DE114530C - - Google Patents

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DE114530C
DE114530C DE1899114530D DE114530DA DE114530C DE 114530 C DE114530 C DE 114530C DE 1899114530 D DE1899114530 D DE 1899114530D DE 114530D A DE114530D A DE 114530DA DE 114530 C DE114530 C DE 114530C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/10Materials in mouldable or extrudable form for sealing or packing joints or covers
    • C09K3/1031Sealing waxes, e.g. sealing letters, bottles, or the like

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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung ■von in Alkohol (Methylalkohol, Aethylalkohol) bezw. alkoholhaltigen Flüssigkeiten unlöslichen und gegen diese Flüssigkeiten und Temperaturwechsel, sowie gegen Atmosphärilien genügend widerstandsfähigen Flaschen- oder Siegellacken. Diese Lacke sollen zum Verschliefsen von Behältern aller Art, Flaschen, Fässern etc., welche zur Aufnahme alkoholhaltiger Flüssigkeiten bestimmt sind, zum Versiegeln von Briefen, Packeten u. dergl. geeignete Verwendung finden.
Die bisher für diesen Zweck angewendeten Lacke waren zwar gegen Wasser u. dergl. widerstandsfähig, sie lösten sich jedoch stets in Alkohol bezw. alkoholhaltigen Flüssigkeiten ganz oder theilweise auf, infolge dessen z. B. die Verschlufssiegel durch die Einwirkung des durch den Stöpsel hindurchdringenden alkoholhaltigen Dampfes bezw. Behälteririhaltes erweicht wurden, wodurch aufserdem der letztere leicht verunreinigt wurde. Diese Lacke sind auch gegen Temperatureinflüsse, denen die betreffenden Gegenstände oder Behälter beim Transport und der Aufbewahrung ausgesetzt sind, sehr empfindlich, indem sie in der Kälte spröde werden, in der Wärme aber erweichen oder gar schmelzen.
Nach vorliegender Erfindung wird diesen Uebelständen der bekannten Harzlacke, für deren Herstellung im Allgemeinen nur billige Rohmaterialien, z. B. Coniferenharze (Kolophonium) in Frage kommen können, dadurch abgeholfen, dafs man nicht das Harz selbst anwendet, sondern an seiner Stelle seine in Alkohol bezw. alkoholhaltiger Flüssigkeit und aufserdem in Wasser unlöslichen Salze der Alkalierd-, Erd- und Schwermetalle.
Von den Alkalierdmetallsalzen kommt in der Praxis dasjenige des Calciums namentlich in Betracht.
Durch zahlreiche Versuche wurde nämlich festgestellt, dafs die Verbindungen der Harzsäuren, insbesondere der Abietinsäure, neben den erwähnten Eigenschaften in Alkohol und Wasser völlig unlöslich zu sein, auch einen genügend hohen Schmelzpunkt besitzen, so dafs sie zur Herstellung der Flaschen- oder Siegellacke sich ganz besonders gut eignen.
Für die Verwendung für Siegellack sind sie auch deswegen noch besonders geeignet, weil ein mit diesen Verbindungen als Ersatz für Schellack hergestellter Siegellack die Eigenschaft behalten hat, zu brennen, ehe der Siegellack abtropft.
Wenn man z. B. trockenes Kalkhydratpulver bezw. Calciumoxyd dem geschmolzenen Kolophonium zusetzt, tritt unter Aufschäumen und Entweichen von Wasser die Bildung der gewünschten Verbindung, nämlich des in Alkohol bezw. Spiritus oder anderen alkoholischen Flüssigkeiten unlöslichen abietinsauren Kalkes ein. Die besten Resultate werden erhalten, wenn man etwa 3 bis 4 g Calciumhydroxyd auf ungefähr 23 bis 32 g Kolophonium einwirken läfst. Um diesem Product die seiner jeweiligen Verwendungsart entsprechende Consistenz zu verleihen, hat es sich in besonderen Fällen als zweckmäfsig erwiesen, demselben in geschmolzenem Zustand (bei etwa i6o° C.) etwas Solaröl, das sind die'alkoholunlöslichen
Kohlenwasserstoffe des Erdöls, zuzusetzen. Die bisher zu diesem Zweck benutzten Zusatzstoffe, wie Terpentinöl, venet. Terpentin u. dergl., können für einen alkoholunlöslichen Lack nicht gewählt werden, weil sie in Alkohol löslich sind.. Zu dem in genannter Weise erzeugten Product werden nun als mechanische Beimengung, wie üblich, die Füll- und Zusatzstoffe (Kreide, Magnesit, Schwerspat, Zinkweifs, Infusorienerde, Ocker, alkoholunlösliche Farbstoffe oder dergl.) vortheilhaft unter . gutem Durchrühren beigegeben.
Da es ausgeschlossen ist, dafs sich kohlensaure Salze in heifsem Kolophonium unter Bildung der abietinsauren Salze umsetzen, so findet bei den bekannten Zusätzen von Kreide und Magnesiumcarbonat zum Siegellack die Bildung der betreffenden harzsauren Salze nicht statt, was sich schon daraus ergiebt, dafs die. im Handel vorkommenden, auf die angegebene Weise hergestellten Flaschen- und Siegellacke in Alkohol löslich geblieben sind.
Es wurde ferner gefunden, dafs es für die Praxis vielfach erwünscht ist, den Schmelzpunkt der nach vorliegendem Verfahren hergestellten Lacke etwas herabzudrücken, falls die durch die Kohlenwasserstoffe bedingte Erniedrigung der Schmelztemperatur nicht genügen sollte, um bei Anwendung geringerer Wärmemengen die Lacke zum Schmelzen zu bringen. Es fand sich hierbei, dafs man diesen Zweck durch Zusatz von Oelsäure bezw. ölsauren Salzen erreichen kann, die ebenfalls in Alkohol unlöslich sind. Weniger geeignet sind die alkoholunlöslichen, palmitin- und stearinsauren Salze wegen ihres hohen Schmelzpunktes, in besonderen Fällen ergeben sie jedoch ebenfalls geeignete Zusätze für die Lacke. Durch entsprechend zu bemessende Zusatzmengen kann man auf die angegebene Weise den Schmelzpunkt beliebig herabdrücken.
Ein geringer Ueberschufs an freier Abietinsäure ergiebt allerdings eine geringe Löslichkeit des Lackes in Alkohol, mit Rücksicht auf den variirenden Gehalt der aufzubewahrenden Flüssigkeiten an Alkohol sind jedoch auch solche Lacke in manchen Fällen anwendbar. -'

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Darstellung von in Alkohol (Aethyl- bezw. Methylalkohol) bezw. alkoholhaltigen Flüssigkeiten unlöslichem und gegen diese Flüssigkeiten und klimatische Einflüsse genügend widerstandsfähigem Flaschen- bezw. Siegellack, gekennzeichnet durch den Ersatz des Harzes durch harzsaure bezw. abietinsäure Salze der Alkalierd-, Erd- und Schwermetalle, wobei in Alkohol unlösliche Kohlenwasserstoffe des Erdöles, fettsaure Salze und auch Füll- und Zusatzstoffe zur Mitanwendung gelangen können.
DE1899114530D 1899-02-17 1899-02-17 Expired - Lifetime DE114530C (de)

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