DE119718C - - Google Patents
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- DE119718C DE119718C DENDAT119718D DE119718DA DE119718C DE 119718 C DE119718 C DE 119718C DE NDAT119718 D DENDAT119718 D DE NDAT119718D DE 119718D A DE119718D A DE 119718DA DE 119718 C DE119718 C DE 119718C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01C—CHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
- D01C3/00—Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVe 119718 KLASSE 29 b.
Patenürt im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1900 ab.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, jdafs die Wolle regelmäfsig und
continuirlich durch den Extractionsapparat geleitet wird, ohne irgend welchem Drucke ausgesetzt
zu sein, wobei das Lösungsmittel der Bewegung der Wolle entgegengesetzt strömt.
Dabei vermeidet die Zuführungsvorrichtung für die Wolle entgegen den bisher bestehenden
Vorrichtungen das Einsacken und das damit im Zusammenhange stehende Verfilzen der
Wolle; überdies gestattet die Vorrichtung ein vollständiges Entfetten, sowie die Wiedergewinnung
fast des ganzen Lösungsmittels.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt. durch die Vorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt nach E-F der Fig. 1.
Die eigentliche Extractionsvorrichtung besteht aus einem Behälter a, in welchem sich die
Transportbänder c bewegen, und zwar die einen von rechts nach links und die'anderen
von links nach rechts, wie dies die voll ausgezogenen Pfeile andeuten. Die zu entfettende
Wolle wird der Vorrichtung durch d vermittelst eines entsprechenden Vertheilers in Flockenform
zugeführt. Sie fällt auf das oberste Band, welches sie in einer dünnen Lage dem
folgenden Bande zuführt u. s. w. Von dem untersten Sieb wird die Wolle von einem geeigneten
Sieb b aufgenommen, welches mit Lamellen 1 versehen ist und als Elevator dient.
Der Elevator ist in einem Behälter 2 eingeschlossen. Das Lösungsmittel (Petroleumäther,
Schwefeläther oder dergl.) gelangt aus dem Reservoir f bei 3 in den Behälter 2 und vollführt
in dem Behälter a, wie durch die punktirten Pfeile angedeutet ist, einen der Bewegung
der Wolle entgegengesetzten Weg, was dadurch unterstützt wird, dafs die einzelnen
Transportbänder durch Zwischenböden 4 von einander getrennt sind, welche abwechselnd auf
der einen oder anderen Seite für den Durchgang der Wolle bezw. des Fettlösungsmittels
unterbrochen sind. Auf diesem Wege wird das Fett der Wolle nach und nach gelöst. Das
das Fett enthaltende Lösungsmittel tritt bei 5 aus dem Behälter α aus und gelangt durch die
Leitung 6 in das Becken h. Die entfettete, jedoch noch das Lösungsmittel enthaltende
Wolle wird durch einen Vertheilungsschlot e, welcher mit einer um ihre untere Kante drehbaren
Klappe 8 versehen ist, abwechselnd einem der beiden Behälter i und / zugeführt. Zwei
Schieber j und g trennen den Schlot e von
dem Behälter i bezw. /. In diesen beiden Behältern, welche ähnlich wie der Behälter a
construirt sind, bewegen sich abwechselnd im entgegengesetzten Sinne über einander angeordnete
endlose Bänder.
Angenommen, die Wolle werde in den Behälter V entleert, so wird sie im Sinne der
daselbst eingezeichneten Pfeile bewegt. Wenn die Wolle an dem Ende, d. h. bei dem Auslaufe
Ar, angekommen ist, wird die Bewegung der Siebe eingestellt, und nachdem die Klappe 8
umgestellt wurde, was dadurch erfolgt, dafs man sie an die gegenüberliegende Wand des
Schlotes e anlehnt, gelangt die Wolle in den Behälter /. Hierauf schliefst man den Schieber
j, wodurch der volle Behälter i von der
eigentlichenEntfettungsvorrichtung abgeschlossen wird. Die während des Füllens abgetropfte
Flüssigkeit wird durch den Hahn ίο in dem Becken h wieder gesammelt.
Zur Austreibung des Lösungsmittels aus der Wolle wird irgend ein bekanntes Verfahren
angewendet. Man kann z. B. in dem Behälter i ein Vacuum herstellen.
Nachdem man den Hahn ίο geschlossen
und den Hahn ii (Fig. i) geöffnet hat, erzeugt man mit Hülfe einer Luftpumpe das
Vacuum, so dafs das in der Wolle noch enthaltene Lösungsmittel verdampft. Die letzten
Reste des Lösungsmittels werden durch einen heifsen Luftstrom ausgetrieben. Sodann öffnet
man den Auslauf k, setzt die Bänder η in Bewegung
und entleert den Behälter i. Während dieser Zeit wurde der Behälter / gefüllt. Hierauf
schliefst man den Auslauf k, schaltet die Klappe 8 um, öffnet den Schieber j und verfährt
mit dem Inhalt des Behälters / genau, wie in Vorstehendem bezüglich des Behälters i beschrieben
wurde.
Statt den Rest des in der Wolle enthaltenen Lösungsmittels durch Herstellung eines Vacuums
in den Behältern i und / zu gewinnen, kann man auch durch diese Behälter einen Strom
von heifsem Wasser hindurchleiten, dem ein solcher von heifser Luft folgt. Auch kann
man dieses Verfahren mit dem durch Evacuiren combiniren.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Entfetten von Wolle, dadurch gekennzeichnet, dafs die Wolle, ohne irgend welchem Druck ausgesetzt zu werden, durch endlose, sich abwechselnd nach der entgegengesetzten Richtung bewegende Transportbänder (c) im Extractionsbehälter (a) in der entgegengesetzten Richtung bewegt wird, wie das in dem Behälter
mittel.aufsteigendeLösungs-Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE119718C true DE119718C (de) |
Family
ID=388830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT119718D Active DE119718C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE119718C (de) |
-
0
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