DE965341C - Mittelbar geheizte Kathode fuer elektrische Entladungsgefaesse, bei der mindestens zwei hintereinander angeordnete Einzelelemente den Vorrat bedecken - Google Patents
Mittelbar geheizte Kathode fuer elektrische Entladungsgefaesse, bei der mindestens zwei hintereinander angeordnete Einzelelemente den Vorrat bedeckenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J1/00—Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
- H01J1/02—Main electrodes
- H01J1/13—Solid thermionic cathodes
- H01J1/20—Cathodes heated indirectly by an electric current; Cathodes heated by electron or ion bombardment
- H01J1/28—Dispenser-type cathodes, e.g. L-cathode
Landscapes
- Solid Thermionic Cathode (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 6. JUNI 1957
S 39795VlIIc j zig
Es sind mittelbar geheizte Kathoden für elektrische Entladungsgefäße bekanntgeworden, bei
denen im Betrieb Emissionssubstanzen aus einem Emissionsstoffvorrat durch feine Öffnungen eines
diesen bedeckenden Mantels aus hochschmelzendem Metall zur Kathodenoberfläche gelangen. Als
hochschmelzende Metalle sind bei Verwendung von Emissionssubstanzen in Gestalt von Alkalioder
Erdalkalimetallen, insbesondere Barium bzw. deren Legierungen oder Verbindungen, Wolfram,
Molybdän od. dgl. geeignet. Um die gewünschten feinen öffnungen hervorzurufen, können die
schwer schmelzenden Metalle in Gestalt von porösen Sinterkörpern ausgebildet sein, wobei die
Wanderung durch die feinen Öffnungen in diesen Körpern erfolgt.
Es gibt aber unter den hochschmelzenden Metallen auch solche, die, wie z. B. Tantal, für
Barium oder andere Emissionssubstanzen gute Wanderungseigenschaften besitzen und darüber
hinaus noch eine niedrigere Austrittsarbeit als bei Verwendung von z. B. Wolfram ermöglichen, die
sich aber als Sinterkörper entweder schwierig oder gar nicht porös herstellen oder im Betrieb nicht
porös halten lassen. Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, von solchen Metallen dünne
Bleche mit Öffnungen zu versehen, die mit den üblichen mechanischen Fertigungsmitteln ohne
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Schwierigkeiten in einfacher Weise hergestellt werden können, wie z. B. durch Lochen, und davon
mehrere Bleche unmittelbar übereinander derart anzuordnen, daß keine direkten Durchtritts-Öffnungen
in Richtung zur Emissionsträgerfläche vorhanden sind. Solche Bleche mit relativ großen
Löchern können aber nicht einzeln benutzt werden, sondern nur zu mehreren hintereinander und auch
nur dann, wenn sie unmittelbar dicht aufeinander ίο so angeordnet sind, daß die Löcher unmittelbar benachbarter
Flächen sich nicht überlappen.
Bei solchen Kathoden kommt es darauf an, optimale Bedeckungsverhältnisse an der Kathodenoberfläche
zu erzielen. Dies bedeutet, daß laufend im Betrieb die richtige Menge Emissionssubstanzen
aus dem Vorrat der Etnissionssubstanzen frei gemacht
und zum Wandern an die Kathodenoberfläche gebracht wird. Wird zuviel Emissionssubstanz frei gemacht, so entsteht an der Kathoden-
oberfläche zwar eine hohe Emission, jedoch ein Überschuß an Emissionssubstanz, der nutzlos verdampft
und schädliche Niederschläge am Elektrodensystem sowie anderen Teilen der Röhre hervorrufen
kann. Außerdem wird der Vorrat unnötig erschöpft und damit die Lebensdauer der Kathode
herabgesetzt. Im anderen Fall, wenn also zuwenig Emissionssubstanzen frei gemacht werden, ist die
Bedeckung der Kathodenoberfläche unzureichend, so daß durch Verarmung an der Kathodenoberfläche
die Emission nicht die gewünschte Höhe erreicht. Man könnte zwar in diesem Fall die Emission
dadurch zu erhöhen versuchen, daß man die Temperatur an der Kathodenoberfläche vergrößert,
was aber insofern unwirtschaftlich ist, als diese Maßnahme höhere Heizleistungen bedingt.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß man an sich die Abdampfung von Emissionssubstanzen gering halten kann, wenn man sehr
dichte Sinterscheiben verwendet. Dies ist aber mit dem Nachteil verbunden, daß die Kathodenoberfläche
nur unvollständig mit Barium oder ähnlichen Emissionssubstanzen bedeckt wird, was eine
geringere Emission zur Folge hat. Verwendet man Scheiben großer Porosität, so steigt mit der Emis-
sion auch die Abdampfung. Diese ist deshalb besonders groß, weil die Emissionssubstanzen an den
Porenöffnungen in großer Konzentration aus dem Sinterkörper austreten.
Die Erfindung ermöglicht es, die für eine hohe Emission notwendigen Mengen an Emissionssubstanzen
an die Kathodenoberfläche gelangen zu lassen und diese gleichzeitig über die gesamte
Fläche zu verteilen. Dadurch tritt eine wesentlich geringere Abdampfung ein, weil Bariumatome oder
Atome anderer Emissionssubstanzen auf einer Unterlage aus Wolfram, Molybdän od. dgl. fester
haften als auf einer Unterlage aus Barium oder ähnlichen Substanzen. Dementsprechend sind bei
einer mittelbar geheizten Kathode für elektrische Entladungsgefäße, bei der im Betrieb Emissionssubstanzen
aus einem Vorrat durch feine öffnungen eines diesen bedeckenden Mantels aus mindestens
zwei hintereinander angeordneten Einzelelementen aus hochschmelzendem Metall, insbesondere
Wolfram, Molybdän od. dgl, zur Kathodenoberfläche gelangen und sich dort durch Wandern
ausbreiten, nach der Erfindung in Richtung des Weges zur Kathodenoberfläche zwei oder mehrere
Einzelelemente von mit feinen Öffnungen versehenen, porös gesinterten Körpern vorgesehen,
von denen mindestens das dem Vorrat unmittelbar benachbarte Einzelelement hinsichtlich seiner
Porosität so schwer durchlässig bemessen ist, daß es die austretende Substanzmenge im wesentlichen
begrenzend bestimmt, während das die Kathodenoberfläche bildende Einzelelement eine eine möglichst
gleichmäßige Bedeckung der Emissionsfläche ermöglichende große Porosität besitzt.
In einfacher Weise kann auf eine dicht gesinterte Wolframscheibe eine zweite gesetzt werden,
die den emissionsfördernden Substanzen einen viel geringeren Strömungswiderstand entgegensetzt.
Während der ersten Scheibe vorwiegend die Funktion zukommt, die austretende Bariummenge
zu begrenzen, verteilt die zweite Scheibe, die beispielsweise aus viel gröberem Pulver gepreßt ist
als die erste, die aus der ersten Scheibe austretende Bariummenge so, daß auf ihrer Außenfläche eine
viel gleichmäßigere Bariumbedeckung entsteht, als sie bei nur einer, nämlich der ersten Scheibe entstehen
würde.
Die Erfindung ist sowohl für solche Kathoden 'geeignet, bei denen ein mehr oder weniger großer
Vorrat an Emissionssubstanzen in einem Behälter für sich untergebracht ist, als auch für solche An- g5
Ordnungen, bei denen ein poröser Körper mit den Emissionssubstanzen getränkt oder imprägniert
ist. Man kann derartige Kathoden mit einem so hohen Prozentsatz der Emissionssubstanzen herstellen,
daß normalerweise zuviel von den Sabstanzen abdampfen würden. Setzt man aber auf
einen solchen imprägnierten Körper eine Verteilungsscheibe hoher Porosität, so ergibt dies eine
höhere Emission bei geringer Abdampfung.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel
in seinen für die Erfindung wesentlichen Teilen in stark vereinfachter, schematisierter
Darstellung.
Oberhalb eines Vorratsbehälters r, in dem sich Emissionssubstanzen in Gestalt von Erdalkalimetallen
bzw. deren Legierungen oder Verbindungen 2 befinden, sind zwei Einzelelemente 3 und 4
angeordnet, welche beide aus gesinterten Wolframoder Molybdänscheiben bestehen. An Stelle von
zwei Scheiben können auch deren mehr vorgesehen sein. Die Scheibe 3 ist verhältnismäßig dicht gesintert,
wobei zweckmäßig von einem feinkörnigen Pulver ausgegangen wird. Demgegenüber besitzt
die Scheibe 4 eine wesentlich porösere Struktur, was beispielsweise durch Verwendung eines
gröberen Pulvers als Ausgangsmaterial bzw. niedrigere S inter temperatur erreichbar ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegen die beiden Scheiben 3 und 4 nicht unmittelbar aufeinander,
sondern sind durch einen Molybdän-
ring 5 voneinander getrennt, welcher dicht genug ist, um ein seitliches Herausströmen der Emissionssubstanzen
zu vermeiden. Ebenso dient ein Schweißrand 6 nicht nur der Verfestigung der einzelnen
Teile miteinander, sondern bewirkt auch eine Abdichtung an den Flanken hin, um das Austreten
der Emissionssubstanzen und damit die Emission auf die Kathodenoberfläche 7 zu beschränken.
Durch die Zwischenlage des· Molybdänringes 5 wird ferner erreicht, daß im Gegensatz zu
dem unterhalb der Scheibe 3 befindlichen Raum mit hohem wechselndem Bariumdruck der Raum zwischen
den Scheiben 3 und 4 einen niedrigeren, gleichmäßigeren Bariumdruck aufweist.
Claims (8)
- Patentansprüche:ι. Mittelbar geheizte Kathode für elekirische Entladungsgefäße, bei der im Betrieb Emissionssubstanzen aus einem Vorrat durch feine öffnungen eines diesen bedeckenden Mantels aus mindestens zwei hintereinander angeordneten Einzelelementen aus hochschmelzendem Metall, insbesondere Wolfram, Molybdän od. dgl., zur Kathodenoberfläche gelangen und sich dort durch Wandern ausbreiten, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung des Weges zur Kathodenoberfläche zwei oder mehrere Einzelelemente von mit feinen Öffnungen versehenen, porös gesinterten Körpern vorgesehen sind, von denen mindestens das dem Vorrat unmittelbar benachbarte Einzelelement hinsichtlich seiner Porosität-so schwer durchlässig bemessen ist, daß es die austretende Substanzmenge im wesentlichen begrenzend bestifnmt, während das die Kathodenoberfläche bildende Einzelelement eine möglichst gleichmäßige Bedeckung der Emissionsfläche ermöglichende große Porosität besitzt.
- 2. Kathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Emissionssubstanzen Alkali- oder Erdalkalimetalle, insbesondere Barium und/oder deren Legierungen und/oder Verbindungen, verwendet sind.
- 3. Kathode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von mehr als zwei Einzelelementen der Vorrat in das unterste Einzelelement durch Imprägnieren od. dgl. eingeseigert ist. ■
- 4. Kathode nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Einzelelementen mindestens ein Ring, Rahmen bzw. Rippen od. dgl. aus dichtem Material zwischengelagert sind.
- 5. Kathode nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe, Rahmen, Rippen od. dgl. aus Wolfram, Molybdän od. dgl. bestehen.
- 6. Kathode nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe, Rahmen, Rippen od. dgl. mit den benachbarten Teilen verschweißt, insbesondere mittels Sintern verfestigt sind.
- 7. Kathode nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflanken der Einzelelemente vorzugsweise zusammen mit Zwischenlagen dicht verschlossen sind.
- 8. Kathode nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflanken mit Ringen, Rahmen, Rippen od. dgl. verpreßt, verlötet oder verschweißt, insbesondere durch Sintern dicht verfestigt sind.~In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 654 918.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 708/284 11.56 (709 532/192 5. 57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES39795A DE965341C (de) | 1954-06-29 | 1954-06-30 | Mittelbar geheizte Kathode fuer elektrische Entladungsgefaesse, bei der mindestens zwei hintereinander angeordnete Einzelelemente den Vorrat bedecken |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1124860X | 1954-06-29 | ||
| DES39795A DE965341C (de) | 1954-06-29 | 1954-06-30 | Mittelbar geheizte Kathode fuer elektrische Entladungsgefaesse, bei der mindestens zwei hintereinander angeordnete Einzelelemente den Vorrat bedecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE965341C true DE965341C (de) | 1957-06-06 |
Family
ID=25995164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES39795A Expired DE965341C (de) | 1954-06-29 | 1954-06-30 | Mittelbar geheizte Kathode fuer elektrische Entladungsgefaesse, bei der mindestens zwei hintereinander angeordnete Einzelelemente den Vorrat bedecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE965341C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE654918C (de) * | 1935-04-21 | 1938-01-04 | Osram G M B H Komm Ges | Verfahren zur Herstellung von Elektroden fuer elektrische Entladungsgefaesse, insbesondere Entladungslampen |
-
1954
- 1954-06-30 DE DES39795A patent/DE965341C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE654918C (de) * | 1935-04-21 | 1938-01-04 | Osram G M B H Komm Ges | Verfahren zur Herstellung von Elektroden fuer elektrische Entladungsgefaesse, insbesondere Entladungslampen |
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