontaktschuhe aber am Rand von zwei verschiedenen Sektorteilen der Karte liegen. Die Anschlußkontakte müssen dann Kontaktfedern ähnlich wie nach Fig. 2 tragen, so daß durch eine kurze Drehbewegung beide Gruppen von Kontaktschuhen in Berührung mit den über sie greifenden Kontaktfedern der Anschlüsse kommen.
  • Eine weitere Ausführungsform des Registers kann gemäß Fig. 7 in der Weise erhalten werden, daß rechteckige Programmkarten, z. B. in der Ausbildung gemäß Fig. 3 mit einer nicht kontaktierten Kante büschelartig auf einer drehbaren, parallel zu den Karten verlaufenden Schaltwelle 27 befestigt werden.
  • Die Einschaltung einer bestimmten Karte erfolgt durch Drehen um einen Winkelbereich, der je nach der einzelnen Karte verschieden ist. Dabei kommt die einzuschaltende Karte an den Kontaktschuhen mit Kontaktfedern der Anschlüsse der Meßstellen und der Meß- bzw. Verstärkerkanäle in leitende Berührung. Der Vorteil eines solchen Drehregisters besteht darin, daß nur ein einziger an der gemeinsamen Registerwelle sitzender Bedienungsgriff vorhanden sein muß.
  • Zur Herstellung der leitenden Verbindung je einer Verteilerschiene der einen Kartenseite mit je einer Schiene der anderen Kartenseite werden an den Kreuzungspunkten 4, 24, 34 Kontaktmittel 4 a, 24 a, 34 a, z. B. in Form von Spreizsteckern oder mit Anzugswirkung, wie Schrauben, Niete, eingesteckt bzw. eingesetzt.
  • Da die Programmkarten ziemlich dicht übereinandergestapelt werden können, während die Bedienungstasten eine gewisse Größe nicht unterschreiten dürfen, werden letztere zweckmäßig der Reihe nach abwechselnd in zwei oder mehr Gruppen 17 a und 17 b nebeneinander angeordnet, wie F i g. 6 mit einem Ausführungsbeispiel zeigt.
  • Ein Programmregister wird größenmäßig beispielsweise zur Aufnahme von wenigstens zwei oder drei, vorzugsweise von acht bis zehn Programmkarten ausgebildet, so daß Standardprogramme sofort zur Verfügung stehen. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens können mehrere solcher Register mit einer bestimmten Anzahl von Programmkarten vorbereitet und zweckmäßig zu einem Registersatz in fester Ordnung bereitgehalten sein, so daß auch der Austausch der Register je nach einer besonderen vorliegenden diagnostischen Aufgabe nur wenige Handgriffe erfordert und verwechselungssicher ist. Die diagnostische Technik wird dadurch wesentlich verbessert.
  • Die Register können auch Programmkarten umfassen, die mehrere Eingänge oder Ausgänge parallel schalten oder alle Eingänge und/oder Ausgänge erden. Eine oder mehrere Karten des Registers können auch derart ausgelegt sein, daß nach Art eines Vielfachumschalters alle Eingänge und Ausgänge z. B. über flexible Leitungen abgegriffen und auf weitere Schaltungsgruppen, z. B. Buchsenleisten, umgeschaltet werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Wechseln des Meßprogramms eines Vielfachmeßgerätes, insbesondere eines Elektro-Encephalographen, mit einer Mehrzahl von Meßstellenanschlüssen einerseits und von Meßwerken oder Verstärkerkanälen andere seits, wobei zur Durchführung eines Meßvorhabens nach einem auszuwählenden bestimmten Programm mittels einer an sich bekannten, in das Gerät einsetzbaren Programmumschaltvorrichtung, z. B. in Form eines Kreuzschienenverteilers, elektrische Verbindungen zwischen je einem Verstärkerkanal und je einem Meßstellenanschluß herzustellen sind, dadurch gekennzeichn e t, daß aus den möglichen Verbindungen zwischen den Meßstellenanschlüssen (6) und den Meßwerken oder Verstärkerkanälen (5) mehrere, wenigstens hinsichtlich je einer Verbindung sich unterscheidende Gruppen gebildet und für jede Gruppe die zugehörigen Programmumschaltvorrichtungen (1) zu einem in das Meßgerät einsetzbarren Register zusammengefaßt sind, so daß durch Betätigung einer Programmumschaltvorrichtung dieses Registers die Durchschaltung für das zugeordnete Meßprogramm zwischen den Meßstellen (6) und den Meßwerken oderVerstärkerkanälen (5) in an sich bekannter Weise gleichzeitig hergestellt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienungsorgane (7) zur Betätigung der einzelnen Programmumschaltvorrichtungen (1) des in das Gerät eingesetzten Registers (18) fest in das Meßgerät eingebaut sind.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Bedienungsorgane der Programmumschaltvorrichtungen (1) ein Verriegelungsmechanismus (7 b) vorgesehen ist, der gewährleistet, daß jeweils immer nur eine Programmumschaltvorrichtung (1) in Betriebsstellung gehalten werden kann.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 552 743, 966 761; britische Patentschrift Nr. 322 888; französische Patentschrift Nr. 797 826.
DEH36943A 1959-07-16 1959-07-16 Vorrichtung zum Wechseln des Messprogramms eines elektrischen Vielfachmessgeraetes Pending DE1228811B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB322888A (en) * 1928-12-06 1929-12-19 Gotthilf Ansgarius Betulander Improvements in an arrangement of cross-bar switches
DE552743C (de) * 1929-06-18 1932-06-17 Siemens & Halske Akt Ges Kreuzschienenverteiler
FR797826A (fr) * 1935-02-06 1936-05-05 Ind D Instr De Prec Procédé et dispositif de connexion rapide entre un grand nombre de bornes commandant des circuits électriques
DE966761C (de) * 1952-07-01 1957-09-05 Michael Maul Schalteinrichtung fuer markierungsgesteuerte Maschinen

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