DE11801C - Neuerungen in dem Verfahren zum Ueberziehen des Eisens mit Metallen - Google Patents
Neuerungen in dem Verfahren zum Ueberziehen des Eisens mit MetallenInfo
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- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description
1880.
Klasse 7.
JOHN BENBOW JONES und HENRY WARDWELL SHEPARD in BROOKLYN und ROBERT SEAMANN in NEW-YORK (V. S. A.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Mai 1880 ab.
Unsere Erfindung besteht aus einem Verfahren, Eisenbleche oder sonstige Eisenwaaren,
nachdem sie in üblicher Weise gebeizt und gereinigt sind, aber bevor sie in das Metallbad gebracht
werden, zum Ueberziehen vorzubereiten, indem wir durch eine Vorbereitungslösung die
schädlichen Eisensalze an der Oberfläche zerstören und dadurch die der Haltbarkeit des
Eisens schädlichen Elemente entfernen.
Das Verfahren besteht ferner aus der Benutzung einer Zwischenlösung zur Entfernung
bezw. Verhinderung jeglicher Oxydation vor dem Eintauchen in das Metallbad, wodurch die Anwendung
von Salzsäure und das Trocknen im Ofen oder in anderer bisher üblicher Weise unnöthig wird.
Das Verfahren besteht endlich aus der Zubereitung einer Legirung von Zink, Zinn, Blei
und Nickel zum Bade für die präparirten Gegenstände.
Die Eisenbleche werden zuerst von dem Hammerschlag und dem Schmutz in einem Bade
von verdünnter Säure gereinigt, dann in klarem Wasser gewaschen und in der beim Verzinken
üblichen Weise untersucht.
Die so gewaschenen Bleche werden nun in die Vorbereitungslösung gebracht, die aus Wasser
besteht, in dem 1 oder 2 pCt. eines löslichen, organischen oder metallischen Chlorids enthalten
sind, dessen Basen sich zum Eisen positiv verhalten, z. B. Methyl- oder Aethylaminchlorid,
Chlorzink oder Chlorammonium.
In ungefähr 455 1 dieser Lösung rühren wir ca. 2 bis 2,50 kg Oxyd des für das Metallbad
beabsichtigten Metalls oder der zur Legirung bestimmten Metalle.
Die geeignetste Temperatur dieser Lösung ist ungefähr 490 C.
Wenn die Eisenbleche aus dem klaren Wasser kommen, so werden sie kurze Zeit in dieses
Bad, ca. 10 bis 15 Minuten, oder so lange gethan, bis die nächste Anzahl Bleche oder Gegenstände
aus dem Wasser genommen und zum Eintauchen fertig ist.
Diese Lösung zersetzt die Eisensalze und-, neutralisirt
die in den Poren des Eisens enthaltene freie Säure nach dem vorhergehenden Schwefeloder
Salzsäurebade. Die Eisensalze sind bei der Temperatur des Metallbades unschmelzbar und
wenn diese nicht zersetzt oder entfernt werden, so verursachen sie unter dem Ueberzug Rost
oder dergleichen Nachtheile durch ihre. nachträgliche Zersetzung.
Sobald die Bleche etc. aus dieser Lösung genommen, werden sie ungetrocknet in die
zweite oder Zwischenlösung gebracht, die zu gleichen Theilen aus Wasser und aus Chlorverbindungen
organischer oder metallischer Basen zusammengesetzt ist, deren Salze bei der Temperatur
des Metallbades schmelzbar sind.
Statt dieser Salze können wir auch eine Lösung anwenden, die in dem Verhältnifs von 4,55 1
Wasser, 1 kg Chlorammonium (Salmiak) und 4,ss 1 aufgelösten Chlorzink zubereitet ist. Die
Oberfläche dieser letzteren Lösung mufs mit einer 6 bis 9 cm tiefen Schicht Naphthalinöls oder
einer ähnlichen Substanz bedeckt sein.
Wenn die Bleche aus dieser Lösung kommen, werden sie ungetrocknet in gewöhnlicher Weise
in das Bad aus geschmolzenem Zink oder Zinklegirung getaucht, bis der gewünschte Ueberzug
erreicht ist.
Als Metallbad für Eisenbleche oder sonstige Gegenstände und zum Schutz gegen Oxydation
wenden wir eine Metall-Legirung an, bei der das Verhältnifs der Bestandtheile natürlich etwas
variiren kann. Eine der besten Zusammensetzungen unserer eigenthümlichen Legirung ist
die folgende. Wir schmelzen zunächst in einem grofsen Tiegel in dem Verhältnifs von 84 bis
168 g Nickel, giefsen 1,5 bis 3 kg geschmolzenes
Blei dazu und vermischen die beiden Metalle mit einander.
Diese flüssige Mischung wird dann in einem ca. 47 bis 49 kg geschmolzenes Blei enthaltenden
Tiegel gegossen, in den wir ca. 25 bis 38 kg Zink bringen. Nach gehöriger Mischung
der Bestandtheile setzen wir zu dieser Composition ungefähr 15 kg Zinn. Diese so hergerich-
tete Legierung kann in Barren gegossen und bei Bedarf wieder geschmolzen oder auch sofort
als Metallbad benutzt werden.
'· Nachdem Nickel und Blei geschmolzen und untereinander gemischt sind, ist es besser, erst das Zink und dann das Zinn in Barren am Grunde des geschmolzenen Metalles einzuführen, indem man die Stücken durch einen Cylinder wirft, der, vom Rand ausgehend, ungefähr am Boden des Tiegels mündet.
'· Nachdem Nickel und Blei geschmolzen und untereinander gemischt sind, ist es besser, erst das Zink und dann das Zinn in Barren am Grunde des geschmolzenen Metalles einzuführen, indem man die Stücken durch einen Cylinder wirft, der, vom Rand ausgehend, ungefähr am Boden des Tiegels mündet.
Diese Art der Zuführung des Zinks und Zinns erleichert eine innige Mischung der Metalle.
Wird Zink allein benutzt, so wirkt die heifse geschmolzene Masse derart auf das Eisen, däfs
sie von dessen Oberfläche eine Quantität ablöst, die mit einem Theil des Zinks eine schwere,
hauptsächlich aus Eisen und Zink bestehende, nicht schmelzbare Schlacke bildet, die auf den
Boden des Bades fällt und der eigentlichen Wirkung des Bades hinderlich wird.
Man ist deshalb gezwungen, diese Schlacke beständig zu entfernen, was grofsen Verlust
verursacht, da man kaum die Hälfte davon wieder verwenden kann.
Unsere neue Legirung besitzt eine gröfsere Flüssigkeit, als Zink allein, wodurch ein wirksamer
Ueberzug mit einem geringeren Metall-Procentsatz, als beim Zink erreicht werden kann,
und die nach unserer Erfindung überzogenen Gegenstände ein geringeres Gewicht erhalten.
Die vereinigte Wirkung unserer (neutralisirenden) Vorbereitungs- und Zwischen-Lösung reinigt und
befreit das Eisen so gründlich von unschmelzbaren Eisensalzen und Oxyden, dafs eine vollständige
chemische Verbindung zwischen dem Eisen und dem metallischen Ueberzug gesichert ist, ohne Anwendung von Trockenkammern
und freier Salzsäure. '
Claims (3)
1. Die Legirung von Nickel, Blei, Zinn und Zink als Bad.
2. Eine neutralisirende Vorbereitungslösung aus zum Eisen sich positiv verhaltenden Chlorverbindungen
von organischen oder metallischen Basen in Verbindung mit gleichartigen Metalloxyden zum Zersetzen der Eisensalze
im Eisen, nachdem das letztere zuvor in verdünnter Salz- oder Schwefelsäure gereinigt
worden ist.
3. Die Zwischenlösung aus Wasser und Chlorverbindungen
organischer oder metallischer Basen, deren Salze bei der Temperatur des Metallbades schmelzbar sind, während das
Bad mit einer Schicht Naphthalinöl oder ähnlicher Substanz bedeckt ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11801C true DE11801C (de) |
Family
ID=289053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11801D Active DE11801C (de) | Neuerungen in dem Verfahren zum Ueberziehen des Eisens mit Metallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11801C (de) |
-
0
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