DE117348C - - Google Patents

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DE117348C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/04Sulfur dyes from amino compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung besteht, in der Darstellung eines schwarzen Farbstoffs durch Einwirkung von Schwefel und Schwefelnatrium auf das in verdünnten, wässerigen Mineralsäuren unlösliche Condensationsproduct, welches entsteht, wenn p-Amidophenol mit salzsaurem p-Amidophenol längere Zeit auf 170 bis 2100 erhitzt wird. Bei genügend langem Erhitzen ist das im Anfang der Reaction gebildete p-Dioxydiphenylamin (siehe die französische Patentschrift 289244) bis auf geringe Mengen verschwunden.
Durch die Patente von Vidal (Zusatz vom 3. Juni 1896 zu dem französischen Patent23i 188 und 289244 vom 26. Mai 1899) ist bekannt geworden, dafs gewisse parasubstituirte Diphenylamine, wie p-Dioxydiphenylamin, p-Oxyamidodiphenylaminund p-Diamidodiphenylamin durch Einwirkung von Schwefel oder von Schwefel und Ammoniak in Farbstoffe übergeführt werden können. Auch Schneider (Berliner Berichte 1899, 690) erhielt bei der Einwirkung von Schwefel auf p-Dioxydiphenylamin bei i8o° einen schön blauen, säureunechten Farbstoff. Dafs dagegen das oben erwähnte Condensationsproduct aus p-Amidophenol ebenfalls zur Bildung schwefelhaltiger Farbstoffe befähigt ist, war bislang nicht nachgewiesen.
Zur Herstellung dieses Condensationsproductes werden 11 kg p-Amidophenol mit 15 kg salzsaurem p-Amidophenol innig gemischt und 10 Stunden auf 1700, oder 5 bis 6 Stunden auf 180 bis 2io° erhitzt. Die erhaltene Schmelze wird nach dem Erkalten auf's Feinste gepulvert und mit verdünnter Salzsäure erschöpfend ausgezogen. Der Rückstand stellt das Condensationsproduct dar und ist also zum Unterschiede von dem in den Berliner Berichten 1899, Seite 690 beschriebenen p-Dioxydiphenylamin in verdünnter Salzsäure unlöslich. Das Product ist von schwarzer Farbe, seine Lösung in Natronlauge ist intensiv blau, diejenige in concentrirter Schwefelsäure mehr grünlich blau gefärbt; von Alkohol und Eisessig wird es ebenfalls mit blauer Farbe aufgenommen.
Um das Condensationsproduct in einen schwarzen Farbstoff überzuführen, erhitzt man z. B. 12 kg desselben mit 4 kg Schwefel und 30 kg krystallisirtem Schwefelnatrium einige Stunden auf 180 bis 2200. Die erhaltene, schwarz gefärbte, spröde Masse kann ohne Weiteres zum Färben benutzt werden. Das Reactionsproduct löst sich in Wasser mit schwärzlich blauer Farbe; auf Zusatz von Salzsäure entsteht in dieser Lösung ein schwarzer Niederschlag. Durch Zinkstaub wird die alkalische Lösung des Farbstoffs rasch entfärbt; die farblose Lösung des reducirten Farbstoffs wird an der Luft sehr schnell wieder blau. In concentrirter Schwefelsäure löst sich der Farbstoff mit schwärzlich blauer Farbe.
Der Farbstoff besitzt die werthvolle Eigenschaft, ungeheizte Baumwolle im alkalischen, kochsalzhaltigen Bade wasch- und lichtecht schwarz zu färben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines schwarzen, Baumwolle im alkalischen, kochsalzhaltigen Bade färbenden Farbstoffs, darin bestehend, dafs das beim Erhitzen von ρ-Amidophenol mit salzsaurem p-Amidophenol auf I7obis2io° entstehende, in verdünnten, wässerigen Mineralsäuren unlösliche Condensationsproduct mit Schwefel und Schwefelnatrium auf 180 bis 2200 erhitzt wird.
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