-
Vorrichtung zum Absenken und Anheben eines Girlandensatzes von Förderband-Tragrollen
Die Bandtragrollen von Förderbandanlagen werden häufig in sogenannten Girlandensätzen
angeordnet. Ein solcher Girlandensatz besteht aus zwei, drei oder mehr Bandtragrollen,
deren Achsen kettenartig in Gelenken miteinander verbunden sind. Die Achsen der
beiden äußeren Rollen des Girlandensatzes werden gelenkig an dem Förderbandtraggerüst
angehängt.
-
Wenn eine Bandtragrolle schadhaft geworden ist und ausgewechselt werden
muß, ist es erforderlich, den Girlandensatz von dem Förderband zu entlasten.
-
Um beim Aus- und Einbauen der Bandtragrollen eine leichte Handhabung
zu erzielen, ohne daß die Betriebssicherheit beeinträchtigt wird, ist vorgeschlagen
worden, daß die Girlandensätze an jedem Ende eine Lasche mit einem Langloch aufweisen,
durch das ein zweifach gekröpfter Bolzen, also eine Kurbel, gesteckt ist, dessen
beide Enden durch Langlöcher in zwei am Pfosten des Förderbandgerüstes sitzenden
Laschen hindurchgreifen.
-
Mit der Erfindung wird bezweckt, die zum Auswechseln der Bandtragrollen
erforderliche Entlastung der Girlandensätze auch während des Betriebes der Bandanlage
zu ermöglichen.
-
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Absenken und Anheben
eines Girlandensatzes von Förderband-Tragrollen, der wenigstens mit einem Ende an
der Kröpfung einer Kurbel hängt, die in einem Tragkörper des Förderbandgerüstes
verstellbar gelagert ist; und die Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Anschlag,
der die Kurbel, nachdem sie beim Drehen im Sinne des Anhebens des Girlandensatzes
über ihre Totpunktlage hinausgelangt ist, an einem Weiterdrehen hindert.
-
Die Kurbel ist bei der Vorrichtung nach der Erfindung wenigstens
an einem Ende so gestaltet, daß eine formschlüssige Verbindung mit einem Betätigungshebel
hergestellt werden kann. Die Kurbel ist mit ihren Enden in nach oben offene Schlitze
des Tragkörpers eingehängt. Die Kurbel kann - ebenso wie bei der erwähnten vorgeschlagenen
Vorrichtung - durch ein Langloch in einem als Aufhängemittel des Girlandensatzes
dienenden Zugglied gesteckt sein.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 ein Ende eines Girlandensatzes mit der zugehörigen
Aufhängevorrichtung in Ansicht mit dem Blick in Förderrichtung bei der Betriebsstellung,
Fig. 2 eine entsprechende Ansicht bei abgesenktem Girlandensatz und F i g. 3 die
Draufsicht mit dem Blick in Richtung des Pfeiles III in F i g. 1.
-
Die an einem Ende des Girlandensatzes befindliche Tragrolle 1 ist
drehbar auf einer Achse gelagert, deren äußeres Ende in einem Gelenk 2 mit parallel
zur Förderrichtung liegender Gelenkachse an eine Lasche 3 angeschlossen ist. Zum
Aufhängen der Lasche sowie zum Absenken und Anheben des Girlandensatzes dient ein
Bolzen 4, der eine gekröpfte Kurbel bildet. Die beiden Enden des Bolzens 4 liegen
in nach oben offenen Schlitzen 5 zweier Blechstücke 6, die hochkant stehend auf
eine Platte 7 aufgeschweißt sind. Diese Platte ist an einem Pfosten8 des Förderbandtraggerüstes
so befestigt, daß ihre Oberseite nach dem Girlandensatz hin geneigt ist.
-
Der mittlere, gekröpfte Teil des Bolzens 4 greift durch ein Langloch
9 am äußeren Ende der Lasche 3.
-
In der Betriebsstellung nach Fig. 1 und 3 ist der Girlandensatz so
weit angehoben, daß das Förderband 10 auf den Tragrollen aufliegt. In dieser Lage
wird die Tragrollel dadurch gehalten, daß die durch den Bolzen 4 gebildete Kurbel
in den durch die Schlitze 5 gebildeten Lagern über die Totlage, die der höchsten
Stellung der Lasche 3 entspricht, um einen kleinen Winkel hinweggedreht ist, so
daß die Lasche 3 zur Auflage auf der Platte 7 gelangt. Diese Platte bildet hierbei
einen Anschlag, der ein Weiterdrehen der Kurbel 4 und der Lasche 3 verhindert.
-
Ein ungewolltes Zurückdrehen der Kurbel wird dadurch verhindert,
daß in Bohrungen 11 der Blechstücke 6 der eine Schenkel 12 eines winkelförmig gebogenen
Stabes gesteckt ist. Der Schenkell2 liegt dicht über der Lasche 3, so daß sich diese
nicht von der Platte 7 abheben kann. Die Lage des abgewin-
kelten
Stabes in den Bohrungen 11 wird dadurch gesichert, daß sein anderer Schenkel 13,
der auf der unteren Kante der Platte 7 ruht, an einem von dieser hochstehenden Blechstückl4
anliegt, das ein Herausziehen des Schenkels 12 aus den Bohrungen 11 verhindert.
-
Wenn der Girlandensatz abgesenkt werden soll, wird zunächst der Schenkel
13 des Verriegelungsstabes so weit angehoben, daß das Blechstück 14 das Herausziehen
des Schenkels 12 aus den Bohrungen 11 nicht mehr verhindert. Nachdem der Stab 12,
13 entfernt ist, wird die Kurbel 4 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn, in F i g. 1 betrachtet,
gedreht. Dies kann mittels der winkelförmigen Stange 12, 13 geschehen, indem das
Ende des Schenkels 12, das keilförmig angeschärft ist, zwischen die Platte 7 und
die Kurbelkröpfung gezwängt und hochgekippt wird.
-
Wenn hierdurch die Kurbel über ihre Totpunktlage hinweggedrückt worden
ist, wird sie durch das Gewicht des an ihr hängenden Girlandensatzes weitergedreht,
bis die Lasche 3 in die aus F i g. 2 ersichtliche Strecklage in bezug auf die Kurbelkröpfung
gelangt. Hierdurch wird die Bandtragrolle 1 so weit abgesenkt, daß das Förderband
10, wenn es auch gegenüber der ursprünglichen, durch strichpunktierte Linien angedeuteten
Lage etwas abgesenkt ist, nicht mehr auf der Rolle 1 aufliegt. Diese ist daher entlastet
und kann - vorzugsweise nach dem Stillsetzen der Bandanlage - leicht ausgebaut werden.
Das kann dadurch geschehen, daß die Kurbel 4 aus den Schlitzen 5 herausgehoben wird,
nachdem sie durch irgendwelche an dem Girlandensatz angreifende Hubmittel entlastet
ist.
-
Es ist daher möglich, daß unverzüglich, nachdem ein Schaden an einem
Girlandensatz entdeckt worden ist, dieser Satz durch Absenken von dem zunächst weiterlaufenden
Förderband getrennt wird.
-
Das Anheben des Girlandensatzes aus der Stellung nach F i g. 2 in
die nach F i g. 1 geschieht durch entsprechendes Drehen der in den Schlitzen 5 gelagerten
Kurbelwelle bis zum Anliegen der Lasche 3 an der Platte 7. Hierzu bedient man sich
zweckmäßig eines Werkzeuges, z. B. eines Steckschlüssels, das an
einer Abflachung
15 an dem einen Ende der Kurbel angreift.
-
Als Aufhängemittel, an welchem die Kurbel angreift, kann statt einer
Lasche 3 beispielsweise auch ein Rundkettenglied, eine Seilkausche od. dgl. verwendet
werden.