DE115457C - - Google Patents

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DE115457C
DE115457C DENDAT115457D DE115457DA DE115457C DE 115457 C DE115457 C DE 115457C DE NDAT115457 D DENDAT115457 D DE NDAT115457D DE 115457D A DE115457D A DE 115457DA DE 115457 C DE115457 C DE 115457C
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sail
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sailing
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H9/00Marine propulsion provided directly by wind power
    • B63H9/04Marine propulsion provided directly by wind power using sails or like wind-catching surfaces
    • B63H9/06Types of sail; Constructional features of sails; Arrangements thereof on vessels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Wind Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Einrichtung eines Segelgestelles, das beim Segeln »bei dem Winde« ebenso wirksam ist, wie beim Segeln mit achterlichem Winde, ist seit langer Zeit ein erwünschtes Ziel gewesen, aber die Segelgestelle, die im Gebrauche sind, sind nur in der einen oder anderen Hinsicht mehr oder weniger glückliche Compromisse. Wenn der Wind von der Seite kommt, so sind es die Vorderkanten der Segel, die zum Vorwärtstreiben des Schiffes am wirksamsten sind; je länger Vorliek, um so wirksamer wird das Segel. Aus praktischen Gründen kann man sich eines einzigen, hohen und schmalen Segels natürlich nicht bedienen; durch Vertheilung der Segelfläche auf mehrere Segel erhält man indessen mehrere Vorlieks, durch deren Gesamtlänge die Wirkung, im Vergleich mit der durch ein einziges Segel erzielten, erheblich vergröfsert wird. Wenn das Schiff »mit dem Winde«, d. h. mit achterlichem Winde segelt, so werden indessen ganz andere Verhältnisse entstehen. Um den Wind möglichst auszunutzen, mufs in diesem Falle die ganze Segelfläche in ein einziges Segel gesammelt werden, was z. B. bei der vielfach gebräuchlichen Kuttertakelage unmöglich ist. Es ergiebt sich also, dafs die Segel bei einer Anordnung, welche ermöglicht, gut »bei dem Winde« zu treiben, ungeeignet sind zur Fahrt »mit dem Winde« und umgekehrt.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, durch welche beim Segeln »bei dem Winde« langes Vorliek erhalten werden kann, während beim Segeln »mit dem Winde« die Segelfläche in ein oder mehrere gröfsere Segel gesammelt werden kann, so dafs das Segel-1 gestell sehr praktisch ist, in welcher Richtung zum Winde man auch segelt.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigen die Fig. ι und 2 in Seiten- bezw. Oberansicht ein nach dieser Erfindung eingerichtetes Segelgestell; Fig. 3 zeigt in Oberansicht eine abgeänderte Ausführungsform einer der gröfseren Raaen, und die Fig. 4 bis 6 zeigen in Seitenansicht abgeänderte Ausführungsformen des Segelgestelles.
Die Segelfläche ist auf eine Anzahl kleinerer Segel A vertheilt; auf der Zeichnung Fig. 1 und 2 sind sechs Segel ersichtlich; die Anzahl kann jedoch, je nach den Umständen, noch gröfser sein. Die Segel A sind zwischen zwei Raaen, einer oberen B und einer unteren C gestreckt, die auf einem Maste P aufgehängt sind. Die Raa B wird mittelst einer oder mehrerer Taljen, wie bei D ersichtlich, aufgezogen. Die Anzahl dieser Taljen hängt von der Stärke der Raa -B ab.
Die Raa C wird mittelst Taljen E oder anderer geeigneter Vorrichtungen an Deck, an den Duchten oder an anderen Theilen des Schiffes festgemacht.
Die Masten werden, wie gewöhnlich, mit festen oder verstellbaren Stagen, Wanten und Backstagen versehen. Auf der Zeichnung.werden bei F zwei verstellbare Stage gezeigt.
Die Raaen B und C sind um den Mast drehbar und werden, wie bei raagetakelten Schiffen gewöhnlich, mittelst Brassen und Schoten in
gewünschter Lage gehalten. Zwei Brassen für die Raa B werden bei G und Schoten für die Raa C bei H angedeutet.
Die Segel A werden vom Deck mittelst Taljen / oder anderer geeigneter" Vorrichtungen zwischen den Raaen B und C derart gestreckt, dafs die genannten Segel um eine verticale Achse durch die Taljen oder Aufhä'ngepunkte I gedreht werden können. Die Segel A können somit unabhängig von den Lagen der Raaen B und C gedreht werden. Die verticalen Drehachsen durch / sind den Vorderkanten näher als den Hinterkanten placirt, so dafs, wenn sich das Schiff gerade gegen den Wind bewegt, die Segel sich von selbst in die verticale Mittelebene des Schiffes einstellen.
Die Segel A sind an kleineren Raaen K und L gelitzt, oder in anderer geeigneter Weise an denselben befestigt, und die Taljen / sind an diesen Raaen befestigt.
Gewöhnliche Verstärkungslatten aus Holz oder sonst geeignetem Material werden erforderlichenfalls an den Segeln angebracht; diese Latten sind auf der Zeichnung mit M und N bezeichnet.
Parallel mit den verticalen Drehachsen der Segel können zur Stützung dieser Segel Stage O aus geeignetem Tauwerk eingespannt werden; die Blöcke der Taljen /und die Oesen der Latten M und N können auf diesen Stagen O laufend angeordnet sein.
Die Lage der Segel oder der Winkel, welche die Segel mit der verticalen Mittelebene des Schiffes bilden, wird mittelst Schoten S oder anderer geeigneter Vorrichtungen zwischen den Raaen B und K und den Raaen C und L geregelt. Wenn das Schiff »bei dem Winde« oder einen solchen Kurs segelt, wo der Wind seitlich zum Schiffe weht, so werden die Raaen B und C in eine hierfür geeignete Lage, z. B. parallel zur Mittelebene des Schiffes, eingestellt, und die Raaen K und L werden in geeigneten Winkeln zur Windrichtung festgehalten (geschotet). Fig. 2 zeigt in Oberansicht ein Beispiel der Lagen der Raaen K, wenn der Wind von der Seite einkommt und die Raaen B und C in der Mittelebene des Schiffes eingestellt sind.
Bei achterlichem Winde werden die Raaen K und L derart befestigt, dafs sie parallel mit den Raaen B und C stehen, wodurch alle Segel A zusammen ein grofses rechteckiges oder quadratisches Segel bilden, das in der zur Windrichtung günstigsten Lage gebrafst oder geschotet wird.
Den Segeln können auch andere Formen gegeben Werden, z. B.. die in den Fig. 4 und 5 dargestellten, wo die obere Raa kleiner ist oder ganz in Wegfall kommt und der äufsere Umfang der gesammten Segelfläche statt der rechteckigen eine dreieckige Form hat. Diese Anordnungen sind indessen keineswegs so wirksam wie die in. den Fig. 1 und 2 dargestellten.
An gröfseren Schiffen können auch mehrere solche Raaen wie B mit zwischen denselben gestreckten Segeln über einander angebracht werden, wie in Fig. 6 zu ersehen ist. Ebenfalls können solche Segelgestelle an mehreren Masten desselben Schiffes angebracht werden (s. Fig. 6).
Die Anzahl der balancirten Segel A ist natürlich willkürlich, auch braucht die Anzahl der Segel auf jeder Seite des Mastes nicht die gleiche zu sein, sondern es kann, je nach den Umständen, die Segelfläche vor dem Maste verschieden sein von derjenigen hinter dem Maste.
Die Raaen B und C können aus Holz, Eisen, Stahl oder sonst geeignetem Materiale hergestellt und aus einem oder mehreren Stücken zusammengesetzt werden. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Raa ist in Fig. 3 dargestellt.
Durch Versuche ist ermittelt worden, dafs das beschriebene Segelgestell den bisher gebräuchlichen überlegen ist. Dasselbe kann natürlich auch für Eisyachten oder andere, mit Segel ausgerüstete Fahrzeuge verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Segelanordnung für Schiffe, Eisyachten u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dafs die zwischen einer oberen und einer unteren, um einen Mast (P) drehbaren Raa (B C) befindliche Segelfläche aus zwei oder mehreren an besonderen kleineren Raaen (KL) befestigten, um eine verticale Achse drehbaren Segeln (A) von rechteckiger Form besteht, zum Zwecke, beim Segeln »bei dem Winde« mehrere Vorlieks zu erhalten, während beim Segeln »mit dem Winde« die Segelfläche in ein oder mehrere gröfsere Segel gesammelt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0574639A1 (de) * 1992-06-13 1993-12-22 Franco Guria Windantrieb für Boote

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0574639A1 (de) * 1992-06-13 1993-12-22 Franco Guria Windantrieb für Boote

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