DE1197739B - Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Naehrwert - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Naehrwert

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DE1197739B
DE1197739B DEA35412A DEA0035412A DE1197739B DE 1197739 B DE1197739 B DE 1197739B DE A35412 A DEA35412 A DE A35412A DE A0035412 A DEA0035412 A DE A0035412A DE 1197739 B DE1197739 B DE 1197739B
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aggregates
mixture
food
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cellulose
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Orlando A Battista
Carl T Herald
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    • A23L33/20Reducing nutritive value; Dietetic products with reduced nutritive value
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Nährwert Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Nährwert durch Zusatz von aus Polysacchariden bestehenden Füllstoffen.
  • Viele Nahrungsmittel mit niedrigem Kaloriengehalt werden hergestellt, indem man an Stelle von Zucker (Saccharose) künstliche Süßstoffe verwendet bzw. den Fettgehalt herabsetzt. Als kalorienarme Füll- bzw. Zusatzstoffe wurden den Lebensmitteln bisher hauptsächlich Saccharin, Sucaryl (Cyclamate), Methyl- und Carboxymethylcellulose sowie aus Algen hergestellte Derivate zugegeben. Derartige Substanzen konnten jedoch in jedem Fall nur in geringen Mengen zugesetzt werden, da sie alle einen mehr oder weniger unerwünschten Beigeschmack besitzen, auf Grund dessen ihre mengenmäßige Anwendung beschränkt werden muß.
  • Es wurde bereits der Versuch unternommen, die bekannte Fasercellulose als Füllsubstanz zu verwenden. Hierbei machte sich aber die faserige Beschaffenheit dieses Stoffes äußerst nachteilig bemerkbar. Wenn sie nämlich mit einem Lebensmittel vermischt und das so erhaltene Gemisch dann versucht wurde, machte sich ihre Anwesenheit schon allein durch den veränderten Geschmack, aber auch durch ein rauhes faseriges Gefühl beim Kauen bemerkbar. Es entstand hierdurch der Eindruck, daß dem Lebensmittel eine zusätzliche unlösliche oder Restsubstanz beigefügt sei, die sich im Mund leicht zu Klumpen zusammenballt. Diesem sich auf Grund der unzufriedenstellenden Struktur des Faserstoffes ergebenden Mangel kann nicht abgeholfen werden, auch wenn die Fasern noch so klein geschnitten werden. Desgleichen wurden auch bereits lösliche Cellulosederivate als Füllstoffe verwendet, aber hier trat dann wieder der ; Nachteil auf, daß diese im Mund leicht eine schlechtschmeckende gummiartige Mässe bildeten. -Es ist auch bekannt, für flüssige Lebensmittel als Verdickungsmittel wasserlösliche Glukosepolymerisate zu verwenden, die aus Stärke durch Depolymerisation und anschließender Heißpolymerisation hergestellt werden. Das hierbei verwendete Zusatzmittel ist eine wasserlösliche Polyose mit niedrigem Molekulargewicht, die mit verschiedenen Naturgummiarten vergleichbar ist. Dieses Erzeugnis eignet sich nur als Zusatz bzw. Verdickungsmittel für flüssige Lebensmittel.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe sowohl flüssige als auch feste Lebensmittel und Geschmacksstoffe mit verringertem Nährwert hergestellt werden, die aber als Speisen den üblichen Lebensmitteln und Geschmacksstoffen mindestens gleichwertig oder sogar diesen überlegen sind. Die so hergestellten kalorienarmen Lebensmittel und Geschmackstoffe sollen den Appetit des Verbrauchers befriedigen und es ihm ermöglichen, diese mit Genuß zu essen, wobei gleichzeitig eine Gesundheitsschädigung auf Grund einer überernährung vermieden wird. Bei tiefgekühlten Nahrungsmittelmischungen, insbesondere bei Süßwaren und Süßspeisen, stellen die Aggregate der Cellulosekristallite in vieler Hinsicht qualitätsverbessernde Zusätze dar.
  • Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Nährwert durch Zusatz von aus Polysacchariden bestehenden Füllstoffen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß feste oder flüssige Lebensmittel mit abgebauter, kristalliner Cellulose von relativ einheitlichem Polymerisationsgrad und Teilchengröße zwischen weniger als 2 und etwa 300 R; in solchen Mengen vermischt werden, daß das Gemisch die für die Lebensmittel charakteristischen Eigenschaften beibehält, wobei die Cellulose derart zerkleinert ist, daß mindestens 1 O/o der Cellulose eine Teilchengröße unterhalb 1 R; aufweist. Die Durchführung, des erfindungsgemäßen Verfahrens, soweit das anach hergestellte Erzeugnis nicht zur Lieferung in Gebiete außerhalb des Geltungsbereiches des Lebensmittelgesetzes bestimmt ist, ist zur Zeit auf Grund der VO untersagt.
  • In den erfindungsgemäß hergestellten diätetischen Mischungen sind Aggregate von Cellulosekristalliten enthalten, die im wesentlichen geschmack- und geruchlos und von weißer Farbe sind; ihre äußere Erscheinungsform gleicht derjenigen von Stärke, .und sie sind eßbar, ohne gleichzeitig einen Nährwert zu besitzen. Sie sind vollkommen frei von den sich auf Grund der Struktur ergebenden Mängeln von Zusatzstoffen, wie die bekannte Fasercellulose, die den Geschmack und das Gefühl im: Munde bei dem Nahrungsmittel, mit dem sie vermischt sind, nachteilig beeinflussen. Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Zusatzstoffe zeichnen sich vielmehr insbesondere dadurch aus, daß sie im Mund ein. angenehm glattes Gefühl hervorrufen, daß sie ein ununterscheidbarer Bestandteil des Nahrungsmittels werden, mit dem sie vermischt sind, und sie sich in bezug auf dessen Schmackhaftigkeit vollkommen den Eigenschaften des- Nahrungsmittels angleichen.
  • Es werden also mit Hilfe der Aggregate von Cellulosekristalliten kalorienarme Nahrungsmittel hergestellt, die trotzdem den anerkannten allgemeinen Anforderungen insbesondere im Hinblick auf die bedeutsame bei den Tastnerven des Mundes dadurch hervorgerufene Empfindung und Schmackhaftigkeit entsprechen. Mit anderen Worten: Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Zusatzstoffe bewirken eine Verringerung des Nährstoffgehaltes, ohne daß hiermit gleichzeitig auch die bekannten Eigenschaften der im Laufe der Zeit bekanntgewordenen kalorienarmen Nahrungsmittel in Kauf genommen werden müßten. Darüber hinaus können mit Hilfe der nach dem, erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Zusatzstoffe zahlreiche Nahrungsmittel sogar verfeinert und die Verarbeitungsmöglichkeiten derselben in vieler Hinsicht verbessert werden. So können mit ihrer Hilfe die physikalischen Eigenschaften eines Nahrungsmittels, wie Schmackhaftigkeit, Aussehen, Konsistenz und Gewebestruktur desselben, im Hinblick auf die dadurch beim Tast , Gesichts- und Geschmackssinn hervorgerufenen Empfindungen je nach Wunsch verändert werden. Flüssigkeiten und Pasten kann beispielsweise eine krümelige Beschaffenheit verliehen werden, während ölartigen Substanzen die Konsistenz von Butter gegeben werden kann. Mit Hilfe des Verfahrens der Erfindung können einem Nahrungsmittel diejenigen gewünschten Eigenschaften verliehen werden, die es bisher noch nicht besaß. So kann z. B. Salatsoße ohne weiteres verdickt werden. Es kann aber auch eine weniger wünschenswerte Eigenschaft eines Nahrungsmittels in mehr oder weniger starkem Maße ausgeschaltet werden, wie dies beispielsweise bei ausnehmend süßem Naschwerk der Fall ist, dessen süßer Geschmack durch die Verwendung des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zugefügten Zusatzstoffes gemildert wird. In anderen Fällen wiederum werden bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln beispielsweise insofern Verbesserungen und Vorteile erzielt, als durch die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Zusatzstoffe der Ertrag erhöht oder die Behandlung von öligen oder klebrigen Substanzen vereinfacht wird. Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Geschmacksstoffe enthaltenden Gemische sind von allgemeiner Bedeutung und können auf zahlreichen anderen Gebieten Anwendung finden. Sie eignen sich insbesondere für die Herstellung von rasch zuzubereitenden Lebensmitteln, einschließlich von solchen, die nur gewärmt und serviert zu werden brauchen, sowie auch von Trockenmischungen, zu denen gewöhnlich nur irgendeine einfache Zutat, beispielsweise Wasser oder Milch, zugegeben zu werden braucht. In Anbetracht der ständig zunehmenden Verwendung von rasch zuzubereitenden Gerichten ist es wünschenswert, eine größere Vielfalt von Geschmacksstoffe enthaltenden Substanzen zur Verfügung zu haben, die den Lebensmitteln in Trockenform zugegeben oder beigemischt, längere Zeit aufbewahrt und, in gewöhnlichen Behältern gelagert, versandt und zum Verkauf gebracht werden können. Ganz gleichgültig, ob die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Trockenmischungen für sich allein oder nach einem Rezept zusammen mit anderen Zutaten verwendet werden, besitzen sie immer eine ausgezeichnete strukturelle Beschaffenheit, und sie enthalten genau den Geschmack und das Aroma der ursprünglich den Geschmacksstoff enthaltenden Substanz. Werden die Gemische als solche versucht, so ist festzustellen; daß sie bei den Mundnerven eine angenehm glatte Empfindung hervorrufen.
  • Die bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendeten Zusatzstoffe besitzen ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Aroma, das häufig leicht flüchtig ist oder auf andere Weise untergeht. Sie sind, weiterhin dadurch gekennzeichnet,-daß sie verschiedene Mengen einer Flüssigkeit enthalten können, deren Anwesenheit bewirkt, daß die Substanzen nicht an und für sich trocken und leicht schüttbar sind; es kann sich bei diesen Flüssigkeiten um ölige oder wäßrige Substanzen oder auch um ein aus beiden bestehendes Gemisch handeln; es kommen für diesen Zweck jedoch auch solche Flüssigkeiten in Frage, die weder ölig noch wäßrig sind, nämlich beispielsweise organische Flüssigkeiten. Es ist das Verdienst des Verfahrens der Erfindung, daß die Geschmacksstoffe bzw. die die Geschmacksstoffe enthaltenden Substanzen im wesentlichen trocken und leicht schüttbar gemacht werden und dabei gleichzeitig ihre sämtlichen anderen Eigenschaften erhalten bleiben. Im allgemeinen sind die Geschmacksstoffe leicht flüchtig und nicht zeit Wasser mischbar.
  • Bei tiefgekühlten Lebensmitteln wird durch die erfindungsgemäße Beimengung der Cellulosekristallitaggregate nicht nur eine Herabsetzung des Nährwertes derselben erzielt, sondern es werden den damit vermischten Lebensmitteln gleichzeitig auch noch andere wertvolle Eigenschaften verliehen. So können die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Zusätze nicht nur einfach an Stelle von kalorienreichen Zutaten verwendet werden, sondern es wird damit gleichzeitig den hohen Anforderungen an die Qualität Genüge getan, auf Grund derer sich die hergestellten Produkte auf dem Markt durchsetzen. So war es z. B. eine wehverbreitete Ansicht, daß bei Speiseeis nur durch die Verwendung eines tierischen Fettes, beispielsweise Butter, oder eines Pflanzenfettes, wie Kokosöl, ein gewisser Grad an Feinheit und vollem Geschmack erreicht werden könne. Wie jedoch aus der nachstehenden Beschreibung hervorgeht, können bei dem Verfahren der Erfindung diese Zutaten teilweise oder insgesamt durch die Kristallitaggregate .ersetzt und dabei eine derartige Gleichmäßigkeit und Vollmundigkeit im Geschmack und Aussehen erreicht werden, daß im Vergleich mit dem bekannten Produkt kein Unterschied ausfindig gemacht werden 'kann. Durch die Verwendung der nach dem vorliegenden Verfahren zugesetzten erfindungsgemäßen Aggregate wird gleichzeitig die Gefahr des Auftretens von schlechtem Beigeschmack, wie er manchmal bei Verwendung von geringwertigem Butterfett vorkommt, verringert oder vollkommen ausgeschaltet.
  • Das Verfahren der Erfindung ist auf sämtliche gekühlten und tiefgekühlten Lebensmittel sowie für Süßwaren, Süßspeisen od. dgl., anwendbar und eignet sich insbesondere zur Herstellung von Speiseeis, Gefrierpudding, Malzkaltspeisen, Speiseeisersatz oder Mellorine, Sorbet, Eismilch, Eismixgetränken, Wassereis, Dessertmischungen, Süßwaren od. dgl.
  • . Der Wert der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Zusatz zu Gefrierspeisen verwendeten Kristallitaggregate liegt unter anderem insbesondere darin, daß bei Herstellung von Speiseeis an Stelle des Butterfettes die erfindungsgemäßen Kristallitaggregate Verwendung finden, wodurch der Nährwert des. Speiseeises um 501)/o oder mehr herabgesetzt wird.
  • Zusammenfassend wird bemerkt, daß mit Hilfe des Verfahrens der Erfindung eine Lebensmittelzusammensetzung erhalten wird, die aus einem den eigentlichen Nährstoff bildenden oder die Geschmacksstoffe enthaltenden Anteil und den Aggregaten von Cellulosekristalliten mit einem durch Abbau der Cellulose erzielten einheitlichen Polymerisationsgrad besteht.
  • Im Hinblick auf die allgemeine Verwendungsmöglichkeit der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zugesetzten Aggregate in Lebensmitteln, können diese ganz oder teilweise eine oder mehrere Komponenten eines bestimmten Lebensmittels ersetzen, und zwar im besonderen kalorienreiche Komponenten, wie z. B. Fette, Öle, Zucker und Stärke. Cellulosekristallitaggregate sind säureunlösliche Erzeugnisse, die durch eine kontrollierte saure Hydrolyse von Cellulose hergestellt werden, bei der die ursprüngliche faserige Beschaffenheit dieser Cellulose zerstört wird. Durch Abbau .der Aggregate wird eine kolloidbildende Masse erzielt. Die durch Hydrolyse erhaltenen Cellulosekristallitaggregate besitzen eine von 1 oder 2 R. bis zu rund 300 tc reichende Partikelgröße. Sie können mechanisch derart zerkleinert werden, daß die zerkleinerten Aggregate, von denen mindestens rund 1 Gewichtsprozent eine Partikelgröße von weniger als ungefähr 1 1, besitzt, in einem wäßrigen Medium kolloidal dispergierbar sind, d. h., sie bilden eine stabile Suspension in einem wäßrigen Medium. Sie kennzeichnen sich ferner dadurch, daß sie einen haftenden Film bilden, sobald eine wäßrige Suspension auf Glas aufgetragen wird und diese trocknen gelassen wird.
  • Das Verfahren der Erfindung ist allgemein zur Herstellung jedes beliebigen Lebensmittels, von Lebensmittelzusammensetzungen, Zutaten oder Lebensmittelprodukten anwendbar, gleichgültig ob diese nur aus einem einzigen Bestandteil oder aus einem Gemisch von zwei oder mehreren Bestandteilen bestehen, ob sie flüssig, -flüssigkeitshaltig oder fest sind, ob sie in der Hauptsache aus Kohlen-, wasserstoffen, Fett, Protein oder einem Gemisch dieser Stoffe bestehen, ob sie an und für sich eßbar sind oder erst noch auf eine bekannte Weise, z. B. durch Kochen, Mischen, Abkühlen, mechanische Bearbeitung od. dgl., genießbar gemacht werden müssen.
  • Zur erfindungsgemäßen Herstellung eines aus der die Geschmacksstoffe enthaltenden Masse und den Kristallitaggregaten bestehenden Gemisches ist lediglich ein einfacher Mischvorgang erforderlich. Die Menge der für die Herstellung eines derartigen Gemisches verwendeten Aggregate ist varüerbar und muß unter Berücksichtigung der Eigenschaften der die Geschmacksstoffe enthaltenden Masse gewählt werden. Vorzugsweise werden sie jedoch in dem erhaltenen Gemisch in Anteilen von etwa 12 bis 50 Gewichtsprozent oder auch etwa 10 bis 75,1/o verwendet. Für manche Zwecke kann der Anteil -an Aggregaten sogar noch höher liegen, wie dies beispielsweise dann der Fall ist, wenn eine die Geschmacksstoffe enthaltende ölige Masse zu einem Gemisch verarbeitet wird und dieses Gemisch an damit zur Berührung gelangenden Flächen nicht abfetten soll. Hier kann dann der Aggregatgehalt bis auf 90°/o oder darüber ansteigen. Schließlich kann der Aggregatgehalt bis zu beispielsweise 95 oder 991% gesteigert werden, wenn der Nährwert eines bestimmten Gemisches besonders stark herabgesetzt werden soll, so daß der noch vorhandene Anteil an der die Geschmacksstoffe enthaltenden Masse gerade noch ausreicht, um dem Gemisch einen bestimmten Geschmack und ein Aroma zu verleihen. Die Beimengung einer kleineren Aggregatmenge, beispielsweise zwischen 1 bis 5 oder 10 Gewichtsprozent, kann dagegen zur Veränderung der Erscheinungsform der die Geschmacksstoffe enthaltenden Masse zweckmäßig sein, indem durch Beigabe einer derartigen Aggregatmenge z. B. das Kohäsionsvermögen der Ausgangssubstanz mehr oder weniger stark herabgesetzt und dadurch die Weiterbehandlung der Gesamtmasse erleichtert wird. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Gemische sind sogar bei Raumtemperatur stabil. Wenn die Zusatzstoffe jedoch einem Lebensmittel zugegeben werden, das normalerweise insgesamt oder im Hinblick auf einen seiner Bestandteile kühl gelagert werden muß; wie dies beispielsweise bei Sahne der Fall ist, kann das Gemisch bis zum Verbrauch in einem Kühlraum gelagert werden. Auf mechanischem Wege können die erfindungsgemäß hergestellten Gemische nicht in ihre Bestandteile zerlegt werden. Es wird angenommen, daß die die Geschmacksstoffe enthaltende Masse von den Aggregaten sowohl durch Absorption als auch durch Adsorption gebunden wird und die Geschmacks- und/oder Aromastoffe auf diese Weise nicht verlorengehen können. Die durch erfindungsgemäße Beimengung der Aggregate zu den die Geschmacksstoffe enthaltenden Massen erhaltenen Gemische, nehmen Geruch, Farbe und Geschmack der Masse an, und sie zeichnen sich insbesondere dadurch aus, daß sie im Mund ein angenehm glattes Gefühl hervorrufen.
  • Das Verfahren der Erfindung eignet sich ferner zur Herstellung von Backwaren, einschließlich sämtlicher Arten von Brot; Kuchen, gesüßtem und ungesüßtem Gebäck, Biskuits, Pasteten und Krapfen, als Beigabe gereichten Gebäcks, wie kleinen Brezeln oder Kartoffelchips, anderer Arten von Feingebäck. und Spezialgebäcken. Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Aggregate können den bereits backfertig abgepackten Gemischen zur Herstellung der vorbezeichneten Backwaren oder auch Getreidenährmitteln, Mehl und Teigwaren beigemischt werden. Hauptbestandteil von Backwaren, insbesondere von gesüßten und ungesüßtem Kleingebäck, ist Stärke, die einen derart großen Anteil dieser Backwaren ausmacht, daß es bisher sehr schwierig, wenn nicht überhaupt unmöglich war, den Nährwert dieser Waren merklich herabzusetzen, ohne dabei auch gleichzeitig den Geschmack derselben nachteilig zu beeinflussen. In Anbetracht der Geschmack- und Geruchlosigkeit der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Kristallitaggregate sowie des glatten Gefühls, das sie im Mund hervorrufen, kann der Nährwert zahlreicher Backwaren wesentlich herabgesetzt werden, ohne daß hierdurch ihr auf den Verbraucher ausgeübter Anreiz beeinträchtigt wird. Sie können bei der Herstellung der vorstehend genannten Waren einen großen Teil des bisher hierfür verwendeten Mehls ersetzen und können außerdem ganz oder teilweise an Stelle von bisher dem Brot zugesetzten Stoffen, wie Dextrine oder Stärke, verwendet werden. Wenn es sich um aus fein ausgemahlenem Mehl hergestellte Backwaren, beispielsweise Kuchen oder Gebäck, handelt, dienen die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Aggregate zur Speicherung der Feuchtigkeit und bewirken somit eine Erhöhung des Flüssigkeits-Speicherungsvermögens derartiger Mehlsorten. Auf diese Weise kann ein Altbackenwerden der derart hergestellten Backwaren über einen längeren Zeitraum hinweg vermieden werden, was insbesondere bei Kuchen mit einem hohen Zuckergehalt von Vorteil ist. Durch die Aggregate können auch normalerweise flüssige Zutaten in im wesentlichen trockener, frei schüttbarer Form verarbeitet werden, d. h., die flüssigen Zutaten können zuerst einmal mit den Aggregaten vermischt werden, wodurch eine im wesentlichen trockene körnige Mischung entsteht, die dann dem durch Rezept vorgeschriebenen Gemisch zugegeben wird. Die von den Aggregaten adsorbierten und absorbierten Flüssigkeiten erscheinen nach außen hin trocken. Solche mehr oder weniger flüssige Zutaten sind beispielsweise Backfett, Wasser, Milch, Sirup und Emulsionsbildner. Als weitere geeignete Zutaten kommen beispielsweise Speck, Butter und Eier in Frage.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Kristallitaggregate eignen sich insbesondere zur Bereitung von Lebensmitteln, die in der Hauptsache aus Kohlenhydraten, beispielsweise aus Zucker und Stärke, bestehen. Die Aggregate können unmittelbar in diese Nahrungsmittel eingearbeitet werden und können stets dann Anwendung finden, wenn normalerweise derartige kohlenhydrathaltige Stoffe verwendet werden, z. B. für die Zubereitung von schweren früchtehaltigen Rührkuchen, Pudding und anderen Süßspeisen und kommen auch zur Herstellung der hierfür verwendeten kochfertigen Trockenpulver in Frage. Falls zur Zubereitung derartiger Speisen Trockenpulver verwendet werden, macht sich die erfindungsgemäße Verwendung der Aggregate nicht nur beim Rühren vorteilhaft bemerkbar, i sondern sie bewirken gleichzeitig auch eine bessere Speicherung der in dem Gemisch enthaltenen wäßrigen und öligen Bestandteile, d. b., die Aggregate verhindern, daß die Verpackung, in der die Trockengemische auf den Markt gebracht und verkauft werden, die in dem Gemisch enthaltene Feuchtigkeit aufsaugt.
  • Des weiteren eignet sich das Verfahren der Erfindung auch für die Zubereitung v$n Saucen und Mayonnaisen sowie von Aufstrichen, die unter Verwendung von Speisefetten und -ölen, wie pflanzlichem Backfett, Butter, Margarine, Koch- und Salatöl sowie anderer Fette, Speck od. dgl. hergestellt werden. Ganz abgesehen davon, daß durch die Zugabe der Aggregate der Nährwert des so erhaltenen Nahrungsmittels herabgesetzt und außerdem die einzelnen Zutaten, insbesondere die Flüssigkeiten, besser gebunden werden, werden die Speisen auch nach Wunsch verdickt.
  • Ferner ist als Anwendungsgebiet des Verfahrens der Erfindung die Erzeugung von Milchprodukten, wie Käse, und die Zubereitung von Milch oder Sahne enthaltenden Speisen zu nennen. Von Natur aus weiche und halbweiche, nicht reibbare Käsesorten können durch Vermischen mit den erfindungsgemäßen Aggregaten in einen trockenen, körnigen und frei schüttbaren Zustand gebracht werden, so daß derartige Käsesorten leichter zu handhaben sind. Milch und Sahne können nach Vermischen mit den Aggregaten ebenfalls leichter gehandhabt werden. So kann z. B. aus Milch gewonnene Sahne gegebenenfalls auch nach Wasserentzug mit den Aggregaten vermischt und so ein trockenes frei schüttbares Gemisch erhalten werden, das beispielsweise in Kaffee gegeben werden kann. Die Aufbewahrung und Lagerung solcher Gemische ist außerordentlich einfach.
  • Bei der Herstellung von Süßwaren, wie Zuckerwerk, Kaugummi, Konfekt od. dgl., aber insbesondere bei Zuckerwaren wird durch Zusatz der Aggregate besonders bei sehr stark gesüßtem Zuckerwerk, der süße Geschmack weitgehend abgeschwächt und gemildert, ohne daß zum Süßen auf synthetische oder Ersatzsüßstoffe zurückgegriffen zu werden braucht. Bei der Herstellung von Kaugummi sind die erfindungsgemäß verwendeten Aggregate insofern von Bedeutung, als mit ihrer Hilfe die Geschmacksstoffe leichter in den Kaugummi eingearbeitet werden können, da z. B. durch Vermischen einer die Geschmacks-Stoffe enthaltenden Substanz mit den Aggregaten eine körnige, frei schüttbare Masse erhalten wird, die leicht in einen zur Herstellung von Kaugummi geeigneten Gummi eingearbeitet werden kann. Das Anlaufen von Schokolade und anderen Lebensmitteln, das auf ein Freiwerden von Öl zurückzuführen ist, kann durch Verwendung der Aggregate bis zu einem gewissen Grad ausgeschaltet werden.
  • Schließlich können mit Hilfe der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zugesetzten Aggregate auf Grund ihrer Komprimierbarkeit auch solche Lebensmittelprodukte erhalten werden, die durch Anwendung von Druck bis zu 350 kg/cm2 oder darüber in: jede beliebige Form gepreßt werden können. Lebensmittel mit einem oder mehreren flüssigen Bestandteilen denen erfindungsgemäß Aggregate zugesetzt sind, sind auch extrudierbar. Durch Verwendung der Aggregate kann außerdem auch eine farbliche Aufhellung bestimmter Lebensmittel erzielt werden, da >ich einige der Aggregatfraktionen durch eine intensive weiße Farbe und durch Undurchsichtigkeit aus-;eichnen. Ein weiterer Vorteil von vielen nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten, einen Aggregatzusatz enthaltenden Lebensmitteln ist darin zu erblicken, daß sie leichter zerteilt bzw. zerschnitten werden können. Schließlich kann durch Zugabe der Aggregate auch erreicht werden, daß leicht schmelzbare Lebensmittelbestandteile bei warmem Wetter weniger rasch schmelzen.
  • Die nach dem Verfahren der Erfindung beigemischten Aggregate üben keinerlei nachteilige Wirkung auf die Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteile aus, mit denen sie vermischt werden. Vielmehr wird in manchen Fällen durch Zugabe der Aggregate ein gewisser Schutz oder eine Konservierung erreicht. So zeigte beispielsweise eine aus 64 Gewichtsteilen Roquefortkäse und 36 Gewichtsteilen Aggregaten bestehende Mischung,* nachdem sie 5 Monate lang in einem mit Stöpsel verschlossenen Glasbehälter aufbewahrt wurde, keinerlei merkliche Veränderung in Aussehen, Konsistenz, Aroma oder Geschmack. Die Menge der in ein Lebensmittel einzuarbeitenden Aggregate ist je nach der Art des vorliegenden Lebensmittels varüerbar und richtet sich auch danach, ob ein oder mehrere Bestandteile ganz oder teilweise durch die Aggregate ausgetauscht und welche Gewebestruktur und/oder Konsistenz im Hinblick auf das durch die Speise im Mund hervorgerufene Gefühl erhalten werden soll usw. Die erfindungsgemäß beigemischte Aggregatmenge kann hierbei zwischen 0,1 Gewichtsprozent oder weniger und 90 Gewichtsprozent oder mehr- schwanken. Im allgemeinen liegt der Anteil an Aggregaten jedoch innerhalb eines Bereiches von etwa 5 bis 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 5 und 20 Gewichtsprozent.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel erhalten vorteilhafte variierbare Eigenschaften, insbesondere im Hinblick auf ihre Steifigkeit und Trockenheit, ihre Formbeständigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Abschmelzen. Dies ist besonders beim Verpacken derartiger Produkte vorteihaft. Weichere Gefrierspeisen schmelzen auch bei warmem Wetter nicht rasch. Der Gefrierpunkt dieser Speisen wird jedoch durch Zusatz der - wasserunlöslichen -Aggregate nicht herabgesetzt. Dadurch können die Aggregate ganz oder teilweise an Stelle eines den Gefrierpunkt herabsetzenden Bestandteiles, beispielsweise Zucker, verwendet werden, so daß der Gefrierpunkt des so erhaltenen Gemisches gegenüber dem normalen Gefrierpunkt heraufgesetzt wird. Es wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Aggregate auch als Stabilisatoren wirken, was sich, unter anderem dahingehend auswirkt, daß die Bildung von Eiskristallen verhindert oder vermindert wird. Mit den Aggregaten erfindungsgemäß zubereitetes Speiseeis und andere derartige Produkte können sämig oder schaumig geschlagen werden und lassen sich schließlich auch länger lagern. Bei Sorbet und Eis wird durch Zugabe von erfindungsgemäßen Aggregaten der Eisgeschmack länger erhalten und außerdem erreicht, daß sie nach außen hin trockener erscheinen.
  • Die nach dem Verfahren der Erfindung beigemischten Aggregate tragen auf Grund ihrer insgesamt stabilisierenden Wirkung und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Abschmelzen dazu bei, daß die Kühl- bzw. Gefrierspeisen die in ihnen eingeschlossene Luft länger speichern und somit nicht so leicht zusammenfallen.
  • Das Verfahren der Erfindung läßt sich bei der Herstellung von tiefgefrorenen Zuckerwaren anwenden, gleichgültig ob diese in ganzen Blöcken, in Form kleiner Stangen, an einem der bekannten Stäbchen oder in irgendeiner anderen Form zum Verkauf gebracht werden. Besonders im zuletzt erwähnten Fall macht sich die durch Zugabe von Aggregaten erzielte Formbeständigkeit derartiger Produkte vorteilhaft bemerkbar. ` Es ist auch zur Herstellung gefrorener süßer Eßwaren auf wäßriger Grundlage (Süßwaren) anwendbar. Der Zusatz der Kristallitaggregate kann in jeder beliebigen Stufe des Herstellungsverfahrens erfolgen.
  • Als Beispiel für das erfindungsgemäße Verfahren wird die Einarbeitung der Aggregate, beispielsweise in Speiseeis, beschrieben. Die Aggregate werden dabei derart behandelt, daß sie in Form eines Gels vorliegen, das zweckmäßigerweise etwa 5 bis 35%; vorzugsweise 15 bis 30 % Aggregate enthält. Anschließend können die festen wasserlöslichen Bestandteile, z. B. ein Stabilisator und die Süßstoffe, im Wasser gelöst und dem Gel zugegeben und vermischt werden. Manche Stabilisatoren, wie Natriumalginat, können jedoch ohne weiteres während des Erhitzens des Gemisches beigemengt werden: Darauf können dem Gemisch die Milchfeststoffe zugesetzt werden. Ölhaltige Bestandteile können.durch Schmelzen des Butterfettes gelöst und dieses dann mit den Zutaten vermischt werden, worauf die so erhaltene Lösung in das Grundgemisch gegeben und schließlich noch Geschmacksstoffe hinzugefügt werden.
  • Im Anschluß daran wird das Gemisch auf etwa 82° C erhitzt, homogenisiert, abgekühlt und gefroren, wie dies bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Speiseeis in der gleichen Weise geschieht. Ganz allgemein kann gesagt werden, daß das vorstehend beschriebene Verfahren ebensogut auch für die Herstellung anderer Gefrierspeisen Anwendung finden kann, wobei dann naturgemäß jeweils bestimmte Zutaten weggelassen werden.
  • Im Zusammenhang mit der Homogenisierung, deren Zweck unter anderem eine gleichmäßige Verteilung des Fettgehaltes des Gemisches ist, um ein Austreten des Fettes zu vermeiden, ist es interessant, daß durch die Herabsetzung bzw. vollständige Ausschaltung des Fettgehaltes entsprechend der Erläuterung in den Beispielen das Problem des Fettaustrittes während des Gefrierens noch weiter vereinfacht wird. Auf Grund ihrer adsorptiven und absorkiven Eigenschaften führen die erfindungsgemäß zugesetzten Aggregate eine bessere Bindung der einzelnen Bestandteile des Gemisches, insbesondere der öl- oder fetthaltigen Bestandteile desselben, herbei, bei denen ja bisher häufig die Gefahr bestand, daß sie im Verlaufe der einzelnen Behandlungsstufen durch Austritt verlorengingen.
  • In vielen Fällen kann das Vermischen der einzelnen Bestandteile zweckmäßigerweise derart vor. sich gehen, daß das Zermahlen bzw. die Zerkleinerung der Aggregate unmittelbar in einem wäßrigen oder öligen, flüssigen Bestandteil des herzustellenden Lebensmittels vorgenommen und anschließend die so erhaltene Masse mit den übrigen Zutaten vermischt wird. Ein derartiges Verfahren. ist insbesondere für die Zubereitung von Speiseeis; Sorbet, Eis; Süßwaren, Gefrierpudding usw. geeignet. Bei Anwendung dieses Verfahrens wird eine äußerst innige Vermischung der einzelnen Bestandteile erreicht.
  • Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert. Beispiel 1 Es wurden nach Honig schmeckende Krapfen 4pter Verwendung der folgenden Zutaten hergestellt:
    (
    . mm
    Zutaten . '
    Charge
    Frische Eier..,.. ...,.. 49,7 7;$7
    Z.u«er .... . . . . , e...' 3110 4,91
    Kristaüitaggregate .. , . 79,5 12,60
    Ilonig .... . . . ''? . . "!. . . 105,5 16,72
    ch . . ... ",*...,,... 185;Q 29,31
    Backfett . . , . , . . . . , . . . 15,0 2,3$
    Backpulver : . . . , . , , . . . 10,5 1,66
    Salz . .. ...,.;., 1;1 0;17
    Zimt .",...,.....".,. 0,2 0,03
    Muskatuub ..... . . , , . . . . . . , . 0,2 0,113
    Backnatrqg . . . . * . . ...... . 1,5 0,2.4
    Mehl ... ... ..: . ... * . 152,0 24,08
    `ß1,2 100,00
    Die erfindungsgemäß beigemischten Kristallitaggregate- wurden in der Weise erhalten, daß llolzschhfl mit einer, 0,5u/oigsri HCI=Lösung 60 Minuten lang bei 121' C hydrolisiert wurde. Die Aggregate wurden mit Wasser ausgewaschen und anschließend 24 Stunden lang In einem Ofen bei 65p C und einem Unterdruck von 70 cm Wasser. getrocknet: Diese Aggregate besaßen nach' dem Abbau einen durchschnittlichen Polymerisaiion$grad von 220, einen Feuchtigkeitsgehalt von 2,S Cewiehtsprozent und in einemBereiah von 'bis 300!'w lieoende eartikelgrößen. Die getrack rieten Aggnegate wurden, zuerst mit dem Honig vermischt, indem sie' in ' der Schale' eines Modell-N-50-Hobart-M'ischem if veränderlicher Geschwindigkeitseinstelhuig ' durch bin ''Rühtwerk zusammengerührt werden, das anfänglich' mit einer etwa 61 U/min entsprechenden Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt wurde. Die feinzerkleinerten Aggregate wurden jeweils,innerliälb'eines Zeitraumes von 5 bis 10 Minuten zugegeben, wobei sieh das Gemisch zu einer frei schüttbaren trockenen Masse verwandelte, die anschließend aus' dem - Mischei herausgenommen wurde. Im Ansehluß daran wurden die Eier im Hobart-Misoher sorgfältig verrührt und während des Rührens der Zucker und - das aus Aggregaten und Honig bestehende Trockengemisch hinzugegeben. Als nächstes folgten' die Milch und das geschmolzene Backfett (8elrärtetes Pflanzenöl). Darauf wurden Backpulver ' (Monooaloiumphosphat), Salz, Zimt, Muskatnuß und Dacktiatron #Natriumbicarbonat5i mitälnander 'vermischt und dem vorerwähnten Gemisch unter Umrühren zugesetzt. Schließlich wurde noch das Mehl' belgejnengt und so lange weitergerührt, bis ein glatter Teig entstand: Dieser wurde im ]Kühlschrank abgekühlt und anschließend daraus die Krapfen geformt; die bei etwa 188° C in schwimmendem Fett gebacken wurden. im Vergleich zu zur gleichen Zeit hergestollten; 'keine Aggregate enthaltenden normalen Probekrapfen, erwiesen sich diese Krapfen 'in jeder Hinsicht, 'd. h. in Geschmack, Geruch und Gewebestruktur, als durchaus normal. Weiter wurde eine zweite @Chargo zubereitet, deren Aggregatgehalt lediglich-54/o betrug, und auch die daraus hergestellten Krapfen konnten von den in üblicher Weise,jiergestellteh Krapfen nicht unterschieden werden. Infolge des Herausbackens geigte sich bei den 5 a/o Aggregate enthaltenden Krapfen eine Gewichts> zunahnie von 9;68 0/ö, während sich das Gewicht bei den 12;6 % :Aggregate enthaltenden Krapfen nur um 2,45% erhöhte. - Schließlich wurde auch noch hei einem Aggregatanteil von bis zu 20 Gewichtsprozent zufriedenstellendes Krapfengebäck erhalten.
  • BPispiel 2 Ein Trockengemisch für die Herstellung von Erdnußbuttergebäck wurde unter Vßrwendung der fol= genden Zutaten erhalten:
    Zutaten Gramm D/0
    je eh@r$e
    Kristallitaggreg4te : . . , . . . . . - 128,0 13,92
    Ertinbutter ...... 26,4 32,,24
    Btter .... .. . . 48,6 5,29
    Brauner Zucker. . . . . . . * . , . 125,0 13,6Q
    Granulierter- Zucker . . ...... 1.26g 3:y'16
    Salz , , . . . . : 3,1 0,34.
    Backnatron . . .. 1,8 0,1
    Ailzweekmehl@....... , 10,Q 20,6ü
    919,4 I 100;00
    Die nach dem Verfahren der Erfindung zugesetzten Kristallaggregate wurden auf die bereits im Beispiel 1 beschriebene 'reise erhalten. Zuerst wurden Erdnußbutter und Butter im Hobart-Mischer mit den ge- trockneten Aggregaten vermischt, wodurch eine frei schüttbare, trockene Masse erhalten wurde, der dann alle übrigen Zutaten unter Umrühren zugesetzt wurden, Anschließend wurden dem im Hobart-Mischer br,-fpdlirlhen Gemisch- unter weiterem ständigem Umrühren ein halber Teelöffel Vanille, ein Ei und 185 cms Wasser hinzugegeben. Der so erhaltene schwere Teig wurde zu -kleinen Kugeln gerollt, mit einer Gabel auf einem gefetteten Backblech flachgedruckt und 15 Minuten lang in einen auf 1909 C vorerhitzten Ofen gebacken. Wie sich beim Versuchen zeigte, waren der Geschmack und die übrigen Eigenschafteu des auf diese Weise erhaltenen Kleingebäcks ganz ausgezeichnet, und sie kamen im #brigen den bekannten Produkten dieser Artgleich.
  • Beispiel 3 Wie im Beispiel 1 hergestellte urigetrocknete Cellulosekristallitaggregate mit einem Peuchtigkeitsgehalt von 66% wurden mit Wasser bis auf einen Feststof#-gehalt von 13 % verdünnt und anschließend 39 g dieses Gemisches erfindungsgemäß 6 Minuten lang mit 30g Zucker, 229,8 g Wasser, 0,3 g Vanille und 0;9 g Nathumalginat in einem Waring-Mischer zermahlen. In dem auf diese Weise erhaltenen glatten puddmg artigen (3ei lagen die Bestandteile in folgender Gewichtsprözentverteilung vor: Aggregate 13 0/ö, Zucker 10%, Vanille 0,10/ö, Alginat 0,3e/o und Wasser 7,6,6o%. Der Pudding besaß eine glätte Gewebestruktur; und zwar insgesamt von angenehmem Geschmack. Sein Nährwert lag bei etwa@0,4 Kalorien je Gramm, gegenüber etwa 0,9 Kalorien je Gramm, wie sie bei den bekannten Puddingarten vorliegen, bei denen an Stelle der Aggregate Getreidestärke vorwendet wird. Die Eigenschaften des Puddings wurden nach außen hin auch bei Erhöhung des Aggregatgehaltes auf 20 Gewichtsprozent nicht nachteilig beeinflußt. Es wurden auch andere Puddingarten unter Weglassung des- Alginats zubereitet. -_ Beispiel 4#_ .-Unter erflndungsgem Meer Verwendung der entsprechend dem -Beispiel 1 hergestellten Aggregate wurde eine zum A-Vfstreuen geeignete Erdnußb4tterstreußelmasse zubereitet: Hierbei wurde zuerst ein Teil der Aggregate in einem Hobart-Mischer Ztismmen mit braunem Zucker zernialilen und -das so erhaltend Gemisch mit Erdnußhufter zu einer-glatten Masse gebunden. Diesem Gemisch wurde -dann -der restliche Teil der Aggregate unter, langsamem Umrühren zugegeben und- so'lange'gemhrt, bis sich eine frei- sehütibare kriimelige =Masse gebildet hatten Das Endprodukt -war von ausgezeichnetem Geschmack und besaß eine sehr angenehme Gewebestruktur. --=
    _ _utats@ -_ _ -- - - Gramm v _0/9
    je Charge
    Erdnußbutter , . . . . , . 45,0 _29,0
    Brauner Zucker .. _ .... . 75,0 48x2
    Kristallitaggregate .....: . 35,Q 22,8
    - 155;0 I 100;00
    Beispiel 5 Eine zum Würzen von Salat dienende cremeartige Masse, mit verringertein-14ährwert wurde unter Verwendung der folgenden Zutaten hergestellt:
    Gramm
    Zutaten je % Kalorie
    Charge
    Kristallitaggregate .. . ... 143,8 15,56 -
    Gesamtwassergehält , . . . . . 4,25,3 4f,13 -
    Zucker ............ ....... 68,0 `i,36 2928
    Salz ............ _ ...... 14;4 1,56
    Trockensenf . .. .... - . 1,6 0;17 0,37
    Mononatriumglutamat . . - - 0,1 0;01 0,04
    Selleriesalz .:.. ....... 0;4: 0;Ö4 -
    Glycerin ...... . . . .. . . . ... 3030 3;25 12,92
    Raffiniertes
    Baumwollsamenöl...... 80,Q 8,66 77,92
    Frisches Eigelb .. --- Z'7,0 1,73 6;15
    Essig, Apfelmost . . . . . . . . . 121,0 3.3,09 1,57
    Zitronensaft . - . . _ _ 20;0 2,16 0.,87
    Alginat ... . . .. . . .. . . .. . 2,5 0;27 0;38
    924,.,1 1 MM 11-2 9,5p
    Die erfindungsgemäß beigemischten Knstallitaggregate würden in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 erhalten, jedoch nicht getrocknet, so däß ihr Feuchtigkeitsgehalt etwa 65% betrug. Die ungetrock rieten Aggregate; deren Feststoffgehalt bei etwa 33% lag, wurden 20 Minuten lang im Hobart-Mischer mit einer mittleren Geschwindigkeit von -etwa 25 U/min zermahlen und so ein glattes Gel gebildet. Dann wurden Zucker, Salz, Senf, Glutamat und Selleriesalz miteinander vermischt und dieses Gemisch den in dein #obart-Mischer -befindlichen Aggregaten unter ständigem Umrühren zugegeben. Im Ansehluß daran erfolgte die Zugabe von Glycerin, Baumwollsamenölx Eigelb; Essig und Zitronensaft in der vorgeschriebenen Reihenfolge. Nach weiterem Umrühren wurde das Natriumalginat in Wässer -gelöst--und der -Mischung hinzugegeben. Es wurde weiterhin so lange gerühmt, bis die Masse glatt war.
  • -Ein Vergleich des so erhaltenen Produktes mit den bekannten-Salatcremen -und Mayonnaisen brächte in geschmacklicher Hinsicht ein günstiges Ergebnis. Nacheiner 3monatigen Lagerung in einem Haushaltkühlschrank bei- einer Temperatur -von -etwa _4° C machten sich 'bei dem Produkt keinerlei Anzeichen eines Nachlassens der Viskosität oder freie Wasserabsonderungen bemerkbar. Die in der vorstehenden Tabelle aufgeführten Angäben über den Kaloriengehalt der einzelnen Zutaten wurden dem von der Firma H. J. Heinz & Co. veröffentlichten Handbuch über -Nahrungsmittel (Nutritional Data Handbook) entnommen und beziehen sich auf die prozentualen Gewiphtsanteile der Cregge und nicht dar4uf, wieviele Gramm je Charge vorliegen. Mit anderen Worten, wezin davon ausgegangen wird, daß die-in Cevichtsprozenf angegepegen Werte auf der Basis von Grammangaben berechnet sind, dann sind, die in Kalorien angegebenen-Werte z4tref#epd 8o besitzen beispielsweise 10Q g der @alaterame eincn-NMrwert von 129,5 Kalorien. Bei einer- Umreohnpng auf Gramm beträgt der galqriengelialt- des Produktes 1a30 Kalorien.- Bekannte $alatcramie besitzt-demgegenüber einen Nähmest von 3,90 caltg und' Mayonnaise einen Nährwert von 7,20 cal/g. Eine weitere Herabsetzung des Nährwertes des Produktes läßt sich ohne gleichzeitige merkliche Minderung der Qualität und der Beschaffenheit in der Weise -errei= chen, daß der Gehalt an Baumwollsamenöl bis auf 504/o der- vorgenannten Menge oder weniger verrin= gert wird. - ' -Beispiel 6, Eine zur Herstellung von Frankfurter Würstchen bestimmte bekannte Fleischemulsion der üblichen Zusammensetzung wurde fertig gekauft. Die Emulsiön bestand aas entbeintenm Hihner-f(eis6h; Kleinfletsch vom Schwein, Läutern, -Gewürzen, 841z, Zukker und Räuchersalz und bildete eine feuchte, bräunliche,-plastisch verformbare gusammenhäuende und klebrige Masse. Die Masse wurde gekühlt und in die sein Zustand in Portionen zerteilt und in der- folg enden Weise verarbeitet. - -1. 200 g der- Masse wurden fite Verglei_ehszwecke in eine aus regenerierter Cellulose #bastehende Wursthaut mit. einem--Durchmesser vdn ätz eingefüllt. Dies wurde von Hand durchgeführt; um die Fließeigenschaften der Emulsion genau feststellen zu können, die auf Grund der Klebrigkeif' der Masse bestenfalls' als ungureiehend-zu bezeichnen Waren. - Gapz besonders schwierig war es hierbei, die- Bildung von Luftblasen .u vermeiden. Die Enden der gefüllten Wursthaut wurden abgebunden und so, - eine- Wurst von bräunlicher Färbung erhalten.
  • 2. Ein aus 95 g, der vorbesehriebenen Emulsion und 5 g Yristalhtaggregaten bestehendes Gemisch wurde im Hobart-Mischer bereitet. Das so erhaltene Gemisch, dessen -Aggregatgehalt 54/u betrug; konnte im wesentlichen von der vergleichsweise hergestellten normalen Wurst nicht unterschieden werden, obwohl man den Eindruck hatte, als ob das Gemisch eine etwas größere Festigkeit besäße. Das Gemisch konnte'nur schwer- in eine Wursthaut bestimmter Länge ein= gefüllt werden. Die Farbe der so erhaltenen Wurst glich im wesentlichen derjenigen der vergleichsweise hergestellten normalen Probewurst. Die Aggregate entsprechen den im Beispiel 1 beschriebenen.
  • 3. Es wurde ein 10% Aggregate enthaltendes Gemisch mit 90 g Fleischemulsion und 10 g Aggregaten im Hobart-Mischer hergestellt. Die so erhaltene Masse war zwar noch stark plastisch und zusammenhängend, aber es ließ sich bereits ' ein Nachlassen der Klebrigkeit feststellen. Das Gemisch ließ sich leichter in die Wursthaut einfüllen, und die so erhaltene Wurst besaß im wesentlichen die gleiche Farbe wie die normale Vergleichswurst. ' 4. Aus 160 g Emulsion und 40 g Aggregaten wurde ein 20 % Aggregate enthaltendes Gemisch bereitet, wodurch ein zusammenhängender Teig erhalten wurde, der weit weniger klebrig und haftend war als die normale Vergleichsmasse, und der so aussah, als ob er extrudiert werden könne. Das Gemisch ließt sich weitaus leichter in die Wursthaut einfüllen, und die so erhaltene Wurst glich zwar im allgemeinen noch der normalen Vergleichswurst, besaß jedoch eine merklieh hellere Färbung als diese.
  • Sämtliche so erhaltenen Würste wurden anschließend etwa 1$/4 Stunden lang bei 71° C erhitzt; nach dieser Zeit wurde festgestellt, daß sich in jeder der ; Würste unmittelbar unter der Wursthaut eine ölige bernsteinfarbene Flüssigkeit angesammelt hatte, wobei jedoch bei der nach dem Beispiel 4 zubereiteten Wurst diese Flüssigkeitsmenge kleiner war als bei den anderen Würsten. Die normale Vergleichswurst und die Würste nach Nr. 2 und 3 waren sämtlich ohne erkennbare Unterschiede rot, während die nach Nr. 4 erhaltene Wurst eine etwas schwächere rötliche Färbung zeigte. Die normale Probewurst fühlte sich weicher an als die anderen Würste.
  • Sämtliche Würste wurden sofort in auf einer Temperatur von 71° C gehaltenes Wasser gebracht und 12 Minuten lang in diesem belassen. Die normale Vergleichswurst und die nach Nr. 2 und 3 hergestellten Würste behielten während des Ziehens ihre rote Farbe bei, während die Wurst nach Nr. 4 zunächst eine bräunliche Tönung anzunehmen schien und dann rosa wurde. Im Anschluß daran ließ man alle Würste 5 Minuten lang mit kaltem Leitungswasser überlaufen, und sie wurden dann über Nacht in einem Kühlschrank bei etwa 15° C gelagert.
  • Sämtliche Würste behielten im wesentlichen die gleiche rote Farbe, jedoch erschien die nach Nr. 4 erhaltene Wurst eher rosa als rot. Bei allen hatte sich eine ölige Flüssigkeit unmittelbar unterhalb der Haut angesammelt, die bei Nr. 4 vergleichsweise in geringerer Menge vorlag. Ein Schrumpfen konnte nicht festgestellt werden, aber bei der nach Nr. 4 erhaltenen Wurst füllte das Fleischgemisch die Wursthaut besser aus als bei den anderen Würsten. Die normale Vergleichswurst fühlte sich weich bis fest an, während die anderen Würste etwas fester erschienen, wobei der Grad der Festigkeit mit zunehmendem Aggregatgehalt höher lag. Alle Würste ließen sich ohne weiteres zerschneiden. Bei einem Vergleich der Schnittflächen zeigte sich, daß Nr. 2 und 3 einen »fleischhaltigeren« Eindruck machten als die normale zu Vergleichszwecken hergestellte Probewurst, d. h., die Schnittflächen der nach Nr. 2 und 3 erhaltenen Würste zeigten eine natürlichere und mehr faserige Gewebestruktur. Auch die nach Nr. 4 zubereitete Wurst sah fleischiger aus als das normale Probestück, jedoch im Aussehen nicht so gut wie die Würste nach Nr. 2 und 3. Keine der Würste zerkrümelte beim Schneiden, und sie besaßen alle das bekannte Aroma von Frankfurter Würstchen. Nr. 2 und 3 waren in Scheiben geschnitten streichbar, wobei sich wiederum Nr. 3 leichter verstreichen ließ, während die normale Vergleichswurst und Nr. 1 nicht streichbar waren, sondern etwas zäh wirkten.
  • Eine Gruppe von Personen, denen Kostproben der verschiedenen Wurstarten gereicht wurden, machte folgende Feststellungen: Der Geschmack der Proben nach Nr. 2 und 3 wurde für besser befunden als derjenige von im Laden gekauften Frankfurter Würstchen, während Nr. 4 merklich weniger schmackhaft war als die anderen. Die zu Vergleichszwecken hergestellte normale Wurst besaß eine weiche, leicht kaubare Gewebestruktur und war von ausnehmend angenehmem Geschmack, während Nr. 2 und 3 etwas kerniger waren, jedoch der normalen Wurst sonst in jeder Weise gleichkamen. Nr. 4 wurde für weniger kernig als die anderen Würste befunden, da diese Wurst beim Kauen eine weniger starke Kohäsion zeigte. Die normale Probewurst war ausnehmend saftig, wurde jedoch in dieser Hinsicht noch von Nr. 2 übertroffen; Nr. 3 entsprach in etwa der normalen Probewurst, während Nr. 4 weniger saftig war. Insgesamt wurde festgestellt, daß die normale Probewurst und die nach Nr. 2 und 3 erhaltenen Würste sehr wohlschmeckend waren, während Nr. 4 nicht so gut war.
  • Beispiel 7 Etwa 200 g Roquefortkäse wurden in die Schale eines Modell-IV 50-5-Quart-Hobart-Mischers mitRührwerk gegeben und das Rührwerk mit einer Geschwindigkeit von etwa 61 U/min in Gang gesetzt. Nach wenigen Minuten war der Käse zu einer Paste verrührt, und es wurden dann erfindungsgemäß langsam die feinzerteilten Cellulosekristallitaggregate zugegeben. Die Kristallitaggregate waren durch Abbau auf einen durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 220 gebracht worden. Ihre Reinheit lag oberhalb 96%, und ihre Partikelgröße betrug zwischen unterhalb 1 bis 250 g,, wobei etwa 10 % eine Größe unterhalb 44 R,, etwa 40% eine Größe zwischen 44 und 74 w und 40 bis 50% eine Größe oberhalb 74w aufwiesen. Der Feuchtigkeitsgehalt der Aggregate lag bei etwa 41/o. Anfänglich besaß das in der Mischschale befindliche Gemisch das Aussehen einer Paste, die jedoch mit allmählich zunehmendem Aggregatgehalt langsam fester wurde, schließlich einen Teig bildete und dann zerkrümelte, wobei ein mehr oder weniger rundes Granulat entstand. Mit zunehmender Aggregatkonzentration wurde die Korngröße nach und nach kleiner, und sobald der Punkt erreicht war, an dem das Gemisch als trocken angesehen werden konnte, bestand es aus einzelnen Teilchen von mehr oder weniger kugeliger Gestalt, deren Durchmesser 1 bis 2 mm betrug. Es dauerte etwa 5 bis 10 Minuten, bis das Gemisch in eine frei schüttbare trockene Masse verwandelt werden konnte, die etwa 113 g Kristallitaggregate, d. h. etwa 36 Gewichtsprozent Aggregate, enthielt. Das Gemisch war in Farbe, Aroma und Geschmack Roquefortkäse gleich, insbesondere fühlte es sich im Mund glatt an; und nach Meinung derjenigen Personen, die Kostroben versuchten, konnten die Kristallitaggregate aus dem Käse nicht herausgeschmeckt werden. Das Gemisch ließ sich also beim Essen nicht von gewöhnlichem Käse unterscheiden. Ein Teil des Trockengemisches wurde in einen Glasbehälter gegeben und dieser mit einem Stöpsel verschlossen, und es zeigte sich, daß das Gemisch seine freie Schüttbarkeit über eine unbegrenzte Zeitdauer beibehielt. Ein weiterer Teil des Trockengemisches wurde auf ein verhältnismäßig glattes Schreibpapier gebracht und bei Raumtemperatur unter Zutritt von Luft stehengelassen. Der Versuch wurde nach 48 Stunden unterbrochen, und es wurde festgestellt, daß das Gemisch noch immer Farbe, Aroma und Geschmack von Roquefortkäse besaß und keinerlei feuchte Spuren auf dem Papier hinterlassen hatte.
  • Beispiel 8 Entsprechend dem Vorgehen im Beispiel 1 wurden noch eine Anzahl von anderen frei schüttbaren Trockengemischen hergestellt, die jeweils aus einer die Geschmacksstoffe enthaltenden Substanz und den Cellulosekristallitaggregaten bestanden. Der Kristallitaggregatgehalt dieser verschiedenen Lebensmittelgemische geht aus der folgenden Aufstellung hervor:
    Substanz Aggregatgehalt
    Erdnußbutter .................. 23,00/0
    Schweizer Käse . . . . . . . . . . . . . . . . 13,81/o
    Cheddar-Käse ................. 20,00/0
    Kokosnußereme . . . . . . . . . . . . . . . 20,6 o/o
    Melasse ...................... 44,0%
    Honig ........................ 44,0%
    Ahomsirup ................... 44,0%
    Butter ........................ 44,8%
    Zitronenöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50,00/0
    Orangenöl ..................... 50,0%
    Maisöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39,0%
    Gehärtetes Fett ......... ...... . 39,0%
    Fleischemulsion ........ . ..... 50,0%
    Speck ........................ 48,0%
    In sämtlichen Fällen nahm das Gemisch sowohl die Farbe als auch das Aroma und den Geschmack der die Geschmacksstoffe enthaltenden Masse an. Sämtliche Gemische fühlten sich im Mund angenehm glatt an. Die Melasse und Honig enthaltenden Gemische zeichneten sich dadurch aus, daß sie, nachdem sie 48 Stunden lang auf Papier aufgebracht waren, auf diesem keine Feuchtigkeitsspuren hinterließen. Nach dieser Zeitspanne wurde der Versuch abgebrochen. Die butterhaltigen und die Sehweizerkäsegemische dagegen ließen nur geringe Feuchtigkeitsspuren auf dem Papier zurück. Weiter war festzustellen, daß die Kokusnußcreme eine verstreichbare, plastisch verformbare Masse darstellte. Die Fleischemulsion war von der Art, wie sie gewöhnlich für die Herstellung von Wiener Würstchen verwendet wird. Ein zu gleichen Teilen aus dieser Emulsion und den Kristallitaggregaten bestehendes Gemisch war im wesentlichen trocken und frei schüttbar. Es ließ sich bei der Herstellung der kalorienarmen Wiener Würstchen ohne weiteres extrudieren. Die Bereitung des speckhaltigen Gemisches wurde in der Weise vorgenommen, daß zuerst der Speck fein zermahlen und dieser Masse dann die Kristallitaggregate zugesetzt wurden. Das so erhaltene trokkene und frei schüttbare Gemisch ließ sich beispielsweise auf einer Pizza als Gewürz verstreuen. Es hat sich gezeigt, daß die Trockengemische das Aroma und den Geschmack von Lebensmitteln und deren Zutaten voll zur Wirkung bringen. Darüber hinaus wird das, gesamte Geschmacksspektrum einer Speise durch die Aggregate gespeichert und aufrechterhalten. Mit anderen Worten, die verschiedenen Lebensmittel können getrocknet werden, ohne daß dies einen Verlust an Geschmacks- und Aromakomponenten zur Folge hat, ein Vorteil, der sich bei den bekannten Trockenverfahren unter Anwendung von Wärme bisher niemals erzielen ließ, da stets einige der Geschmacksbestandteile durch Verdampfung verloren gingen und die wärmeempfindlichen Geschmacksstoffe durch die Wärmeeinwirkung zerstört wurden usw. Wie aus der Beschreibung hervorgeht, erfolgt das Trocknen der die Geschmacksstoffe enthaltenden Lebensmittelsubstanzen mindestens zum Teil- in der Weise, daß diese Substanzen von den Cellulosekristallitaggregaten absorbiert und/oder adsorbiert werden.
  • In diesem Zusammenhang ist noch zu bemerken, daß die näeh der Erfindung erhaltenen Trockengemische auch solchen Bedingungen unterworfen werden können, die zu einer nicht allzu starken Dehydration führen, d. h., sie können beispielsweise der Wirkung von Raumtemperaturen bis zu etwa 43° C ausgesetzt und somit kann ein noch trockeneres Gemisch erhalten werden, falls dies gewünscht wird.
  • Durch die Absorptionsfähigkeit der erfindungsgemäß verwendeten Aggregate für gasförmige Stoffe ergeben sich weitere Verwendungsmöglichkeiten. So können beispielsweise Kaffeeöl oder Kaffeekomponenten, die durch Kondensation der beim Rösten oder Mahlen von Kaffee frei werdenden flüchtigen Substanzen, aus Kaffeebohnendestillaten oder auf eine andere bekannte Weise erhalten werden, mit den Aggregaten vermischt und das so erhaltene trockene und frei schüttbare Gemisch mit dem sogenannten Instantkaffee vermischt und abgepackt werden, so daß, wenn das so erhaltene Kaffeepulver- in kochendem Wasser aufgelöst wird; ein echterer und vollmundigerer aromatischer Kaffeegeschmack erzielt wird.
  • Wie bereits ausgeführt, können die Aggregate nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auch mit Salatöl und/oder Essig vermischt werden, wobei diese flüssigen Substanzen in eine trockene, frei schüttbare Form gebracht und so mit den gewöhnlich für die Zubereitung von Salatsaucen verwendeten trockenen Zutaten zusammengebracht und abgepackt werden, Auf diese Weise wird ein Trockengemisch erhalten, dem nur noch Wasser zugegeben werden muß. Im Zusammenhang mit Gemischen, welche schmelzbare Substanzen enthalten, ist es interessant zu bemerken, daß das Gemisch beim Erhitzen eine glatte homogene Schmelzmasse ergibt, bei der die Geschmacksstoffe in der vorbeschriebenen Weise geschmolzen werden. Gegebenenfalls kann die schmelzbare Substanz bereits in geschmolzenem Zustand in den Mischer gegeben, die Kristallitaggregate dieser Schmelzmasse zugesetzt und so das Trockengemisch erhalten werden. So wurde beispielsweise bekannte Milchschokolade geschmolzen, in den Mischer gegeben und dieser dann die Aggregate zugesetzt, worauf ein trockenes, frei schüttbares Pulver erhalten wurde, das etwa 32 Gewichtsprozent Aggregate enthielt. Das Pulver besaß vollkommen den Geschmack, das Aroma und den Geruch der Ausgangsschokolade, und diese Eigenschaften blieben auch noch erhalten, als unter ständigem Umrühren 4 Teilen des Pulvers 6 Teile Wasser zugegeben und so ein- streichbarer Aufstrich erhalten wurde.
  • Außer den wie vorbeschrieben hergestellten, die Geschmacksstoffe enthaltenden Substanzen können mit Hilfe des Verfahrens der Erfindung auch noch andere Lebensmittel in trockene, frei schüttbare Form gebracht werden; es handelt sich hierbei beispielsweise um Hickorynüsse, Haselnüsse, Paranüsse und Mandeln, Obst einschließlich von Avocadosbirnen und insbesondere um Trockenfrüchte, wie Feigen, Rosinen, Pfirsiche, Datteln usw. Außerdem kommt das Verfahren auch bei der Verarbeitung von Fisch, wie Hering und Thunfisch, sowie von Krabbenfleisch in Frage: Pflanzenblätter, wie Minze, Petersilie, Zwiebeln od. dgl., oder Pflanzenfrüchte, wie Sellerie und Rhabarber, Wurzelgemüse, wie Rüben und Merrettich, und Früchte, wie Kürbisse, Gurken, Wassermelonen usw., lassen sich ebenfalls nach dem Verfahren der Erfindung entsprechend verarbeiten. Außerdem können auch Wurst, Fleischextrakte, Lecithin, Pilze, Kaviar u. dgl. verfahrensgemäß in die vorbeschriebenen, trockenen und frei schüttbaren, pulverartigen Massen umgewandelt werden.
  • Wie bereits angegeben, wird die die Geschmacksstoffe enthaltende Masse vorzugsweise während der allmählichen Zugabe .der Cellulosekristallitaggregate ständig umgerührt. Während des Umrührens verdickt sich die so erhaltene Substanz für gewöhnlich langsam zu einem Teig. Da dieser Teig extrudier- und formbar ist, kann er -ohne weiteres zu Kugeln oder ähnlichen Gebilden entsprechender Größe verformt werden. Sobald das Gemisch in Teigform vorliegt, kann der so erhaltene Teig durch eine öffnung von verhältnismäßig kleinem Durchmesser wurstförmig extrudiert und in kleine Stückchen zerteilt werden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Gemische lassen sich durch Hinzufügung einer entsprechenden Menge einer genießbaren Flüssigkeit, wie Wasser oder Milch, zu eßbaren Aufstrichen verarbeiten, wobei die Menge der zuzugebenden Flüssigkeit im Einzelfall ohne weiteres bestimmt werden kann, da sie sich einfach nach dem jeweils herzustellenden Gemisch und der gewünschten Konsistenz des Aufstriches richtet.
  • Es ist darauf hinzuweisen, daß mit der Angabe, daß die die Geschmacksstoffe enthaltenden Gemische im wesentlichen trocken sind, ausgesagt werden soll, daß sie in diskontinuierlicher und aus einzelnen Teilchen bestehender Form vorliegen und infolgedessen frei schüttbar sind. Die zur Herstellung der Gemische verwendeten Kristallitaggregate sind nichtkontinuierlich, nichtfaserig und pulverförmig und liegen in den Gemischen in fester Form vor.
  • Beispiel 9 Nach Beispiel 1 hergestellte Cellulosekristallit aggregate wurden zu einem wäßrigen Gemisch verarbeitet, das aus 32 Gewichtsprozent Aggregaten und im übrigen aus Wasser bestand. Dieses Gemisch wurde in einem 'aus rostfreiem Stahl bestehenden P$eidererkneter zermahlen. Der Zerkleinerung der Aggregate wurde innerhalb eines Zeitraumes von 2 Stunden durchgeführt, wobei ein Gel in Form eines verhältnismäßig festen zusammenhängenden Teiges erhalten wurde. Das zerriebene teigartige Gel setzte sich aus Teilchen folgender Größenordnung zusammen: etwa 9 % der Partikeln waren kleiner als 0,5 [,, 21% lagen unterhalb 1,0#t, 38% unterhalb 2,0[t, 65% unterhalb 5,0[t, 83% unterhalb 10,0#L, 9311/o unterhalb 20,0 #t, und insgesamt lag die Größe sämtlicher Partikeln unterhalb 26,0 Es wurde ein Speisecisgemisch hergestellt, indem zuerst 0,3 Gewichtsteile CMC (Natriumcarboxymethylcellulose) mit 12 Gewichtsteilen Magermilchpulver vermischt und diesem Gemisch 865 cms Wasser und außerdem noch 15 Gewichtsteile Sucrose beigegeben wurden. Nach sorgfältigem Vermischen wurden erfindungsgemäß 10 Gewichtsteile des Kristallitaggregatteiges hinzugefügt und das so erhaltene Gemisch in einem Waring-Mischer so lange verrührt, bis es glatt war. Der Gesamtwassergehalt lag bei 62,7 Gewichtsteilen. Das Gemisch wurde aus dem Mischer genommen, auf 82° C erhitzt und in noch warmem Zustand in einem einstufigen Homogenisierapparat homogenisiert, wobei das Gemisch vermittels eines Kolbens mit einem Druck von 70 kg/cm2 durch kleine Düsen hindurchgedrückt wurde. Anschließend wurde das derart homogenisierte Gemisch auf Raumtemperatur abgekühlt und in einer gewöhnlichen Eismaschine gefroren.
  • Nach einer Lagerzeit von etwa einer Woche wurden Kostproben des so hergestellten Vanille-Speiseeises von einer Grüppe von Leuten versucht, die feststellten, daß es eine glatte Gewebestruktur, eine weiche bis feste Konsistenz, ein etwas trockenes Aussehen und einen nur etwas eisigen Geschmack besaß. Die erfindungsgemäße Anwesenheit der Kristallitaggregate ließ sich weder im Geschmack noch im Aussehen feststellen. Insgesamt wurde das so erhaltene Produkt als wohlschmeckend beurteilt. Ein Teelöffel dieses Eises wurde '/?.Stunde lang bei Raumtemperatur stehengelassen, und es zeigte sich, daß nur eine geringe Menge weggeschmolzen war. Die abgeschmolzene Substanz besaß ein sehr glattes cremiges Aussehen. In Gewichtsprozent ausgedrückt besaß das Speiseeis folgende Zusammensetzung: Nichtfetthaltige Milchfeststoffe .. 12,00% Zucker ....................... 15,00% CMC ......................... 0,30% Kristallitaggregate ....... ....... 10;00% Wasser ....................... 62,70% Ein gleichzeitig auf die übliche Weise hergestelltes und versuchtes Speiseeis schmolz viel rascher ab. Es enthielt 101% Butterfett, 12% nichtfetthaltige Milchfeststoffe, 15% Zucker, 0,15% Natriumalginat, 0,1% Vanille und 62,75% Wasser.
  • Beispiel 10 Ein Teil des Kristallitaggregatteiges von Beispiel 1, dessen Menge 10 Aggregatteilen entsprach, wurde in die Schale eines Hobart-Mischers gegeben (s. Beispiel 2). Diesem Teig wurde ein Gemisch von 3 Teilen Magermilchpulver und 441 cms Wasser zugegeben. Der Mischer wurde so lange betätigt, bis sich ein glattes schweres Gel gebildet hatte. Anschließend wurde eine Mischung von 0,4 Teilen Tragantgummi und 392 cms Wasser unter ständigem Rühren langsam in den Hobart-Mischer gegeben. Hierauf erfolgte die Zugabe von 2 Teilen geschmolzenen Butterfettes, 3 Teilen konzentrierten Orangensaftes (in einer Konzentration von 3 : 1) und 20 Teilen Zucker. Der Gesamtwassergehalt betrug 61,6 Teile. Das so erhaltene Gemisch wurde insgesamt auf 821 C erhitzt, homogenisiert, auf Raumtemperatur abgekühlt, gefroren und entsprechend dem Beispiel 1 gelagert.
  • Das gefrorene Produkt, das einen nach Orange schmeckenden und sahnefarbigen Sorbet darstellte, hatte eine glatte Gewebestruktur, war ziemlich fest, nur etwas eisig im Geschmack und zeigte gute Schmelzeigenschaften. Die Anwesenheit der Aggregate ließ sich nicht feststellen. Insgesamt wurde es als ausgezeichnet beurteilt. Es besaß folgende Zusammensetzung: Butterfett . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2% Nichtfetthaltige Milchfeststoffe . . 3% Zucker ....................... 20% Kristallitaggregate . . . . . . . . . . . . . 100/0 Orangensaft konzentriert ....... 31/o Trangantgummi . . . . . . . . . . . . . . 0,40% Wasser ....................... 61,60% Beispiel 11 Die Zutaten für eine Schokoladencreme wurden in der bekannten Weise insgesamt untereinander vermischt. Die mengenmäßige Zusammensetzung dieses Gemisches ist in der nachfolgenden Tabelle unter der Spalte mit der Bezeichnung »Normalprobe« angegeben. Die Zutaten wurden mit Ausnahme des Maisöls sämtlich miteinander vermischt und verhältnismäßig langsam auf eine Temperatur von 110° C erhitzt. Anschließend wurde das Maisöl hinzugegeben und unter ständigem Umrühren weiter auf 115' C erhitzt. Darauf wurde das Gemisch auf etwa 52' C abgekühlt und in die Portionen Nr. 1, 2, 3 und 4 unterteilt. Bei Nr. 1 wurden auf 90 Gewichtsteile der Masse 10 Gewichtsteile getrockneter, nicht zermahlener Kristallitaggregate zugesetzt und im Hobart-Mischer damit verrührt. Daraufhin wurde das Gemisch einige Minuten lang geknetet und zum Härten stehengelassen.
  • 8 Gewichtsteilen der Portion Nr. 2 wurden 2 Gewichtsteile getrockneter Kristallitaggregate zugegeben, die entsprechend der Beschreibung in Beispiel 6 gewonnen, jedoch nicht zerkleinert waren; das so erhaltene Gemisch wurde in der gleichen Weise wie Nr.1 behandelt. Die Zusammensetzung der verschiedenen Gemische in Gewichtsprozent war wie folgt: Normalprobe Nr. 1 Nr. 2 Nr. 3 Nr. 4 Sucrose .... ............................ 64.,24% 57,82% 51,39% 27,53% 30,54% Halbbittere Schokolade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,46% 7,61% 6,770/0 3,631)/o 5,08% Maissirup ................................. 4,23% 3,81% 3,381)/o 1,81% 2,54% Evaporierte Milch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,45% 2,21% 1,96% 1,05% 1,47% Salz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,770/0 0,69% 0,62% 0,34% 0,461/o Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16,000/0 14,40% 12,80% 53,701)/o 44,401/o Maisöl ................................... 3,85% 3,47% 3,080/0 1,650/0 2,31% Kristallitaggregate ......................... 10;000/0 20,000/0 10,290/0 13,20% 42,85 Gewichtsteile der Portion Nr. 3 wurden 5,72 auf der Basis der Feststoffe berechnete Gewichtsteile eines 18 °/oigen Gels zerkleinerter Kristallitaggregate zugesetzt, das durch Verdünnung des im Beispie19 beschriebenen Aggregatbreis erhalten worden war. Die normale Probecreme und das Gel wurden miteinander im Hobart-Mischer vermischt, geknetet und dann zum Härten stehengelassen. Dann wurden 60 Gewichtsteile der Portion Nr. 4, 40 Gewichtsteile des entsprechend Beispiel 9 erhaltenen urgetrockneten und zermahlenen Kristallitaggregatbreis zugegeben. Die Creme und die Aggregate wurden im Hobart-Mischer vermischt und dann in einen flachen Behälter gegeben.
  • Nachdem sämtliche Gemische bei Raumtemperatur hart geworden waren, wurden sie in ein Tiefkühlfach mit ewa -17o C gebracht, dort bei dieser Temperatur etwa 48 Stunden lang aufbewahrt und dann untersucht und Kostproben davon verteilt.
  • Die Probe Nr. 1 besaß eine etwas glatte Gewebestruktur; war kernig und nach außen hin trocken und hatte einen trockenen Cremegeschmack. Sie schien im Mund und beim Schneiden zu krümeln. Die Anwesenheit der Aggregate ließ sich nicht feststellen. Ein Abschmelzen fand nicht statt.
  • Die Probe Nr. 2 war weniger glatt und kerniger als Nr. 1, erschien nach außen hin trocken, krümelte im Mund und erwies sich als weniger süß als bekannte Süßspeisen dieser Art. Die Anwesenheit der Aggregate war kaum feststellbar. Ein Abschmelzen ließ sich gleichfalls nicht feststellen. Die Probe Nr. 3 war ausnehmend glatt und etwa so weich wie Schmelzkäse; sie erschien leicht feucht und zeigte keinerlei Anzeichen von der Anwesenheit der Aggregate oder von Eiskristallen. Sie zeichnete sich weiterhin dadurch aus, daß sie einen erfrischend kalten Cremegeschmack besaß. Sie ließ sich leicht zerschneiden und schmolz etwas ab.
  • Die Probe Nr. 4 besaß gleichfalls eine ausnehmend glatte cremeartige Gewebestruktur, war weich und sah etwas feucht und cremeartig aus; sie war dunkler als die Probe Nr. 3, und die Anwesenheit der Aggregate ließ sich nicht feststellen. Eine gewisse Kcrnigkeit machte sich angenehm bemerkbar; die Probe besaß einen erfrischend kalten Geschmack und blieb länger kalt als die Probe Nr. 3. Ein Abschmelzen ließ sich nicht feststellen.
  • Bei sämtlichen Proben wurde gefunden, daß durch die erfindungsgemäße Anwesenheit der Kristallitaggregate der übliche süße Geschmack solcher Cremes gemildert wurde. Wenn nicht anders angegeben, ließ sich bei sämtlichen in den Beispielen beschriebenen Produkten die .Anwesenheit der Kristallitaggregate beim Versuchen von Kostproben nicht feststellen.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Nährwert durch Zusatz von aus Polysacchariden bestehenden Füllstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß feste oder flüssige Lebensmittel mit abgebauter, kristalliner Cellulose von relativ einheitlichem Polymerisationsgrad und Teilchengrößen zwischen weniger als 1 und etwa 300 w in solchen Mengen vermischt werden, daß das Gemisch die für das Lebensmittel charakteristischen Eigenschaften beibehält, wobei die Cellulose derart zerkleinert ist, daß mindestens 1% der Cellulose eine Teilchengröße unterhalb 1 w aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosekristallitaggregate zu ölhaltigen Lebensmitteln oder Geschmacksstoffen zugegeben werden, die vorzugsweise etwa 1 Gewichtsprozent oder mehr öligen Stoff enthalten, der zumindest zur Sättigung der Cellulose ausreicht und wobei das Mischprodukt verformbar wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgebaute kristalline Cellulose zu Backwerk zugegeben wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgebaute kristalline Cellulose zu gefrorenen Lebensmitteln und Geschmacksstoffen zugegeben wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgebaute kristalline Cellulose zu Süßwaren zugegeben wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1194 486; USA.-Patentschrift Nr. 2 876107.
DEA35412A 1959-08-27 1960-08-24 Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln mit verringertem Naehrwert Pending DE1197739B (de)

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