DE1160552B - Kathode aus einem poroesen Metallkoerper - Google Patents
Kathode aus einem poroesen MetallkoerperInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J1/00—Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
- H01J1/02—Main electrodes
- H01J1/13—Solid thermionic cathodes
- H01J1/20—Cathodes heated indirectly by an electric current; Cathodes heated by electron or ion bombardment
- H01J1/28—Dispenser-type cathodes, e.g. L-cathode
Landscapes
- Solid Thermionic Cathode (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: HOIj
Deutsche Kl.: 21 g -13/04
Nummer: 1160552
Aktenzeichen: N11801 VIIIc /21g
Anmeldetag: 4. Februar 1956
Auslegetag: 2. Januar 1964
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kathode, die aus einem porösen Körper aus einem hochschmelzenden
Metall oder einer hochschmelzenden Metalllegierung besteht, die aus den in den Körper aufgenommenen
Bariumverbindungen, die aus geschmolzenen Gemischen von Bariumoxyd mit Aluminium-
und bzw. oder Boroxyd bestehen, eine zum Erzielen von Elektronenemission ausreichende Bariummenge
frei machen können.
Die vorstehend erwähnte Kathode kann sowohl in Form eines gepreßten Gemisches aus beispielsweise
Wolfram und Bariumaluminat als auch in Form eines mit Bariumaluminat imprägnierten Wolframkörpers
hergestellt sein.
Obgleich bei den bekannten Kathoden im allgemeinen eine so große Menge freies Barium erzeugt
wird, daß eine zur Elektronenemission erforderliche Oberflächenbedeckung aufrechterhalten wird, ist diese
Emission vielfach erheblich niedriger, als man erwarten würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Emission der obenerwähnten Kathodenarten zu steigern,
ohne daß dabei die Verdampfung zunimmt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kathode gelöst, bei der das geschmolzene Oxydgemisch
aus 5 Mol Bariumoxyd, 2 Mol Aluminiumoxyd und 0,1 bis 10 Mol Kalziumoxyd besteht.
Bei einer Kathode, die durch Pressen eines Gemisches aus Metallpulver und den geschmolzenen
Verbindungen erzielt worden ist, brauchen im allgemeinen nicht mehr als 20 Mol Kalziumoxyd einem
Gemisch aus 5 Mol Bariumoxyd und 2 Mol Aluminiumoxyd zugesetzt werden.
Die letzte Bedingung gilt, weil in diesem Falle das zugesetzte Oxyd in den gepreßten Kathodenkörper
aufgenommen wird, während bei einer imprägnierten Kathode zunächst das Gemisch aus Barium- und Aluminiumoxyd
schmilzt, wobei eine geringe Menge des zugesetzten Oxyds in dieses Gemisch aufgenommen
wird, während der übrige Teil als eine abschließende Schicht auf dem Kathodenkörper zurückbleibt und
nach dem Imprägnieren entfernt wird.
Kathoden gemäß der Erfindung besitzen eine spezißsche Emission, die das Zweifache bis Vierfache
derjenigen von Kathoden beträgt, die das zugesetzte Oxyd nicht enthalten. Auch ist die Verdampfung von
Barium erheblich herabgesetzt.
Als hochschmelzendes Metall findet vorzugsweise Wolfram Verwendung, weil dieses Metall eine ausreichende
Reduktion der Bariumverbindungen ohne eine zu starke Verdampfung ergibt. Auch Legierungen
von Molybdän mit wenigstens 10% Wolfram Kathode aus einem porösen Metallkörper
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter:
Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Als Erfinder benannt:
Roberto Levi, New York, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 9. Februar 1955
(Nr. 487 042)
sind brauchbar. Legierungen von Wolfram und bzw. oder Molybdän mit einem geringen Prozentsatz
Tantal oder Niob können ebenfalls Anwendung finden. Hierbei soll auf die Tatsache Rücksicht genommen
werden, daß Tantal und Niob die Bariumverbindungen sehr stark reduzieren. Auch kann reines
Tantal oder Niob verwendet werden, aber hierbei muß insbesondere dafür Sorge getragen werden, daß
diese Metalle nicht Gelegenheit haben, Gase zu absorbieren, weil dies die Wirkung der Kathode beeinträchtigt.
-.;,
Die Erfindung wird an Hand der Figuren der Zeichnung näher erläutert, in denen
F i g. 1 einen Schnitt durch eine flache Kathode und F i g. 2 einen Schnitt durch eine zylindrische Kathode
nach der Erfindung darstellt, während
Fig. 3 eine graphische Darstellung des zeitlichen
Verlaufs der Elektronenemission ist.
In F i g. 1 bezeichnet 1 ein Molybdänrohr, in dem ein Heizelement 2 angeordnet ist. Ein Kathodenkörper
3 mit einer Emissionsoberfläche 4 verschließt das Rohr 1.
In F i g. 2 bezeichnet 5 den zylindrischen Kathodenkörper und 6 die Emissionsoberfläche.
Auf einer Seite ist der Körper 5 mit einer Molybdänplatte 7 verschlossen, und auf der anderen Seite
schließt er sich an ein Molybdänrohr 9 mit einem Flansch 8 an.
Die flache Kathode nach F i g. 1 wird dadurch hergestellt, daß Metallpulver mit einem vorher geschmol-
309 777/274
zenen und nach der Erstarrung zerkleinerten Gemisch aus Bariumoxyd—Aluminiumoxyd und Kalziumoxyd
gemischt wird. Der so erzielte Körper wird in die erwünschte Form gepreßt und auf eine Temperatur
von etwa 1700° C erhitzt, wobei der niedrigstschmelzende Anteil des Oxydgemisches zu
schmelzen anfängt.
Die Kathode nach F i g. 2 (und vorzugsweise auch die nach Fig. 1) wird dadurch hergestellt, daß zunächst
ein poröser Körper aus Wolfram oder einem ähnlichen Metall durch Sintern auf eine Temperatur
von mehr als 2000° C hergestellt wird. Die Dichte beträgt etwa 83 % des Höchstwertes.
Der poröse Wolframkörper wird dann mit den Oxyden oder den sich zersetzenden Verbindungen
imprägniert, aus denen die Oxyde entstehen, die vorzugsweise vorher zusammengeschmolzen sind oder
sonst gemischt werden, bevor sie mit dem porösen Körper in Berührung gebracht werden. Jedenfalls
wird das Material schnell in einer stark reduzierenden Atmosphäre, wie beispielsweise trockenem Ammoniak
oder reinem Wasserstoff, erhitzt. Die erforderliche Temperatur ist etwa 1700° C. Die Imprägnierung
kann auch im Vakuum oder in einer inerten Atmosphäre erfolgen, aber in diesem Falle ist die für die
so hergestellte Kathode erforderliche Aktivierungszeit länger als beim Imprägnieren in einer reduzierenden
Atmosphäre.
In F i g. 3 ist auf der vertikalen Achse die spezifische Emission in A'cm-' als Funktion der Stundenzahl
aufgetragen, und zwar bei Kurve A für eine mit einem Gemisch von 5 Mol Bariumoxyd mit 2 Mol
Aluminiumoxyd imprägnierte Kathode und bei Kurve B für eine mit dem gleichen Material imprägnierte
Kathode, der jedoch 3 Mol Kalziumoxyd zugesetzt waren. Die Emissionen gelten für eine Temperatur
von 1137 C. während die Kathode bei
ίο 1192 C gealtert wird.
Die Kathode A braucht etwa 70 Stunden, um eine konstante Emission von 3 A<cm2 zu erreichen, während
Kathode B bereits in 5 Stunden eine konstante Emission von 11 A 'cm2 erreicht, d. h. also die
Emission um einen Faktor 4 erhöht.
Die Geschwindigkeit der Bariumverdampfung war bei der Kathode B nur etwa ein Drittel von der bei
bei Kathode A bei gleicher Temperatur.
In der nachstehenden Tabelle werden eine Anzahl Kathodenversuche miteinander verglichen, die mit
unterschiedlichen Zusätzen durchgeführt sind. Die Spalten geben der Reihe nach an: Die Nummer des
Versuches, den Kathodentyp (I bedeutet imprägniert, P bedeutet gepreßt), das hochschmelzende Metall, die
Anzahl Mol der Ausgangsstoffe und die relative spezifische Emission bei einem Feld an der Kathode
vom Wert Null, wobei diese Emission für jeden Kathodentyp ohne Zusatz auf 1 angesetzt ist.
| Nr. | Typ | Hochschmelzendes Metall |
BaCO3 | AIiO3 | CaCO3 | Relative spezifische |
| Mol | Mol | Mol | Emission | |||
| 1 | I | W | 5 | 2 | 1 | |
| 2 | I | W | 5 | 2 | 0,3 | 4,5 |
| 3 | I | W | 5 | 2 | 1,5 | 4,0 |
| 4 | I | W | 5 | 2 | 3,0 | 4,6 |
| 5 | I | W | 5 | 2 | 3,3 | 3,9 |
| 6 | I | W | 5 | 2 | 6,6 | 3,0 |
| 7 | I | W | 5 | 2 | 9,0 | 2,8 |
| 8 | I | W | 5 | 2 | 15,0 | 2,2 |
| 9 | I | W | 5 | 2 | 30,0 | 2,2 |
| 10 | I | W | 5 | 1 | 3,0 | 3,8 |
| 11 | I | W | 5 | 1 | 3,0 | 5,0 |
| 12 | P | 25% W, 75 "/ο Mo | 5 | 2 | 1 | |
| 13 | P | 25% W, 75% Mo | 5 | 2 | 3,0 | 2 |
| 14 | P | 25% W, 75% Mo | 5 | 2 | 0,3 | 2 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Kathode aus einem porösen Körper aus hochschmelzendem Metall oder einer hochschmelzenden Metallegierung, die aus in den Körper aufgenommenen geschmolzenen Gemischen aus Bariumoxyd und Aluminium- und/oder Boroxyd eine zum Aufrechterhalten der Elektronenemission ausreichende Bariummenge frei machen kann, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene Oxydgemisch aus 5 Mol Bariumoxyd, 2MoI Aluminiumoxyd und 0,1 bis 10 Mol Kalziumoxyd besteht.In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 973 193.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen309 777/274 12.63 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US345082XA | 1955-02-09 | 1955-02-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1160552B true DE1160552B (de) | 1964-01-02 |
Family
ID=21876846
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN11801A Pending DE1160552B (de) | 1955-02-09 | 1956-02-04 | Kathode aus einem poroesen Metallkoerper |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0004424A1 (de) * | 1978-03-23 | 1979-10-03 | Thorn Emi-Varian Limited | Thermionische Kathode |
| DE3122950A1 (de) * | 1981-06-10 | 1983-01-05 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt | Verfahren zum herstellen einer vorratskathode |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973193C (de) * | 1951-11-29 | 1959-12-17 | Philips Nv | Kathode fuer eine elektrische Entladungsroehre, die im Inneren mit einem Vorrat an Erdalkaliverbindungen versehen ist |
-
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- BE BE545032D patent/BE545032A/xx unknown
-
1956
- 1956-02-04 DE DEN11801A patent/DE1160552B/de active Pending
- 1956-02-06 GB GB3626/56A patent/GB795566A/en not_active Expired
- 1956-02-07 CH CH345082D patent/CH345082A/de unknown
- 1956-02-07 FR FR1140832D patent/FR1140832A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973193C (de) * | 1951-11-29 | 1959-12-17 | Philips Nv | Kathode fuer eine elektrische Entladungsroehre, die im Inneren mit einem Vorrat an Erdalkaliverbindungen versehen ist |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB795566A (en) | 1958-05-28 |
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| CH345082A (de) | 1960-03-15 |
| FR1140832A (fr) | 1957-08-14 |
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