DE114841C - - Google Patents

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DE114841C
DE114841C DE1899114841D DE114841DA DE114841C DE 114841 C DE114841 C DE 114841C DE 1899114841 D DE1899114841 D DE 1899114841D DE 114841D A DE114841D A DE 114841DA DE 114841 C DE114841 C DE 114841C
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Germany
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dyes
dye
naphthylamine
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DE1899114841D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/08Disazo dyes in which the coupling component is a hydroxy-amino compound
    • C09B33/10Disazo dyes in which the coupling component is a hydroxy-amino compound in which the coupling component is an amino naphthol

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift 114974 ist eine Dioxydinaphtylamindisulfosäure beschrieben, welche bei der Einwirkung von schwefliger Säure oder deren Salzen auf die in der Patentschrift 75469 beschriebene ßj as ß4 - Amidonaphtolmonosulfosäure entsteht, und deren Constitution durch folgendes Schema veranschaulicht wird:
OH
OH.
Vermöge der beiden Hydroxylgruppen ist die Säure befähigt, mit 1 oder 2 Molecülen einer Diazoverbindung sich zu äufserst werthvollen Azofarbstoffen zu vereinigen, welche durch folgende beiden Schemata wiedergegeben werden:
S O,
,SO, H
-N=NR
OH
OH
SO,
RN =
= NR
OH
OH.
Diese Farbstoffe, besonders diejenigen mit 2 Molecülen Diazoverbindungen, besitzen in ganz hervorragendem Mafse die Eigenschaft, ungeheizte Baumwolle in äufserst klaren rothen bis blauen Tönen von bemerkenswerther Waschechtheit und guter Lichtechtheit anzufärben.
Sie stellen eine vollkommen neue Gattung von direct ziehenden Farbstoffen dar. Die grofse Verwandtschaft zur Baumwollfaser ist vielleicht dadurch zu erklären, dafs man die Stellung RN=N: NH als ρ-Stellung aufzufassen berechtigt ist und diese Farbstoffe deswegen in Parallele zu den Derivaten des. Diamidodiphenylamins stellen darf.
Die Kupplung mit 1 Molecül einer Diazoverbindung erfolgt am besten in schwachsaurer, diejenige mit 2 Molecülen am glattesten in sodaalkalischer Lösung. Bei der Kupplung mit 2 Molecülen kann man ein und dieselbe oder zwei verschiedene Diazocomponenten verwenden.
Im Folgenden sind die Nuancen einer Anzahl der nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Farbstoffe angeführt: 1 Molecül Dioxydinaphtylamindisulfosäure
combinirt mit: färbt Baumwolle,
ι Molecül Anilin roth,
2 Molecülen Anilin . . . blaustichigroth,
2 Molecülen o- oder ρ -Toluidin blaustichigrotb,
2 Molecülen Xylidin blauroth,
combinirt mit: färbt Baumwolle,
2 Molecülen p-Amidobenbenzoesäureester blauroth,
2 Molecülen Acetyl-ρ-phenylendiamin . . violett,
2 Molecülen β-Naphtylamin violett,
2 Molecülen α-Naphtylamin blauviolett,
2 Molecülen p- Amidophenoläther blau,
ι Molecül Anilin ) ,, . , ,.
■., , ... XT , , , . rothviolett,
ι Molecul α - Naphtylamin ... \ '
ι MolecUl a - Naphtylamin. . .
ι Molecül β - Naphtylamin...
Beispiele:
i. Farbstoff aus ι Molecül Dioxydi-' naphtylamindisulfosäureund ι MolecUl
Diazobenzolchlorid.
In eine concentrirte, schwach essigsaure und mit genügend Natriumacetat versetzte Lösung von 46, ι kg Dioxydinaphtylamindisulfosäure ß1asßi läfst man unter gutem Kühlen und Rühren eine aus 9,3 kg Anilin in üblicher Weise
dargestellte
Diazobenzolchloridlösune
einfiiefsen. Die Farbstoffbildung beginnt sofort und ist im Laufe von circa 12 Stunden beendigt. Man wärmt an, salzt aus, preist und trocknet. Der Farbstoff färbt Baumwolle in schwach alkalischem Bade roth.
2. Farbstoff aus 1 Molecül Dioxydinaphtylamindisulfosäure und 2 Molecülen Diazobenzolchlorid.
In eine concentrirte, mit genügend Soda versetzte Lösung von 46,1 kg Dioxydinaphtylamindisulfosäure ßj a3 ßi läfst man unter gutem Kühlen und Rühren eine aus 18,6 kg Anilin dargestellte Diazobenzolchloridlösung langsam einfliefsen. Dia Sodamenge mufs derart berechnet sein, dafs die Flüssigkeit bis zum Schlufs deutlich alkalisch reagirt. Die Farbstoffbildung tritt sofort ein und ist im Laufe von circa 12 Stunden beendet. Man wärmt an, salzt aus, preist und trocknet. Der Farbviolett.
stoff färbt ungeheizte Baumwolle in äufserst klaren blaurothen Tönen.
3. Farbstoff aus 1 Molecül Dioxydinaphtylamindisulfosäure und ι Molecül Anilin und 1 Molecül a-Naphthylamin. Zur Darstellung dieses Farbstoffs verfährt man zunächst genau wie in Beispiel 1 angegeben. Ist die Kupplung mit Diazobenzolchlorid in essigsaurer Lösung beendigt, so wird sodaalkalisch gemacht und eine aus 14,3 kg a - Naphtylamin dargestellte Diazonaphtalinchloridlösung zugelassen. Das Gemisch mufs zum Schlufs alkalisch reagiren. Die zweite Kupplung tritt sofort ein und ist im Laufe von circa 12 Stunden zu Ende geführt. Man wärmt an, salzt aus, preist und trocknet. Der Farbstoff färbt Baumwolle in klaren rothvioletten Nuancen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von rothen, violetten und blauen, die Baumwolle direkt färbenden Farbstoffen, darin bestehend, dafs man die in der Patentschrift 114974 beschriebene Dioxydinaphtylamindisulfosäure
    (NH : OH: S O3 H= ß, «3 β J
    mit ι oder 2 Molecülen einer und derselben Diazoverbindung oder mit je 1 Molecül zweier verschiedener Diazoverbindungen combinirt.
DE1899114841D 1899-10-24 1899-10-24 Expired - Lifetime DE114841C (de)

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