DE1220719B - Verfahren zur Erhoehung der Flachstauchdruck-Festigkeit von Papieren und Pappen - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Flachstauchdruck-Festigkeit von Papieren und Pappen

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DE1220719B
DE1220719B DESCH31764A DESC031764A DE1220719B DE 1220719 B DE1220719 B DE 1220719B DE SCH31764 A DESCH31764 A DE SCH31764A DE SC031764 A DESC031764 A DE SC031764A DE 1220719 B DE1220719 B DE 1220719B
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DE
Germany
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paper
cardboard
increasing
caustic
crushing resistance
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DESCH31764A
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English (en)
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Phil Ernst Emil Christian S Dr
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PHIL ERNST EMIL CHRISTIAN SCHI
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PHIL ERNST EMIL CHRISTIAN SCHI
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/64Alkaline compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Flachstauchdruck-Festigkeit von Papieren und Pappen Wellpappen und Wellpappenkartons haben auf dem Verpackungssektor eine große Bedeutung erlangt. Die Anforderungen, die deshalb an dieses Material gestellt werden, sind in den letzten Jahren laufend gestiegen.
  • Der Rohstoff Altpapier für z. B. Wellpappenrohpapier wird mehr und mehr durch harte Halbzellstoffe ersetzt, um bei niederem Grammgewicht pro Quadratmeter einen hohen Flachstauchdruck zu erreichen.
  • Aus wirtschaftlichen Gründen sind viele Versuche unternommen worden, das billige Altpapier künstlich zu härten, um den wesentlich teureren Rohstoff »Halbzellstoff« zu ersetzen.
  • Die Papierindustrie arbeitet, wenn kein Halbzellstoff zur Verfügung steht, mit Altpapier und erreicht den vorgeschriebenen Festigkeitswert durch höheres Quadratmetergewicht. Die aus diesem Papier hergestellten Kartons haben ein höheres Gewicht und verteuern die Herstellungskosten und die Frachtkosten.
  • Die Erhöhung des Flachstauchdruckes mittels Streichen mit Stärke oder anderen Mitteln hat sich als zu kostspielig erwiesen. Außerdem leidet die Luftdurchlässigkeit des Papiers, die ein Bilden der Welle erschwert.
  • Die Zugabe von Alkalilauge im Kraftzellstoffbrei (französische Patentschrift 824 061) setzt die Entwässerbarkeit so stark herab, daß die normale Fabrikation unmöglich wird.
  • Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit dem Problem der Härtung eines Papiers oder einer Pappe aus pflanzlichen Faserstoffen, wie Holzschliff, Altpapier, Zellstoff oder Halbzellstoff.
  • Das aus diesen Materialien hergestellte Papier oder Pappe zeigt gemäß der Erfindung eine 25- bis 100o/oige Erhöhung des Flachstauchdruckes je nach Zugabemenge der vorgesehenen Chemikalien gegenüber dem Papier oder der Pappe, die ohne Chemikalienzugabe gefertigt sind.
  • Als Wirkmittel dienen Ätz.alkalien, wie z. B. Natronlauge (NaOH), die auf die feuchte Papierbahn aufgesprüht oder durch Walzen usw. appliziert werden.
  • Der nun folgende Trocknungsprozeß beim Passieren der Trockenzylinder konzentriert und erhitzt die Lauge, die hierbei einen Teil des in der Faser enthaltenen Pentosans und Lignins löst, wobei in der Hauptsache das leichtlösliche Xylan reagieren wird.
  • Nach Passieren der Trockenzylinder liegen die anfangs herausgelösten und nunmehr trockenen organischen Holzsubstanzen als steife biegsame Masse vor, die sich in der Hauptsache auf der Oberfläche der einzelnen Faser abgelagert hat und die Steifigkeit jeder einzelnen Faser erhöht.
  • Das Gesamtgewicht der absolut trocken gedachten Ausgangsmaterialien (Faser -I- NaOH) bleibt erhalten, so daß die Chemikalienkosten sich um die Kosten desselben Gewichtes für Faserstoffe ermäßigen. Weiter hat sich gezeigt, daß mit Ätzalkalien behandelte Fasersuspensionen ein Papierblatt von höherem Flachstauchdruck ergeben, wenn der Härtegrad des Fabrikationswassers hoch ist.
  • Da eine Behandlung der Fasersuspension vor der Entwässerungsmaschine nicht in Frage kommt, da 1. die Entwässerbarkeit der Fasersuspension außerordentlich langsam verläuft und 2. die überschüssigen Chemikalien teilweise verloren wären, wird erfindungsgemäß der Härtungsprozeß des Papierblattes nach der Entwässerung auf dem Papiermaschinensieb vorgenommen.
  • Der einfachste Weg, Alkalilauge zu applizieren, ist die Zugabe der entsprechend konzentrierten Lösung nach der letzten Presse mittels des ersten Zylinders, von dem der Lösungsfilm laufend von dem feuchten Papierblatt abgenommen wird und sich durch Diffusion in dem Fasergefüge des feuchten Blattes verteilt.
  • Bei diesem Vorgang wird der Trockengehalt des Blattes entsprechend erniedrigt. Die zugegebene Wassermenge muß im Laufe des Trocknungsprozesses unter Aufwendung von Dampf wieder aus dem Blatt entfernt werden.
  • Will man einen Mehrverb:üuch von Dampf vermeiden, so muß der erhöhte Feuchtigkeitsgehalt, der mit den Chemikalien in die Papierbahn gelangt, durch Pressen wieder entfernt werden, bevor die Papierbahn die Trockenpartie der Maschine erreicht.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: , 1. Verfahren zur Erhöhung der Flachstauchdruck-Festigkeit von Papieren und Pappen durch Einwirkung von Ätzalkalien, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Einwirkung im Zuge der Fertigung auf der Papiermaschine vor der Trockenpartie, aber nach der Entwässerungspartie, erfolgt, .
  2. 2. Verfahren -nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ätzalkalien in konzentrierter Form und etwa mittels Zylinder, Walzen oder Aufsprühvorrichtungen auf die Papierbahn appliziert werden..
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, -dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Chemikalien zusätzlich applizierte Wassermenge nach Diffusion in das Fasergefüge der Papierbahn mittels Pressen vor denTrockenzylinderuwieder entferntwird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ätzalkafen in Wasser gelöst sind, dessen Härtegrad durch Zugabe löslicher Erdalkali-salze erhöht werden kann. In Betracht gezogene Druckschriften: Chem. Zentralblatt, 1938/1I, S. 626 (Referat über französische Patentschrift Nr. 824 061).
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR824061A (fr) * 1936-10-14 1938-02-01 Procédé de fabrication de pâtes pour papier simili-sulfurisé à partir de la <<pâte kraft>> et produits obtenus par ce procédé

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR824061A (fr) * 1936-10-14 1938-02-01 Procédé de fabrication de pâtes pour papier simili-sulfurisé à partir de la <<pâte kraft>> et produits obtenus par ce procédé

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