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Schalttafel für Batterien, bei der als Schaltwähler über den Schaltlöchern
eine Schablone verschiebbar angeordnet ist Die Erfindung betrifft eine Schalttafel
mit einem sogenannten Batterieschaltwähler, wie er beispielsweise in Laboratorien
verwendet wird und der in einer Anordnung zur wahlweisen Einzel- oder Reihenschaltung
von mehreren in der Spannung abgestuften nebeneinanderliegenden Batterien besteht
und dazu dient, mit wenig Batterien möglichst viel verschiedene Spannungen zur Verfügung
zu stellen. Bereits bei einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Batterien ergibt
sich eine große Anzahl von verschiedenen Schaltmöglichkeiten der verschiedenen Batteriepole.
Wird nun noch die Forderung gestellt, daß die einzelnen Batterien oder mehrere miteinander
verbundene Einzelbatterien an beliebigen Polen über eine gemeinsame Leitung geerdet
werden können, so ergeben sich noch eine Reihe weiterer Schaltmöglichkeiten, die
zu Kurzschlüssen und Fehlschaltungen Anlaß geben können. Es darf von mehreren zusammengeschalteten
Batterien nur jeweils ein Pol geerdet sein, denn bei doppelter oder mehrfacher Erdung
einer Batterie oder mehrerer zusammengeschalteter Batterien wird der zwischen den
geerdeten Polen liegende Teil der Batterie über die gemeinsame Erdleitung kurzgeschlossen.
Man hat sich nun bisher damit beholfen, daß man dem Schaltwärter die Anweisung gab,
bei Erdung eines Poles einer Batterie oder mehrerer zusammengeschalteter Batterien
in die übrigen Erdanschlüsse dieser Batterie Blindstöpsel einzuführen. Abgesehen
davon, daß dies sehr umständlich und zeitraubend ist, wird diese Anweisung erfahrungsgemäß
auf die Dauer nicht befolgt.
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Die Erfindung sieht nun eine Einrichtung vor, welche die erforderlichen
Schaltverbindungen für alle einzustellenden Spannungen und den Erdungszustand von:
zusammengeschalteten Batterien ,dem Bedienenden übersichtlich anzeigt und Fehlschältungen
so gut wie ausschließt.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Schaltlöcher zur Herstellung
von Verbindungen nebeneinanderliegender Batteriepole und die Schaltlöcher zur Erdung
von Batteriepolen auf der Schalttafel in zwei parallelen Reihen angeordnet sind
und eine über den Schaltlöchern der Schalttafel verschiebbar angeordnete Schablone
in zwei Abschnitte (Schaltwähler und Erdungswähler) unterteilt ist, von denen der
eine die Lochkombinationen zur Freigabe der Schaltlöcher für die Verbindun der Batteriepole
und der andere die zugehörigenLochkombinationen für die Erdanschlüsse enthält.
Zwei
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, von denen
die Abb. i bis 4 die Anwendung der Erfindung auf eine aus vier einzelnen Batterien
bestehende Experimentierbatterie darstellen; die Abb. 5 bis 8 zeigen ein Ausführungsbeispiel
für eine aus sechs Einzelbatterien bestehende Experimentierbatterie.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i bis 4. ist die Batterie in
folgende Stufen unterteilt: 1o Volt, 30 Volt, 6o Volt und 2o Volt. Es können
bei Verbindung nur nebeneinanderliegender Batteriepole alle Spannungen zwischen
io und i2o Volt in Stufen von io zu io Volt eingestellt werden mit Ausnahme der
Spannungen von So und 70 Volt. Es ergeben sich hierbei eine große Anzahl
einzelner Schaltmöglichkeiten, von denen in Abb. 3 vierzehn verschiedene dargestellt
sind. Die Batterien können über die Verbindungskontakte si, s. und s3, welche durch
einen zwischen sie eingeführten Schaltstecker überbrückt werden können, miteinander
verbunden werden. Zur Verbindung des negativen oder positiven Pols jeder Batterie
mit Erde sind jeder Batterie Erdungskontakte, z. B. der Batterie io Volt dieKontakte
i e":2 ei und 3 ei, zugeordnet. An sich -würden bei jeder Batterie zwei Erdungskontakte
genügen; es sind jedoch mit Ausnahme an der letzten Batterie drei Erdungskontakte
vorgesehen, um eine symmetrische Anordnung der Erdungskontakte zu den Verbindungskontakten
s1 bis s3 und damit eine übersichtliche Anordnung der Löcher in der Schablone zu
erhalten. Die Verbindungs- und Erdungskontakte sind in zwei untereinanderliegenden
Reihen angeordnet, und in der -Schalttafel i (Abb. 2) sind dementsprechend zwei
Reihen von Schaltlöchern, welche Zutritt zu den Kontakten geben, vorgesehen. Über
der Schalttafel ist die Schablone 2 (Abb. 3) und darüber wieder die Abdeckplatte
3 (Abb.4) angeordnet. Die feststehende Abdeckplatte 3 besitzt an den Stellen, an
denen sich in der Schalttafel die Schaltlöcherreihen befinden, entsprechende -waagerechte
Ausschnitte d. und 5. Ferner besitzt die Abdeckplatte 3 einen senkrechten Führungsschlitz
6, durch den eine in der Schablone 2 befestigte Stellschraube 7 mit ihrem Kopf hindurchragt.
Die Schablone ist in Richtung des Schlitzes 6 verschiebbar gelagert und kann mittels
der Stellschraube 7 in der gewählten Stellung festgestellt -werden. Auf der Schablone
sind Reihen verschiedener Lochkombinationen vorgesehen, und zwar sind im unteren
Teil, dem Schaltwähler, die Löcher angebracht, welche mit den über den Verbindungskontakten
s1 bis s3 liegenden Schaltlöchern in der Schalttafel zur Deckung gebracht werden
können, während im oberen Teil, dem Erdungswähler, die Löcher angebracht sind, durch
welche die Schaltlöcher über den Erdungskontakten freigegeben werden. Die j e eine
Kombination darstellenden Löcher sind durch einen hellen Streifen 8 aus Papier o.
dgl. auf der Schablone 2 kenntlich gemacht, auf dem die durcli die Kombination gegebene
Spannung aufgeschrieben ist. In Abb. q. ist, von laben gerechnet, die dritte Stellung
der Schablone 2 dargestellt, bei welcher Spannungen von ioo und 2o Volt abgegriffen
werden können. Es sind hierzu im linken Teil des Ausschnittes 5 zwei Stecker zum
Kuppeln der drei linken Batterien einzuführen. Im Ausschnitt q. können die zu erdenden
Pole gewählt werden, wobei nur zu beachten ist, daß jede Batterie nur an einem Pol
zu erden ist. Da die zusammengeschalteten Batterien durch den Schaltwähler der Schablone
kenntlich gemacht sind und auch die Löcher für die zugehörigen Erdungskontakte in
hellen Papierstreifen 8 der gleichen Schablone 2 liegen, ist auf einen Blick zu
erkennen, welche Batterien zu schalten sind und ob die zu.-sammengeschalteten Batterien
bereits an einer Stelle geerdet sind, so daß ein Fehlschalten nur bei gröbster Fahrlässigkeit
denkbar ist.
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Wenn eine größere Anzahl von Einzelbatterien vorhanden ist, so ergeben
sich hierbei so viel Schaltmöglichkeiten, daß die Schaltschablone hierfür sehr groß
und damit der Preis für den Schaltwähler sehr erheblich werden würde. So ergeben
sich bei dem in Abb. 5 dargestellten Beispiel mit sechs Einzelbatterien bereits
46 verschiedene Schaltmöglichkeiten.
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Um auch für eine größere Anzahl Batt:-rien einen kleinen und übersichtlichen
Schaltwähler zu erhalten, sind gemäß der weiteren Erfindung anstatt einer einzigen
zwei Schalt -schablonen vorgesehen, und zwar sind bei dem Ausführungsbeispiel nach
Abb. 5 und 6 zwei einzelne Schaltschablonen 2, und 26 für je drei Einzelbatterien
angeordnet. Die einzelnen Schablonen sind in derselben Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel
ausgebildet und können unabhängig voneinander eingestellt werden. Es können also
zunächst die drei linken und die drei rechten Einzelbatterien unabhängig voneinander
einzeln oder in Reihe geschaltet werden. Um jedoch auch ein Zusammenschalten der
rechten und linken Batteriegruppe zu ermöglichen, ist eine Verbindungsschablone
ii vorgesehen, die nur durch Verschieben der Stellschraube g in dem Schlitz io in
zwei Stellungen zu bringen ist. In der in Abb. 7 dargestellten unteren Stellung
der Verbindungsschablone i i ist das dem Verbindungskontakt s3' der beiden Batteriegruppen
zugeordnete Schaltloch der Schalttafel
abgedeckt, während in der
oberen Stellung der Verbindungsschablone i i (s. Abb. 3) das Schablonenloch 12 den
Zutritt zu dem Verbindungskontakt s3 freigibt. In Abb. 8 ist der Fall dargestellt,
bei dem die linke Schablone 2u auf die erste und die rechte auf die zweite Stellung
von oben eingestellt ist. In den Ausschnitten ¢ und 5 in der Abdeckplatte 3 erscheinen
also die obersten Lochreihen im Erdungs- und Schaltwähler der linken Schablone 2,
und die zweitobersten Lochreihen der rechten Schablone 2b. Da durch die Verbindungsschablone
i i der Verbindungskontakt ss zugänglich gemacht ist, können die beiden mittleren
Einzelbatterien, also die letzte Batterie der linken Gruppe und die erste Batterie
der rechten Gruppe miteinander verbunden werden. Außerdem ist noch die Einzelschaltung
der ersten und zweiten Batterie der linken Gruppe und die Reihenschaltung der beiden
letzten Batterien der rechten Gruppe möglich.
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Es ist bekannt, bei Anodenbatterien für Radiogeräte über den Anschlußkontakten
einen verschiebbaren gelochten Deckel anzubringen, dessen Offntingen so angeordnet
sind, daß sie in verschiedenen Lagen des Deckels verschiedene Elementgruppen allein
zt:gänglich machen.