DE115486C - - Google Patents

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DE115486C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/06Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 115486 KLASSE 51 δ.
Firma C. J. QUANDT in BERLIN. Resonanzboden für Pianofortes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1899 ab.
Der Resonanzboden der vorliegenden Erfindung ist auf der Zeichnung in Fig. 1 durch seine Hinteransicht und in Fig. 2 durch einen senkrechten Schnitt nach der Linie A- B der Fig. ι dargestellt; Fig. 3 zeigt den Längenschnitt durch einen Resonanzspan.
Der Resonanzboden besteht aus den zusammengeleimten Spänen a, den Rippen b und der Rast oder den Auflagen c d ef. Die Späne a sind derart geformt und verlegt, dafs die Längsfasern und Leimfugen derselben vom Anhängeblock oder der Rast c nach dem Stimmstock oder der Rast d hin fächerartig verlaufen, so dafs also die Späne selbst nach der Rast d hin breiter werden. Man erzielt dadurch Resonanzspäne, die vom Diskant nach dem Bafs an Länge zunehmen, an Spannung mithin umgekehrt abnehmen. Dies ist für die schnelle bezw. sofortige und klangvolle Wiedergabe der angespielten Töne von Wichtigkeit. Eine solche Wiedergabe vollzieht sich offenbar dann am vollkommensten, wenn der Resonanzboden an der Erregungsstelle befähigt ist, Schwingungen auszuführen, welche nach Anzahl und Gröfse zu dem angespielten Tone im Verhältnifs stehen. Daher verlangen, entsprechend den Saiten, die zahlreicheren und kleineren Schwingungen der höheren Töne einen gespannteren und kürzeren, die weniger zahlreichen und gröfseren Schwingungen der tieferen Töne aber einen weniger gespannten und längeren Rosonanzspan, genau wie dies durch die fächerartige Anordnung der Resonanzspäne gemäfs dieser Erfindung der Fall ist.
Indessen würde die angestrebte Wirkung keine vollkommene sein, wenn der Resonanzboden nicht gleichzeitig befähigt würde, seine Schwingungen frei entfalten zu können. Wesentlich verhindert wird diese Bewegungsfreiheit durch den hohen Druck, welcher unter Vermittelung des etwas überhöhten Steges g durch die gespannten Saiten auf den Resonanzboden ausgeübt wird. Bekanntlich ist dieser Saitendruck so stark, dafs durch denselben der Resonanzboden durchgedrückt werden kann. Um dies zu verhindern, wendet man Böden an, die auf der Vorderseite etwas gewölbt geformt und somit gegen Durchdrücken widerstandsfähiger sind.
Die gewölbte Form vermag indessen den Boden von dem Saitendruck nicht zu entlasten. Derselbe hat daher beim Mitschwingen diesen Druck stets zu überwinden. Diesem Uebelstande wird gemäfs der Erfindung durch die eigenartige Befestigung der Resonanzspäne auf den Auflagen abgeholfen. Die Späne erhalten an beiden Enden unterhalb eine flache Abschrägung /1, mit welcher sie auf den geraden Flächen i der Auflagen festgeleimt werden. Indem nun beim Festleimen die äufsersten Spitzen der Späne auf die Rastfläche zwangsweise niedergezogen werden, erhält man abermals die gewölbte Form, und in dieser Form gleichzeitig eine künstliche Spannung, die dem

Claims (1)

  1. Saitendruck einen Gegendruck entgegensetzt und somit eine Entlastung des Bodens herbeiführt. Die Hin- und Herschwingungen des Bodens werden so nicht mehr durch den einseitigen Saitendruck beeinträchtigt. Dieser Druck wird vielmehr durch die künstliche Spannung überwunden, wie andererseits die letztere durch den vorhandenen Saitendruck überwunden wird. Infolge dessen kann der Resonanzboden seine Schwingungen frei entfalten.
    Paten τ-Anspruch:
    Resonanzboden für Pianofortes mit vom Anhä'ngeblock nach dem Stimmstock fächerartig verlaufenden Holzfasern, dadurch gekennzeichnet, dafs der Boden mit einer unteren breiten Abschrägung (h) auf den ebenen Flächen (i) der Auflagen (c d ef) derart festgeleimt wird, dafs er eine gewölbte Form erhält.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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