DE1211684B - Verfahren zum Herstellen von Farbfernseh-Wiedergaberoehren - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Farbfernseh-WiedergaberoehrenInfo
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Classifications
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- Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.:
H04n
Deutsche KL: 21 al-32/54
Nummer: 1211684
Aktenzeichen: N 21265 VIII a/21 al
Anmeldetag: 27. Februar 1962
Auslegetag: 3. März 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Farbfernseh-Wiedergaberöhren und
auf mit Hilfe eines solchen Verfahrens hergestellte Röhren.
Bei den meisten Röhren zum Wiedergeben farbiger Fernsehbilder befindet sich auf der Innenseite eines
Fensterteiles der Röhrenhülle ein Wiedergabeschirm, der mit mehreren, meist drei, Leuchtstoffen aufgebaut
ist, die bei Erregung durch Elektronen Licht in verschiedenen Farben, meist Rot, Grün und Blau, aussenden.
Diese Stoffe sind im Schirm nicht willkürlich miteinander vermischt, sondern immer gemäß einem
bestimmten sich wiederholenden Muster in getrennte Oberflächen verteilt, deren Form im wesentlichen von
der Natur der farbentrennenden Mittel bestimmt wird. Diese Verteilung wird nachstehend als die Makrostruktur
bezeichnet.
Es lassen sich zwei große Gruppen von Makrostrukturen unterscheiden, und zwar die, bei denen die
Leuchtstoffe in parallelen Streifen angebracht sind, und die, bei denen sie punktweise angebracht sind.
Schirme mit einer Makrostreifenstruktur finden z. B. in den Röhren Verwendung, bei denen die Farbentrennung
mittels zweier interdigitaler Gitter erfolgt, die in geringer Entfernung vor dem Wiedergabeschirm
angeordnet sind. Die Makrostreifenstruktur findet sich auch in den Röhren, bei denen sich auf
dem Schirm sogenannte Indexstreifen befinden, d. h. Streifen derartiger Natur, daß mit ihrer Hilfe ein
Regelsignal erzeugt werden kann, mittels dessen sich kleine Lagenabweichungen des Bündels korrigieren
lassen.
Der wichtigste Vertreter der Röhren mit Makropunktstruktur weist eine sogenannte Schattenmaske
in geringer Entfernung vor dem Wiedergabeschirrn auf; in dieser Maske befinden sich kleine Löcher,
deren Anordnung mit der Anordnung der Punkte auf dem Schirm in Wechselbeziehung steht.
Fernseh-Wiedergaberöhren für Schwarz-Weiß-Bilder
weisen keine Makrostruktur des Bildschirmes auf und weichen in dieser Hinsicht somit stark von den
Farbfernseh-Wiedergaberöhren ab. Röhren zum Wiedergeben von Schwarz-Weiß-Bildern sind mithin
jedenfalls hinsichtlich des Bildschirmes einfacher im Aufbau und infolgedessen auch einfacher herstellbar.
Der Kolben einer solchen Röhre wird nahezu ausnahmslos völlig aus Glas hergestellt und besteht aus
einem mehr oder weniger flachen Fensterteil, einem an diesen angeschmolzenen trichterförmigen Teil und
einem engen zylindrischen Teil, dem sogenannten Hals. Bei der Herstellung dieser Röhren wird der
Leuchtschirm erst dann angebracht, nachdem das Verfahren zum Herstellen von
Farbfernseh-Wiedergaberöhren
Farbfernseh-Wiedergaberöhren
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter:
Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Als Erfinder benannt:
Edward Fokko de Haan,
Johannes Josephus Antonius Jonkers,
Eindhoven (Niederlande)
Edward Fokko de Haan,
Johannes Josephus Antonius Jonkers,
Eindhoven (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 3. März 1961 (261935)
Fenster, der Trichter und der Hals bereits verschmolzen sind. Hierzu hat man mehrere Verfahren entwickelt,
mit deren Hilfe in Massenfertigung mit sehr geringem Ausschuß ausgezeichnete Schirme in diesen
fertigen Kolben angebracht werden können.
Im Gegensatz zum vorstehend geschilderten Verfahren zum Herstellen von Wiedergaberöhren für
Schwarz-Weiß-Bilder wurde bisher bei Röhren zum Wiedergeben farbiger Fernsehbilder im allgemeinen
.der Leuchtschirm mit der vorstehend erwähnten Makrostruktur auf dem Fenster angebracht, bevor der
Fensterteil und der Trichter miteinander verbunden wurden. Dies ist verständlich, weil es sehr schwierig
ist, dem Schirm die gewünschte Makrostruktur in einem Kolben zu erteilen, der nur durch die enge
Halsöffnung hindurch zugänglich ist.
Weil beim. Zusammenfügen der unterschiedlichen Teile eines Glaskolbens stets eine starke Erhitzung
der Verschmelzungsränder erfolgen muß, fürchtete man sich bisher so sehr vor einer Beschädigung des
bereits auf dem Fensterteil angebrachten Wiedergabeschirmes einer Farbfernseh-Wiedergaberöhre, daß
man die Befestigung dieses Fensterteiles, der meist die
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Form einer verhältnismäßig flachen Schüssel mit vorstehendem Rand aufweist, am trichterförmigen Teil
nicht auf die normale Weise, d. h. durch Erhitzung der Ränder, bis sie verformbar genug sind, um aneinander
befestigt zu werden, durchzuführen wagte. Deshalb nahm man seine Zuflucht zur Verwendung
entweder von Zwischenlagen aus sehr niedrigschmelzendem Email oder von Klebemitteln, die ohne Erhitzung
oder nur mit geringer Erhitzung einen gasdichten Verschluß ermöglichten. Manchmal wurden
die beiden zu verbindenden Teile mit Metallrändern versehen, die später durch Löten oder Schweißen gasdicht
miteinander verbunden wurden.
Die Verwendung einer Zwischenlage entweder aus Email oder aus einem Klebemittel hat den Nachteil,
daß die Ausdehnungskoeffizienten des Emails oder Klebemittels in bezug auf diejenigen der zu verbindenden
Teile berücksichtigt werden müssen und daß die Ränder sehr flac'h geschliffen werden müssen.
Metallränder sind kostspielig und nicht sehr formbeständig.
Bei Massenfertigung haben sämtliche Verfahren den großen Nachteil, daß für die Herstellung von
Wiedergaberöhren für Schwarz-Weiß-Bilder ein völlig verschiedenes Verfahren angewandt wird. Man
kann somit nicht in einer großen Fabrikhalle Röhren der beiden Arten durcheinander herstellen. Deshalb
muß man gesonderte Fabriken bauen, was große Investitionen erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der geschilderten bekannten Verfahren zu
vermeiden.
Eingehende Untersuchungen haben gezeigt, daß es bei Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung
wider Erwarten möglich ist, das schüsseiförmige Glasteil, d. h. das Fenster einer Farbfernseh-Wiedergaberöhre,
nach dem Anbringen des Wiedergabeschirmes, d. h. der Leuchtstoffe, mit den trichterförmigen Glasteilen
zu verschmelzen.
Dies Verfahren gemäß der Erfindung zum Herstellen von Farbfernseh-Wiedergaberöhren mit einer
Hülle, die aus einem schüsseiförmigen Glasteil, auf dessen Innenseite sich ein Wiedergabeschirm aus
Leuchtstoffen befindet, und einem trichterförmigen Glasteil gebildet wird, indem die vorerhitzten zu verbindenden
Ränder der Glasteile mittels eines sie durchfließenden elektrischen Stromes auf Schmelztemperatur
gebracht und miteinander verschmolzen werden, ist dadurch gekennzeichnet, daß das Verschmelzen
der Glasränder des schüsseiförmigen Glasteiles und des trichterförmigen Glasteiles erst nach
dem Anbringen des Wiedergabeschirmes auf dem schüsseiförmigen Glasteil vorgenommen wird.
Elektrischer Stromdurchgang findet bereits Verwendung zum Herstellen von Kolben für Fernsehwiedergaberöhren
für Schwarz-Weiß-Bilder, jedoch stets bevor der Leuchtschirm angebracht worden ist.
Es hat sich jetzt herausgestellt, daß der Leuchtschirm für Farbfernsehröhren zunächst angebracht und dann
der schüsseiförmige Fensterteil angeschmolzen werden kann, ohne daß infolgedessen eine Beschädigung
der Leuchtstoffe auftritt und ohne daß die Haftung dieser Stoffe am Träger beeinträchtigt wird.
Ebenso wie bei Fernseh-Wiedergaberöhren für Schwarz-Weiß-Bilder wird der Leuchtschirm für Farbfernseh-Wiedergaberöhren
häufig an der Seite der Elektronenspritze mit einer dünnen für Elektronen durchlässigen Metallschicht überzogen. Dadurch ergibt
sich u. a. eine stark gesteigerte Lichtausbeute. Bei Röhren für Farbfernseh-Wiedergabe, die somit
eine Makrostruktur des Schirmes aufweisen, ist es manchmal erwünscht, diese Metallisierung auch durchzuführen,
bevor der schlüsseiförmige Teil am trichterförmigen Teil befestigt ist. Dies ist insbesondere der
Fall für diejenigen Röhren, bei denen auf dem Metallüberzug an der Elektronenspritzenseite Streifen zum
Erzeugen eines Regeisighals angebracht werden müssen. Es hat sich jetzt herausgestellt, daß diese Metallisierung
beim Anschmelzen nach der Erfindung manchmal Schwierigkeiten bereitet. Der Strom zum Erhitzen
der Glasränder könnte nämlich durch den Metallüberzug fließen, so daß die Ränder nur ungenügend
erhitzt werden würden. Deshalb ist es erwünscht, wenn zuvor metallisiert wird, daß der Metallüberzug
nicht weiter als bis 2 cm unterhalb des vorstehenden Randes des schü'sselförmigen Teiles reicht.
Zum Erzielen eines feldfreien Raumes im Kolben ist es manchmal erwünscht, nachdem die Teile aneinander
befestigt worden sind, einen weiteren Metallüberzug anzubringen, der sich sowohl über den bereits
teilweise metallisierten vorstehenden Rand des Schirmes als auch über den trichterförmigen Teil erstreckt.
Es dürfte einleuchten, daß einige Leuchtstoffe sich besser zum Anwenden des Verfahrens nach der Erfindung
eignen als andere. Gute Ergebnisse wurden mit Willemit als grün aufleuchtendem Stoff, mit durch
Silber aktiviertem Zinksulfid als blau aufleuchtendem Stoff und mit durch Mangan aktiviertem Zinkorthophosphat
als rot aufleuchtendem Stoff erzielt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen von Farbfernseh-Wiedergaberöhren mit einer Hülle, die aus einem
schüsseiförmigen Glasteil, auf dessen Innenseite
sich ein Wiedergabeschirm aus Leuchtstoffen befindet, und einem trichterförmigen Glasteil gebildet
wird, indem die vorerhitzten zu verbindenden Ränder der Glasteile mittels eines sie durchfließenden
elektrischen Stromes auf Schmelztemperatur gebracht und miteinander verschmolzen
werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschmelzen der Glasränder
des schüsseiförmigen Glasteiles und des trichterförmigen Glasteiles erst nach dem An-
bringen des Wiedergabeschirmes auf dem schüsseiförmigen Glasteil vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Anbringen des
Wiedergabeschirmes in der Glasschüssel und vor
_55 dem Verschmelzen der unterschiedlichen Glasteile
ein dünner an sich bekannter für Elektronen durchlässiger Metallüberzug auf dem Leuchtschirm
angebracht wird und der Metallüberzug nicht weiter als bis auf 2 cm an den zu verschmelzenden
Rand des schüsseiförmigen Teiles heranreicht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verschmelzen der
unterschiedlichen Glasteile ein weiterer Metallüberzug auf dem bereits teilweise metallisierten
vorstehenden Rand des schüsseiförmigen Glasteiles und dem trichterförmigen Teil angebracht
wird.
5 6
4. Mit dem Verfahren nach den Ansprüchen 1 In Betracht gezogene Druckschriften:
bis 3 hergestellte Farbfernseh-Wiedergaberöhre,
dadurch gekennzeichnet, daß im Wiedergabe- Deutsche Auslegeschrift S 33001 VIIIc/21 f (beschirm
als grün aufleuchtender Stoff Willemit, kanntgemacht am 9. 5.1956);
als blau aufleuchtender Stoff durch Silber akti- 5 USA.-Patentschrift Nr. 2 755 405;
viertes Zinksulfid und als rot aufleuchtender Proc. of the IRE, Januar 1954, S. 326 bis 334.
Stoff durch Mangan aktiviertes Zinkortho- Rottgardt und Berthold, 1956, »Fernsehbildröhren
phosphat vorhanden ist. für Schwarz-Weiß-Fernsehen«.
609 510/307 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL261935 | 1961-03-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1211684B true DE1211684B (de) | 1966-03-03 |
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ID=19752907
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN21265A Pending DE1211684B (de) | 1961-03-03 | 1962-02-27 | Verfahren zum Herstellen von Farbfernseh-Wiedergaberoehren |
Country Status (5)
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| GB (1) | GB926018A (de) |
| NL (1) | NL261935A (de) |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| US2755405A (en) * | 1953-10-15 | 1956-07-17 | Rca Corp | Color television tube |
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0
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-
1962
- 1962-02-27 DE DEN21265A patent/DE1211684B/de active Pending
- 1962-02-28 CH CH244762A patent/CH402053A/de unknown
- 1962-02-28 GB GB783762A patent/GB926018A/en not_active Expired
- 1962-03-01 ES ES0275056A patent/ES275056A1/es not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2755405A (en) * | 1953-10-15 | 1956-07-17 | Rca Corp | Color television tube |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL261935A (de) | |
| GB926018A (en) | 1963-05-15 |
| ES275056A1 (es) | 1962-05-01 |
| CH402053A (de) | 1965-11-15 |
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